Books / Bücher


Das Buch, das ich heute vorstelle, ist anders als andere Strickbücher, und das in mancher Hinsicht. Es ist das Buch Yarn Bombing – The Art of Crochet and Knit Graffiti von Mandy Moore und Leanne Prain, erschienen bei Arsenal Pulp Press in Vancouver.

Doch zunächst zum Formalen: Obwohl es ein kartoniertes Buch ist, ist es sehr opulent ausgestattet, mit vielen gut fotografierten, sinnlich und inspirierend wirkenden Fotografien. Auch Anleitungen zum Gezeigten gibt es, wobei dies natürlich nur begrenzt Sinn macht, da vieles den zu bestrickenden oder behäkelnden Objekten quasi auf den Leib gearbeitet werden muss. Nicht so gut gefällt mir der Titel, denn er ist mir zu martialisch. Ich persönlich ziehe die Begriffe “Knitted Graffiti” oder “Guerilla Knitting” vor, weil die das Subersive und die Gewaltfreiheit der Idee besser transportieren. Aber das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und tut meiner Freude an diesem Buch keinen wirklichen Abbruch.

Das Buch versucht, dem Leser das Konzept der Eroberung des urbanen Raums mittels gestrickter Zeichen, die man hinterlässt, zu vermitteln. Das Prinzip ist einfach: Man strickt oder häkelt etwas, das man vor Ort (also an einem Pfosten, einem Zaun, einer Mauer oder wo auch immer) möglichst dauerhaft anbringt, aber immer so, dass es entfernt werden kann. Die Methode ist somit weniger aggressiv als das klassische Graffiti, das nur mühsam und unter erheblichen Kosten entfernt werden kann (eine Ausnahme stellt natürlich Kreidespray da, das jedoch selten verwendet wird). Die Wollvariante der Stadteroberung lässt somit dem Betrachter die Wahl – ein kurzer Schnitt mit der Schere, und das Teil ist rückstandsfrei verschwunden. Gestricktes Graffiti ist somit sanfter und hat außerdem den Vorteil, dass es nicht verboten ist.

Das Konzept ist vielschichtiger, als es auf den ersten Blick erscheint. Zunächst haben wir den städtischen Raum, dessen Bewohner erheblichen Einschränkungen unterworfen sind – zuallererst duch den Platz, der ihnen zur Verfügung steht. Aber auch durch eine immer stärkere Reglementierung des Alltags, die dem Einzelnen immer mehr Raum gibt und ihn einem Konzept unterwirft, das in den Vorstellungen von Politik und Planung verwurzelt ist und den angepassten Bürger favorisiert, der nichts Unvorhergesehenes tut, sich in seiner Freizeit an die zu diesem Zweck klar definierten Bereiche hält und ansonsten nicht weiter auffällt. Der moderne Städter hat zwar immer mehr Freizeit, aber was immer weniger wird, ist die Freiheit: Wir leben in einer Welt, deren Regierungen ihren Bürgern nicht mehr recht über den Weg trauen.

Unerhört ist auch das Verhältnis zum eigenen Werk, das dem abgenötigt wird, der sich auf dem Gebiet des gestrickten Graffiti versucht. Wer handarbeitet, investiert nicht nur Geld, sondern auch und vor allem mit das Kostbarste, was es gibt: Zeit. Wir prökeln hingebungsvoll vor uns hin, um nach langen Mühen ein Strickstück in den Händen zu halten, dass uns kleiden, schmücken und wärmen soll, und wenn nicht uns, dann unsere Lieben oder zumindest das Heer der Bedürftigen dieser Welt, das immer größer wird. Guerilla Knitting tut nichts dergleichen, sondern ist vordergründig völlig sinnfrei, da das, was bestrickt wird, das Strickstück nicht braucht, ebensowenig wie der Betrachter oder der, der es hergestellt hat. Doch bietet gerade ein bunter Lappen an einem Geländer, farbige Kordeln an Pfosten oder gestrickte Kieselsteine in Popfarben einen ungewohnten Anblick, der auch Menschen staunen lässt, die durch die immer extremer werdenden Massenmedien (die man auch Volksverdummung nennen kann) eigentlich schon alles gesehen haben. Es ist auch ein deutliche Absage an das Konzept, dass alles einen Sinn haben oder wenigstens Profit bringen muss. Vielleicht kann man auch sagen, dass es Kleinteilstrickerei für die unter uns ist, die nicht glauben, dass das Spenden gestrickter Socken die Welt verändert, sondern dass das nur die Gerechtigkeit kann. Doch da die einstweilen auf sich warten lässt, kann man die Welt zur Überbrückung wenigstens zu einem etwas lustigeren Ort machen.

Nicht zuletzt ist das Anbringen gestrickter Objekte im öffentlichen Raum auch eine Lektion im Loslassen: Man prökelt etwas irgendwo ran, idealerweise mit einem Etikett, das die Absicht dahinter kundtut (nicht in der freien Natur!), macht noch ein Foto … und geht einfach weg. Und zwar für immer. Man überlässt das Strickstück nicht nur den Elementen, sondern auch den Mitmenschen, die vielleicht so viel Gefallen an dem Teil finden, dass sie es mitnehmen oder deren Missfallen so erregt wird, dass sie es demolieren oder entfernen. Kurz gesagt, wer seinen Rottweiler daneben anbindet oder jeden Tag hinrennt, um zu sehen, ob der Lappen noch hängt, hat das Konzept nicht verstanden. Selbst wenn nur die wohlmeinendsten Menschen das Objekt bemerken, sorgen die Witterungseinflüsse dafür, dass das Teil nicht ewig hält, doch das ist Teil des Prozesses.Was bleibt, ist nur das Bild (wenn man nicht vergessen hat, eines zu machen).

Doch zurück zum Buch: Es ist logisch gegliedert und beginnt mit kleinen, rechteckigen Teilen, die schnell und einfach gestrickt oder gehäkelt und leicht angebracht sind. Es folgen kompliziertere Modelle wie “Baumpullover” oder sehr große Objekte, die vermutlich unter Zuhilfenahme von Strickmaschinen und den Händen vieler harmloser Anarchisten zustande gekommen sind. Das Buch enthält viele Beispiele, von komplett bestrickten Telefonzellen und bekleideten Denkmälern über umhäkelten Bussen und Motorrädern bis hin zu großformatigen Landschaftsinstallationen, bei denen die Grenze zu Landscape Art und zur künstlerischen Installation verfließen. Auch die Techniken sind vielfältig: von einfachen, glatt oder kraus rechts gestrickten Teilen über Zöpfe, Mehrfarbigem bis hin zu Lace und Freeform ist alles dabei. Allen Projekten ist gemeinsam, dass sie nicht zerstören oder auch nur stören, sondern bereichern wollen.

Selbst wenn man sich dieser vordergründig völlig sinnfreien und nutzlosen Spielerei nicht hingeben möchte, ist das Buch ungeheuer inspirierend, vielleicht sogar so sehr, dass die Kunst des harmlosen Handarbeitsanarchismus auch ein paar Anhänger in Deutschland findet, die sich aufmachen, ihre Umwelt ein wenig bunter zu machen.

Zu guter Letzt noch ein Link: Der Blog zum Buch.

Dass nicht jedes Strickbuch die Erwartungen erfüllt, ist aus diversen Blogs wohlbekannt, aber manchmal kommt es vor, dass ein Buch den eigenen Blick auf das Stricken bzw. eine Technik auf den Kopf stellt. Das war bei mir z. B. bei Zimmermann so, und es ist – in kleinerem Maßstab auch hier der Fall, bei dem Buch Crazy Lace: an artistic approach to Creative Lace Knitting von Myra Wood.

Not every knitting book one orders meets the expectations, this can be read in a multitude of knitting blogs, but sometimes it happens that a book allows changes the way one thinks about knitting or a knitting technique completely. This happened to me when I read the books by Elizabeth Zimmermann, and it happened to me again when I took a closer look on this book: Crazy Lace: an artistic approach on Creative Lace Knitting by Myra Wood.

Nach Hanami konnte ich wohl behaupten, die Lace-Strickerei bewältigt zu haben, aber die auf dem Markt erhältlichen Bücher können mich nicht begeistern. Zu traditionell, zu altmodisch, nicht mein Fall. Alle Lace-Projekte in meiner Queue sind einzelne Muster, die ich über das Internet erworben habe. Lacebücher hingegen kaufe ich nicht. Crazy Lace habe ich mir bestellt, weil es einen radikal anderen Ansatz an die Lace-Strickerei versprach und die vorveröffentlichten Bilder vielversprechend wirkten.

After managing Hanami, I could heartily tell I accomplished with lace knitting, but the available books about lace knitting do not attract me at all: too traditional, too old fashioned. All lace projects waiting in my queue are single patterns, purchased via the internet, but I don’t buy any lace books. I decided to do differently when I saw a preview of Crazy Lace. The text promised a completely new approach to lace knitting and the preview pictures looked rather promising.

Das Buch enthält eine Beispielsammlung, aber keine festgelegten Muster für komplette Projekte. Stattdessen werden die Prinzipien der Lacestrickerei analysiert und vermittelt, wie man sich von Kästchenzählerei und Chartentzifferungsprozeduren befreien und individuelle, kreative und vor allem sehr moderne Laceprojekte erstellen kann, die mehr oder weniger frei mit der Technik umgehen.

This book contains several examples for lace stitches, but no ready-made patterns to follow for knitting complete projects. The basics of lace knitting technique is analyzed instead, and the author tells how to do it without counting tiny symbols on graph paper and chart decyphering procedures and how to create individual, unique, creative, and very modern lace projects which deal rather freely with the traditional lace knitting technique.

Die Autorin überträgt einige Ideen des Freeform-Knittings in die Lacestrickerei, was zu sehr überraschenden Ergebnissen führt. Ich habe mich gefragt, warum ich nicht selbst auf diese Idee gekommen bin, denn es wirkt auf mich so unschlagbar einfach und selbstverständlich. Das Ganze wirkt so vielversprechend, dass man sofort anfangen und ausprobieren möchte. Es ist auch ideal für handgefärbte Einzelstränge, bei denen man nicht sicher ist, ob man ein komplettes Projekt damit fertigstellen kann

The author adapted some ideas of freeform for lace knitting, what results in very surprising results. I had to ask myself why I didn’t have this idea myself, because it’s so stunningly easy. This looks so promising that I want to start and try it immediately. It’s ideal for handdyed single skeins of laceyarn if one is not sure whether this will make a complete project.

Das Buch wird sicher nicht jedermanns Geschmack treffen, gerade akribischen StrickerInnen dürfte es ein Gräuel sein. Kurz gesagt, traditionelle Lace-Strickerei ist mehr für gute Mädchen, Crazy Lace mehr für wilde Weiber. :D

This book will surely not be everyone’s cup of tea, specially meticulous knitters might easily hate this, but to cut a long story short: traditional lace knitting is more for good girls, crazy lace more for wild vixens.

Ja, auch ich habe mir das Sonderheft Verena – in 80 Socken um die Welt, Teil I gekauft. Stephanie van der Linden hat es vorgemacht, und nun versucht auch die größte deutsche Strickzeitschrift mit diesem Thema ihr Glück, und das wollte ich mir ansehen, da ich ja an dem interessiert bin, was man als “ethnische” Strickkunst bezeichnen könnte, sei sie traditionell (dann eher zum angucken) oder modern interpretiert. Ich bin also keine Gralshüterin der Traditionen. Eigentlich sollte ich da mit diesem Sonderheft richtig liegen, doch leider überzeugt mich diese Postille nicht wirklich. Ich finde es nicht schlecht, aber eben auch nicht sonderlich gelungen, und in einigen Punkten finde ich es sogar richtig ärgerlich.

Das hat mehrere Gründe: Zunächst finde ich die fotografische Umsetzung ein wenig überladen und betulich – doch das kann man noch unter Geschmackssache verbuchen und stellt auch keinen wirklichen Mangel dar, denn die Socken selbst sind deutlich erkennbar.

Die Texte sind auch so ein Fall für sich – viel ethnologisch-kulturelles Allgemeinblabla mit ein paar Informationen zum Thema Socke im jeweiligen Land (haben die da keine Typen, die schreiben können?). Auch das ist zu verkraften, auch wenn ich es gern ein wenig faktenorientierter und weniger in Richtung “Stimmungsbildgewaber” hätte, vor allem, wenn man doch den Eindruck hat, dass die Leute, die die Texte verfasst haben, viele der Länder von maximal drei Fotos kennen. Problematisch wird es teilweise, wenn man einen Teil der Socken betrachtet, die dem Land-und-Leute-Geschwafel gegenübergestellt werden. Da wird versucht, einen Eindruck von Authentizität zu vermitteln, der von den Modellen nicht gehalten wird. Die Assoziation Hortensien-Rosa-Rüschensocke für Guernsey ist ein wenig arg oberflächlich, die Tartan-Kopie für Schottland und die musternde Beliebigkeit für Lettland sind schlicht peinlich – beide Länder verfügen über eine eigene, reiche Strickstrumpftradition, die den Designern anscheinend nicht bekannt zu sein schien. Jedenfalls kann man hier auch nicht von einer Modernisierung der Tradition sprechen, denn diese wurde schlicht ignoriert. Es sind eben nicht lettische bzw. schottische Socken, wie sie traditionell aussehen und auch nicht, wie sie zeitgemäß interpretiert werden, sondern wie Leute, die nicht wissen, wie die Dinger überhaupt aussehen, sich so etwas in etwa vorstellen. Auch das wäre nicht tragisch (selbst wenn ich vor allem das schottische Muster extrem misslungen finde), wenn man sich nicht darum bemühen würde, eben Authentizität zu vermitteln. Ähnlich ist es bei dem Beispiel für Fair Isle – es wird im Text von der typischen Farbigkeit der traditionellen Strickstücke gesprochen, wie man sie in einschlägigen Publikationen ausgiebig betrachten kann – doch das Sockenmodell wurde in Farben gestrickt, die nichts davon widerspiegeln sondern eher wirken, als kämen sie vom Wühltisch.

Bei anderen Socken wirkt die Symbolik ein wenig platt – Windmühlen für die Niederlande, die Tricolore für Frankreich – *gähn*. Hier hätte man sich mehr Inspiration gewünscht.

Es gibt auch sehr gelungene Socken, z. B die im Missonimuster (auch wenn Italienerinnen eher sterben würden, als im Kleidchen, mit Socken und mit Pumps auf die Straße zu gehen, immerhin ist das ein Kulturvolk) oder auch die finnischen Socken (die recht beliebig wirken, aber wenigstens gut aussehen, und das ist ja auch was Schönes). Auch die Schwarzwaldsocken können durchaus gefallen, wenn man diese Art der Musterungen gerne strickt. Ich habe jedoch das Gefühl, dass es bei diesem Heft immer richtig danebenging, wenn man sich auf diese nervig-oberflächliche Weise auf erfundene oder tatsächliche Traditionen beruft. Das geht besser, und Frau van der Linden hat sogar gezeigt, wie – nämlich durch Kenntnis der Materie und intelligente Neuinterpretation.

Die Anleitungen sind sehr grafisch – so ist die Socke als Chart dargestellt, und zwar auch Teile, die nicht gemustert sind. Dies ist – laut Eigenwerbung – innovativ, und das mag auch so sein (für Mehrfarb-, Zopf- und Lacepartien ist das selbstverständlich bei modernen Sockenanleitungen Standard und keinesfalls neu). Ob das nun der Sache dient, müssen die beurteilen, die sich als Sockenneulinge an diesen Anleitungen versuchen. Ich finde die grafische Darstellungen einfacher Bandspitzen jedenfalls überflüssig und auch mühsam zu lesen – aber vielleicht ist es für Anfänger tatsächlich hilfreich.

Für sechs Euro bekommt man ein paar schöne Sockenmuster, insofern ist es kein herausgeworfenes Geld. Ein Muss ist das Heft für mich jedenfalls nicht. Gerade nach einigen recht euphorischen Reaktionen hätte ich da mehr erwartet. Im Lowered-Expectation-Modus ist es jedoch ganz o.k.

Nachdem ich das neue Sockenbuch von Cat Bordhi nun mal hatte musste ich das dort vorgestellte Prinzip auch ausprobieren (nachdem ich mich heroisch diszipliniert und die Hearts Socks fertiggestellt hatte). Ich halte mich an die Empfehlung, zunächst eine Einfachstsocke (”Discovery Sock”) zu produzieren, um das Prinzip zu verinnerlichen, sozusagen.

After I received Cat Bordhi’s latest sock book, I had to try it (of course), after I finished heroically the Hearts Socks. The author strongly recommends to knit a simple sock in stockinette first (the “Discovery Sock”), just for learning how it works, and so I do.

Es kommt mir entgegen, dass Ms. Bordhi hier dem Toe-up-Prinzip huldigt, das ich ja lieben will. Um es nicht zu einfach zu machen, vergessen wir diesmal den üblichen Maschenanschlag, Judy’s Magic cast-on (das mit dem vielfachen Gewickel um beide Nadeln herum), sondern probieren was Neues. Das ist, wie jeder Anfang nach dem Toe-up-Prinpiz – fummelig, aber recht einfach.

In this book Ms. Bordhi preaches the Toe-up sock, which I want to learn to love. She doesn’t want to make it too easy, and so you can forget about the usual cast-on (called Judy’s Magic cast-on, the one you wind the yarn around the needles for several times) and try something new. It’s – like every method for toe-up cast-on I learned, a bit fiddly, but rather easy.

Der Gimmick hier ist, dass man Socken produziert, die perfekt auf den eigenen Individualfuß passen. Das mag für Leute uninteressant sein, die über einen menschlichen Standardfuß nach DIN-Norm verfügen, den Traum jedes Standardschuhherstellers. Doch für die, zu denen auch ich zähle, die einen so hohen Spann haben, dass sie nur Schnürstiefel tragen können, ist das durchaus ausprobierenswert.

The gimmick is that the result are socks which are knitted to fit perfectly on the anatomy of the foot of the person they’re knitted for. This might be rather uninteresting for people with standard feet (the ones every shoe manufacturer dreams of), but for people like me, with a high instep (so high I only can wear laced boots) this is worth a try.

Wer Bordhis New Pathway for Sock Knitters kennt, fragt sich, ob die Frau es überhaupt in Betracht zieht, normale Socken zu stricken, so auch hier. Man beginnt nicht damit, einfach Maschen anzuschlagen, sondern erst Mal den Umriss des zu bestrickenden Fußes auf ein Stück Papier zu malen, als Schablone sozusagen. Dann wird – je nach Spannhöhe – an der Sohle zugenommen. Es geht – wie immer bei der Autorin – recht esoterisch zu, aber nicht so esoterisch wie bei den New Pathways – bisher (ich bin noch nicht zur Ferse gediehen, die ausschließlich mit rechten Maschen gestrickt werden soll).

If you know Bordhi’s New Pathway for Sock Knitters, you’ll have asked yourself whether this woman ever thought of knitting a normal sock. Here you don’t start with casting on some stitches, but with drawing the outline of the foot the sock is meant to be for on a piece of paper – as a pattern your knitting will follow. When you got started after this procedure you increase several stitches in the sole section, depending on the height of your instep. It’s rather esoteric – as always with Bordhi – but not as esoteric as in the New Pathways – at least until now. I didn’t reach the heel section yet which will be knitted in stockinette exclusively.

Eine Bordhi-Socke ist weniger eine Socke (obwohl, das natürlich auch), als vielmehr ein Abenteuer. So sollte man es auch sehen. Wer also mit einfachen Socken rundum glücklich ist, wird dem Buch vermutlich nicht so viel abgewinnen können, vor allem, weil die Beschreibung relativ langatmig und umständlich ist (mir tränen schon fast die Augen). Aber für die unter uns, die ein stricktechnisches Abenteuer suchen, ist es ein großer Spaß, herauszufinden, wie aus dem, was man da produziert, eine Socke entsteht.

A Bordhi-Sock ist not only a sock but a kind of adventure, and as that it should be seen. If you are perfectly happy with ordinary socks, you probably will ask yourself what the fuzz is all about and you won’t be too happy with this book. To be honest, the instructions are very elaborate (and I mean: VERY!) and rather lenghy (you can call them cumbersome …). But if you’re looking for a knitting adventure, it’s real fun to find out how this sock will be built.

Normalerweise schreibt man Buchvorstellungen, weil man etwas entdeckt hat, was man so gut findet, dass man es anderen vorstellen oder etwas, das so schlecht ist, dass man die Leute warnen muss. Auf dieses Buch trifft das nicht zu. Es ist einfach … sehr eigenartig.

Normally books are presented which one thinks are either so good or so bad that one wants to share it with others. Not with this book – it’s just … weird, somehow.

Wer dieses Blog kennt, weiß, dass eine meine Vorlieben die nordische Strickkunst ist, sei sie traditionell oder modern, und auch, dass ich einige Bücher zu diesem spannenden Thema mein eigen nenne. Nun wirbt dieses Buch mit dem Untertitel Classic and Modern Designs in the Scandinavic Tradition, was mich besonders ansprach, da ich auch ein Faible für modernes Strickdesign habe. So dachte ich an Isager, Falkenberg, Hoxbro und wie sie alle heißen, als ich den Band bestellte.

If you know this blog, you’ll probably know that I’m much into nordic knitting, traditional and modern, and that I already own several books about it. When I read the subtitle of thisone, Classic and Modern Designs in the Scandinavic Tradition, I was pleased, and thought immediately of designers like Falkenberg, Isager, and Hoxbro when I ordered this book.

Eindeutig positiv bei diesem Buch mit dem Titel Swedish Knits von Paula Hammerskog und Eva Wincent ist, dass es sehr ausführlich ist und sehr klar bebildert. Aber das mit der Ausführlichkeit ist auch so eine Sache, denn man beginnt nicht mal mit Adam und Eva, sondern eher noch mit dem Geist, der über den Wassern schwebt, also mit Anschlagstechniken und Materialkunde. Das tun viele andere Bücher auch, aber hier geht es weiter mit einer Mustersammlung, die viel bereits Bekanntes und daneben ein paar interessante neue Dinge enthält. Ein ziemlich großer Teil des Buches bewegt sich also zwischen “wie halte ich eine Nadel” und “wie stricke ich verschiedene Muster”, von rechts-links über Patent, Zöpfe und Lace.

There are positive acpects about this book: First it’s very well illustrated, and it’s quite detailed, and the latter is sort of a problem, because it really starts at the very beginning, with the cast on and some remarks about different kind of knitting yarns. Many books do this as well, but thisones goes on with tons of samples for knitting patterns, some you’ll have seen already a thousand times and a few quite interesting ones. Quite a large part of the book deals with “what does a knitting needle look like and how to hold it in your hands” and “how to knit a pattern”, like, brioche, knit and purl, cables, and lace.

Weiter geht es mit Stricken für Fortgeschrittene: Kantenlösungen, Fehlerkorrekturen, Zusammennähen, Passform, verkürzte Reihen, Einstricken von Taschen, Einsetzen von Reißverschlüssen sowie selbst designen etc. Daneben wird einem die Erkenntnis vermittelt, dass dassselbe Kleidungsstück mit unterschiedlichen Mustern/Farben/Materialien jeweils völlig anders wirkt (ist ja sensationell …).

There are some chapters for the advanced knitter as well, like edge embellishments, troubleshooting, sewing, the perfect fit, short rows, adding pockets, sewing in zippos, designing your own garment etc. Besides this, the authors enlight the reader with the striking news that the same garment might look dramatically different when different patterns, colours, materials are used (really!).

Nach 150 Seiten kommen dann auch ein paar Muster. Nur was an denen besonders schwedisch ist, hat sich mir nicht mitgeteilt. Es gibt z. B. ein paar am klassischen norwegischen Design angelehnte Stücke (na schön, Norwegen gehörte mal zu Schweden, und hier wird das Steeking erklärt) und einen Argyle-Pullover (und Schottland war nie schwedisch). Das einzige typisch schwedische Strickstück ist ein Bohus-Pullover, der Rest ist absolut beliebig, meist provinziell und auch nichts sehr originell. Man könnte ihn in Ermangelung einer griffigen Bezeichnung “international” nennen. Das Buch könnte also ebenso “Stricken in Wuppertal, Innsbruck oder Hooterville” heißen.

150 pages later there are some garments, definately. But they’re not really swedish. You find some norwegian inspired sweaters (well, Norway belonged to Sweden, once …, and they explain the steeking technique with it), and an Argyle vest (Scotland definately never was a part of Sweden). The only typically Swedish garment is a bohus-inspired sweater. The rest is what one calls “international” if one doesn’t know how to name it, quite fresh-water style and not really special. This book could be called “Knitting in Wuppertal, Innsbruck, or Hooterville” instead.

Fazit: Es gibt sie, die schwedische Stricktradition, aber nicht in diesem Buch.

Conclusion: There is a Swedish knitting tradition, but not in this book.

Ich habe ja schon mal den Versuch einer Toe-up-Socke gemacht, auch durchaus erfolgreich (die Mojo-Socken), aber so richtig warm wurde ich mit der Methode nicht. Nun gibt es ein Buch von Wendy D. Johnson, das sich diesem Thema ganz exklusiv widmet: Socks from the Toe up.

Yes, I knitted a toe-up sock once, the Mojo socks, but I never learned to like the method really, although it worked very well. But there is a book by Wendy D. Johnson called Socks from the Toe up which is dedicated to this special technique exclusively.

Das Buch enthält verschiedene Mustersocken (Lace, Gansey, Zöpfe) nebst zwei Basismodellen, die völlig musterfrei die Technik veranschaulichen. Doch es sind weniger die Muster, die das Buch außergewöhnlich machen, sondern eher die Illustrierung und die gründlichen Anleitungen, die es erlauben, praktisch jede Socke in dieser Technik zu arbeiten.

The book contains socks with different patterns (lace, gansey, cables) and two basic patterns in stockinette which show clearly how to knit a sock from the toe up properly. But this is not what makes this book special, it’s the illustrations and the really detailled instructions which allow to adapt almost every pattern for this technique.

Eigentlich sollte jeder, der ein Sockenbuch herausgibt, sich dieses Wunder an Übersichtlichkeit, Layout und Illustration ansehen. Auch wenn die ätherische Dame, die die Socken vorführt, so gar nicht mein Geschmack ist, sind die Fotos der Socken selbst einfach brilliant. Man erkennt jedes Detail der Musterung und der Konstruktion, und man glaubt fast, die Micron-Zahl der Wolle bestimmen zu können.

Actually, everyone who plans to publish a sock book should take a closer look on this one. Regarding the clear arrangement, the layout and the illustrations it’s just brilliant. Personally, the lady modelling the socks is absolutely not my cup of tea, but the pictures of the socks are just a miracle of clearness. One can recognize each and every detail of the patterns and the construction, and one can almost name the micron number of the yarn used. ;)

Der technische Teil ist sehr logisch aufgebaut. So werden jeweils für den Anschlag an der Spitze, die Ferse und das Abketten am Bündchen verschiedene Methoden vorgeschlagen, die frei miteinander kombiniert werden können.

The technical chapters are arranged very logically. The author shows different methods for the cast-on at the toe, for the heel, and for binding of at the cuff section. The methods can, of course, be combined freely.

Ja, natürlich habe ich mich sofort an einer Socke aus dem Buch versucht …

Yes, of course I had to cast on a sock from the book directly.

Gestern gegen 10.30 trafen sich zehn muntere Damen zum gemeinsamen Ausflug nach Flensburg. Also, eigentlich war Flensburg ziemlich wurscht, denn wir hatten uns bei der Wollsucht angekündigt, um uns ganz unverbindlich mal umzusehen. Nur so, sozusagen.

Nach zweistündiger Zugfahrt, die wir mit Stricken verbrachten, begaben wir uns vom Bahnhof unverzüglich zum Ziel unserer Reise in die Rote Straße, wo wir von Uta und Caprice sehr nett empfangen wurden. Für viele von uns war es der erste Besuch in dem Laden, und bienengleich schwärmten besagte Damen aus, um das reichhaltige Sortiment wunderschöner Garne zu inspizieren. Es war merkwürdig still im Laden, obwohl er natürlich durch uns knallvoll war. Na ja, ich frage mich ja schon, warum man (und ich bin da wirklich keine Ausnahme) sich angesichts eines wunderbaren Wollsortiments aufführt, als wäre morgen nichts mehr davon da und als käme man aus einem Land, wo es solches nicht gibt und man nicht weiß, wan man wieder ins Paradies der frei erhältlichen Garne zurückkehren darf. Im Schweiße unseres Angesichts rafften wir jedenfalls diverse Schätze an uns.

Beladen mit Tüten begaben wir uns in ein nahe gelegenes Restaurant, um uns von den Strapazen des Einkaufs zu stärken, wobei einige von uns Behältnisse mitgebracht hatten, die man als “diskrete Verpackung” bezeichnen könnte. Nach dem sehr leckeren mexikanischen Essen kehrten wir zurück in den Laden, um uns zu verabschieden (vorausschauend hatte ich in der Nähe reserviert). Was soll ich sagen? Es ging gerade wieder los. Viele von uns begannen erneut, mit glasigem Blick die Schätze, die wir uns beim ersten Besuch versagt hatten (oder die wir gerade erst entdeckten), an uns zu raffen. Die Tüten nebst Inhalt mehrten sich nochmals, und sogar Madame “nein, nein, ich kaufe immer nur Garn für ein Projekt und erst wenn das fertig ist, kommt das nächste Material ins Haus” kaufte nicht nur Garne für zwei komplette Projekte (davon eins für den Winter), sondern sie bestellte auch noch Material für ein drittes, das ins Haus geliefert wird. :D

Danach machten wir noch einen kleinen Gang zum Hafen, wo die Rumregatta stattfand. Warum das Regatta hieß, ist mir unklar (der Teil mit dem Rum allerdings nicht), denn die Boote lagen alle im Hafen. Die Leute, die uns mit unseren Tüten sahen, müssen gedacht haben, dass es irgendwo was umsonst gab. Gegen 18.00 Uhr fuhren wir dann zurück nach Hamburg und kuschelten auf der Fahrt mit unserer Wolle.

Für das geplante Gruppenfoto aller Einkäufe (”Mahnmal der Peinlichkeit”) reichte die Kraft nicht mehr, denn wir hatten uns völlig verausgabt. Außerdem stellten wir fest, dass der Tisch im Großraumabteil des Regionalexpresses einfach viel zu klein war.

Nun zu meinen Einkäufen. Das Bild ist leider etwas dunkel und unscharf, aber die Auflistung sollte das Ausmaß des Wahnsinns erhellen können (der Lebensgefährte hat die Riesentüte übrigens taktvoll übersehen):

Aaalso, ich habe gekauft:

  • eine Strickpackung Karen Noe für einen Pullover (blaues Leinengarn)
  • eine Strickpackung Karen Noe für ein Sommertop (grünblaues Rustik-Garn)
  • zwei Stränge Trekking Handart in leuchtenden Rottönen
  • einen Crazy Zauberball von Schoppel in der Farbe “Frische Fische”
  • vier Knäule Drops Alpaca in zwei Farben (für einen Baktus und was mir noch so einfällt)
  • ein Metall-Nadelspielset von KnitPro
  • zwei Addi Lacenadeln
  • eine kleine GoKnit Pouch
  • ein Heft von Karen Noe zum Thema Schals

Dieses Heft, dem eine deutsche Übersetzung beiliegt, enthält Schals und Tücher, die sehr ungewöhnlich und auch sehr schön sind. Gerade das Titelmodell hat es mir angetan, aber auch andere.

Die Menge ist natürlich irgendwie peinlich, aber ich bin nicht allein, andere waren genauso schlimm. :D

Edit: Also bitte, wer ohne Stash ist, werfe das erste Knäul (um es mal leicht abewandelt mit der Bibel zu sagen). Ich bin überzeugt, Ihr hättet an unserer Stelle auch nicht anders gehandelt.

Just a short report about our trip to Flensburg with some minor shopping activities.

Meine erste Begegnung mit Horst Schulz und seinen Büchern hatte ich bei einem Stricktreff hier in Hamburg, als eine Strickfreundin die Bücher mitbrachte. Ich hatte vorher schon davon gehört und wusste, dass sie seit längerem vergriffen waren. Mein erster Eindruck war nicht sehr positiv. Ich strickte erst seit einem Jahr und stand dem modularen Stricken ablehnend gegenüber, da ich absurderweise dachte, man müsse am Ende eine gefühlte Million Läppchen zusammennähen.

Die Modelle atmeten noch sehr den Geist der Achtziger, was die Farbigkeit anging, aber auch die Schnitte und manche der verwendeten Garne. Obwohl mir die Farbenpracht ebenso gefiel wie die phantasievolle Umsetzung, war ich iinsgesamt nicht sehr angetan. Zudem sind die Schulz-Bücher nicht als Anleitungsbücher zu verstehen, sondern als grobe Richtlinien und Inspirationsquellen. Die Instruktionen erschienen mir zu nebenlhaft, was meiner mangelnden Erfahrung geschuldet war, und so ordnete ich die Bücher unter “außergewöhnlich, aber für mich unbrauchbar” ein und vergaß sie. Modulares Stricken war eben nichts für mich.

Das änderte sich mit dem Buch Knit to be Square von Vivian Hoxbro, in dem sich Modelle mit klaren Formen und leutenden Farben befanden. Ich war begeistert und stürzte mich in das Abenteuer des Modularen. Da mir das Stricken der Patches und das Konstruieren mittels Anstricken Spaß machte, forschte ich weiter und stieß bald auf viele Bücher, die sich diesem Thema widmeten. Ich organisierte mir die entsprechende Literatur, die vor allem aus den USA stammt, und stieß dort immer wieder auf den Namen Horst Schulz. Die Designerinnen erwähnten ihn sozusagen als ihren Meister, der ihre Art, das Stricken zu sehen und auszuüben, revolutioniert hatte. Also kehrte ich zu dem einst von mir Verstoßenen zurück.

Es gelang mir tatsächlich, seine Bücher zu einem vernünftigen Preis zu ersteigern, und ich musste mein Urteil revidieren. Ich finde sie außerordentlich inspirierend, und schließlich zwingt mich niemand, die Modelle in gleicher Kastigkeit, Farbigkeit oder partieller Fransigkeit nachzuarbeiten. Blieb nur die Frage der Anleitung. Ich stellte fest, dass meine in den letzten zwei Jahren gewonnene Erfahrung mir ermöglichte, viele Fragen zum Thema Konstruktion und Strickweise zu beantworten.

Zudem waren meine neueren Bücher zum Thema ebenfalls hilfreich, denn hier wurde die Frage des Schnittes bzw. der Schnittkonstruktion recht ausführlich erläutert. Besonders positiv fiel mir hier das Buch Dazzling Knits von Patricia Werner auf, das ich mir glücklicherweise ebenfalls noch zu einem akzeptablen Preis organisieren konnte (dass der Kram auch immer so schnell vergriffen sein muss …). Die Autorin beruft sich direkt auf Horst Schulz und greift viele seiner Modelle auf, um sie in einer quasi modernisierten Form zu präsentieren und mit einer recht ausführlichen Anleitung zu versehen. Hinzu kommen Tipps zum Thema Schnittkonstruktion und Garn- bzw. Farbwahl. Ungeheuer inspirierend, die beiden!

Es wird ja oft die Frage gestellt, welche Strickbücher man kaufen sollte, denn der Markt ist groß und unübersichtlich, und auch ein wenig beliebig. Die Frage ist eigentlich pauschal nicht zu beantworten, da es vor allem auf die persönlichen Vorlieben und Ambitionen ankommt.

“Which book shall I buy?” is a frequently asked question. Meanwhile there are so many books available, the range of books on offer is huge and quite confusing. It’s impossible to answer this question flatly, because personal preferences and ambitions differ.

Daher habe ich mir mal überlegt, welche Bücher mich wirklich weiterbrachten auf dem Gebiet des Strickens, also meine Einsame-Insel-Literaturliste des Strickens. Dabei ist es nicht unbedingt wichtig, dass ich wirklich schon etwas aus diesen Büchern nachgestrickt habe; die Frage der Inspiration ist eigentlich bedeutender – welche Bücher haben in meinem Kopf etwas bewegt und dazu geführt, dass ich mich neuen Ideen öffnete und neue Techniken oder Bereiche für mich entdeckte. Hier kommen also meine persönlichen Top Ten der wichtigsten Strickbücher. Einige sind bereits vergriffen, eines ist in deutscher Sprache verfassst. Natürlich kann sich die Liste auch mal ändern. ;)

Therefore I made my mind up which books really helped me on, which knitting books I would take to a deserted island (if I had to). For me it’s not vital whether I already knitted something from these books, the question of inspiration is more important to me. So there are books on this list which made me rethink my opinion about knitting, made me open my mind on new possibilities and techniques. So here are my personal Top Ten of the most important knitting books. Some are out of print already, and one is in German. Of course this list might be subject of change.

  • Elizabeth Zimmermann: Knitting without Tears, Schoolhouse Press. Dies Buch steht stellvertretend für all ihre Bücher. Die Ingenieurin des Strickens befreite meinen Geist von Mustern und Garnanforderungen und brachte mir das Stricken in Runden jenseits der Socke nahe. / This is here for all Zimmermann books. The engineer of knit design freed my mind from patterns and yarn requirements and taught me knitting in rounds beyond socks.
  • Vivian Hoxbro: Knit to be Square, Interweave Press. Inspirierte mich mit den klaren Formen und leuchtenden Farben zum modularen Stricken. / The geometric contruction and the vibrant colours inspired me to start with modular knitting after all.
  • Kaffe Fassett: Kaffe Fassett’s Pattern Library, Taunton. Muster ohne Grenzen, Malerei in Strickstücken umgesetzt. / Patterns unlimited, it’s almost like paintings conversed to knitting.
  • Ann Feitelson: The Art of Fair Isle Knitting, Interweave Press. Für mich das beste Buch, was die Fair-Isle-Strickerei angeht. Enthält eine Fülle an Informationen von Farbenlehre bis Steeking. / For me this is the best book about fair isle knitting. It contains tons of information from colour combinations to steeking.
  • Kim Hargreaves: Rowan Denim People, C&T. Dies war mein erstes Strickbuch, und es begeistert mich bis heute durch die modernen, lässigen Designs. Eröffnete mir den Blick auf die englischsprachige Strickwelt. / This was the very first knitting book I bought, and it enthuses me until today with its modern, casual designs. It opened my view to the english-speaking world of knitting.
  • Priscilla Gibson-Roberts: Simple Socks – Plain and Fancy, Nomad Press. Für mich die perfekte Sockenanleitung ohne Käppchenferse und Bumerang-Gruscht. / For me this is the perfect instruction for sock knitting, without heel flaps and boomerang-heel nonsense.
  • Lisa Lloyd: A Fine Fleece, Potter Craft. Struktur- und Zopfmuster, die durchdacht und nicht zu klobig wirken. Jedes Modell wird in handgesponnenem und in industriell hergestelltem Garn gezeigt. / Aran and celtic style knitwear, well constructed and not too chunky. Every garment is shown in handspun and commercial yarn as well.
  • Alice Starmore: The Celtic Collection, Trafalgar Square. Dies Buch weckte in mir den Wunsch nach Fair-Isle-Strickerei, lange bevor die Fähigkeiten und der Mut ausreichten. / After I saw this book, I felt the urgent desire to knit fair isle as well, before my abilities and my courage sufficed.
  • Marianne Isager: Stricken a la Carte, Landwirtschaftsverlag. Die zeitlos-tragbaren und dennoch sehr schicken Modelle riefen mein Interesse für modernes skandinavisches Strickdesign wach.

Das erste Buch ist leider schon vergriffen. Es ist ein richtiger Prachtband, in dem verschiedene Garnfärbereien in den USA vorgestellt werden. Das ist interessant zu lesen, aber auch die vorgestellten Modelle sind zum Teil wirklich phantastisch. Der Schwerpunkt liegt auf größeren Projekten: Pullovern, Jacken, Wraps, Mänteln, die mit handgefärbten Garnen und in vielen unterschiedlichen Techniken gestrickt werden. Es ist ideal für Leute, die handgefärbte Garne lieben, aber nicht immer wissen, was sie mit ihnen anfangen sollen und daher gute, ungewöhnliche Ideen abseits von “glatt rechts” brauchen.

The first book is unfortunately out of print already. It’s a real opulent book where some famous yarn dyeing mills are introduced. This is interesting to read, but some of the pattern which come with the yarn portraits are truely phantastic. The focus lies on larger garments: sweaters, cardigans, coats, wraps which are knitted with handpainted yarns and in different techniques. It’s ideal for people who love handpainted, variegated yarns but need some fresh and and unusual ideas what to do with them.

Das zweite Buch ist eher techniklastik. Es widmet sich Strickstücken, die wendbar sind, bei denen also beide Seiten als Vorderseite genutzt werden. Dabei wird jede Technik berücksichtigt; von einfachen Rechts-Links-Mustern über Zöpfe, Lace und Farbstrickerei (Double Face) wird alles behandelt. Die Projekte gefallen mir weniger, aber die vermittelten Techniken und Ideen sind sehr wertvoll.

The second book is a rather technical one. It’s dedicated to knitting projects with two “front sides” which are reversibe. All kind of techniques are described, knit and purl, cables, lace and colour knitting (double face). I don’t like the projects really, but the techniques described and the ideas are highly valuable.

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