Socks / Socken


Ja, dieses Jahr war ich ambitioniert und habe tatsächlich einen selbst entworfenen Christmas Stocking angefertigt. Der wird zum ersten Mal zu Nikolausi befüllt und Mutter Jinx überreicht (die vermutlich in Ohnmacht fallen wird, weil das Ding so riesig ist).

Yeah, this year I was quite ambitious and knitted a self-designed Christmas Stocking. It will be filled for the first time for St. Nicholas and given to Mother Jinx (who will probably just faint since it came out so huge).

Es gibt diverse Inspirationsquellen für das Design, und die wichtigsten sind:

  • Miss Kathryn Alexander
  • Setesdal-Pullover
  • Türkische Socken
  • Lettische Handschuhe
  • Britische Weihnachtstraditionen

I was inspired by different sources for thisone, and the most important are:

  • Miss Kathryn Alexander
  • Setesdal Sweaters
  • Turkish Socks
  • Latvian Mitts
  • British Christmas traditions

Es hat Spaß gemacht, diese Riesensocke zu stricken (vor allem, weil ich sie nicht verpaaren muss); nächstes Jahr mache ich vielleicht wieder einen.

It was fun to knit this huge sock (and I don’t have to knit a matching one), maybe I’ll knit another one next year.

Technisches/Technical Details:
Name: Mother Jinx’s multicultural Christmas/Yuletide Stocking
Design: my very own / mein eigenes
Size/Größe: riesig (ca. 70 cm lang)
Material: Lang Yak /Austermann Alpaca Silk and scraps of colourful yarn / und Reste farbiger Garne
Needles/Nadeln: 3,75 mm

Oder: Die beige Hölle von KawKawEsque.

Leidenschaftliche SockenstrickerInnen könnten Mutter Jinx als eine Art Problembärin in der deutschen Sockenstrickkultur, Schwerpunkt “künstlerisch gestaltete Socke” ansehen, denn ihre Lieblingsfarben sind grau, natur, oder, wenn sie richtig ausflippt, auch mal ein fetziges Marineblau, und außerdem ist ihr der “Sockenkult” (O-Ton) ohnehin völlig unverständlich. Also keine aufwändigen Muster, keine Travelling Stitches, kein Fair-Isle, keine Zöpfe etc. für den mütterlichen Fuß. Und natürlich auch nichts auffällig Selbstmusterndes und keine handgefärbten Garne (außer semi-solid vielleicht, aber nur in gedeckten Farben).

Or: The beige hell of KawKawEsque

Knitters who love to knit socks will think mother Jinx is a bit of a problem for the German sock knitting culture (and specially regarding the more elaborate branch of it) since her favourite colour is grey, acceptable are natural shades – or, maybe dark blue, and besides this the “sock knitting cult” (as she calls it) is enigmatic to her. This means there will be no elaborate patterns, no travelling stitches, no fair-isle, no cables for mother’s feet. And of course no colourful self-striping or handpainted yarns (except semi-solids maybe, but only when the colour is not too vibrant).

Dazu kommt, dass Mutter Jinx es selbst strikt ablehnt, Socken zu stricken (sie lässt stricken – von mir). Nun soll sie zum Geburtstag ein Paar Socken bekommen, selbstverständlich unter den o. g. Vorgaben. Viel Spielraum bleibt da nicht. Es soll ja schon was Besonderes sein, also keine Standard-Sockenwolle und kein glatt rechtes Gestrick (das ist mir zu langweilig).

Mother Jinx strictly refuses to knit socks (she asks me to do it for her sometimes). I wanted to knit a pair of socks for her as a birthday present, considering the limits mentioned above of course. This doesn’t leave too many possibilities, at least these socks should be something special, and this means: no ordinary sock yarn, no plain stockinette knitting (this is too boring for me).

Ich stricke also das Modell KawKawEsque von Yarnissima – ein schlichtes Rippenmuster mit einem besonderen Dreh, Toe up und von der Spitze bis zum Bündchen sorgfältig durchgestaltet. Als Garn habe ich Noro Silk Garden Sock ausgesucht, in Naturtönen. Dies ist die Spitze:

So I decided to knit the pattern KawKawEsque by Yarnissima – a plain ribbed pattern with a twist, toe-up and very elaborately designed from the toe to the cuff. My yarn selection is Noro Silk Garden sock in natural shades. This is the toe:

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Durch die verschränkten Maschen wirkt das Gestrick sehr plastisch; die wandernden Rippen lassen es fast organisch wirken (liegt sicherlich auch am Garn).

Due to the twisted stockinette stitches the ribs look more three-dimensional, and the wandering ribs give it a rather organic.

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Der Seitenzwickel und die Ferse weisen eine ungewöhnliche Konstruktion auf.

The gusset and the heel have an unusual construction.

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Die Rückseite:

The back:

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Es dauert für ein Rippenmuster recht lang, diese Socken zu stricken, da jede zweite Masche verschränkt gestrickt wird, und es ist anstrengend. Aber ich finde, die Mühe hat sich gelohnt. Vielleicht bekehren diese Socken ja die Sockenkunstrenitente vom bräsigen Wandersockenlook hin zu (vor allem für mich, der den Kram stricken muss) etwas ansprechenderen Modellen.

It takes quite a while to knit these socks, at least for a rib pattern, because every second stitch is knitted through the back loop. But I think it’s worth to do so. Maybe these socks will persuade the awkward sock refusenik to leave the boring hiking sock pattern behind and turn her mind to more elaborate designs.

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Das Rippenmuster wirkt recht aufwändig und hat selbst mir, die ich im Moment überhaupt keine Lust auf Socken habe, Spaß gemacht.

The rib pattern is rather elaborate, but it was fun to knit even for me who doesn’t feel like sock knitting at all at the moment.

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Technisches / Technical Details

Name: KawKawEsque
Designer: Yarnissima
Source/Quelle: Ravelry (pdf)
Size/Größe: 42 (largest size given in the instructions)
Material: Noro Silk Garden Sock, colour/Farbe: S269
Gewicht: ca. 110 g
Needles/Nadeln: 2,5 mm

Ja, auch ich habe mir das Sonderheft Verena – in 80 Socken um die Welt, Teil I gekauft. Stephanie van der Linden hat es vorgemacht, und nun versucht auch die größte deutsche Strickzeitschrift mit diesem Thema ihr Glück, und das wollte ich mir ansehen, da ich ja an dem interessiert bin, was man als “ethnische” Strickkunst bezeichnen könnte, sei sie traditionell (dann eher zum angucken) oder modern interpretiert. Ich bin also keine Gralshüterin der Traditionen. Eigentlich sollte ich da mit diesem Sonderheft richtig liegen, doch leider überzeugt mich diese Postille nicht wirklich. Ich finde es nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gelungen, und in einigen Punkten finde ich es sogar richtig ärgerlich.

Das hat mehrere Gründe: Zunächst finde ich die fotografische Umsetzung ein wenig überladen und betulich – doch das kann man noch unter Geschmackssache verbuchen und stellt auch keinen wirklichen Mangel dar, denn die Socken selbst sind deutlich erkennbar.

Die Texte sind auch so ein Fall für sich – viel ethnologisch-kulturelles Allgemeinblabla mit ein paar Informationen zum Thema Socke im jeweiligen Land (haben die da keine Typen, die schreiben können?). Auch das ist zu verkraften, auch wenn ich es gern ein wenig faktenorientierter und weniger in Richtung “Stimmungsbildgewaber” hätte, vor allem, wenn man doch den Eindruck hat, dass die Leute, die die Texte verfasst haben, viele der Länder von maximal drei Fotos kennen. Problematisch wird es teilweise, wenn man einen Teil der Socken betrachtet, die dem Land-und-Leute-Geschwafel gegenübergestellt werden. Da wird versucht, einen Eindruck von Authentizität zu vermitteln, der von den Modellen nicht gehalten wird. Die Assoziation Hortensien-Rosa-Rüschensocke für Guernsey ist ein wenig arg oberflächlich, die Tartan-Kopie für Schottland und die musternde Beliebigkeit für Lettland sind schlicht peinlich – beide Länder verfügen über eine eigene, reiche Strickstrumpftradition, die den Designern anscheinend nicht bekannt zu sein schien. Jedenfalls kann man hier auch nicht von einer Modernisierung der Tradition sprechen, denn diese wurde schlicht ignoriert. Es sind eben nicht lettische bzw. schottische Socken, wie sie traditionell aussehen und auch nicht, wie sie zeitgemäß interpretiert werden, sondern wie Leute, die nicht wissen, wie die Dinger überhaupt aussehen, sich so etwas in etwa vorstellen. Auch das wäre nicht tragisch (selbst wenn ich vor allem das schottische Muster extrem misslungen finde), wenn man sich nicht darum bemühen würde, eben Authentizität zu vermitteln. Ähnlich ist es bei dem Beispiel für Fair Isle – es wird im Text von der typischen Farbigkeit der traditionellen Strickstücke gesprochen, wie man sie in einschlägigen Publikationen ausgiebig betrachten kann – doch das Sockenmodell wurde in Farben gestrickt, die nichts davon widerspiegeln sondern eher wirken, als kämen sie vom Wühltisch.

Bei anderen Socken wirkt die Symbolik ein wenig platt – Windmühlen für die Niederlande, die Tricolore für Frankreich – *gähn*. Hier hätte man sich mehr Inspiration gewünscht.

Es gibt auch sehr gelungene Socken, z. B die im Missonimuster (auch wenn Italienerinnen eher sterben würden, als im Kleidchen, mit Socken und mit Pumps auf die Straße zu gehen, immerhin ist das ein Kulturvolk) oder auch die finnischen Socken (die recht beliebig wirken, aber wenigstens gut aussehen, und das ist ja auch was Schönes). Auch die Schwarzwaldsocken können durchaus gefallen, wenn man diese Art der Musterungen gerne strickt. Ich habe jedoch das Gefühl, dass es bei diesem Heft immer richtig danebenging, wenn man sich auf diese nervig-oberflächliche Weise auf erfundene oder tatsächliche Traditionen beruft. Das geht besser, und Frau van der Linden hat sogar gezeigt, wie – nämlich durch Kenntnis der Materie und intelligente Neuinterpretation.

Die Anleitungen sind sehr grafisch – so ist die Socke als Chart dargestellt, und zwar auch Teile, die nicht gemustert sind. Dies ist – laut Eigenwerbung – innovativ, und das mag auch so sein (für Mehrfarb-, Zopf- und Lacepartien ist das selbstverständlich bei modernen Sockenanleitungen Standard und keinesfalls neu). Ob das nun der Sache dient, müssen die beurteilen, die sich als Sockenneulinge an diesen Anleitungen versuchen. Ich finde die grafische Darstellungen einfacher Bandspitzen jedenfalls überflüssig und auch mühsam zu lesen – aber vielleicht ist es für Anfänger tatsächlich hilfreich.

Für sechs Euro bekommt man ein paar schöne Sockenmuster, insofern ist es kein herausgeworfenes Geld. Ein Muss ist das Heft für mich jedenfalls nicht. Gerade nach einigen recht euphorischen Reaktionen hätte ich da mehr erwartet. Im Lowered-Expectation-Modus ist es jedoch ganz o.k.

So, der erste Discovery Sock ist fertig. Die Schwachstelle von Toe-up-Socken ist ja immer das Abketten am Bündchen, das oft recht unelastisch ausfällt, auch bei den elastischen Methoden (keine kommt an die Elastizität heran, die eine normale Anschlagsreihe bei einer konventionell gestrickten Socke bietet, und den Witz mit “bind off loosely” kenne ich auch schon). Das wäre bei diesem Sockentyp, der ja verspricht, auch für Leuten mit extra hohem Spann größten Komfort zu bieten, naturgemäß eher kontraproduktiv. Daher sah ich diesem Abschnitt auch mit entsprechend gemischten Gefühlen entgegen. Zu Unrecht, wie ich heute feststellen durfte: In dem Buch Personal Footprints wird eine Methode beschrieben, die wirklich elastisch ist.

Für alle, die das Buch weder haben noch wollen, gibt es die Anleitung für diese Abkettmethode hier.

I just finished the first Discovery sock. The weak point of any toe-up socks (and the reason why I never really learned to like this method) is the cast-off. I tried them all, all the “extremely elastic” methods, but they never were as elastic as the cast-on row of a sock knitted cuff-down. Since Bordhi promises in her book that her socks would fit any people perfectly, no matter how the instep is, this would be rather counterproductive. That’s the reason why I somehow feared the cast-off. But I was wrong. In the book Personal Footprints Bordhi displayes a method of a REAL elastic bind-off, and so the toe-up sock won’t frighten me any more.

For all who don’t own this book or don’t plan to get it, the method can be found here.

Gestern habe ich ja über das Prinzip berichtet, wie es im neuen Buch von Cat Bordhi vermittelt wird, und heute bin ich über den kritischen Punkt hinaus und kann mehr erzählen.

Yesterday I wrote about knitting a sock following the instructions in Cat Bordhi’s new book, and today I finished the foot and can tell you more.

Also, es IST einfacher als in den New Pathways for Sock Knitters, aber es ist auf seine Art auch exotischer.

Yes, it definately IS easier than the patterns in the New Pathways book, but it’s also sort of more exotic.

Das folgende Bild zeigt den Sock, bevor man mit dem Schaft beginnt, und zwar in der Seitenansicht.

The following picture shows the sock just before the leg begins, it’s a side view.

Nun werden sich die, die das Buch nicht kennen und auch nie die Houdini-Socke gestrickt haben, fragen, wo zum Teufel das Bein denn hin ist, denn was man auf dem Bild sieht, ist quasi ein geschlossenes System, sozusagen.

Of course, all of you who don’t know the book and never knitted the Houdini Sock will ask where the fuck the leg is, ’cause what you see in this picture is something completely closed, without any opening.

Die Antwort erhält man, wenn man dieses … äh, also was auch immer … in der Aufsicht betrachtet.

You’ll get the answer after viewing this … whatever … from above.

An der Oberseite werden zwei Fäden eingestrickt, zwischen denen die Socke aufgeschnitten wird. Dann kann man die Maschen leicht aufnehmen und den Schaft ganz normal stricken.

On the top of the foot you knit two lifelines in, using some waste yarn, and between them the sock is cut open. After doing so you can pick up the leg stitches easily and knit as a leg is normally knitted.

Wie das nach dem Schneiden aussieht, sieht man hier:

Here you see what it looks like after cutting:

Das Wurschtelige verliert sich, sobald man die Maschen wieder auf die Nadel gezogen hat.

The impression might be a bit messy, but this is sortet out after the stitches are picked up.

Nun werden sich einige fragen, was der Quark den bitte soll, und ob man nicht die Socken einfach stricken kann wie ein normaler Mensch. Klar, kann man. Aber dieses Prinzip hat was, vor allem, wenn man gern in Strickstücke schneidet, so wie ich (das hat so was Anarchistisches, finde ich). Ich werde mehr berichten, sobald die Socken fertig sind.

Now some of you might ask whether this nonsense is really necessary and whether one can’t just knit a sock as usual – of course you can. But following these instructions is real fun, specially if you like cutting into something knitted, as I really do (honestly, I enjoy it – it’s so anarchistic). I’ll tell more after finishing the pair.

Nachdem ich das neue Sockenbuch von Cat Bordhi nun mal hatte musste ich das dort vorgestellte Prinzip auch ausprobieren (nachdem ich mich heroisch diszipliniert und die Hearts Socks fertiggestellt hatte). Ich halte mich an die Empfehlung, zunächst eine Einfachstsocke (“Discovery Sock”) zu produzieren, um das Prinzip zu verinnerlichen, sozusagen.

After I received Cat Bordhi’s latest sock book, I had to try it (of course), after I finished heroically the Hearts Socks. The author strongly recommends to knit a simple sock in stockinette first (the “Discovery Sock”), just for learning how it works, and so I do.

Es kommt mir entgegen, dass Ms. Bordhi hier dem Toe-up-Prinzip huldigt, das ich ja lieben will. Um es nicht zu einfach zu machen, vergessen wir diesmal den üblichen Maschenanschlag, Judy’s Magic cast-on (das mit dem vielfachen Gewickel um beide Nadeln herum), sondern probieren was Neues. Das ist, wie jeder Anfang nach dem Toe-up-Prinpiz – fummelig, aber recht einfach.

In this book Ms. Bordhi preaches the Toe-up sock, which I want to learn to love. She doesn’t want to make it too easy, and so you can forget about the usual cast-on (called Judy’s Magic cast-on, the one you wind the yarn around the needles for several times) and try something new. It’s – like every method for toe-up cast-on I learned, a bit fiddly, but rather easy.

Der Gimmick hier ist, dass man Socken produziert, die perfekt auf den eigenen Individualfuß passen. Das mag für Leute uninteressant sein, die über einen menschlichen Standardfuß nach DIN-Norm verfügen, den Traum jedes Standardschuhherstellers. Doch für die, zu denen auch ich zähle, die einen so hohen Spann haben, dass sie nur Schnürstiefel tragen können, ist das durchaus ausprobierenswert.

The gimmick is that the result are socks which are knitted to fit perfectly on the anatomy of the foot of the person they’re knitted for. This might be rather uninteresting for people with standard feet (the ones every shoe manufacturer dreams of), but for people like me, with a high instep (so high I only can wear laced boots) this is worth a try.

Wer Bordhis New Pathway for Sock Knitters kennt, fragt sich, ob die Frau es überhaupt in Betracht zieht, normale Socken zu stricken, so auch hier. Man beginnt nicht damit, einfach Maschen anzuschlagen, sondern erst Mal den Umriss des zu bestrickenden Fußes auf ein Stück Papier zu malen, als Schablone sozusagen. Dann wird – je nach Spannhöhe – an der Sohle zugenommen. Es geht – wie immer bei der Autorin – recht esoterisch zu, aber nicht so esoterisch wie bei den New Pathways – bisher (ich bin noch nicht zur Ferse gediehen, die ausschließlich mit rechten Maschen gestrickt werden soll).

If you know Bordhi’s New Pathway for Sock Knitters, you’ll have asked yourself whether this woman ever thought of knitting a normal sock. Here you don’t start with casting on some stitches, but with drawing the outline of the foot the sock is meant to be for on a piece of paper – as a pattern your knitting will follow. When you got started after this procedure you increase several stitches in the sole section, depending on the height of your instep. It’s rather esoteric – as always with Bordhi – but not as esoteric as in the New Pathways – at least until now. I didn’t reach the heel section yet which will be knitted in stockinette exclusively.

Eine Bordhi-Socke ist weniger eine Socke (obwohl, das natürlich auch), als vielmehr ein Abenteuer. So sollte man es auch sehen. Wer also mit einfachen Socken rundum glücklich ist, wird dem Buch vermutlich nicht so viel abgewinnen können, vor allem, weil die Beschreibung relativ langatmig und umständlich ist (mir tränen schon fast die Augen). Aber für die unter uns, die ein stricktechnisches Abenteuer suchen, ist es ein großer Spaß, herauszufinden, wie aus dem, was man da produziert, eine Socke entsteht.

A Bordhi-Sock ist not only a sock but a kind of adventure, and as that it should be seen. If you are perfectly happy with ordinary socks, you probably will ask yourself what the fuzz is all about and you won’t be too happy with this book. To be honest, the instructions are very elaborate (and I mean: VERY!) and rather lenghy (you can call them cumbersome …). But if you’re looking for a knitting adventure, it’s real fun to find out how this sock will be built.

Meine Toe-up-Socken im Gansey-Stil sind fertig, und meine Gefühle sind etwas gemischt. Die Anleitung ist toll, ich werde mit Sicherheit noch mehr Socken aus dem Buch und nach dieser Methode stricken, es ist eher das Material, das mich ein wenig unglücklich macht.

My toe-up socks are done, and I’m not really happy with them. The instructions were great, that’s not the problem. I’ll certainly knit more socks from this book and/or following the method displayed. It’s more the yarn that makes me a bit unhappy.

Mir gefallen die Schoppel-Zauberbälle wirklich; sie haben wunderschöne Farben, und sie mustern auch sehr ansprechend. Ich habe bereits ein Paar daraus gestrickt, mit dem Herr Jinx auch sehr zufrieden ist. Vielleicht habe ich einen Montagsball erwischt, aber das Garn ist schon sehr empfindlich. Das ist vielleicht der Grund, warum viele es nicht für Socken, sondern für Schals und Tücher verwenden. Das finde ich auch sehr schön, nur ist es mir persönlich zu viel Kunstfaser.

I really like the Zauberballs by Schoppel, their colours are great, and they stripe beautifully. I already knitted a pair with it, and Mr. Jinx likes them. Maybe I got a ball that’s not like the others, but the yarn seems to be rather delicate. Maybe that’s the reason why many knitters use it for scarves and shawls exclusively. This works great, but for me it’s too much nylon for this purpose.

Wie auch immer, ich habe die Methode verinnerlicht, und das ist ja auch was. Wie lange die Socken halten, werde ich ja sehen.

However, I learned this method by doing theseones, and that’s what really counts. How long these socks will last, I’ll see.

Name: I heart toe-up socks
Designer: Wendy D. Johnson
Source/Quelle: Socks from the toe up
Material: Schoppel Zauberball, colour/Farbe: Cranberries
Size/Größe: 42 (German)
Needles/Nadeln: 2,25 mm

Natürlich konnte ich nicht widerstehen, der nicht sehr geliebten Sockenstricktechnik eine Chance zu geben, und so habe ich probeweise die I heart toe-up sock angeschlagen, mit Schoppel Zauberball in der außerordentlich passenden Farbe Cranberries.

Of course I couldn’t resist to give the not-so-much-liket sock technique a new chance, and so I started the I heart toe-up sock. The yarn is Schoppel Zauberball in the really appropriate colour Cranberries.

Ich bin inzwischen schon etwas weiter gediehen, bis hinter die Ferse, und ich muss sagen: Das hat was. Ehrlich. Es ist spannend, die Ferse von der anderen Seite aus aufzubauen.

Meanwhile I made quite a progress, more than you see in the picture, and I can tell: Yeah, it’s fun. Really. It’s almost thrilling to build a heel from the other side.

Ich habe ja schon mal den Versuch einer Toe-up-Socke gemacht, auch durchaus erfolgreich (die Mojo-Socken), aber so richtig warm wurde ich mit der Methode nicht. Nun gibt es ein Buch von Wendy D. Johnson, das sich diesem Thema ganz exklusiv widmet: Socks from the Toe up.

Yes, I knitted a toe-up sock once, the Mojo socks, but I never learned to like the method really, although it worked very well. But there is a book by Wendy D. Johnson called Socks from the Toe up which is dedicated to this special technique exclusively.

Das Buch enthält verschiedene Mustersocken (Lace, Gansey, Zöpfe) nebst zwei Basismodellen, die völlig musterfrei die Technik veranschaulichen. Doch es sind weniger die Muster, die das Buch außergewöhnlich machen, sondern eher die Illustrierung und die gründlichen Anleitungen, die es erlauben, praktisch jede Socke in dieser Technik zu arbeiten.

The book contains socks with different patterns (lace, gansey, cables) and two basic patterns in stockinette which show clearly how to knit a sock from the toe up properly. But this is not what makes this book special, it’s the illustrations and the really detailled instructions which allow to adapt almost every pattern for this technique.

Eigentlich sollte jeder, der ein Sockenbuch herausgibt, sich dieses Wunder an Übersichtlichkeit, Layout und Illustration ansehen. Auch wenn die ätherische Dame, die die Socken vorführt, so gar nicht mein Geschmack ist, sind die Fotos der Socken selbst einfach brilliant. Man erkennt jedes Detail der Musterung und der Konstruktion, und man glaubt fast, die Micron-Zahl der Wolle bestimmen zu können.

Actually, everyone who plans to publish a sock book should take a closer look on this one. Regarding the clear arrangement, the layout and the illustrations it’s just brilliant. Personally, the lady modelling the socks is absolutely not my cup of tea, but the pictures of the socks are just a miracle of clearness. One can recognize each and every detail of the patterns and the construction, and one can almost name the micron number of the yarn used. ;)

Der technische Teil ist sehr logisch aufgebaut. So werden jeweils für den Anschlag an der Spitze, die Ferse und das Abketten am Bündchen verschiedene Methoden vorgeschlagen, die frei miteinander kombiniert werden können.

The technical chapters are arranged very logically. The author shows different methods for the cast-on at the toe, for the heel, and for binding of at the cuff section. The methods can, of course, be combined freely.

Ja, natürlich habe ich mich sofort an einer Socke aus dem Buch versucht …

Yes, of course I had to cast on a sock from the book directly.

Gestern ist die erste Plurk-Socke fast fertig geworden, nur die Spitze fehlt noch. Die Farbe mag ein wenig extrem erscheinen, aber für Socken liebe ich so etwas, zumindest manchmal.

Yesterday I almost finished the first Plurk-sock, I proceeded to the toe section. The colour might appear a bit extreme, but I love this sometimes, at least for socks.

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