April 26, 2011 - כ"ב ניסן תשע"א
Gestern brachen wir zu einem Osterspaziergang der etwas anderen Art auf: Der Anti-Atom-Demo in Krümmel. Aufstehen war um 8.00 Uhr, was wir fluchend und widerstrebend taten (mitten in der Nacht …), aber als politischer Geschäftsführer eines Landesverbandes einer kleinen Partei muss man ja … immerhin ging es um die gute Sache.
Auf zum Atom: Der (wirklich sehr schöne) Weg nach Krümmel
Das AKW und das Volk: Bei der Kundgebung (zu der ich noch einiges zu sagen habe).
Immer mittendrin: die verdienten Trecker des Wendlandes
Abgeordneter Büker (Bezirksversammlung Hamburg Mitte) guckt visionär …
Abgeordneter Gerhold (Bezirksversammlung Hamburg Mitte, mit Fahne) grinst und Abgeordneter Penz (Bezirksversammlung Hamburg Bergedorf, ganz links) war natürlich auch dabei.

Wird sich nie durchsetzen: Atommüll
Ein bunter Haufen und auch ein Event für die ganze Familie: Die Demonstranten
Kreativer Protest
Das Krüm(m)elmonster
Diese beiden Herren bewiesen bei den Temperaturen Leidensfähigkeit
Installation
Eine Menge Protesthunde gab es auch.
Drei Piraten mit ‘nem Fahnenmast … zwei beschäftigen sich mit ihren Handys, einer verzweifelt an der Kundgebung …
Und, ach ja, die Kundgebung. Sie dauerte über zwei Stunden, die wir in der prallen Sonne ohne Schatten verbringen durften. Kurz gesagt: Sie war viel zu lang. Es wäre nicht so arg gewesen, wenn es nicht so viele Musikbeiträge gegeben hätte. Einige der Beiträge waren durchaus hörenswert, z. B. der des ehemaligen Umweltministers der DDR, der eines Liquidators, der im AKW Tschernobyl tätig war und der einer Japanerin, die in Lüneburg lebt und uns die Verhaltensweise ihrer Landsleute näherbrachte, andere eher … naja … nicht so. Und die Musik – stellenweise möchte ich einfach darüber schweigen, nur so viel: Protestlieder der ganz freudlosen Art haben sicherlich ihre Berechtigung unter … historischen Gesichtspunkten, aber eine zeitgenössische Protestkultur sieht für viele Menschen doch anders aus. Und irgendwann – ich glaube es war beim dritten Auftritt der Harfenistin -, da konnte ich einfach nicht mehr.Ich tat das, was ich tun musste. Wie gut, wenn man sich sinnvoll beschäftigen kann …
Empörungsbedarf und sinnvolle Beschäftigung bei einer teilweise sinnlosen Kundgebung: Stricken an ungewöhnlichen Orten.
Das Ende des Demonstrationszuges: Der Marktplatz “Einfach leben” in Geesthacht. Einfach leben? Ja, aber nicht ohne Auto?
Als die Kundgebung dann endlich ein Ende hatte, machten wir uns auf zum Protestmarsch am Elbufer entlang, nach Geesthacht.
Anders als bei gewöhnlichen Demonstrationen, die unter den Augen einer möglichst breiten Öffentlichkeit stattfindet, war dies anders, denn der idyllische Weg führte zwischen Wald und Elbufer entlang, ohne Zuschauer (ich konnte ein paar Häuser durch die Bäume erspähen), aber es ging ja diesmal nicht darum, zuschauende Massen zu begeistern, sondern um bundesweite Demos vor Atomkraftwerken.
Ja, es war anstrengend, aber es hat sich auch gelohnt.


































