
Heute besuchten wir die Landesgartenschau in Norderstedt, die vor ein paar Tagen erst eröffnete und momentan vor allem Frühlingsblüher zeigt. Ich war sehr neugierig und erhoffte mir einige Ideen für meine eigenen … gärtnerischen Tätigkeiten. Und der Eingangsbereich wirkte auch durchaus vielversprechend.
Etwas ernüchtert wurden wir durch diesen, leicht freudlosen Anblick:

Diverse Beete waren in dieser Weise angelegt. Weiße Tulpen auf weißem Kies (???), dazu dunkelrote Tulpen und vereinzelt etwas unmotiviert wirkende Wilddtulpen, dazwischen etwas, von dem man nicht immer wusste, ob es Stauden oder Wildkräuter waren.

Das Gelände war sehr schön, eine weitläufige Anlage mit einem See, einem natürlichen Waldstück, einem Moorgebiet und weiten Flächen. Hier der Blick vom Aussichtspunkt auf den See.

Themengarten mit Eiben und kontrastreicher Bepflanzung


Themengarten “Bohus” mit Wasserwänden, Wasserflächen und einer (später) nordischen Bepflanzung.

Bezaubernd, stimmungsvoll und sehr natürlich wirkend: Tulpenwiese

Spielplatz mit Wippschafen

Margueriten – ein eher seltener Anblick

Insektenhotel und moderner Kompostierer

Bepflanzung im Feldgarten

Bepflanzung im Feldgarten
Es gab wirklich schöne Ansichten, so die Tulpen- und Narzissenwiesen, aber einiges war auch ein bisschen bizarr, so der Filmgarten, wo Filme auf hortikulturale Weise interpretiert werden … oder so.

Das weite Land: hier nicht unbedingt weit, aber steinig. Überhaupt fiel der großzügige Gebrauch von Kies und Steinen auf.

Reise zum Mittelpunkt der Erde (eines sehr felsig-steinigen Planeten, übrigens)

Den Filmtitel habe ich vergessen – einfach irgendwas einsetzen. Am besten etwas mit Steinen, da liegt man nicht falsch.

Und hier der absolute Tiefpunkt (auch “Souterrain des Geschmacks” genannt): Der Herr der Ringe. Im Bild das Auenland, wie es grünt, blüht, säuft, kifft und lacht. Der Rest bestand vor allem aus einer Darstellung der öderen Gebiete Mittelerdes – richtig: aus Steinen!

Gefiel mir am besten. oder, präziser: es war der einzige Filmgarten, der mir gefiel. Der Name der Rose. Rosensträucher in Kübeln (mit den Namen der jeweiligen Sorte) auf einem Buch arrangiert.

Es standen auch … Sachen in der Gegend (und hier möchte ich Mike Krüger zitieren: “Ist das Kunst oder kann das weg?”). Wir waren uns nicht ganz sicher, was das sein sollte, aber es stand in der unvermeidlichen Abteilung für deutsche Sepulchralkultur. Die Kuppel dahinter ist übrigens kein Gewächshaus, sondern die Kirche. Auch hier waren wir uns nicht ganz sicher, was die dort zu suchen hatte.

Die Bepflanzung am See: geometrisch.

Die Beete des Seegartens wirkten schon sehr konventionell und farblich nicht immer aufregend. Ich hätte es mir schon ein bisschen extravaganter gewünscht, auch wenn die Blumen selbstverständlich sehr schön waren. Aber die Bepflanzung war auch ein wenig einförmig: Viele Tulpen, aber nur wenige Sorten, auch hier wäre mehr Vielfalt schön gewesen (es gibt ja wirklich mehr als 10 Sorten). Ach ja, botanische Kenntnisse sind von Vorteil, denn wenn man sich für eine Pflanze interessiert und nicht weiß, wie sie heißt oder welcher Gattung sie angehört, wird man es dort auch nicht erfahren: Beschriftungen fehlen fast völlig.

In der Blütenhalle: Tulpen, vor allem eine Sorte. Andere Sorten wurden in Glaszylindern arrangiert …

… in einer Art Baumform.


Verschiedene Frühlingsblüher – ordentlich in Form gebracht.

Überzeugend: Die Tischbepflanzung
Insgesamt war es weniger inspirierend als erhofft, aber ich habe einige sehr schöne Sämereien mitgebracht, ebenso wie einen praktischen Pflanzautomaten. Mutter Jinx hat fürs Guerilla-Beet Montbrezien gesponsort, die ich Montag einsetzen werde. Obwohl der Eintritt mit € 15 sehr happig ist (ermäßigt: €13, aber nicht für Rentner), werde ich wahrscheinlich im Sommer wiederkommen und mir die Anlage nochmal ansehen.