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Schloss Gottorf

Heute war wieder Ausflugstag, und diesmal waren Mutter Jinx und ich in Schleswig. Der erste Teil des Besuchs war Schloss Gottorf und dem Nydamboot gewidmet. Von diesem Boot hat mir schon mein Vater erzählt, und seit meiner Kindheit wollte ich es unbedingt sehen. Für die Bewohner des nördlichen Schleswig-Holstein hat dieses Boot fast schon identitätsstiftenden Charakter (obwohl der Fundort im heutigen Dänemark liegt). Es ist in dem oben gezeigten Schloss Gottorf ausgestellt, und ihm ist sogar eine eigene Halle gewidmet.

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Das Nydamboot – 1. Hälfte 4. Jahrhundert

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23 Meter Länge – zum Größenvergleich: Mutter Jinx

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Das Innere mit den Ruderbänken

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Unübertroffene Formgebung. Der hervorragende Erhaltungszustand erklärt sich durch die Tatsache, dass das Boot in einem Opfermoor versenkt wurde.

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Dieses Boot zu sehen ist ein großartiges Erlebnis, für das allein sich die Fahrt gelohnt hat. Da Mutter Jinx und ich beide der Überzeugung anhängen, dass man lieber weniger und dafür richtig besichtigt, haben wir uns im Schloss nur noch die archäologische Abteilung angesehen, mit Relikten von Stein- bis Eisenzeit und wunderbarer Keramik. Ja, die Moorleichen sah ich auch. :D

Dann ging es weiter in den Barockgarten (ich wollte die Leichen sehen, Mutter Jinx den Garten).

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Dieser See liegt hinter dem Schloss und wirkt sehr ursprünglich – als käme gleich das Nydamboot um die Ecke.

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Auf dem Weg zum Barockgarten: Klassizistische Gartentempelimitation und barocke Wasserspiele.

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Das Globushaus

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Der Barockgarten wurde nachempfunden und verbindet die Idee der barocken Gartengestaltung auf orignielle Weise mit einer zeitgemäßen Formensprache.

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Spannender Gegensatz: Barockisierende Anlage und Globushaus

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Gestaltung mit Rasen und Buchsbaum

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Terrassen, Treppen, Wasserspiele

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Blumengarten mit moderner Bepflanzung vor einem Gartenteich. Die Skulptur zeigt Herkules wie er die Hydra erschlägt. Die mehrköpfige Schlange sieht aus der Entfernung aus, als würde sie mehrstrahlig pieseln. Als ich die sah, wusste ich wieder, warum barocke Plastik, sei sie innen, außen, sakral oder profan, so gar nicht mein Thema ist.

Der zweite Teil des Ausflugs war dem Holm gewidmet. Ich muss ja gestehen, dass unser Verhältnis zu Schleswig nicht ungetrübt ist: Die Stadt wirkt eigenartig unbelebt bis ausgestorben, obwohl wir bereits zum zweiten Mal an einem Wochentag hier waren. Sie wirkt irgendwie sehr langweilig, was bereits zum zweiten Mal dazu führte, dass wir müde wurden.

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Blick auf den Holm

Der Holm stellt jedoch eine Ausnahme dar: Ehemals eine Insel, die heute mit der Stadt verbunden ist, siedeln hier traditionell Fischer, und das bis heute. Das Besondere dieses kleinen Viertels ist der Friedhof, der im Zentrum der Ansiedelung liegt, wo man normalerweise den Marktplatz vermuten würde.

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Der baumumstandene Friedhof im Zentrum

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Fischerhäuser.

Das Viertel ist angenehm untouristisch und wirkt, als wäre die Zeit stehengeblieben.

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Die Häuser sind bewohnt. Wenig Gastronomie, keine Souvenirshops, keine Busparkplätze

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Zwischen den Häusern gibt es schmale Durchgänge, die privat sind und manchmal auch zu erstaunlich großen Gartengrundstücken führen.

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Der Friedhof, der bis heute belegt wird, mit Kapelle

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Im Hintergrund der Domturm – ganz nah und doch weit weg.

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Gasse auf dem Weg zur Schlei

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Die Tür zeigt den Berufsstand an.

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Viele Häuser stammen aus dem achtzehnten Jahrhundert.

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Am Ufer der Schlei

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Der Holm – irgendwie eine Zeitinsel.