April 19, 2011 - ט"ו ניסן תשע"א
Besitzst Du “historisches” Handarbeitszubehör, z. B. alte Strick- oder
Häkelnadeln, Anleitungshefte, Klöppelkissen, Stopfeier oder ähnliches?
Wie kam es in Deinen Besitz? Verwendest Du es noch, oder bewahrst Du es
z. B. nur aus “sentimentalen” Gründen auf?
Ja, ich habe ein paar Sachen, die man als “historisch” bezeichnen könnte, aber nichts davon geerbt, alles gekauft (Handarbeiten hatten in meiner Familie keinen so wahnsinnig hohen Stellenwert).
Das Historischste, was ich an Büchern bieten kann, sind einige britische Ausgaben zu Themen, die mit traditionellen Pullovern zu tun haben. Die stammen aus den Sechzigern und Siebzigern, ebenso wie das Buch Twined Knitting von Dandanell/Danielson und Nordic Knitting von Pagoldh bzw. Knitting in the Nordic Tradition von Lind. Ich gebe zu, dass andere da wesentlich “historischere” Werke haben, aber dafür kann ich mit diesen auch was anfangen. Das ist nämlich bei älteren Sachen nicht so, jedenfalls nicht bei mir. Die ganze “Vintage”-Welle rauscht völlig an mir vorbei, da ich die Fünfziger nicht leiden kann (die piefigste Zeit ever …) und auch der Mode der früheren Jahrzehnte wenig abgewinnen kann, mit Ausnahme der zwanziger Jahre natürlich. Auf Flohmärkten findet man recht häufig Hefte aus der Nachkriegszeit, aber die lasse ich immer liegen, aus oben genannten Gründen. Ich will nämlich kein Archiv aufbauen, sondern kaufe nur Dinge zu Themen, die mich interessieren.
Geliebt und häufig benutzt werden die Häkelnadeln aus Knochen, die ich mal billig ersteigert habe (so ein Gebinde von ca. 20 Stück). Die sind wirklich gut, und ich verwende sie z. B. auch zum Behäkeln von Steeks (Bild). Außerdem habe ich noch ein altes Occhi-Schiffchen, das ich günstig auf einem Flohmarkt erstanden habe. Occhi habe ich mir mal beigebracht, auch wenn ich es heute nicht mehr betreibe (ich weiß nämlich nicht, was ich damit soll …). Ich tue mich schwer, Dinge zu erwerben, die ich nicht potentiell verwende, also fallen Klöppelkissen, historische Nähmaschinen etc. aus.
Reizen würden mich allerdings ein schöner alter Stopfpilz und eine alte Sockenstrickmaschine aus England.











Ich habe früher meine mit der Spindel gesponnenen Garne immer ohne irgendwelche Hilfsmittel verzwirnt, was oft genug in einem elenden Tüddelkram endete. Nun habe ich mir einen Prototyp einer einfachen, zweckmäßigen Lazy Kate gebaut. Sie besteht aus einem kleinen Karton, in dem die Achsen (eigentlich sind es Stricknadeln) und auch die noch zu verzwirnenden Knäule verschwinden, wenn sie nicht benutzt wird. Diesem Karton (aus dem Kaufhaus) bin ich heute mit Herrn Jinx’ Dremel zu Leibe gerückt.











