November 16, 2010 - ט' כסלו תשע"א
Und wieder eine Wollschaffrage:
Wo ist die Grenze zwischen “gerne stricken” und richtig “stricksüchtig sein”? Wo ordnest Du Dich ein? Gehst Du Käufe eher nüchtern an und kaufst genau für Dein Projekt ein oder kannst Du Dich in einem Wollgeschäft “nicht beherrschen” und kaufst eher wahllos ein. Hast Du ein kleines Strickkörbchen manierlich mit einem Projekt da stehen oder erstickst Du in Wollknäueln? Was ist eigentlich Stricksucht? (Ich gehöre übrigens zu den Stricksüchtigen!)
Ich würde mich als leidenschaftliche Strickerin bezeichnen, und wenn ich irgendwo unterwegs bin und mich langweile, dann bin ich immer froh, etwas zum Stricken dabei zu haben. Zum Stricken habe ich eigentlich fast immer Lust, und wenn es nur etwas ganz Einfaches ist (also ein Mindless-Projekt), das ich nebenbei stricke. Ob das jetzt nach neuesten psychologischen Erkenntnissen eine Sucht ist, weiß ich nicht, und es ist mir auch völlig wurscht, weil gerade diese Zunft dazu neigt, jedes Verhalten, das irgendwie von der Norm abweicht, zu kategorisieren und als Krankheit oder Sucht zu klassifizieren.
Mein Einkaufsverhalten ist eher selektiv, meist kaufe ich für konkrete Projekte, ganz selten mal “einfach so”. Ich achte sehr auf Zusammensetzung und Qualität, sodass die meisten angebotenen Garne für mich nicht interessant sind, und die kaufe ich dann auch nicht, egal ob sie einmalig günstig (z. B. saisonale Angebote bei Discountern) oder Sonderangebote sind. Wenn ich ein einmalig schönes Garn sehe, z. B. im Urlaub, kann es sein, dass ich auch mal ins Blaue hinein kaufe und mir später überlege, was ich daraus mache. Aber ich habe ja auch einen kleinen Stash, auf den ich zurückgreifen kann.
Meine Projekte ufern momentan leider etwas aus, ich habe viel angefangen und muss mich jetzt zusammenreißen, die Sachen auch mal zu beenden, da mich die Projektbeutel langsam nerven. So etwas passiert bei mir phasenweise.







