Irgendwann isses mal gut, und dieser Moment ist für mich jetzt gekommen. Auf gewisse Dinge habe ich schon länger keine Lust mehr, doch das stößt anscheinend auf ein gewisses Unverständnis.

Es ist richtig, dass es mal einen öffentlichen Stricktreff in Hamburg/Eimsbüttel gab, den ich organisiert habe. Ebenso richtig ist, dass ich das nicht mehr tue, da ich keine Lust mehr hatte. Die Gründe habe ich seinerzeit hier dargelegt, sie sind weiterhin gültig, und nichts ist hinzuzufügen. Nachdem ich die Entscheidung getroffen und öffentlich gemacht hatte, fühlte ich mich befreit und erleichtert – sie war die richtige gewesen und ist es bis heute.

Nun ereilt mich in relativ regelmäßigen Abständen einiges Ungemach, das – typisch für einige Teile der Strickszene – hintenrum erfolgt, sodass ich – ebenfalls hintenrum – davon erfahre. Daher diese Klarstellung (nicht hintenrum):

  • es ist unrichtig, dass der Stricktreff, an dem ich alle 14 Tage teilnehme, geheim ist. Er ist nur nicht mehr öffentlich, da der öffentliche nicht mehr funktioniert hat
  • es ist unrichtig, dass ich allein von diesem Gefühl befallen war, es ging mehreren so, auch solchen, denen die Veranstaltung zu laut, zu groß und zu unpersönlich geworden war und die daher über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr kommen wollten oder so spät kamen, dass die meisten schon wieder weg waren
  • ebenfalls unrichtig ist, dass ich entschieden habe, wer eingeladen wird. Das hat eine Gruppe entschieden. Und da wir kein Buchclub mit Treueprämie waren sondern eine Gruppe Gleichgesinnter, die ihrem Hobby nachgehen, war das Kriterium nicht die Teilnahmedauer oder andere dröge, nichtssagende Fakten, sondern eher, ob man auch so Kontakt hat und/oder die Wellenlänge stimmt. Aber wie gesagt, entschieden hat das nicht ein Einzelner, also auch nicht ich allein.
  • es ist falsch, anzunehmen, dass von irgendeiner Seite ein Anspruch auf Teilnahme oder Organisation bestand, denn ich bin kein Dienstleister, auch wenn sich zum Schluss immer mehr so gebärdeten. Euer Irrtum, nicht meiner.
  • noch falscher ist die Annahme, dass dies von langer Hand vorbereitet war. Die Idee für einen neuen, kleineren und kontrollierten Treff entstand spontan am letzten Abend.
  • ich war nie die Leitung, die Vorsitzende oder sonst was, sondern nur die Orga. Als eine unter Vielen habe ich mich entschieden, auszusteigen, was in meinem Fall mehr auffiel, da Tischreservierung, Veröffentlichung im Internet und bei Ravelry, Mailingliste und Anlaufstelle für diese lästigen Leute von der Presse und den Medien auf einmal wegfielen.
  • völlig richtig ist, dass ich keinen Bock auf Konsumhaltung habe. Beim letzten öffentlichen Treff schauten mich einige an, als erwarteten sie, dass ich das Rote Meer für sie teile und eine neue Location samt fertiger Orga am anderen Ufer steht. Das ist nicht meine Aufgabe, und es ist auch nicht meine Schuld, dass die Organisation eines öffentlichen Nachfolgetreffs sich so lange hinzog. Es gab eine glasklare Ansage, und wenn die ignoriert oder nicht verstanden wird, ist das nicht mein Problem.
  • noch richtiger ist, dass ich keinen Bock auf diesen Intrigenstadel habe, dass irgendwelche Entrechtete und Beleidigte sich bei Unbeteiligten ausweinen, mich als Alleinverantwortliche hinstellen und nicht imstande sind, sich an mich persönlich zu wenden, wenn sie schon meinen, dass ich sie ausgegrenzt habe (was nicht richtig ist, s. o.). Wenn Ihr meint, ich wäre verantwortlich, dann wendet Euch an mich und nicht an sonstwen. Oder quakt Ihr auch Versand X die Ohren voll, wenn Ihr meint, dass Y nicht geliefert hat?

Genau diese Verhaltensweisen sind es, die mich dazu bewogen haben, mich zunehmend aus der öffentlichen Strickszene wie auch von Ravelry zurückzuziehen. Es ist mein gutes Recht, zu entscheiden, wo, mit wem und in welchem Rahmen ich stricken, Fahrrad fahren, grillen, Musik machen, verreisen oder Sex haben will. Das habe ich immer so gehandhabt und werde dies auch in Zukunft tun.

Mehr habe ich zu dem Thema nicht zu sagen.