June 1, 2010 - י"ט סיון תש"ע


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Ich verstehe ja Leute nicht, die exzessiv Excel-Listen für ihre Wollbestände u. ä. anlegen, was nach deren Beschreibung etwa so lange dauern dürfte wie das Stricken eines Pullovers mittlerer Größe. Aber auch ich merke, dass ich ein wenig mehr Übersicht über manche Bestände gut gebrauchen könnte, und so habe ich mich entschlossen, mein Handgesponnenes mit Banderolen zu versehen, denn da kennt sich bald kein Schwein mehr aus.

I really don’t understand people who file their stash in some weird excel tables which might – following their description – might take as long as knitting a medium size sweater. But even I, who would never do something like this feels the need for a bit more general view over some things I have in stock, and so I decided to use labels for my handspun yarn because otherwise I’ll never know again what material I used and where it came from.

Dies sind also die ersten drei Stränge mit Banderolen. Sie bestehen aus einfachem Packpapier, das ich bestempelt und beschriftet habe. Sie sind einfach und schnell gemacht und taugen auch, wenn man die Wolle mal verschenken will.

So these are the first three skeins with labels. I made them of simple brown wrapping paper with a stamped sign and a short description. They’re easily and quickly done and can be used as well for giving skeins away as a present.

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Auch wenn es alles, was es gibt, irgendwie auch in gestrickt gibt, dies ist keine Vuvuzela, sondern ein handgesponnenes und gefilztes Gehäuse für eine türkische Spindel mittlerer Größe.

Everything that dwells on earth exists somehow in a knitted version as well, but this is not a vuvuzela, but a handspun and felted quiver for a medium size Turkish spindle.

Türkische Spindeln sind zerlegbar und einfach zu transportieren, wenn sie leer sind, aber wenn sich bereits Garn darauf befindet, wird es schwieriger. Kleine Exemplare kann man gut in Dosen verstauen, aber bei größeren ist das benötigte Behältnis einfach zu groß. Daher entschloss ich mich, ein praktisches und formschönes (?) Gehäuse zu entwerfen, um meine türkischen Spindeln besser transportieren zu können.

Turkish spindles can be deconstructed and are easy to take with you when they’re empty. But when there is already some yarn on them, it’s more difficult. Small spindles can be stored in boxes quite well, but when they’re too big the container is just too voluminous for being transported in a handbag. Therefore I decided to design a practical and well-shaped (?) quiver for taking my Turkish spindles with me.

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Das Modell Pixie stellt den Prototypen dar. Die Wolle habe ich mit der Spindel gesponnen, der handgefärbte Kammzug (schottische Wolle) stammt von lollipop.yarns by filzflash. Zweifach verzwirnt, verstrickt und mit der Hand gefilzt. Das Modell Magic Mushroom ist in Planung.

The design Pixie is a prototype. I spun the roving with a spindle,plied it (2-ply), knitted and felted it by hand. The roving is handdyed (scottish wool) and comes from lollipop.yarn by filzflash.

pixie4Dies ist das Gehäuse im geschlossenen Zustand. Die Spindel ist gut geschützt, und der Karabinerhaken sorgt für einen sicheren Verschluss.

This is the quiver when it’s closed. The spindle is well protected, and the snap-hooks locks it firmly.

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Der neueste Ausflug führte uns zur Arche Warder, einem Zentrum für alte Nutztierrassen, die in der heutigen, industriell geführten Landwirtschaft keinen Platz mehr finden und daher von der Ausrottung bedroht sind. Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist ein wenig abenteuerlich, aber möglich.

Es ist kein klassischer Tierpark, sondern wird bewirtschaftet; im angeschlossenen Hofladen kann man Produkte erwerben, die von den dort gehaltenen Tieren stammen, also Fleisch, Käse, aber auch Wolle und ähnliches. Es ist ein Paradies für Tiere; alle haben viel Platz und wirken ausgesprochen ausgeglichen und zufrieden; da der Ort recht abgelegen ist, sind Besuchermassen eher selten.

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Zunächst kommt man in die Streichelabteilung, wobei man auch andere Tiere dort streicheln kann, so sie das zulassen.

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Hier trafen wir vor allem Ziegen an.

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Aber es gab auch Schafe …

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… und ein Kälbchen.

Es gibt auch einen Stall, in dem einige der Tiere temporär untergebracht sind, z. B. frische Würfe, brütende Vögel oder Küken.

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Und auch dieser schöne Tarpan, eine Rückzüchtung. (Pferde gehören zu den Tieren, die mir so gar nichts sagen, aber dieser ist eine Ausnahme).

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Ferkel, älter

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… und ganz klein und verschlafen.

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Schweine gibt es überhaupt sehr viele, und Ferkel in rauen Mengen. Das kam mir sehr entgegen, da ich Schweine liebe. Überwiegend wurde bräsig abgehangen.

Ferkel bewegen sich übrigens frei auf dem Gelände, solange sie klein genug sind, um sich durch die Zäune zu wurschteln. Man trifft also überall Ferkel an: auf den Weiden anderer Tierarten oder auch auf den Wegen.

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Sie gehören zu meinen persönlichen Favoriten: Zwergesel.

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Charaktervoll, neugierig und immer hungrig.

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Stilvolles Domizil: das Taubenhaus

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Geflügel gibt es natürlich auch: Gänse (hier im Bild), Enten, Puten und Hühner.

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Distanziert und wunderschön: ungarisches Steppenrind mit Nachwuchs.

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Das Rind mit den schönsten Augen ließ sich durch gutes Zureden dazu bewegen, an den Zaun zu kommenarchewarder19

Ebenso der Nachwuchs

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Einfach schön.

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Keine so klassische Schönheit, aber dafür sehr knuffig und niedlich: das schottische Hochlandrind.

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Es war sehr neugierig …

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… und zutraulich. Man kann es aus der Hand füttern. Die Freßweise würde ich als eher druckvoll und feucht bezeichnen. Aber praktischerweise hat es ja was zum Abtrocknen auf dem Kopf.

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Englische Parkrinder

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Da die Tiere auf großen Weiden stehen, entscheiden sie selbst, ob sie Menschen begegnen wollen. Dieses Hausyak wollte nicht, sodass man eigentlich nur das imposante Gehörn sah.

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Ganz im Gegensatz zu diesem … äh … Pferd. Was auch immer für eines das jetzt sein mag. Ich kann zwar einige Schaf-, Schweine- und Rinderrassen sowie Geflügel auseinanderhalten, aber Pferde sehen für mich irgendwie gleich aus (eine Ausnahme stellen Kaltblüter dar oder auch der Tarpan bzw. Przewalski-Pferde).

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Wenden wir uns wieder den Schweinen zu: sie waren überwiegen so anzutreffen, wenn sie nicht irgendwo im Schatten schliefen.

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Ein rotes Mangalitza. Die ehemals populäre Rasse ist innerhalb weniger Jahrzehnte praktisch ausgestorben, da diese klugen Tiere sich strikt weigern, sich unter unzumutbaren Bedingungen wie Massentierhaltung oder mangelndem Auslauf zu vermehren. Dies gilt übrigens für viele der alten Rassen: Zwar sind die aus ihnen gewonnenen Produkte qualitativ hochwertig und die Tiere sehr robust, aber auch weniger ergiebig als die modernen Züchtungen. Moderne Tierhaltung ist ihre Sache nicht, die meisten vermehren sich nicht oder gehen ein.

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In typischer Pose.

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Wildschweine gibt es auch. Zunächst sahen wir nur eines, doch sollten wir schnell Bekanntschaft mit den anderen machen.

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Diese Frischlinge waren ebenfalls auf Wanderschaft und außerhalb ihres Gatters anzutreffen: eine kleine Rotte unternehmungslustiger und sehr agiler Tierchen, die wahnsinnig niedlich sind.

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Mutter Jinx füttert Frischlinge. Sie fressen auch aus der Hand, aber das ist Mutter Jinxens Sache so gar nicht (ich bin da schmerzbefreiter.

Das mit dem Füttern führte dazu, dass man die Viecher überhaupt nicht mehr los wurde. Als wir uns abwandten, um weiterzugehen, wurde sehr laut und nörgelig gequiekt und die Kleinen folgten uns unter gelegentlichen Protestkundgebungen.

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Dies führte zu weiteren Fütterungs- und auch Streichelaktionen. Als wir uns auf einer Bank niederließen, hofften wir, dass sie uns langweilig finden.

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Dem war nicht so. Sie tollten um uns herum, stießen uns mit ihren Rüsseln an, und eines biss probeweise in meinen Schuh. Mutter Jinx beschäftigte sie schließlich damit, dass sie Wasser auf die Erde goss und so eine kleine Matschzone einrichtete, und da auch andere Gäste eintrafen, konnten wir sie schließlich outsourcen. Aber süß war das schon.

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Auch das Husumer Protestschwein (eine Rückzüchtung und die Lieblingsrasse von Herrn Jinx) war vertreten.

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Dieser europäische Wasserbüffel zierte sich zunächst ein wenig …

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… war dann aber doch so freundlich, für ein schönes Foto zur Verfügung zu stehen.

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Soay-Schafe. Diese urtümliche Rasse gehört zu den ältesten der Welt. Sie sind unverwüstlich, durch Hunde kaum zu treiben und brauchen keine Schur: Die Wolle fällt einfach ab, wie man an dem einen etwas derangiert aussehenden Exemplar gut erkennen kann.

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Soay-Schafe

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Diese Ziege ließ sich durch nichts und niemanden stören.

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Diese Ziegen, die auch Schafe sein können, auch nicht. Überhaupt kennt man sich da nicht mehr aus: Es gibt hornlose Schafe und solche mit Hörnern, und es gibt Ziegen als hornlose Modelle und natürlich auch mit Hörnern.

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So sind dies keine Ziegen, sondern Zackelschafe. Der sportlich dreinschauende junge Mann ganz links dürfte einige an etwas erinnern, und zwar hieran:

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Die Karte “Der Teufel” des Crowley-Tarots. Lady Frieda Harris hat also anscheinend ein Zackelschaf als Vorbild für diese Darstellung gewählt, die mit dem Gott Pan assoziiert wird.

Sportlich trifft es übrigens: als der Bock meine Hand leergefressen hatte, rannte er mit voller Wucht gegen den Zaun, der sich nach außen lehnte. Aber als wir das Gehege betreten hatten, näherte er sich und war eigentlich ganz flauschig.

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Auf dem Gelände er Arche Warder entsteht in Zusammenarbeit mit dem archäologischen Institut der Stadt Hamburg eine Rekonstruktion eines jungsteinzeitlichen Dorfes. Hier soll das Zusammenleben zwischen Menschen und Tieren während dieser Epoche demonstriert werden.

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Der Vorratsspeicher

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Die geflochtenen Wände werden mit Lehm beworfen.

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Dachkonstruktion

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Einige Bewohner sind schon da: Steinschafe, sehr scheu und schreckhaft …

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… und Soay-Schafe, sehr neugierig und zutraulich. Es war kein Problem, ihnen ein bisschen Wolle abzuziehen (Reste des Winterfells natürlich), während sie meine Hand ableckten.

Ich besuche ja aus Prinzip keine Zoos und lehne Massentierhaltung ab, aber es macht richtig Spaß, hier die Tiere zu beobachten. Es ist ein Paradies für Tiere mit einem großen Platzangebot, artgerechter Ernährung und Lebensweise sowie Rückzugsmöglichkeiten. An der Anlage wird kräftig gebaut, und ich hätte Lust, wiederzukommen, um mir die Fortschritte anzusehen.

Irgendwann isses mal gut, und dieser Moment ist für mich jetzt gekommen. Auf gewisse Dinge habe ich schon länger keine Lust mehr, doch das stößt anscheinend auf ein gewisses Unverständnis.

Es ist richtig, dass es mal einen öffentlichen Stricktreff in Hamburg/Eimsbüttel gab, den ich organisiert habe. Ebenso richtig ist, dass ich das nicht mehr tue, da ich keine Lust mehr hatte. Die Gründe habe ich seinerzeit hier dargelegt, sie sind weiterhin gültig, und nichts ist hinzuzufügen. Nachdem ich die Entscheidung getroffen und öffentlich gemacht hatte, fühlte ich mich befreit und erleichtert – sie war die richtige gewesen und ist es bis heute.

Nun ereilt mich in relativ regelmäßigen Abständen einiges Ungemach, das – typisch für einige Teile der Strickszene – hintenrum erfolgt, sodass ich – ebenfalls hintenrum – davon erfahre. Daher diese Klarstellung (nicht hintenrum):

  • es ist unrichtig, dass der Stricktreff, an dem ich alle 14 Tage teilnehme, geheim ist. Er ist nur nicht mehr öffentlich, da der öffentliche nicht mehr funktioniert hat
  • es ist unrichtig, dass ich allein von diesem Gefühl befallen war, es ging mehreren so, auch solchen, denen die Veranstaltung zu laut, zu groß und zu unpersönlich geworden war und die daher über einen längeren Zeitraum hinweg nicht mehr kommen wollten oder so spät kamen, dass die meisten schon wieder weg waren
  • ebenfalls unrichtig ist, dass ich entschieden habe, wer eingeladen wird. Das hat eine Gruppe entschieden. Und da wir kein Buchclub mit Treueprämie waren sondern eine Gruppe Gleichgesinnter, die ihrem Hobby nachgehen, war das Kriterium nicht die Teilnahmedauer oder andere dröge, nichtssagende Fakten, sondern eher, ob man auch so Kontakt hat und/oder die Wellenlänge stimmt. Aber wie gesagt, entschieden hat das nicht ein Einzelner, also auch nicht ich allein.
  • es ist falsch, anzunehmen, dass von irgendeiner Seite ein Anspruch auf Teilnahme oder Organisation bestand, denn ich bin kein Dienstleister, auch wenn sich zum Schluss immer mehr so gebärdeten. Euer Irrtum, nicht meiner.
  • noch falscher ist die Annahme, dass dies von langer Hand vorbereitet war. Die Idee für einen neuen, kleineren und kontrollierten Treff entstand spontan am letzten Abend.
  • ich war nie die Leitung, die Vorsitzende oder sonst was, sondern nur die Orga. Als eine unter Vielen habe ich mich entschieden, auszusteigen, was in meinem Fall mehr auffiel, da Tischreservierung, Veröffentlichung im Internet und bei Ravelry, Mailingliste und Anlaufstelle für diese lästigen Leute von der Presse und den Medien auf einmal wegfielen.
  • völlig richtig ist, dass ich keinen Bock auf Konsumhaltung habe. Beim letzten öffentlichen Treff schauten mich einige an, als erwarteten sie, dass ich das Rote Meer für sie teile und eine neue Location samt fertiger Orga am anderen Ufer steht. Das ist nicht meine Aufgabe, und es ist auch nicht meine Schuld, dass die Organisation eines öffentlichen Nachfolgetreffs sich so lange hinzog. Es gab eine glasklare Ansage, und wenn die ignoriert oder nicht verstanden wird, ist das nicht mein Problem.
  • noch richtiger ist, dass ich keinen Bock auf diesen Intrigenstadel habe, dass irgendwelche Entrechtete und Beleidigte sich bei Unbeteiligten ausweinen, mich als Alleinverantwortliche hinstellen und nicht imstande sind, sich an mich persönlich zu wenden, wenn sie schon meinen, dass ich sie ausgegrenzt habe (was nicht richtig ist, s. o.). Wenn Ihr meint, ich wäre verantwortlich, dann wendet Euch an mich und nicht an sonstwen. Oder quakt Ihr auch Versand X die Ohren voll, wenn Ihr meint, dass Y nicht geliefert hat?

Genau diese Verhaltensweisen sind es, die mich dazu bewogen haben, mich zunehmend aus der öffentlichen Strickszene wie auch von Ravelry zurückzuziehen. Es ist mein gutes Recht, zu entscheiden, wo, mit wem und in welchem Rahmen ich stricken, Fahrrad fahren, grillen, Musik machen, verreisen oder Sex haben will. Das habe ich immer so gehandhabt und werde dies auch in Zukunft tun.

Mehr habe ich zu dem Thema nicht zu sagen.

Nu isser abgearbeitet, der Worldwide Knit in Public Day 2010, der dieses Jahr an zwei Terminen stattfand. Nach der etwas trüben Erfahrung im letzten Jahr (Stricken in der Besenkammer, Kaffeefahrtatmosphäre, Luft wie im Raubtierkäfig und zu wenig Platz, aber das Schloss war sehr schön, wenigstens von außen) hatten Einbeiein beschlossen, für dieses Jahr ein Alternativevent auf die Beine zu stellen, das nicht den Anspruch hatte, jedem zu gefallen, aber vielleicht wenigstens uns.

Das Wetter machte uns teilweise einen Strich durch die Rechnung, somit entfiel das Ausschwärmen in die Stadt bei Kälte und Regen, dafür strickten wir im Café von Mylys. Um 14.00 Uhr fand dann eine Einführung ins Spinnen mit der Handspindel statt, die so gut besucht war, dass wir vom Café in den größeren der hinteren Räume ausweichen mussten. Die mitgebrachten Spindeln reichten gerade so, die von Susanne (Filzflash) vorbereiteten Garnpäckchen reichten auch, und wir können stolz vermelden, dass jede Teilnehmerin gelernt hat, einen zusammenhängenden und sogar schon ziemlich gleichmäßigen Faden zu spinnen.

Danach beschlossen wir allerdings, dass wir das Wetter Wetter sein lassen und trotzdem zum Yarn Bombing ausschwärmen.

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Schock am Glascontainer – ein gehäkeltes Spinnennetz

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Die phallische Gesamtaussage des Pollers erhält durch feminine Accessoires einen Gegenpol.

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Eine Kralle für ein Straßenschild

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Einbeieins Mobile  (Foto: Einbeiein)

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Tryste und Tiamant nach erfolgreicher Gemeinschaftsnäharbeit

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Einbeiein hatte ihre Vorliebe für bewegliche aber diskrete Teile entdeckt

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Trystes Granny-Square an der Sternschanze

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Manchmal ist es ein Suchspiel, aber das soll auch so sein. :D

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Mutter Jinx hatte wieder Hummeln im Hintern, ich irgendwie auch, und das Wetter war gestern einfach unschlagbar. Kurz gesagt, es war wieder Zeit für einen Ausflug. Unsere Wahl war auf Hitzacker gefallen, eine winzige Stadt im Wendland. Der Weg dorthin führt mit einer Kleinbahn von Lüneburg durch grüne Wälder, und wenn ich klein sage, dann meine ich auch klein, und das gilt nicht nur für die Bahn, sondern auch für die Bahnhöfe

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Zum Beispiel Leitstade (Deutschland bizarr): Dies ist der Bahnhof, mitten im Nirgendwo. Neben dem großzügigen und sehr luftigen Bahnhofsgebäude im Obstkisten-Design steht ein Aschenbecher nebst Schild, dass dies ein rauchfreier Bahnhof ist und das Rauchen nur in den bezeichneten Raucherbereichen erlaubt ist. Geht’s noch? Kein Wunder, dass hierzulande alles pleite ist.

Der Bahnhof von Hitzacker ist größer, aber unspektakulär. Er liegt in einem Wohngebiet mit Einfamilienhäusern und großen Gärten. Hier sieht der Rasen aus wie mit dem Staubkamm gekämmt und mit der Nagelschere geschnitten, die Blumen stehen in militärischer Ordnung, und auch Gartenzwerge und ähnlicher Tand Zierrat fehlen nicht. Da Mutter Jinx und ich zu dem Schluss kamen, dass Leute, die ihren Grundstücken so etwas antun, potentiell gefährlich sein müssen, suchten wir rasch das Weite. Und das mit der Weite ist wörtlich zu nehmen, denn die eigentliche Stadt (mit völlig normalen Gärten, wie wir erleichtert feststellten) ist ca. 2 – 3 Kilometer vom Bahnhof entfernt. So kamen wir an der Elbe vorbei.

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Auf dem Weg in die Stadt liegt das Archäologische Zentrum Hitzacker, eine hochinteressante Rekonstruktion einer slawischen Siedlung der Bronzezeit. Da musste ich natürlich hin.

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Dieses Freilichtmuseum zeigt mehrere bronzezeitliche Langhäuser und andere Gebäude, die man damals so brauchen konnte.

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Giebel eines Langhauses

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Zum Beispiel den Vorratsspeicher, dessen Konkurrenz der kostbaren da raren Nahrung einen gewissen Schutz vor bronzezeitlichem Ungemach bot, wie zum Beispiel wilden Tieren (das andere Ungemach, Hochwasser, hält sich zäh bis in unsere Zeit).

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Die Langhäuser sind begehbar, und man erhält einen Einblick in die Konstruktion dieser Bauten, die eine Großfamilie nebst Vieh beherbergten.

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Die Aufteilung im Inneren – mehrere kleine Abteile und ein großer Raum für die ganze Familie.

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Komfort geht anders, Privatsphäre auch, aber innen war die Luft selbst an diesem heißen Tag angenehm kühl.

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Neben dem Langhaus: ein Kräutergärtchen

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Wo die Schädel waren,  wurde es kultig: Kultstele

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Den Opferteich fand ich sehr inspirierend, dachte ich doch sofort an unseren derzeitigen Außenminister. Aber hier wurden nur Tongefäße gefunden.

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Das Grubenhaus: Halb in die Erde eingelassen, ist es dort angenehm kühl. Es diente der gemeinsamen Arbeit, also dem Handwerk oder der Nahrungsmittelzubereitung.

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Das Grubenhaus – Detail des Giebels

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Im Inneren, das übrigens sehr gemütlich ist, befindet sich ein Ofen …

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… und Mahlsteine zur Mehlgewinnung. Die Bänke sind mit Fellen belegt.

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Das andere Langhaus: beeindruckend lang. Im Inneren befindet sich eine kleine Ausstellung über die Lebensbedingungen vor 3000 Jahren.

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Irgendwie schmusig: das tiefgezogende Reetdach

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Gewichtswebstuhl – denselben Typ findet man im Museumsdorf in Haithabu, wie auch die Häuser sich von der Konstruktion her nicht so sehr von den dortigen unterscheiden – nur dass Haithabu ca. 2000 Jahre jünger ist.

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Durch die fehlenden Fenster war es im Inneren entsprechent duster – Licht bot vor allem die Feuerstelle.

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Das Langhaus mit der Ausstellung. Die Erklärungen sind knapp gehalten, man hat auch auf allzuviel Tand verzichtet – im Vordergrund steht das unmittelbare Erleben von Architektur und Anlage.

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Kulthaus mit Schädel

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Archäologische Phantasie? Ein kleines Labyrinth aus Weidengeflecht (leider teilweise durch Vandalismus zerstört) führt zum Eingang des Kulthauses.

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Eingang zum Kulthaus

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Und am Eingang wieder ein Schädel. Mutter Jinx fand’s befremdlich, ich lustig.

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Nee, diesmal kein Schädel, sondern Hörner: Versuch einer Rekonstruktion eines bronzezeitlichen Idols. Wie weit das nun authentisch ist, mögen Ur- und Frühgeschichtler beurteilen. Urig ist es auf alle Fälle.

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Alle zusammen: Öfen, Kochstellen etc. wurden gemeinschaftlich genutzt. Das autistische Herumprökeln im eigenen Zimmer ist eine Errungenschaft der Neuzeit. Es gibt Öfen für alle möglichen Zwecke: zur Bronzeschmelze, zum Brennen von Ton und zum Backen von Brot.

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Zum Schutz vor Wind und Wetter sind die Öfen überdacht.

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Die Kochstelle

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Eine Art Designklassiker: Die Fischreuse

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Kippeliges Fahrgefühl? Einbäume, wie der Name sagt, aus einem Baum gefertigt.

Das Museum fand ich absolut sehenswert; es verfügt über eine rudimentäre Gastronomie, einen hübschen Shop und viele Angebote für erlebte Archäologie. Gerade für Kinder ist es sehr lohnend, da man überall hin und alles anfassen kann.

Nach diesem Erlebnis machten wir uns in die eigentliche Stadt auf, die noch ein Stück weiter direkt an der Elbe liegt.

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Blick auf die Elbe von Hitzacker aus

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Blick auf die Stadt mit Kirche. Der gedrungene Bau ist typisch für die Gegend.

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Das Nest ist bewohnt, die Viecher sind echt: Storch mit drei Jungvögeln.

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Fachwerkhäuser bestimmen das Straßenbild

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Straße zur Elbe

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Die älteren, größeren Häuser sind oft recht verwinkeln (und unerhört romantisch!)

Und nun komme ich zu dem Punkt, warum dieser Bericht Irgendwie Hitzacker und nicht Hitzacker heißt. Da der Name an diesem Tag irgendwie Programm war und es glühend heiß war, beschlossen wir, uns auf die Elbe zu verfügen. Von der Stadt selbst haben wir leider nicht so viel gesehen, was wir jedoch schnellstmöglich nachholen wollen (wir fahren einfach nochmal hin).

Wir fuhren auf einem Schiff von Hitzacker nach Lauenburg, und auf der Elbe war es viel angenehmer.

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Blick auf Hitzacker von der Elbe aus

Während der nächsten drei Stunden passierte eigentlich … gar nichts. Aber es war so unerhört entspannend, denn man verlor jegliches Zeitgefühl.

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Die Elbe war weit, wegen des Hochwassers weiter als sonst, blau und ziemlich leer.

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Ab und zu kam ein Schiff vorbei.

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Und noch eins …

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Oder auch mal ein Dorf

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Aber natürlich nicht zu oft.

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Ansonsten fuhr man durch die berühmten Elbauen

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Relikte der Vergangenheit mit leichtem Verschandelungscharakter:

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Wachtürme an der ehemaligen Grenze zur DDR, heute ein Mahnmal.

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Doch meist sah es eher so aus. Es ist kaum zu glauben, dass Gorleben ganz in der Nähe ist. Die Laune der Wendländer ist diesbezüglich entsprechend.

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Angler bei Bleckede

Also, es war so weit und grün und blau und ruhig, dass die Einfahrt nach Boizenburg fast ein Kulturschock war.

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Einfahrt in den Hafen

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Fabrikationsanlage

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Blick auf Boizenburg

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Bauernhof hinter dem Deich. Den fehlenden freien Blick aufs Wasser zu bemängeln spricht von einer gewissen Unkenntnis der Gegebenheiten.

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Einfahrt nach Lauenburg

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Auch die Altstadt von Lauenburg ist sehr sehenswert (aber wir mussten sehen, wie wir nach Hause kamen nach dieser spontanen Planänderung und eilten zum Busbahnhof). Auch hier wollen wir wiederkommen.

Intarsienstrickerei war ja nicht so meins. Es ist eine wirklich einfache Technik, aber ich mochte sie nie und vermied sie, wo ich nur konnte – und da es sich hier um ein Hobby handelt, kann ich immer.

I really didn’t enjoy knitting intarsia at all, although it’s a really simple technique. But I never learned to like it and avoided to do it whenever I could – and I always could because knitting is my hobby and not my profession.

Der Hase änderte das jedoch – wenigstens ein bisschen. Um meine Idee für den diesjährigen Osterhasen für Mutter Jinx umzusetzen, kam ich an Intarsien nicht vorbei und stellte fest, dass es doch nicht so schlimm ist.

The rabbit changed everything – at least a bit. I had an idea for the annual easter rabbit for Mother Jinx, and for executing this properly I simply couldn’t avoid using intarsia, and I found out that it’s not that bad.

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Und das war gut, denn jetzt brauche ich die Technik. Da wäre zunächst der Large Poppy Shawl von Christel Seyfarth. Die Mohnblumen müssen eine schwarze Umrandung am Kelch bekommen, sonst sieht es langweilig aus. Und wie dänische Anleitungen so sind, steht da nicht, wie die bewerkstelligt werden sollen (sondern eher “macht da mal schwarz …”). Viele sticken den schwarzen Kreis auf, aber das kann ich so gar nicht, also verwende ich eine etwas wirre Mischung aus Fair-Isle und Intarsientechnik.

And this was good, because now I have to use this technique. First there is the Large Poppy Shawl by Christel Seyfarth. The poppies call for a black border around the calyx, otherwise it looks boring. And with these instructions it’s as it is always with the ones written by Danish designers: it’s simply not mentioned how this black border has to be done (it’s more like “make a black border”). Some use embroidery for this, afterwards, but I’m really not into embroidery at all, and so I chose a rather weird mixture of stranded and intarsia knitting.

Und dann wäre da noch was …

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Ja, ich weiß. Viften ist immer noch nicht fertig zusammengenäht, und die Noro-Jacke hat erst einen halben Arm. Ihr könnt mir Tiernamen geben, aber es war stärker als ich. Ich musste einfach dieses wunderbare BC-Garn ausprobieren, und zwar für die Jacke Lange Schatten von Annette Danielsen. Die hat vorne zwei Paneele, die eben in Intarsientechnik gestrickt werden. Klar, man kann die auch irgendwie annähen, aber dann doch lieber Intarsien. Die Jacke gefällt mir so gut, dass ich richtig froh bin, dass ich Intarsien zumindest nicht mehr hasse, auch wenn es nie meine Lieblingstechnik werden wird.

Yes, I know. I didn’t sew Viften yet, and the Noro cardi just has half a sleeve. You can give me weird names, but it was stronger than me. I just had to try this wonderful yarn by BC, and I chose the cardigan Long Shadows by Annette Danielsen to do so. It has two contrasting panels in the front, and these are knit with intarsia. Of course they can somehow be sewn to the rest of the body, but before I do this, I rather prefer knitting intarsia. I like this cardigan so much that I’m happy not to hate intarsia any more (but it will never become my favourite technique, I’m sure).

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Hier nochmal ein kurzer Reminder für den Worldwide Knit in Public Day 2010 in Hamburg, der am Samstag, den 19. Juni stattfindet.

Wo? Der Treffpunkt ist mylys in der Weidenallee 12. Der Laden ist verkehrsgünstig gelegen und kann mit der U2 (Station Christuskirche), der U3, S 21, S31 (Station Sternschanze), den Bussen 181 (Station Sternschanze), 4 (Station Schlump) und 15 (Station Sternschanze) erreicht werden.

Wann? Wir treffen uns ab 10.00 Uhr im Laden. Es ist ein Café angeschlossen, wo für das leibliche Wohl gesorgt wird.

Was? Es gibt ein kleines Programm für die, die nicht nur im Laden sitzen und stricken möchten.

  • Yarn Bombing/Public Knitting – ab 10.30 rückt man aus und stricken öffentlich in der Stadt (in der Bahn, im Boot, auf dem Schiff …) oder bringen gestricktes bzw. gehäkeltes Graffiti an. Für die, die erst später kommen können oder wollen, sich aber anschließen möchten, gibt es im Laden auf Anfrage eine Handynummer. Ist schließlich alles eine Frage der Orga.
  • Schnupperkurs Spinnen mit der Handspindel -  von 14.00 Uhr bis ca. 15.00 Uhr gibt es im Laden eine kurze Einführung ins Spinnen mit der Handspindel, falls jemand Lust hat. Spindeln werden gestellt.
  • Public Knitting an allen möglichen und unmöglichen Orten - falls wir danach noch Luft, Lust und Zeit haben, gehen wir wieder nach draußen und stricken den Leuten was vor. :)

Anmeldung ist nicht nötig, einfach vorbeikommen.

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Eine unserer altgedienten Strickerinnen erwartet in gefühlten zehn Minuten ein Baby, und wir, ihre Strickfreundinnen, haben beschlossen, sie zu diesem freudigen Ereignis mit einer Babydecke zu beschenken. Die modulare Technik ist natürlich ideal, da so viele etwas beitragen können. Folgende Vorgaben gab es:

  • zu verwenden war das gelieferte Material, also keine Hinzufügung von Farben. Allerdings mussten nicht alle Farben verstrickt werden.
  • Größe: 20 x 20 cm
  • gestrickt werden musste in kraus rechts

Annika übernahm freundlicherweise die Regie; sie packte die Garnpäckchen, hielt uns zum Arbeiten an und stellte das gute Stück schließlich fertig.

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Dies sind meine Beiträge:

1. Tactile Landscape, eine Art Freeform-Beitrag mit dreidimensionaler Pyramide und umgebender Hügellandschaft in der Mitte und vier Hörnchen, damit das Kind auch was zum Befummeln hat. Gestrickt mit nur zwei Farben.

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2. Mini OpArt, gestrickt im Auftrag von Mutter Jinx, der die Zeit und die Inspiration fehlte. Dies ist also eigentlich ihr Quadrat. Es ist eine Miniaturausgabe der Babydecke OpArt aus der Knitty. Gestrickt mit drei Farben.

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Zum Material: Es wurde ein naturfarbenes Garn, 100% Merino Superwash verwendet (Louet Gems) sowie drei Farben von Shibui Sock, ebenfalls 100% Merino Superwash.

Alle Quadrate im Detail und mehr Fotos der fertigen Decke gibt es hier zu sehen.

Alle Fotos stammen von Annika, die die Veröffentlichung freundlicherweise genehmigt hat.

Jaja, es ist wieder WM, und auch im ansonsten wenig fußballaffinen Hause Jinx wird natürlich geguckt. Es ist übrigens ein Phänomen, dass sich StrickerInnen, die sich so gar nicht für diesen traditionsreichen Sport interessieren, regelmäßig vor dem Fernseher einfinden, um dieses weltumspannende Ereignis zu zelebrieren. Der Grund hierfür ist recht einfach: Man kann sich völlig legitim zu jeder möglichen und unmöglichen Zeit vor den Fernseher setzen … und stricken, und auch langweilige Spiele machen einem gar nichts aus.  Denn mal ehrlich: Die meisten internationalen Fußball-Großturniere zeichnen sich bei den meisten Matches nicht gerade durch Spielwitz und innovativen Spielaufbau aus, denn man will kein Risiko eingehen und eine Runde weiterkommen. Das macht zumindest uns gar nichts aus. Ganz im Gegenteil, während der WM kommt man so richtig vorwärts mit seinen Projekten.

Yeah, the football worldcup takes place this year again, and even in the House of Jinx, where nobody really cares about sports (nor on TV neither in real life) we’ll watch it. By the way, it’s kind of a phenomenon that knitters all over the world do this, even if they don’t give a damn about football. The reason for this is quite simple: It’s completely legitime to take a time out for sitting on your couch, watching a match any time of the day … and to knit. To be honest, most of the matches during international tournaments are rather boring, due to the fact that the teams want to proceed to the next round rather than showing an interesting, innovative match. If this happens from time to time it’s more by accident. But knitters don’t mind: it’s an excellent opportunity to make huge progress and to finish projects which normally take years.

Ich habe zwei WM-Projekte, erstens will ich die Jacke Elsewhere fertigstellen; dies ist der erste Ärmel:

I have two projects for this worldcup; first of all I want to finish the Elsewhere cardi, and this is the first sleeve.

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Außerdem will ich beim Seyfarth-Tuch substantiell weiterkommen:

Besides this, I want to make a good progress with the Seyfarth shawl:

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Und da werden mich auch die Vuvuzelas nicht stören. Ich habe nämlich nichts gegen die Dinger. Erstens finde ich es unhöflich, anderen Kontinenten vorzuschreiben, wie sie ihre Begeisterung zum Ausdruck bringen möchten. Zweitens sind die Geräusche tranceinduzierend, und dafür bin ich immer zu haben (Herr Jinx konnte bei dem monotonen Gebrumme beim gestrigen, sehr langweiligen Spiel England – USA wunderbar schlafen), und drittens: Fangesänge und Schlachtrufe sind auch nicht immer so das Wahre (“SCHLAAAAAAAAAAAAAND!”), und bei manchen ist es einem ganz recht, dass die fußballbegeisterte Welt am Fernseher zum Großteil kein Deutsch versteht. Jeder feiert anders, und jeder, wie er will. Ein Volk, dass lyrische Perlen wie “ein Prosit der Gemütlichkeit” hervorgebracht hat, sollte sich da mit Kritik ein wenig zurückhalten.

To cut a long story short: I like Vuvuzelas. They’re trance-inducing.

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