August 8, 2010 - כ"ח אב תש"ע
Was man angeblich unbedingt gelesen haben muss … nun meine Version
Posted by Jinx under Misc. / Sonstiges[8] Comments
Kursiert schon länger, aber nun will ich auch meine Bildungslücken offenbaren. Fett gesetzte Bücher habe ich gelesen.
01. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien – *gähn*. Ich habe es erlitten, weil die Jungs, mit denen ich so mit 12, 13 abhing, total begeistert waren. Ich war es nicht, habe es aber durchgestanden.
02. Die Bibel – habe ich nicht nur gelesen, sondern auch studiert.
03. Die Säulen der Erde, Ken Follett – ich kann Follett nicht leiden, das einzig erträgliche Buch von ihm war die Nadel, die neueren Werke habe ich mir kollektiv erspart.
04. Das Parfum, Patrick Süskind – sicher doch. Las und mochte ich.
05. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry – klar
06. Buddenbrooks, Thomas Mann – habe ich angefangen, aber die Spannung war so unerträglich, dass ich es beiseite legen musste *schnarch*
07. Der Medicus, Noah Gordon – eine meiner Freundinnen meinte, es wäre ein Erlebnis und ich müsse es unbedingt … nee, musste ich nicht, wie ich im Nachhinein feststellen musste.
08. Der Alchimist, Paulo Coelho – ich habe das mit dem Jakobsweg gelesen, hat mir gut gefallen aber dieses habe ich nicht gelesen.
09. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling – jau
10. Die Päpstin, Donna W. Cross – ich mag keine Frauenromane.
11. Tintenherz, Cornelia Funke – noch nicht, will ich aber noch.
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon – ich mag keine Frauenromane
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe – in der Schule, also unter Protest und nicht freiwillig
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón – wat?
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen – einmal??? Ist eines meiner Lieblingsbücher. In einer guten Übersetzung oder im Original ist es rasend komisch.
18. Der Name der Rose, Umberto Eco – ja, und ich habe es geliebt.
19. Illuminati, Dan Brown – nee, dieses christlicher-Hintergrund-Geseibel geht mir tierisch auf den Keks.
20. Effi Briest, Theodor Fontane – ich hab mal ‘ne Verfilmung gesehen – zählt das auch?
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling - aber sicher
22. Der Zauberberg, Thomas Mann – nur als Film. Ich finde Mann schwer verdaulich, und ich werde leicht böse, wenn man versucht, mich zu langweilen.
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell – klar. Oder was meint Ihr denn, wie ich die mündliche Prüfung in der Schule zum Thema Schlachten des amerikanischen Bürgerkriegs überstanden habe?
24. Siddharta, Hermann Hesse – ich weigere mich strikt dieses schwäbische Provinzgeschwiemel dieses Menschen zu lesen.
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch – nö.
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende - ja, als Kind
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn – wie meinen?
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt – will ich noch lesen, habe ich aber noch nicht.
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse – wenn ich nicht schlafen kann, nehme ich Baldrian, vielen Dank.
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley - hat Mitte der Achtziger jede gelesen, also auch ich. Ein unglaublicher Schwulst und ein fürchterlicher Mist, finde ich.
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz – sehr beeindruckend
32. Die Glut, Sándor Márai – noch nie gehört.
33. Homo faber, Max Frisch – ach, diese eigenartigen Männerprobleme … nee, lass mal.
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera – schon wieder so’n Männerkram. Habe ich gelesen, und es hat mir nicht gefallen.
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams – wirr und witzig
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving – ach nee, Irving ist irgendwie nicht so meins.
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane – allzu meditativen Elaboraten gehe ich tunlichst auf dem Wege. Das Wort “Alterswerk” genügt, um mich auf ewig von einem Buch fernzuhalten.
44. Der Steppenwolf Hermann Hesse – Hesse??? born to be boring.
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee – nur als Film
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter – will ich noch.
48. Die Blechtrommel, Günter Grass – ich fand’s beeindruckend
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque – sicher doch.
50. Der Schwarm, Frank Schätzing – klar doch, fand ich spannend.
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger – fand ich irgendwie überschätzt, auch wenn es zu seiner Zeit bestimmt der Reißer war
57. Sakrileg, Dan Brown – nee, dieser Gut-Böse-Mist ist mir zu platt (siehe Herr der Ringe)
58. Krabat, Otfried Preußler – fand ich als Kind genial
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren – - was für eine Frage!
60. Wüstenblume, Waris Dirie – schon der Titel … nee.
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro – es trug mich jedenfalls nicht zu diesem Buch.
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving – der einzige Irving, den ich jemals las. Die Mischung aus Männerkram und gewollt abgefahrener Handlung sagte mir nicht sehr zu.
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse – nichts könnte mich dazu bringen, DAS zu lesen. Wieso ist hier so viel Hesse? Der Typ ist total out!
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher – ach nee …
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen , Christine Brückner – ich fand’s unterhaltsam
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die Weiße Massai, Corinne Hofmann – nicht mein Genre, nicht mein Thema
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May – hat mich nicht so vom Stuhl gerissen damals.
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig – nicht mein Genre, nicht mein Thema
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving – nee
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë – aber sicher – Heathcliff!!!!
84. P. S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern – ich lese kein Herz-Schmerz-Geschwiemel.
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy – ich verschone mich selbst vor dieser banalen Frauenroman-Scheiße und lebe ganz hervorragend damit.
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johannes Mario Simmel – nur als Film, fand ich witzig
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow – eines meiner Lieblingsbücher
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski – mehrmals, fand ich bei jedem Mal genialer
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood – nächstes Mal möchte ich eine Unisex-Liste mit weniger Weiberkram, bitte. Und vielleicht auch eine weniger einseitige Auswahl?
August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 8:35 am
Also wirklich, Frau Jinx!
Dass Du Ken Follett und die Nebel von Avalon zum Abgewöhnen fandest, tröstet mich sehr, ich konnte dem auch nie was abgewinnen. Wobei ich mal eine gekürzte Version von den Säulen der Erde gehört habe, wo sie all den Softporno-Kram rausgeschmissen haben. Da war es auf einmal ein ziemlich spannendes Buch.
Dass Du Hermann Hesse grundsätzlich outdated findest, kann ich auch nachvollziehen, obwohl ich in meiner Pubertät (die schon ähm länger zurückliegt) grade Narziß und Goldmund großartig fand.
Dass Du die Päpstin als Frauenroman bezeichnest, finde ich eher erstaunlich. Ich hab die gehört und fand nix Frauenroman-mäßiges dran. Immerhin geht das Ganze auf die zugegebenermaßen verfremdete Legende der Päpstin Johanna zurück.
Dass Du Jane Austen klasse findest, freut mich sehr, darüber hab ich Examen gemacht und sie gehört auch zu meinen meistgelesenen Autor/innen.
Das _eigentliche_ Sakrileg ist es, Tolkien mit Dan Brown in einem Ofen zu rösten. Okay, ich bin ein winziges Bisschen befangen, ich lese bzw. höre den Herrn der Ringe und das Silmarillion mindestens einmal im Jahr und hab ein paar Batzillionen Sekundärliteratur verfuttert (ich war mal Philologin und das ist eins meiner Hobbies geblieben). Ich finde Tolkien grandios. Für mich reicht allein die Tatsache, dass er als Linguist zwei Sprachen erfunden und darum herum eine ganze wirklich komplett durchdachte Welt gebaut hat. Und die Welt von Tolkien ist alles andere als schwarz-weiß, wenn man genau hinguckt. Dass Mann langweilig ist d’accord, dass Hesse zum Gähnen bringt, d’accord, aber Tolkien und schwarz-weiß, tststs. Und dann noch in einem Zusammenhang mit Dan Brown, welch letzterer keine Ahnung hat, wie man Romanfiguren Leben einhaucht, und eher auf den schnellen Effekt aus ist, während Tolkiens Figuren glänzend entwickelt und mit Ausnahme von Sauron alle nicht nur gut oder schlecht sind.
Der Chronist der Winde ist übrigens ein feines Buch und weder Frauen- noch Männerkram.
Wie wärs, wenn Du mal eine Top-100-Liste erstelltest? Ich würd sie kommentieren und weiter verbreiten, versprochen
[Reply]
Jinx Reply:
August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 8:56 am
Über Tolkien werden wir wahrscheinlich nie einer Meinung sein.
Was die Päpstin angeht, so hab ich einfach eine Allergie gegen alles, was so “ein packendes Frauenschicksal als Spielball der Mächte in vergangenen Zeiten” ist. Meine Macke, nicht Deine. Ich mag eigentlich das Genre “Historische Romane”, aber die meisten Produkte mag ich nicht. Ist bei Fantasy ähnlich.
Ich fürchte, meine Literaturkenntnisse reichen nicht, um eine repräsentative Top-100-Liste zu erstellen.
Viele Grüße
Jinx
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August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 9:04 am
Wieso repräsentativ? In Zeiten der Individualisierung darf es auch gerne mal meine persönliche Top-100 – oder Top 20 oder Top 5 Liste sein. Die Zahl 100 wird eh maßlos überschätzt, finde ich.
Okay, ich werd mir da auch mal Gedanken machen, ob ich was zusammen kriege. Vielleicht ‘ne Liste guter Bücher und eine Liste “Freiheitsberaubung”, also Bücher, die man lesen musste, aber eher zum Abgewöhnen gefunden hat.
[Reply]
August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 9:37 am
Ich kann ja auf solche Listen überhaupt nicht. Was gefällt und was nicht, ist doch letztendlich immer subjektiv. Die 32 hat mir sehr gut gefallen, andere hingegegen mögen mit dieser Art der Sprache bestimmt gar nichts anzufangen wissen. Dafür fand ich Tolkien in seiner epischen Detailverliebtheit einfach nur klasse, aber – hey – ist die Wahl des Buches bei Menschen die man mag, wirklich so wichtig?
Zum Lachen gebracht hat mich der “Softporno-Kram” im Zusammenhang mit Follett – im Vergleich zu anderen Büchern ist der doch echt noch einer der Harmlosesten.
Mein Wort zum Tag: Lesen!
Liebe Grüße, Ev
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August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 11:39 am
Auja, eine persönliche Top-100-Liste – wollte ich auch schon mal machen, ist dann aber wieder in Vergessenheit geraten.
Ich rate dringend zu Tintenherz, Tintenblut, Tintentod – wenn Dir Harry Potter zugesagt hat, tun es diese mit Sicherheit auch.
Liebe Grüße
von Birgit
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August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 1:56 pm
Heips!
Erstaunlich, was so alles zu diesen “must read” Sachen gehört…
Für Wollkreativlinge würde ich Glennkill dazuzählen.*frechgrins*
GLG die Claudi
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August 9, 2010 - כ"ט אב תש"ע at 7:52 pm
Diese Liste hat ja wirklich eine merkwürdige Zusammenstellung, ich fand aber deine Kommentierungen total witzig. Am besten hat mir …schwäbische Provinzgeschwiemel …gefallen. In meiner Jugend (die im schwäbischen stattfand), war es total chic Hesse zu lesen und zu diskutieren und ich habe ein paar Jahre gebraucht, bis ich sagen konnte, dass ich den total schwachsinnig finde und ich tausendmal lieber einen guten Krimi lese.
Vor “Glennkill” (s. Kommentar 5) möchte ich ausdrücklich warnen, das finde ich persönlich total überschätzt, selten so doofe 38 Seiten gelesen, so weit habe ich es nämlich nur geschafft. und empfehlen möchte ich noch Simmel (Punkt 89), der Film wird wie meistens dem Buch nicht gerecht, das Buch finde ich aber total genial (alle anderen Simmelbücher kann man in die Tonne hauen, das Kaviarbuch war das erste von Simmel, das ich gelesen habe und danach habe ich einiges an Lebenszeit verschwendet, in der Hoffnung nochmals so ein gutes von ihm zu lesen….habe ich aber nicht).
Immer noch lachende Grüße,
Andrea
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August 10, 2010 - ל' אב תש"ע at 8:12 pm
Zu Nr 60: ‘Wüstenblume’ ist sicher kein so ansprechender Titel, wird dem Thema des Buches aber auch nicht gerecht. Es handelt vor allem von der Beschneidung von Frauen. Ich fand es teilweise sehr hart, diese Dinge zu lesen, das Buch hat aber stark zu einer Diskussion des Themas beigetragen und sollte daher nicht allein wegen des Titels abgetan werden.
Martina
[Reply]