Faces of Hamburg


Echter Lotus. Ellerhoop, Arboretum

Real Lotus. Ellerhoop, Arboretum

Brücke in die Speicherstadt / Bridge to the Speicherstadt

Karoviertel, Hamburg

Ich habe die CDs mit meinen alten Fotos wieder ausgegraben und werde meine Lieblingsbilder von damals hier in loser Folge veröffentlichen. Dies ist das erste.

I reviewed the CDs with the pictures I made some years ago and decided to publish my favourite photos here in my blog. This is the firstone.

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Vor zehn Tagen eröffnete Naima ihren Wollladen in Hamburg, und damals war es einfach gruselig voll. Daher beschloss ich, die Fotos lieber in Ruhe zu machen. Heute war ein sonniger Tag, und daher liefere ich die Bilder nun nach. Es ist eine Art Doppelladen, links wird Naimas Bruder Noureddine ein Café eröffnen (die Baumaßnahmen sind leider noch im vollen Gange). Das Schaufenster ist – passend zur Jahreszeit und sogar zum Wetter – frühlingshaft dekoriert.

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Der Hingucker ist die Sitzecke im Fenster, mit einer historischen Schautafel zum Thema Häkeln und einem sehr gemütlichen alten Sessel.

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Dahinter trifft es einen gleich mit voller Wucht: Das große Regal enthält Garne von Louet, Artesano, Drops, Lollipop.yarns by Filzflash (handgefärbt und in wunderbaren Qualitäten), Shibui und Drops.

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Naima hinter ihrer charmanten Theke aus den Fünfzigern; sie enthält diverse nützliche Kleinigkeiten und ein kleines Knopfsortiment.

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Viele Schoppel-Zauberbälle in unterschiedlichen Qualitäten; dahinter ein altes Regal (das wohl mal ein Ofen war) mit Test-Garnpäckchen, Stricknadel- und Projekttaschen von Filzflash und magnetischen Vorlagenhaltern. Links hinter der weißen Plane (eine Art Mantel der Barmherzigkeit, sozusagen, von wegen Baustelle …) befinden sich die Räume für das Café, das bald eröffnet wird.

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Das zweite Regal mit Garnen von Sublime und Drops; darüber Kissen von Filzflash.

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Eine interessante Auswahl englischsprachiger Strickpublikationen.

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Im hinteren Raum befinden sich gemütliche Sitzgelegenheiten, die zum Stricken und Klönen einladen.

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Natürlich habe ich diese Örtlichkeit auch gleich persönlich getestet. :D

Am Samstag war es endlich so weit – Mylys öffnete auch im echten Leben seine Pforten. Es ist wirklich ein zauberhafter, sehr gediegener Laden mit einer hervorragenden Auswahl an unterschiedlichen Garnen für die Strickerin mit Anspruch. Neben dem bewährten Angebot aus Louet, Shibui, Artesano, Sublime, Lollipop/Filzflash und natürlich den allseits beliebten Zauberbällen gibt es neu eine schöne Auswahl von Drops-Garnen mit ihrem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis sowie hochwertiges Zubehör und schicke Kleinigkeiten.

Fotos werden folgen; ich habe am Eröffnungstag darauf verzichtet, da der Befüllungsgrad an Menschen meinen Komfortbereich bei Weitem überstieg (und dann noch alles Weiber …). Trotzdem habe ich natürlich ein paar Kleinigkeiten eingekauft, denn man konnte beim Eröffnungsrabatt (10% auf alles außer Tiernahrung, äh, Publikationen) auch kräftig sparen (Zum Thema “Sparen für Wollverliebte – aber richtig siehe diesen sehr gelungenen Thread bei Ravelry.

Hier kommen nun also meine Errungenschaften:

kid-silkDiese Mohair-Seidenmischung von Drops in einem absolut hedonistischen, über-pompejanischen Rot, das die Kamera nicht mal annähernd einfangen kann. Die Menge genügt für ein Oberteil.

shibui_darkEin Strang Sibui Sock in einem wunderbaren dunklen, sehr lebendigen Grau

shibui_peacockZwei Stränge Shibui in einem phantastischen Pfauengrün, leider ebenfalls unfotografierbar

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Und – der Knaller  – Spinnfasern von Filzflash, erhältlich als Merino aus artgechter Haltung und als schottische Wolle. Ich habe mir zwei Zöpfe der Merino-Qualität gegönnt.

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Dem Geschäft ist ein Raum angegliedert, in dem man stricken und der auch für Kursangebote genutzt werden kann. Fast das Beste ist, dass bald auch das Café eröffnet. Jedenfalls hat Hamburg endlich ein Wollgeschäft, das diesen Namen auch verdient.

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Gestern habe ich meine Kompensation für den handgestrickten Fanschal erhalten, den ich für Frau Jekylla angefertigt habe: eine Karte für das Spiel St. Pauli gegen Bielefeld. Mutter Jinx schärfte mir ein, unbedingt Fotos zu machen, und ich leistete dieser Anweisung Folge. Beschränkt habe ich mich allerdings auf das „Drumherum“, nicht auf actiongeladene Sportfotos, für die mir die Ausrüstung und auch die Erfahrung fehlt. Abgesehen davon: das mit dem „actiongeladen“ war bei diesem Spiel so eine Sache, aber dazu später mehr.

Es war nicht mein erstes Fußballspiel in einem Stadion, aber das erste, das ich im Stadion am Millerntor sah. Nun geht niemand ins Stadion, um „nur“ das Spiel zu sehen, denn das kann man auch zu Hause, im Warmen, im Sitzen und mit einer Wiederholung spannender oder strittiger Szenen. Im Stadion sind auch andere Dinge wichtig, und das ist vor allem das gemeinschaftliche Erleben mit netten Leuten und die Stimmung.

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Die Haupttribüne: auf dem Transparent steht “Seit 1990 erstklassig – Kein Fußball den Faschisten”

Meine früheren Bundesligaerlebnisse waren gerade in dieser Hinsicht eher unangenehm, in Frankfurt saß man mit Leuten auf der Tribüne, mit denen man normalerweise nicht mal tot über dem Zaun hängen möchte, und oft habe ich wegen rassistischer Gesänge oder auf den Rasen geworfene Bananen das Stadion vorzeitig verlassen und draußen auf meine Begleitung gewartet.

Auf St. Pauli ist so etwas natürlich ganz undenkbar, der Verein betreibt seit 20 Jahren auch offiziell eine strikt antirassistische, anti-ausländerfeindliche und überhaupt Anti-Menschenverachtungspolitik (als erster Bundesliga-Verein überhaupt), und Gefahr droht in diesem Stadion nur, wenn Hansa Rostock mit seinen auf unangenehme Weise erlebnisorientierten Fanszu Gast ist.

Anders ist auch die Auslastung des Stadions. Normalerweise würde man eine Zweitligapartie gegen Arminia Bielefeld nicht unbedingt als Zuschauermagnet bezeichnen, aber natürlich war das Stadion ausverkauft, und auf den Stehplätzen stand man kuschlig eng beieinander. Frühzeitiges Erscheinen ist ratsam, wenn man bequem stehen will.

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In der Südkurve – ich brauchte Stunden, um die Papierschnipsel loszuwerden.

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Die Arminia-Fans. Fast könnte man meinen, es wäre der HSV (von den Farben her)

Unsere Plätze waren auf der Südtribüne, neben dem Block der Ultras, wo es noch ein wenig lauter ist als anderswo im Stadion (das war zumindest mein Eindruck). Lange vor dem Anpfiff, man fror noch nicht, wärmte das Bier, und die Schwaden, die über Teile der Tribüne waberten, genügten, um sich stoned zu fühlen.

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Kennengelernt habe ich diverse Fangesänge, z. B. „St. Pauli – Schalalala“, oder „magischer St. Pauli, siege für uns“, aber auch „Ihr seid ‘ne Schauspielertruppe“ (zur Melodie von Guantanamera), wenn bei der gegnerischen Mannschaft ein Spieler nach dem Prinzip „halb zog es ihn, halb sank er hin“ zu Boden fiel. Gesungen wird eigentlich zu vielen Gelegenheiten, z. B.

  • wenn St. Pauli im Ballbesitz ist

  • wenn die gegnerische Mannschaft im Ballbesitz ist

  • der Ball irgendwo anders ist

  • St. Pauli eine Torchance hat

  • die gegnerische Mannschaft eine Torchance hat

  • eine Mannschaft ein Tor macht (egal welche)

  • eigentlich gar nichts passiert

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Vor dem Anpfiff

Aber nun zum Spiel: Das ist ja so eine Sache, gerade mit St. Pauli. Die Fans gingen durch ein ganz langes, ganz tiefes Tal mit ihrer Mannschaft, und inzwischen ist man froh, in der zweiten Liga ziemlich weit oben in der Tabelle gelandet zu sein. Aber das bedeutet nicht, dass die Leidenszeit zuende ist – Als St.-Pauli-Fan muss man wohl eine gewisse Leidensbereitschaft mitbringen.

Natürlich steht man nicht nur mit tausenden von Fans im Stadion, sondern auch mit tausenden von Trainern, Sportreportern oder Kritkern. Ich durfte feststellen, dass es durchaus erlaubt ist, auf die eigene Mannschaft zu schimpfen, wenn die Leistung hinter den Erwartungen zurückbleibt, aber Pfiffe wie in anderen Stadien gab es nicht – weder für die eigene Mannschaft noch für den Gegner. Schmähgesänge für Arminia? Fehlanzeige. Das macht die Atmosphäre sehr angenehm und entspannt, was sich in einer großen Zahl von weiblichen Besuchern, teilweise nebst Kindern, niederschlägt. Jedenfalls hörte man durchaus Kritik wie „Das ist ja Kreisklasse“ oder „gut, dass ich keine Dauerkarte für die nächste Saison bekommen habe“, aber an der Hingabe ändert es nichts – oder nur wenig.

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Die Herren auf dem Zaun sind zuständig für die Choreographie der Ultras.

Ach ja, das Spiel. Das hätte in der ersten Halbzeit durchaus ein wenig dynamischer sein dürfen. Das Zuspiel bei St. Pauli wirkte teilweise doch verbesserungswürdig, und man hatte – da man in der ersten Hälfte hinter dem Tor der Heimmannschaft stand, schon ein bisschen Angst, wenn Arminia eine Torchance herausspielte. Irgendwann stand es dann auch 0:1 für den Gegner. Man ging also recht unzufrieden in die Pause, und in der zweiten Halbzeit war das heimische Tor weit weg, und man konnte das Elend nicht so genau sehen (dafür aber das vor dem gegnerischen Tor sehr genau …).

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Nach der Halbzeit: Die Spieler kehren auf den Platz zurück

Die zweite Halbzeit war temporeicher, auch spielte St. Pauli diverse Chancen heraus und war oft im Ballbesitz, aber bei einer fatalen Mischung aus ungenügendem Zuspiel, Pech und eigenartigen Schiedsrichterentscheidungen (die prompt mit Rufen wie „Schieber“ oder „Hoyzer“ quittiert wurden) gelang der Ausgleich leider nicht, und das Spiel endete mit dem Halbzeitstand (wenigstens kassierte St. Pauli nicht noch ein Tor).

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Die Arminen lassen sich von ihren mitgereisten Fans feiern, während die Mannschaft von St. Pauli eher eine Art meditativen Abendkreis bildet.

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Trotz der Niederlage wird die Mannschaft gefeiert. Es sind eben irgendwie Helden, unsere Weltpokalsiegerbesieger, ob sie gewinnen oder verlieren.

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Der Halbzeitstand, der auch der Endstand war

Nicht genug loben kann man die friedliche Atmosphäre im Stadion – keine bengalischen Feuer, keine Randale, ein Bierbecherwurf gegen die Schiedsrichter wurde von den Fans sehr scharf kritisiert, Arminia- und Pauli-Fans verließen das Stadion gemeinsam und – es gab keine sichtbare Polizeipräsenz. Ich hätte nur gerne gesehen, wie St. Pauli gewinnt oder wenigstens ein Tor schießt, also muss ich wohl wieder hin. ;)

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Ein schöner Nachmittag mit schöner Atmosphäre und sehr netten Leuten!

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Ja, ich weiß. Viele nervt es, ich finde es toll, das Winterwunderland Hamburg. Hier ein paar Impressionen, aufgenommen hinter unserem Haus im Zentrum Hamburgs.

Yes, I know: many do hate it, but I love it, the winter wonderland Hamburg. Here are some impressions I’ve taken today just behind our house in the city of Hamburg.

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Am Isebekkanal

At the Isebek canal

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Neben unserem Haus

Right besides our house

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Der Isebekkanal

The Isebek canal

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Nochmal der Isebekkanal, diesmal eine andere Stelle. Auch die Eisfläche ist völlig eingeschneit.

The Isebek canal again, but a different view. The ice is covered with snow completely.

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