Souterrain des Geschmacks / What the Fuck?


Es gibt nichts, was es nicht gibt. Entweder gestrickt oder in Schaf-Form. Abseitig, aber ich habe gelacht (irgendwie). Nachzulesen hier.

Guten Morgen, auch der Spiegel hat’s gemerkt: Es wird wieder gestrickt. Toll, dass diese völlig neue und sensationelle Nachricht unters Volk gebracht wird. Und danke für diese differenzierte und wohlrecherchierte Plotte. Der Spiegel verortet das Stricken in studentischen Kreisen und deutet strickende Männer als “metrosexuell”. Da wird sich die Mehrheit der strickenden Männer sicherlich gar nicht mehr zu lassen wissen vor Freude (und mir drängt sich der Eindruck auf, dass sich das Blatt nur nicht getraut hat, zu schreiben, dass es strickende Männer für schwul hält). Auch wenn es meinen Horizont übersteigt, was nun ein Handwerk mit der sexuellen Orientierung oder einem extravaganten Lebensstil zu tun hat. In diesem Zusammenhang hätte ich auch noch eine Frage: In den vergangenen Jahrhunderten war das kommerzielle Stricken zunächst reine Männersache, und im 17. und 18. Jahrhundert wurden z. B. Soldaten dazu angehalten, zu stricken. Ganz zu schweigen von Schäfern, die dies auch taten und teilweise bis heute tun. Waren und sind die jetzt auch alle metrosexuell?

Dieses Juwel der sauberen journalistischen Recherche bestärkt mich darin, dass es richtig war, mit der Presse bis auf Weiteres einfach nicht mehr zu sprechen. Und nein, ich finde es nicht toll, dass überhaupt mal was über das Stricken geschrieben wird, ich bin auch nicht dankbar, dass das Hobby mal wieder Erwähnung findet. Ich bin auch da für Qualität statt Quantität.

Über Facebook erhielt ich folgende Nachricht; da die Anwort für mich eine Prinzipienfrage ist, veröffentliche ich sie hier, auch als Warnung an alle, die eigenartige Ansinnen an mich stellen.

Bin bei der Suche für meine Reportage über Deine Strickseite gestolpert:
Ich mache ein Reportage für eine große Frauenzeitschrift, in der wir Frauentypen vorstellen, die abseits vom Mainstream und vor allem ein bisschen anders (z.B. Strickverrückt ;-) ))
sind. Und das sollte sich nicht nur in Mode äußern, sondern auch in der Lebenseinstellung, den Freunden und in den Hobbys. (Es gibt
ein Honorar, Betrag gelöscht)

Das hört sich erstmal gar nicht schlecht an. Zumindest nicht so gruselig, dass ich das Lesen gleich einstelle.

Speziell stelle ich mir vor:
*Du
*Eine Frau, die eigentlich schon 30 ist, aber immer noch in Kätzchenprints und Blümchengummistiefeln rumläuft, Typ Girlie also
* Eine Gothicfrau o.ä.
* Eine Motorradbraut mit Lederkutte und einem Motorradclub im Anhang
* Eines von diesen Betty-Boo-Girls, von Kopf bis Fuß tätowiert und schwarze Ponyfrisur
*Eine Burlesque-Tänzerin
*Emo
*eine absolut konsequente Hippie-Frau
*eine Extrem-Öko-Frau oder Dreadlock & Jamaica oder so
*eine ultrastraighte Businessfrau, taff, erfolgreich, streng
* Frauen, die in Jobs arbeite, die tolle Berufsbekleidung hergeben wie Müllabfuhr, Gartenbau, Landwirtin, Polizistin (wenn Ihr mit der Uniform vor die Kamera dürft), Disneyy-Figur oder wandelndes Pizzastück usw. usw.
* eine supersportliche Muskulöse Frau hab ich jetzt schon (freu)

und so weiter und so weiter.

Und hier beginnen meine Schwierigkeiten: Eine wirklich andere Lebenseinstellung äußert sich nur begrenzt über Äußerlichkeiten und ist daher auch nur begrenzt fotografisch abbildbar. Meine Lebenseinstellung ist anders, aber noch weniger abbildbar als die benannten Beispiele. Wie hätten’S denn gern? Meine Tattoos? Meine Piercings? Ein T-Shirt der Piratenpartei nebst Fahne? Kunst- und/oder hebräische Bücher? Strickzeug? Computergedöns und Spielekonsole? Ein Feinschmeckermenu? Alles würde irgendwelche Aspekte von mir abbilden, aber nichts meine Lebenseinstellung einfangen. Aber gut, eine populäre Zeitschrift ist ein oberflächliches Medium und kann gar nichts anderes sein. Da muss man Abstriche machen, auch wenn dieses Potpourri von Äußerlichkeiten in den Beispielen nicht gerade mein Geschmack ist.

In diesem Zusammenhang würde mich interessieren, wie eine Pizzastück-Verkleidung o. ä. eine Lebenseinstellung widerspiegelt. So etwas macht man nur, wenn man Geld braucht. Mal ehrlich, Lebenseinstellungen interessieren Euch einen Dreck, es geht um Aufreißerfotos, je bizarrer desto besser.

Wichtig: Frauen zwischen 25 und 35 (ich mach Dich einfach ein paar Jährche jünger…) .

Äh, danke, aber hier verzichte ich. Ich bin 43, und das ist gut so. Ich möchte nie wieder 25 oder auch nur 35 Jahre alt sein und habe mich noch nie jünger gemacht. Das müsst Ihr nicht verstehen, ist eine Frage der Lebenseinstellung. Vor allem werde ich für die üblichen fünf Minuten Ruhm nicht damit anfangen. Ach ja, nur zur Info: Lebenseinstellung ist keine Frage des Alters.

Wir knipsen profimäßig mit tollem MakeUp im Stil der Streetstylefotos vom Styleclicker Gunnar Hämmerle,

Clicker trifft es schon. Hab ich mir angesehen, gefällt mir nicht. Sollte es Euch gelingen, den seligen Helmut Newton wiederzubeleben, nehme ich alles zurück. Natürlich nur, wenn ich so alt sein darf, wie ich bin.

(…) Hier geht’s um Honorar und Location.
Bitte bewerbt Euch mit Foto und Daten (Stadt, Alter, Name, welchen typ verkörperst Du?) AUSSCHLIESSLICH über die E-Mail (auf meiner Website könnt Ihr sehen, was ich so mache)

Auf meiner Website kann man auch sehen, was ich mache. Und die sagt ziemlich deutlich, dass ich keine Strickmutti bin. Ehrlich gesagt, kann ich mit der Strickszene nur sehr punktuell was anfangen.Wenn eine typische Strickerin gesucht wird, bin ich definitiv die Falsche.

Diese Anfrage bestärkt mich in der Überzeugung, mit der Presse einfach nicht mehr zu reden. Sollte da mal was Vernünftiges rumkommen, werde ich es mir überlegen.

Ja, ich weiß, dieser Begriff, der mir angesichts eines Modells in einer früheren Knitty-Ausgabe spontan einfiel und es sogar zu einer eigenen Rubrik im Blog brachte, hat nicht nur Freunde. Es ist natürlich auch alles Geschmackssache. Aber es gibt Momente, da weiß ich wieder, warum er mir einfiel, und einer davon war gestern, als ich ein paar Bilder einer Strickfreundin erhielt, die sie auf einer Handarbeitsmesse geschossen hat.

Ich habe gehört, dass die Entscheidung, welches Garn von der Industrie in einer Saison lanciert und zum “Trend” aufgebaut ist, nicht immer von Menschen getroffen wird, die dieses Garn dann auch verwenden oder gar etwas daraus Gestricktes tragen würden. Zu dem unten gezeigten Garn hätte meine leider verstorbene Großmutter gesagt: “So etwas kann nur ein Mann erfinden”. Vielleicht sollten die mal jemanden ranlassen, der sich mit so etwas auskennt.

Liebe LeserInnen, halten Sie bitte Ihre Augenseife bereit. Es ist einfach grauenvoll. Und ich bedanke mich herzlich bei Naima für die Genehmigung, diese Aufnahmen in meinem Blog präsentieren zu dürfen. Sie zeigen etwas, das man mit viel Wohlwollen vielleicht im weitesten Sinne als “Garn” bezeichnen könnte.

Da hätten wir zunächst dieses Modell, das offensichtlich als Dekorationsvorschlag gedacht ist (es kann sich nur um das Heim eines Massenmörders handeln).

Die zweite Aufnahme ist dem Bereich Winterbekleidung/Accessoires zuzuordnen. Mich erinnerte dieses … Rosa in dieser Form an fleischfarbene, wimmelnde Maden (vermutlich nach einem fiesen Chemieunfall, während mich der Schal des Schneemanns an ein Stück Darm erinnert, wie man es aus diesen Pathologen-Krimis kennt, Ihr wisst schon).

Liebe Industrie, Euer Drang, jede Saison einen neuen Trend auf den Markt bringen zu müssen, in allen Ehren, aber muss es wirklich dieser Müll sein? Das Zeug besteht zu 100% aus billigster Kunstfaser, die nur unter massivem chemischen Einsatz hergestellt werden kann und so nicht nur in ästhetischer Hinsicht ein Verbrechen an der Umwelt darstellt. Die Optik macht die Trägerin sowieso zum Paria der zivilisierten Gesellschaft. Das haben offenbar auch die Käufer begriffen, denn der Kram liegt in großen Warenhäusern in riesigen Haufen herum, die sich kaum jemals zu verkleinern scheinen. Ich wünsche mir jedenfalls, dass Ihr Euren Scheiß containerweise als unverkäuflich zurückbekommt, sodass Ihr in Euren Firmensitzen nicht mal mehr aufs Klo kommt, ohne über riesige Kartons dieses Geschmacksverbrechens steigen zu müssen (ich weiß, dass die Realität anders aussieht: Im Zweifelsfall kommen die Einzelhändler nicht mehr ungehindert aufs Klo und machen einen Sonderverkauf, der sich gefühlte 18 Monate hinzieht, bis der Ramschberg abgebaut ist). Auf jeden Fall hoffe ich auf den mündigen Konsumenten, der sich solchen Produkten verweigert und so die Garnhersteller zwingt, vernünftige Dinge zu produzieren.

Es hat übrigens keinen Sinn, mich nach dem Produzenten dieses “Garns” (wenn man es denn so nennen möchte) zu fragen, ich weiß ihn nicht und bitte auch, davon Abstand zu nehmen, ihn in den Kommentaren zu nennen, falls ihn jemand kennt.

Gestern war es so weit; beim Stricktreff präsentierten wir unsere Leichen im Stash-Keller. Einige brachten tatsächlich Garne mit, die für sie … sagen wir: wenig Identifikationspotential bieten.

Wir entschieden uns dafür, uns feige in der Menge der Strickerinnen zu verbergen und ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Den Scheiterhaufen Das Ergebnis seht Ihr hier im Bild.

Unser Fazit ist: So schlimm war es gar nicht. Es dominierten Garne von guter Qualität, die einem von der Farbe her doch nicht so gefielen, die den Strickgewohnheiten nicht oder nicht mehr entsprechen (die sehr dicken Garne beispielsweise), Dinge, die im Knäul recht attraktiv aussehen, verstrickt aber nicht oder auch ein optisch ansprechendes Garn, das von der Zusammensetzung her nicht gefällt.

Einiges fand tatsächlich einen Abnehmer; ich wurde zwei Knäule los, und eine andere Strickerin eines. Das hätte auch schlimmer kommen können … :D Es war auf jeden Fall eine lustige Aktion, wir haben sehr viel gelacht und hatten viel Spaß dabei.

Folgende Garne sind weg: der grüne runde Ball, das violette Knäul Rowan Big Wool vorne und die pinkstreifige Regia. Wer Interesse an den anderen Garnen hat, kann sich gerne bei mir melden, ich stelle dann den Kontakt her.

Die nächste Convention steht vor der Tür, und alle Prinzessin-Leia-Perücken sind ausverkauft? Für Strickerinnen kein Problem, wie man hier sieht.

Scheduled for the next convention, but all Princess Leia wigs are sold out? That’s no problem if you know how to knit, as it can be seen here.

Bei meiner Leib- und Magen-Community, Ravelry, gibt es mehrere Karma-Yarn-Swap-Initiativen. Das ist löblich. Das Prinip ist denkbar einfach: Man hat ein Garn, sei es in größeren Mengen, sei es wenig, das man nicht gebrauchen kann. Da im Universum das Prinzip “Wat dem einen sin Uhl, is dem annern sin Nachtigall” gilt, kann man dieses Garn anbieten. Wer es haben möchte, meldet sich, bekommt es zugeschickt und stellt dafür etwas anderes zur Verfügung, dass dann von irgendeinem Dritten gewünscht wird, der seinerseits eine Mail schreibt und etwas einstellt … na, Ihr wisst schon. Ich finde dieses Prinzip schön, denn man gibt etwas weg, was man nicht mehr haben möchte, aber jemand anderem Freude macht, OHNE dass man eine unmittelbare Gegenleistung erwartet (man will den Kram ja ohnehin nicht mehr haben). Stattdessen vertraut man darauf, dass das Universum einem irgendwann etwas anbietet, was man selbst braucht. Toll, was?

Nun bin ich im europäischen Karma-Swap-Forum, und da funktioniert die Sache ausgezeichnet. Die Garne sind schön und hochwertig, die Regeln wie oben beschrieben, also denkbar einfach. Alles bestens. Ebenso bei unseren freundlichen amerikanischen Gastgebern bei Ravelry, auch dort läuft die Sache wie geschmiert.

Dann gibt es das Karma-Swap-Forum der Deutschen, und das geht gar nicht. Also, überhaupt nicht. Wirklich nicht. Es erinnert mich wieder daran, warum mein durch und durch deutscher Vater (Jahrgang 1922 und beiliebe kein multikulturell bewegter Alt-68er) im Urlaub prinzipiell ins Ausland (vorzugsweise Italien) fuhr und dort so ziemlich jedem Deutschen aus dem Weg ging (bei ganz peinlichen Exemplaren wurden auch schon mal fluchtartig Cafés verlassen, da es einfach … unschön war (wir wollen die Mäntel des Schweigens und der Barmherzigkeit darüber breiten). Auch hier gab es natürlich Ausnahmen, die jedoch leider nicht die Regel waren.

Wo war ich? Ach ja, der deutsche Karma-Swap. Das einfache Prinzip A gibt – B nimmt und gibt – C nimmt und gibt wurde gewissermaßen pervertiert, genauer gesagt: kleinlich bürokratisiert. Vor dem Tausch steht die Überlegung, und die sieht so aus: Was ist, wenn A gibt und B nimmt und weniger gibt, als A gegeben hat? Für diesen schockierenden Sonderfall muss eine Regelung aufgestellt werden, und zwar nach dem Schema: 200 g Garn A haben den Wert von 300 g Garn B, aber nur von 25 g C. Operiert wird bei diesem Ergehen in grauer Theorie mit Qualitäten wie Merino, Mohair und Angora. Und was sieht man, wenn man die konkreten Angebote sichtet: Kunstfasermischungen. Also ehrlich, geht es noch? Könnt Ihr Euch Eure Gedankenspielchen mit Edelgarnen nicht aufheben, bis ein solches wenigstens am Horizont erscheint? Dies alles ist denkbar unattraktiv, da ich wenig Lust habe, mich gedanklich zu foltern, ob meine Garnqualität A in Menge X dem Angebot entspricht oder ob das Forum geschlossen über mich kommt, weil es der Meinung ist, es hätten mindestens 3,5 g mehr sein müssen. Und mir fällt zwangsläufig ein, warum selbst der deutsche Teil meiner Familie Deutsche allgemein nicht ausstehen konnte (Ausnahmen bestätigen die Regel: Es gibt wunderbare Deutsche, herzliche Grüße an die vielen netten Menschen und meinen wirklich bezaubernden Lebensgefährten, aber manche: mimimi!). Und dann wundert man sich, warum die Karma-Swap-Idee bei den Amerikanern gut läuft, bei den Europäern auch, aber beim nationalen Forum so gar nicht.

Ich werde bei den Europäern karmaswappen: Schönes Garn, freundliche Menschen, die einen nicht bürokratisch erschrecken, keine Belästigung mit idiotischen Vorschriften, Portokosten, die sich in überschaubaren Grenzen halten. Der skandalöse Fall, dass Garn B tatsächlich weniger wert ist als Garn A wird nicht behandelt, denn falls jemand wirklich 1 kg reines Angora abgreift und 50 g Topflappengarn einstellt, bedeutet das eben schlechtes Karma, und das muss jeder mit sich selbst abmachen. Mal ganz abgesehen davon, dass jemandem, dem 50 Gramm Topflappengarn in einer bestimmten Farbe fehlen, die er händeringend sucht, das Kilo Angora vermutlich am Arsch vorbeigeht.

Ach ja, Karma bedeutet nicht: Ich gebe A und bekomme B, was mindestens den Wert von A hat, aber den von C keinesfalls unterschreiten darf, sondern: Ich gebe A und vertraue darauf, dass irgendwann ein B kommt, das mich glücklich macht. Und wenn nicht: auch egal. Dann schenkt mir vielleicht ein Fremder einen wunderschönen Blumenstrauß oder erzählt mir, wie wunderbar ich bin und rettet mir den Tag. Und das ist doch auch was Schönes.

Das Prinzip funktioniert, wenn man darauf vertraut, und das in allen Bereichen: Ich habe schon manches Mal einem bedauernswerten Zeitgenossen, der kein Geld oder sein Portemonnaie vergessen hatte, eine Busfahrkarte bezahlt, denn 1,60 oder 2,50 machen mich weder reicher noch schöner noch glücklicher. Und was passiert, wenn ich verzweifelt vor einem Automaten stehe, den Geldbeutel mit größeren Scheinen aber ohne Kleingeld gefüllt? Es kommt ein mir völlig unbekannter Mensch angelaufen, der die Münze für mich einwirft. Immer. Echt. Es funktioniert. Man muss nur darauf vertrauen. Und selbst, wenn mal niemand kommen sollte, der mir die Münze einwirft,: Ich komme irgendwie nach Hause, und einen Monat später werde ich darüber lachen. Karma ist auch das Vertrauen auf den netten Menschen, nicht das Warten auf die Banküberweisung in Höhe von 1,60. Also, macht Euch locker, Leute.

Alle, die Schwierigkeiten mit der Definition des Karmabegriffes haben, sei dieser Artikel zur eingehenden Lektüre empfohlen.

Und nun: zerfetzt mich, beleidigt mich, verbannt mich aus Blogroll und/oder Feedreader, aber ich stehe hier und kann nicht anders.

Just a few words why the German karma swap at Ravelry’s doesn’t work.

Mein Lebensgefährte meinte gerade, dass man bei Google nur lange genug suchen muss, dann findet man alles auch in gehäkelt oder gestrickt. Ich denke, er hat recht. Für Fans der BBC-Serie Dr. Who kommen hier ein paar Anleitungen bzw. Anregungen aus der Rubrik “Mach Dir den Dalek!”.

My partner just said that you just have to search google long enough, than each and every thing can be found in a crocheted or knitted version. And I think he’s right. For all fans of the BBC series Dr. Who we have found some instructions or hints from the category “Make your own Dalek”.

Dalek 1
Dalek 2
Dalek 3
Dalek 4
Dalek 5

Viele Leute, die mich persönlich kennen, behaupten, ich wäre des Kitsches nicht fähig, ich würde keinen Kitsch kaufen und erst recht keinen produzieren. Ich möchte betonen, dass dies unrichtig ist. Ich kann es sogar beweisen. Nämlich hiermit:

Chinese Flowers Tea Cozy

Ja, ich habe eine Menge Teekannen, und ich werde sie ALLE bestricken, bis auf die Isolierkanne und die japanischen Eisenkannen (dazu bin nicht mal ich fähig…). Verwendet habe ich Garn aus meinem Stash, nämlich namenloses Mohair und selbstgesponnene Blue Faced Leicester. Ich habe mich nur grob an die Anleitung gehalten. Gestrickt wurde in Runden, was ich lieber mag als die Teile zusammenzunähen, und ich habe die Verzierungen um einige Pompons ergänzt.

Chinese Flowers 2

People who know me personally always say that kitsch and I will never come together. This is not correct. I am very well capable to produce knickknacky things like everyone else. The evidence can be very clearly seen in these pictures.

I used some yarn from my stash, a nameless mohair yarn and homespun blue faced leicester. The pattern was slightly modified, I decided to knit in rounds rather than sewing the whole thing together, and I added some pompons to the embellishment.

Technische Details:
Name: Chinese Flowers Tea Cozy
Muster: A happy Thought
Quelle: Victoria and Albert Museum Knitting Collection
Material: Mohair (namenlos), Blue Faced Leicester, handgesponnen
Nadelstärke: 3

Technical Details:
Name: Chinese Flowers Tea Cozy
Pattern: A happy Thought
Source: Victoria and Albert Museum Knitting Collection
Material: Mohair (namenless), Blue Faced Leicester, handspun
Needles: 3 mm

Ripple Socks

Meine Ripple Socks aus dem Buch Socks Socks Socks sind fertig. Ich musste sie unbedingt stricken, mir gefallen sie auch, aber irgendwie finde ich sie auch gruselig. Auf jeden Fall sind sie lustig, und ich wollte mal was ganz anderes machen (das ist mir gelungen, denke ich).

Details:
Muster: Ripple Socks
Quelle: Socks, Socks, Socks; Elaine Rowley
Material: Zitron Trekking XXL, Farbe 107 und Lang Jawoll, Farbe 622
Nadelstärke: 2,25 und 2,5

Da hier abweichende Meinungen ausdrücklich erwünscht sind, steht es Euch frei, diese Socken zu verreißen, wie immer Ihr lustig seid.

The Ripple Socks from the book Socks Socks Socks are done. I absolutely had to knit them, and I like them. But I also think they look a bit horrid. However, the are fun to wear and I wanted to to something entirely different (and so I did).

The Details:
Pattern: Ripple Socks
Source: Socks, Socks, Socks; by Elaine Rowley
Material: Zitron Trekking XXL, colour 107 and Lang Jawoll, colour 622
Needles: 2,25 mm and 2,5 mm