Bei mylys wird es in Zukunft auch Kurse rund ums Stricken geben; den Anfang machen zwei Anfängerkurse, die auch für Leute geeignet sind, die ihre eingeschlafenen Kenntnisse aufbürsten wollen. Da die Gruppen sehr klein sind (3 – 6 Teilnehmer), wird das Lernen in entspannter, persönlicher Atmosphäre möglich sein.
Heute kam der Paketbote, und er brachte das, was ich ein typisches Jana-Paket nennen möchte.
Zunächst die Umverpackung:
(auch der Postbote guckte sehr angetan und trug das Paket die Treppe hinauf, als wären es rohe Eier)
Dann der Karton:
Rundum bemalt in Regenbogenfarben.
Dann das Innere:
Und schließlich der Verwandler selbst:
Es ist unmöglich, die Farben mit Blitzlicht auch nur annähernd wiederzugeben, sie sind in Natura viel wärmer und schöner. Daher werde ich den Verwandler dieses Wochenende draußen in Szene setzen, um ihm ansatzweise gerecht zu werden.
Liebe Jana, ich bin überwältigt. Es ist ein herrliches Stück und ein echtes Kunstwerk und dazu so detailreich, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinschauen soll. Tausend Dank für die tolle Aktion, bei der ich tatsächlich mal was gewonnen habe!
Eine unserer altgedienten Strickerinnen erwartet in gefühlten zehn Minuten ein Baby, und wir, ihre Strickfreundinnen, haben beschlossen, sie zu diesem freudigen Ereignis mit einer Babydecke zu beschenken. Die modulare Technik ist natürlich ideal, da so viele etwas beitragen können. Folgende Vorgaben gab es:
zu verwenden war das gelieferte Material, also keine Hinzufügung von Farben. Allerdings mussten nicht alle Farben verstrickt werden.
Größe: 20 x 20 cm
gestrickt werden musste in kraus rechts
Annika übernahm freundlicherweise die Regie; sie packte die Garnpäckchen, hielt uns zum Arbeiten an und stellte das gute Stück schließlich fertig.
Dies sind meine Beiträge:
1. Tactile Landscape, eine Art Freeform-Beitrag mit dreidimensionaler Pyramide und umgebender Hügellandschaft in der Mitte und vier Hörnchen, damit das Kind auch was zum Befummeln hat. Gestrickt mit nur zwei Farben.
2. Mini OpArt, gestrickt im Auftrag von Mutter Jinx, der die Zeit und die Inspiration fehlte. Dies ist also eigentlich ihr Quadrat. Es ist eine Miniaturausgabe der Babydecke OpArt aus der Knitty. Gestrickt mit drei Farben.
Zum Material: Es wurde ein naturfarbenes Garn, 100% Merino Superwash verwendet (Louet Gems) sowie drei Farben von Shibui Sock, ebenfalls 100% Merino Superwash.
Alle Quadrate im Detail und mehr Fotos der fertigen Decke gibt es hier zu sehen.
Alle Fotos stammen von Annika, die die Veröffentlichung freundlicherweise genehmigt hat.
Annika Lange (annika72 bei Ravelry) bietet im Februar und März an der VHS Halstenbek 3 Wochenend-Workshops zum Thema Stricken an.
Socken stricken, 06.+07.02.2010 (Samstag und Sonntag), jeweils von 10 bis 16 Uhr
Handschuhe stricken, 27.02.+28.02.2010 (Samstag und Sonntag), jeweils von 10 bis 16 Uhr (sowie ein Vorbereitungsabend am 23.02.10 (Dienstag) von 19 bis 20:30 Uhr)
Modulares Stricken, 06.03.+07.03.2010 (Samstag und Sonntag), jeweils von 10 bis 16 Uhr (sowie ein Vorbereitungsabend am 02.03.10 (Dienstag) von 19 bis 20:30 Uhr)
Ich habe dieses Jahr an einer Blogwichtelaktion teilgenommen, und dies ist der Beitrag, der mir zugedacht ist. Leider ist mir die Verfasserin (ich gehe mal anhand des Geschriebenen davon aus, dass Du ebenfalls ein weibliches Wesen bist) bisher nicht bekannt.
Das nenne ich mal eine Herausforderung fürs diesjährige Blogwichteln. Ein Strickblog. Also thematisch etwas, was mir ungefähr so vertraut ist wie Perlentaucherei vor Tuvalu.
Ich erinnere mich, dass ich in der Schule den Handarbeitskurs eher skeptisch verfolgt habe, mit Ergebnissen, die man nur sehr wohlwollend und mit einem liebenden Mutterherz als schön bezeichnen konnte. Meine besten Resultate erzielte ich mit einer Strickliesel, allerdings ist man da gestalterisch ja ziemlich limitiert. Was kann man schon mit einer elf Meter langen Strickwurst anfangen? Richtig. Nichts.
Im Teenageralter hatte ich dann die verwegene Idee, mir einen Pullover zu stricken. Wolle war schnell gekauft, passende Stricknadeln auch und selbstverständlich hatte ich eine ganz und gar großartige Vorlage. Die ich vor dem Einkauf hätte lesen sollen, dann hätte ich gleich gemerkt, dass ich ungefähr 70% der in der Vorlage vorausgesetzten Fähigkeiten schlichtweg nicht hatte. Also war kurzfristige Planänderung angesagt, die natürliche Schönheit der Wolle liess auch ein ganz einfaches Muster (rechts, links und irgendwann fallenlassen) zu. Frohgemut ans Werk also. Mit dem Rückenteil ging es auch recht schnell, bis die Ärmelaussparungen dran waren. Ohne die halbprofessionelle Unterstützung meiner Großmutter wäre der Pullover schon an dieser Stelle zum „Unvollendeten“ geworden, sie half mir zumindest über diese erste Klippe weg. Wie es genau dann weiterging, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ich Jahre später eine Tüte im Keller fand, in der sich ein fertiges Rückenteil, ein halbfertiges Vorderteil und ein angefangener Ärmel befanden.Da war er, der „Unvollendete“. Und mein Neid auf Menschen, die in Rekordzeit sehr schöne Dinge stricken können, hatte weiter Bestand. Heute weiß ich, dass ich vielleicht mit so etwas Simplem wie einem Schal hätte anfangen können, aber ich wusste es schon damals besser. Dachte ich.
Und nun bekomme ich ein Strick-Blog als Blogwichtel. Der unbekannte Kontinent also. Ein anarchistisches Strickblog dazu. Hat mich etwas beruhigt, weil meine anarchistische Ader ja weltweit bekannt ist. Und gleich der erste Beitrag http://knittinganarchist.de/2009/11/30/stricken-in-den-medien-mal-wieder/ brachte mich an der Stelle „aus der dunklen Nische des autistischen Herumprökelns“ musste ich herzlich lachen und es ging mir gleich besser, weil die Art des Schreibens mir sofort sympathisch war. Im weiteren Verlauf der Blogsichtung schwankte ich zwischen Ehrfurcht und Entsetzen. Ehrfucht vor den Strickmustern und Entsetzen. Vor den Strickmustern. Immer eingedenk der eigenen Versuche. Schon erstaunlich, was man mit Einsatz, Übung und Talent so herstellen kann. Fragte mich sofort: würden mir diese drei Dinge nutzen, wo ich doch absolut hautempfindlich auf fast jede Art von Wolle reagiere? Angora kommt schon deswegen nicht in Frage, weil man diese Angoraflusen gern vor allem im Bereich in und um die Augen wiederfindet. Was mich wahnsinnig macht. Und es juckt. Egal. Zurück zum Thema.
Das Strickblog bietet eine Menge Bilder -scharf- von einer Menge Muster –schwer- und einer Menge fertiger Wunderbarkeiten –beeindruckend-.Und das Ganze dann auch noch des Öfteren zweisprachig.Und schon seit August 2006, ohne dass ich jemals den Weg dahin gefunden hätte.Und dann beim Weiterlesen stelle ich fest: Piratenpartei. Strickanarchistische Piratenpartei-Twitterin. Aus Hamburg. Und so eruiere ich dann, dass man nur genauer lesen muss, um Gemeinsamkeiten zu finden. Würde ich @Jinx_HH mal im realen Leben treffen, könnte gerne gestrickt werden, während wir an der Elbe sitzen und den Tag bei einer Hopfenkaltschale beschließen. Also ich nur sitzen und Kaltschale, sie stricken.
Herzlich gelacht habe ich übrigens auch über die Einblicke in das „Stricken des Grauens“ mit diesem Ergebnis:
Ein Marshmellow-StrickMan! Naja gut, für Profis sind sowas Schaustücke aus dem Souterrain des Geschmacks –eine großartige Formulierung, die ich mir erlaube, bei passender Gelegenheit in mein Blog zu entführen.
Wie auch immer, natürlich gehört auch eine zünftige Google-Recherche zum Thema Stricken dazu.
Gefunden habe ich unter der reißerischen Überschrift „Nackt stricken bei der BBC“ leider nur das hier http://www.ksta.de/html/artikel/1140561296403.shtml , dafür aber auch den gestrickten Maulwurf von Rene Marik. (Anmerkung: Da ich die Rechte an dem Bild nicht habe, kann ich es aus rechtlichen Gründen leider nicht gemäß dem Autorenwunsch einarbeiten. Daher nur der Link. )
Kennen Sie nicht? Da, hier:
Sehen Sie, ich bin schon wieder abgeschweift. Geschwiffen. Habe den Faden verloren. Was nun wieder sehr gut zum Thema passt. Was mir beim Stricken ständig passiert ist. Jinx_HH macht mir hingegen den Eindruck, als wisse sie, was sie tut. Zumindest sehen ihre Werkstücke so aus. Und sie hat mich zum Googlesuchen gebracht, einige Erinnerungen aus meiner nur kurz vom Stricken erhellten Jugend geweckt und ich habe zwischen den Strickpostings auch andere interessante Sachen gefunden. Mich also sehr lange auf dem Blog aufgehalten. Erst habe ich gedacht, oh jemine, was soll ich da schreiben, aber so schwer war es gar nicht. Zwar ein sehr themenlastiges, aber auf keinen Fall einseitiges und schon gar kein langweiliges Wollverarbeitungs-Blog. Ich hatte jedenfalls Spaß bei der vorweihnachtlichen Betrachtung und ich hoffe, mein Blogwichtelbeitrag hat wenigstens ein bißchen Spaß gemacht. Wenn nicht, bin ich zu einem Strafmaß von nicht unter zwei Ärmeln bereit J
Liebe/r Blogwichtelpartner/in: Es ist überhaupt nicht nötig, dass Du eine Strafarbeit in Form zweier Ärmel ableistest, denn Dein Beitrag hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wenn meiner nur halb so gut gefällt, kann ich mehr als zufrieden sein. Ich hoffe doch, wir können uns mal kennenlernen, bei einem Bier und fakultativer Strickerei. Herzlichen Dank jedenfalls für diesen sehr amüsanten Einblick, wie dieses Themenblog auf jemanden wirkt, der meinem liebsten Hobby so gar nichts abgewinnen kann! Es ist mir eine Ehre, diesem wunderbaren Beitrag einen Platz in meinem bescheidenen Blog einräumen zu dürfen!
P.S. für ein 11 Meter lange Strickwurst fiele mir übrigens so einiges ein …
Für drei Tage werden Naima von mylys und Susanne von Filzflash (lollipop.yarns) ihre exklusiven Waren in einem Ladengeschäft präsentieren. Dies ist die Gelegenheit für alle, in den Garnen von Louet, Shibui, Artesano, lollipop etc. ausgiebig zu wühlen.
Tatort ist Eimsbüttel, Bismarckstr. 88, Tatzeit sind die Tage vom 15. – 17. Oktober 2009, von 11.00 Uhr bis 20.00 Uhr.
Es gibt ein Gewinnspiel und 10% Rabatt (nicht auf Druckwerke)! Nix wie hin!!!
Diese Bilder eines Lesers, der auf eigenen Wunsch anonym bleiben möchte, erreichten mich soeben. Ich veröffentliche sie sehr gern und bedanke mich auch auf diesem Wege dafür!
Dies ist der Truck mit uns, die wir den Rest der Freiheit feiern, der uns geblieben ist und das widerrechtlich Gestohlene (Hallo Grundgesetz!) zurückfordern.
Noch mal der Truck – maßlos, gigantisch, lustig – eine Art Charmeoffensive.