Own Stuff / Eigenes


sailor1
Dies ist ein Versuch, zwei recht große Garnreste zu einer Weste zu verwursten. Das Garn stammt von meinem Skye-Urlaub, es ist Harris-Wolle, aus denen meine Mutter und ich je einen Gansey gestrickt haben. Da ich die Weste mangels entsprechender Anleitung selbst entwerfe, ist der Erfolg ungewiss.

This is an attempt to make a waistcoat from two quite large yarn rests. I brought the material from the Isle of Skye, it’s Harris wool, and my mother and I knitted a gansey from it each. Because I didn’t find an appropriate design, I’ll have to do the job myself, therefore I don’t know whether this will work really.

Heute trafen sich ein paar muntere Damen in Hamburg, die gern spinnen lernen wollten. Für mich war es das erste Mal, dass ich versucht habe, jemandem das beizubringen. Und ich bin froh, mitteilen zu können, dass ich damit Erfolg hatte, was sicherlich an den Schülerinnen lag und weniger an mir.

Today some jolly ladies met in Hamburg to learn spinning. For me it was the very first time I tried to teach this. And I’m happy to tell I succeded with my effords, but this must be credited to the students rather than to my teaching abilities.

Zunächst war man natürlich vorbereitet, hier der Beschulungskorb:

Of course I was well prepared, here is the basket with all the things one needs: Top and bottom whorl spindles and fibres. I chose some medium weight spindles, and this worked very well.

basketKopf- und Fußspindeln, Fasern, alles war an Bord. Ich habe mich für Spindeln mittleren Gewichts entschieden, womit ich goldrichtig lag.

Die Damen lernten ausgesprochen schnell; es gab generell sehr wenig Geklöter (von den fallenden Spindel), und am Ende konnten alle einen tragfähigen, zusammenhängenden Faden präsentieren:

The ladies quickly absorbed the technique, only once a spindle fell to the ground, and at the end all of them were able a sustainable and coherent thread.

Kathrin:

kathrin

Naima:

naima

Annika:

annika

Und  nun haltet Euch fest: Hier kommt Rosemarie (die ich als Spinnwunder von Hamburg bezeichnen möchte) mit dem allerersten Garn ihres Lebens. Sie mag halt keine dicken Garne und hat sich eine leichtere Spindel gegriffen als die anderen.

And now take a seat before viewing the last picture: Here comes Rosemarie (the spinning miracle of Hamburg) with the very first yarn she ever spun. Well, she deeply dislikes thik yarns and grabbed a lighter spindle than the others.

rosemarie

… habe ich mal was zusammengeschrieben, um den Beginn zu erleichtern. Hier könnt Ihr den Text als PDF downloaden.

lazykateIch habe früher meine mit der Spindel gesponnenen Garne immer ohne irgendwelche Hilfsmittel verzwirnt, was oft genug in einem elenden Tüddelkram endete. Nun habe ich mir einen Prototyp einer einfachen, zweckmäßigen Lazy Kate gebaut. Sie besteht aus einem kleinen Karton, in dem die Achsen (eigentlich sind es Stricknadeln) und auch die noch zu verzwirnenden Knäule verschwinden, wenn sie nicht benutzt wird. Diesem Karton (aus dem Kaufhaus) bin ich heute mit Herrn Jinx’ Dremel zu Leibe gerückt.

I always plied the singles I spun with a handspindle without any further ado or additional tools, what ended up in a mess often enough. Now I build a prototype of a simple but practical lazy kate. It’s just a cardboard box I bought in a department store. When not in use, the balls which wait to be plied and the shafts (made of knitting needles) can be stored inside. I just punched six holes in the cardboard, using Mr. Jinx’ precious Dremel tool.

lazykate2

Dies ist das Ganze in geschlossenem Zustand, zusammen mit dem ersten verzwirnten Garn.

This is the closed box, together with the first yarn plied.

Und wer baut mir das Ganze jetzt schön in Holz???

schild

Gestern war nun der große Tag, an dem ich als Kursleiterin am Volkshochschulfest in Hamburg/Farmsen teilnahm. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber es war auf jeden Fall anders und auch sehr positiv.

Untergebracht war ich im Textilraum, wo der Webkurs samt Kursleiterin sich eingefunden hatte, um seine Kunst an Tischwebrahmen und Webstühlen zu demonstrieren und auch fertige Werke zu präsentieren. Ich war hingegen die einzige, die fürs Stricken dort war und bestritt die kleine Ausstellung von Strickstücken ausschließlich mit meinen Werken. Außerdem wurde ich auch spinnend, also am Spinnrad und an der Handspindel tätig. Der guten Atmosphäre förderlich war, dass ich eine der Weberinnen bereits vom Stricktreff kannte, sodass ich sofort integriert war und auch zum Verpflegungsbuffet eingeladen wurde (wenn man acht Stunden dort sitzt, zunächst ohne Plan, was dort überhaupt los ist oder was eigentlich erwartet wird, ist das sehr von Vorteil).

Die Resonanz war sehr gut, auch wenn die Textilgestaltung eher ein Nischenbereich ist. Ich habe einer netten alten Dame (einer Patchworkerin) eine kleine Einführung in das Spinnen mit der Handspindel gegeben und zweien der Weberinnen gezeigt, wie man wirklich elastisch abkettet (wie gut, dass ich das gerade erst gemacht und so noch richtig im Kopf hatte).

Ich musste außerdem sehr viele Fragen zum Thema Technik beantworten (ein Tipp für alle, die ihre Kurse auch bei einem Volkshochschulfest vertreten müssen: Nehmt mindestens ein Fair-Isle-Strickstück mit; die Leute stehen dann in Reihen vor dem Tisch, dasselbe gilt für Lace – die Hanami Stole und die Transition Gloves hätte ich mehrfach verkaufen können). Es entstand ein sehr guter Kontakt zu der Kursleiterin für Weben, und ich habe sehr viel von dieser interessanten und vielfältiken Kunst gelernt.

Ein wenig sinister war es ja schon, als jemand, der noch nicht mal vier Jahre strickt, als Expertin aufzutreten, neben einer studierten Textildesignerin (wobei ich keine Probleme hatte, alle Fragen korrekt zu beantworten, von Sockenkonstruktionen bis hin zu Fair-Isle-Spezialtechniken, und so ein Schild ist da sehr hilfreich) oder zu erleben, dass Leute an den Tisch kamen, die nach “Knittinganarchist” oder “Jinx” fragten – obwohl ich meine Besucherzahlen kenne, glaubt ein Teil von mir eben immer noch, dass den Blog keiner liest. ;)

Kurz gesagt, ich würde es wieder tun, es war eine sehr positive und bereichernde Erfahrung und natürlich auch eine Werbemaßnahme für die Strickkurse, die nun bald wieder beginnen werden. Abgesehen davon gibt es wirklich Schlimmeres, als einen Tag lang zu stricken und zu spinnen.

matchingagansey

Dieses Jahr möchte ich meine WiPs aufarbeiten, und dies ist das erste, das für gut (also fertigstellungswürdig) befunden wurde. Es ist ein Paar Stulpen nach eigener Idee, die ich Matching a Gansey genannt habe.

This year I want to finish or frog my WiPs, and this is the firstone which I think is very well worth to finish. It’s a pair of mitts, designed by myself, and I call them Matching a Gansey.

Gestrickt werden sie aus Shibui Sock in Helix-Technik.

This is helix technique, knitted in Shibui Sock.

Am 16. Januar 2010 werde ich im Rahmen des VHS-Festes in Farmsen (Hamburg) anwesend sein und auch etwas vorführen. :D

Das finde ich insofern sehr angenehm, da es ein langer Tag wird und ich so dort nicht nur herumsitzen muss sondern mit meinen Projekten sicherlich ordentlich vorankommen werde, denn ich soll dort nicht nur meine Zeit absitzen, sondern auch zeigen, was ich so tue. Neben dem obligatorischen Stricken (das ich ja an der Volkshochschule unterrichte) werde ich auch mit Handspindeln und Spinnrad zugange sein.

Meine Crazy-Lace-Stola, wie ich sie momentan im Kopf habe, besteht aus drei, fließend ineinander übergehenden Musterabschnitten (ich hoffe zumindest, dass sie das tun werden), und dies ist der erste.

My Crazy Lace stole, as I have it in mind, consists of three parts which will blend harmonically into each other (at least, I hope so), and this is the firstone.

Dies sind zwei Details, links erkennt man die Perlen, die in diesem Abschnitt nur sparsam eingesetzt werden. recht ist der Rand zu erkennen, der eine Art Gestaltungsspielwiese ergibt, wenn ich meine perverse Idee umsetze (und momentan visualisiere ich das Ding nunmal so).

These are two details. On the left you can see a few beads which will be used sparsely in this part of the stole. On the right is a picture of the border which is sort of a playground for the weird idea I have in mind (if I’ll realize this, what I don’t know yet, but at the moment I visualize it this way).

Und wenn ich die Idee realisiere, wird es mit diesem Garn geschehen.

And if I’m going to realize it, it will be with this yarn.

Das mit dem “freien Geist”, der Inspiration und dem freeformenden Lacestricken ist gar nicht so einfach, wenn man Lacestrickerei immer mit dem Abzählen endloser Charts assoziiert (Herr Jinx nennt so etwas übrigens “das dröge Bohren dicker Bretter”). Aber es hilft ja nichts, irgendwie muss man anfangen. Und die Crazy-Lace-Technik ist ja sehr vergebend, sodass man nur den inneren Zensor überwinden muss.

It’s not so easy to let one’s spirit floating freely, getting some inspiration, and starting with the freeform lace knitting when you’re the one who associated lace knitting with endless countings of huge charts. But somehow I have to get started, and the Crazy Lace technique is rather forgiving, and so I just have to overcome my inner censorship.

Ich habe mich entschieden, völlig ohne Charts und völlig wild zu stricken, aber nicht ohne Plan. Das Ergebnis soll von absichtsvoller Zufälligkeit sein, und ich habe natürlich im Kopf, wie das Ganze aussehen soll. Desweiteren habe ich mich entschieden, quasi thematisch zu stricken; inspiriert von dem Song “Purple Rain” von Prince (oder wie immer der sich jetzt gerade nennt).

I decided to knit without any charts and completely wild, but not without a clue. The desired result is supposed to be of intentional randomness, and of course I have a picture in mind how the whole thing will look (once). Furthermore I decided to chose a theme, inspired by the song “Purple Rain” by Prince (or however he calls himself at the moment).

Das bedeutet, dass dies ein relativ dramatisches Stricktück wird, das gewissermaßen den Geist der Achtziger atmet. Es darf also bombastisch, kitschig, übertrieben usw. sein.

This means, of course, that this is going to be a rather dramatic garment, with will breathe the spirit of the eighties. It may very well be bombastic, kitschy, exaggerating.

Das brachte mich natürlich zur Frage der Garnauswahl. Das das Garn lila sein würde, ist klar, aber handgefärbt sollte es schon sein. Wie gut, dass ich einen Strang Lacegarn von lollipop.yarns in meinem bescheidenen Stash habe, das moderat mehrfarbig ist. Dazu habe ich die passenden Perlen ausgesucht (mit einem verführerischen Metallglanz), und außerdem habe ich noch eine ganz perverse Idee für das Finish, aber ob ich das wirklich tun werde, muss ich mir noch überlegen.

This brought me directly to the question which yarn to use. It’s rather logical to use a purple yarn, but it should be handdyed as well (as I felt). Lucky me, I have a skein of lace yarn from lollipop.yarns in my humble stash, which is moderately variegating. I chose matching beads (with a tempting metallic shine), and I have a really weird idea for a finish, but whether it will ever be executed I don’t know yet.

Als Einbeiein (Ravelry-Link) und ich am WWKIPD 2009 begannen, unsere Pläne für den WWKIPD 2010 zu machen, kamen wir auf die Idee, das Jahr zu nutzen, um ein wenig Guerilla Knitting zu betreiben. Einbeiein ging mit gutem Beispiel voran (wir arbeiten noch an den Labels, einstweilen muss es ohne gehen) und verschönerte ein Geländer, während ich heute meinen ersten Beitrag leistete: einen Baumgeist.

When Einbeiein (Ravelry-Link) and I started on WWKIPD 2009 to make some plans for the WWKIPD 2010 we fell for the idea to do some Guerilla Knitting during the year. Einbeiein set a good example and embellished a handrail, and I set my first Guerilla Knitting project free this afternoon. It’s a tree spirit.

Er ist vom Weg aus kaum zu sehen und auch recht klein.

It’s hardly visible from the path, and it’s rather small.



Technisches / Technical Details
Muster: Baumgeist / Tree Spirit
Designer: Jinx
Quelle: meine Idee / my brain
Material: 100% Wolle (Reste), Schottlandwolle (Füllung) / 100% wool (leftovers), Scottish wool roving (filling)
Ort / Place: Irgendwo in Hamburg / Somewhere in Hamburg, Germany

Next Page »