March 6, 2011 - ל' אדר א' תשע"א
Dies – noch ungespannt – ist eine graue Weste, die unter dem etwas betulichen Namen “steingraues Strickmieder” als Strickpackung in der Zeitschrift Landlust angeboten wurde. Da mir das Material interessant erschien, habe ich das Kit bestellt. Das Material, Irische Wolle, erhältlich unter dem Namen Kilcarra Tweed, gefällt mir sehr gut und ist auch recht preisgünstig zu haben, aber die Anleitung, nach der die Weste gestrickt werden sollte, verdient das Prädikat “grottigste Anleitung ever”.
This is – yet unblocked - a grey vest, available from the German magazine Landlust as a kit. Because I was interested in the wool coming with it, I ordered it. The yarn, Irish wool, available as Kilcarra Tweed, is a nice tweed yarn for a reasonable price. But the instructions for the vests very well deserves the predicate “worst instructions ever”.
Ach, wo fange ich an? Dass das Teil in Einzelteilen gestrickt und zusammengenäht werden soll, ist kein Kritikpunkt, da Geschmackssache und ohnehin leicht zu ändern (ich habe die Weste natürlich in einem Stück gestrickt). Aber die Zöpfe … die sollten, wenn es nach der Designerin geht, nicht eingestrickt, sondern als Bänder angefertigt und dann durch einzustrickende Löcher gezogen werden. Im Heft sah das noch recht annehmbar aus, aber ich habe ansonsten noch keine Abbildung gesehen, wo dies wirklich gut aussah. Über die Motive kann man nur spekulieren. Vielleicht erschien es den Autoren zu schwierig, korrektes Verzopfen in einer Anleitung zu vermitteln. Allerdings wurde diese Herausforderung von unzähligen Designern bereits erfolgreich bewältigt. Oder – wahrscheinlicher – die Designerin arbeitet normalerweise mit Strickmaschinen, wo Verkreuzungen ja nicht so ohne weiteres möglich sind. Dennoch: Wieso diese bescheuerte Lösung? Abgesehen davon ist die Anleitung umständlich formuliert und unübersichtlich gesetzt, was für Strickanfänger eine leicht vermeidbare Herausforderung darstellt.
Where to start with? The designer wants this vest to be knitted in three pieces which are sewn together at the end; this is no point of comment, because it can easily be changed (I knitted it in one piece, of course). But the cables … following the instructions they are supposed to be knitted as long ribbons which are pulled through holes (a kind of lacy pattern). In the magazine this looked rather acceptable, but besides this picture I saw no photo where this looked good. Why the designer wants us to do this I can only guess: Maybe she thought it would be too difficult to explain how to knit cables, but this task was successfully done by a bazillion designers bevore. Or she usually works with handknitting machines which do not allow knitting cables so easily. But still: why did she choose this uniquely crackbrained solution? Besides this, the instructions is written in quite a cumbersome way and printed unclearly what is quite a challenge for beginning knitters.
So einen Unsinn wie “Bänder duch Löcher ziehen” mache ich natürlich nicht; ich habe stattdessen ganz normale Zöpfe gestrickt, was mir einen ordentlichen Materialüberschuss bescherte. Die Knöpfe stammen wieder von einem Stand auf dem Isemarkt, einer wahren Fundgrube mit einer kleinen aber feinen Auswahl an Knöpfen.
Well, of course I didn’t make any nonsense like pulling ribbons through holes, I knitted cables instead. This gave me quite a decent leftover of two balls of yarn. The buttons come from a haberdashery booth at the Isemarkt, a treasure trove with a small but fine selection of buttons.


















