April 1, 2010 - י"ז ניסן תש"ע


In letzter Zeit haben wieder einige Leute ihre Blogs aufgegeben und engagieren sich vermehrt bei Ravelry, bei mir ist es eher umgekehrt. Ich mag Ravelry, bin jeden Tag dort, um mir Dinge anzusehen, Muster herauszusuchen, fertige Projekte zu betrachten usw., aber mein Blog ist irgendwie meine Burg. Hier kann ich sein, und vor allem: Hier kann ich schreiben, was ich will, wie ich es will, in einer Ausführlichkeit, für die Ravelry schlicht keinen Raum bietet und auch gar nicht bieten kann.

Ich bedaure das Verschwinden einiger Blogs ebenso wie die Tatsache, dass andere nicht mehr oder kaum noch gepflegt werden. Dort sah man nicht nur Strickstücke, sondern bei den interessanteren war auch eine Menge von der Persönlichkeit der Autorin zu erkennen und von ihrer Individualität. Bei Ravelry verschwindet dies fast völlig, sie gehen in der Masse unter. Sind Blogs im Idealfall Aran oder Fair-Isle, so ist Ravelry in der Gesamtheit eher glatt rechts, sozusagen.

Da ich weiß, wie man anständig und zielführend recherchiert, ist es mir nie passiert, dass ich mich dort verfranzt habe und zwischen “friends”, Projekten, Foren und Gruppen verlor, wie machmal zu lesen ist. Ravelry ist die größte und beste Mustersammlung, die ich kenne, und ich verdanke ihm einige meiner schönsten und lohnendsten Projekte. Und dennoch sehe ich das Ganze eher pragmatisch.

Ich stricke nunmal lieber, als endlos über das Stricken zu lesen oder zu diskutieren, vor allem wenn ich dabei nicht stricken kann, weil ich tippen muss. Obwohl ich das bin, was man “internetaffin” nennt, findet der wichigste Teil meiner Hobbyausübung – auch abseits des Strickens und Spinnens – offline statt. So passiert es mir nie, dass ich “friends” mit Freunden verwechsle, und eine nette Bekanntschaft per Internet vertieft sich bei mir immer nur außerhalb desselben (sagt die Frau, die ihren Herrn Jinx zum ersten Mal im Internet traf …). So projiziiere ich auch keine bizarren Erwartungen an Online-Bekanntschaften, und ich komme am besten mit denen aus, die das genauso sehen.

Was mich jedoch am meisten auf eine innere Distanz zu großen Communities wie Ravelry gehen lässt, ist das Problem mit der kollektiven Intelligenz. Menschen sind keine Ameisen oder Bienen, die automatisch wissen, was sie zu tun haben, ohne dass es ihnen jemand erklärt. Bei Menschen ist das anders; im Idealfall bietet eine Gemeinschaft Gleichgesinnter jedem den Raum zur Entwicklung, zum Lernen, zur gemeinsamen Inspiration, der alle irgendwie voranbringt. Doch das funktioiniert nicht, wenn die Gemeinschaft zu groß wird. Je größer eine Gruppe, desto größer auch die träge Masse, die ebenfalls bewegt werden will – von denen anderen, denn würde sie sich selbst bewegen, wäre sie weniger träge. Dazu kommt, dass große Gruppen immer irgendwie auf einen eigenartigen Personenkult anspringen – oder zumindest Teile davon, und das geht für mich gar nicht. Wenn irgendwo Personenkult ist, bin ich ganz weit weg. Das menschliche Kollektiv wird niemals schlauer, zumindest nicht, wenn es eine gewisse Größe übersteigt.

Zu guter Letzt beherbergt eine große Datensammlung, wie eine Community es letztendlich ist, auch immer sehr viel Belangloses. Die fünf Bazillionen glatt rechts gestrickter Socken kann man bei der Mustersuche gut filtern, aber in den Foren … Es kann wirklich unglaublich mühsam sein, eine Antwort auf eine etwas speziellere Frage zu finden, wenn man in den Foren danach suchen muss. Wenn man Pech hat, wühlt man sich durch eine Million Banalitäten, bevor man so etwas wie eine passende Antwort findet. Im Zweifelsfall konsultiere ich zunächst Quellen außerhalb von Ravrelry, und erst wenn ich dort nicht fündig werde, betrete ich die Sümpfe der Beliebigkeit, also die Foren.

Momentan habe ich einen Inspirationsschub, viele neue Ideen warten auf ihre Umsetzung, und da ich keinerlei Bedürfnis habe, Anleitungen zu verkaufen oder nur aufzuschreiben (Entwerfen ist toll, ausformulierte Anleitungen schreiben ist doof), wird dies hier mein virtueller Hauptwohnsitz bleiben.

tunisian

Probieren wollte ich es schon länger, aber seit Naima ihren Laden hat, kann ich die Nadeln formlos bestellen: tunesisches Häkeln. Heute habe ich mich mal an dieser Technik versucht und einen Sampler aus fünf verschiedenen Mustern zusammengestellt (sorry für die verzogene Form, aber diese Muster sind nicht alle miteinander kompatibel ohne Zu- oder Abnahmen) .

I wanted to try this for quite a long time, but since Naima opened her shop, I can order the hooks without any further ado. It’s Tunisian crochet I’m talking about. Now I gave it a try and produced a sampler composed of five different stitches (sorry for the shape, but these stitches are not all compatible with each other without in- or decreases).

tunisiansampler

Wer den Komfort ergonomisch geformter Häkelnadeln gewohnt ist (also Leute wie ich zum Beispiel) wird sich umgewöhnen müssen, denn mit ihnen funktioniert es nicht; man hat nämlich bei der Hinreihe alle Maschen auf der Nadel.

If you’re used to the comfort of ergonomically shaped crochet hooks, forget about them (e. g. people like me), forget about them; they’re not suitable for this technique. Every second row all stitches have to rest on the needle.

Für die tunesische Variante des Häkelns sprechen für mich vor allem drei Dinge:

  • es macht sehr viel Spaß
  • es ist unglaublich einfach, wenn man bereits die Grundbegriffe des Häkelns beherrscht, und man lernt es sehr schnell.
  • es sieht nicht gehäkelt aus

There are three things I like about Tunisian crochet:

  • It’s really fun
  • It’s unbelievably easy when you already know the basics of crochet; and you’ll learn it within minutes
  • It doesn’t look like crochet

Ich habe mir also aus dem Internet einige Anleitungen zusammengesucht und folgende Muster ausprobiert:

  1. Grundmuster / Tunisian Simple Stitch (TSS): Hat eine faszinierende Optik, ist einfach und schnell
  2. Stäbchen / Tunisian Double Stitch (TDS): Gefällt mir am wenigsten, hat am ehesten eine Häkeloptik und ist nervig zu machen.
  3. “Muster 2″: Von der Optik her sehr sexy, einfach und schnell
  4. Verschränktes Muster: Aufwändig, sehr fest, aber wirkungsvoll
  5. Strickmaschen-Muster: Gehäkelte Strickoptik

So I picked some instructions from the internet and gave them a try.

  1. Tunisian Simple Stitch (TSS): looks sort of fascinating, is really easy and quickly done
  2. Tunisian Double Stitch (TDS): This I don’t care too much of. The movements are quite uncomfortable to execute, and it looks too much like crochet.
  3. “Muster 2″ (German only): looks really sexy to me, quickly and easily done
  4. “Twisted Stitches” (German only): quite elaborate, but looks very interesting
  5. “Tunisian Stockinette” (German only): for these who like a knitted look for crochet

Ich kann mir diese Technik vor allem für Taschen und Decken vorstellen. Es arbeitet schon wieder …

I can think of doing specially bags and afghans extremely well with this technique. Well, it rumors again …

herbivore_2

A Herbivore in its natural surrounding

Oder: Die grüne Fledermaus.

Das grünste Grün erschien mir passend für ein Tuch mit dem Namen Herbivore, und ich wählte die Nuance Giftgrün von lollipop.yarns by Filzflash in Blue Faced Leicester. Hier lernte ich, dass es nicht so schlimm ist wie gedacht, dauernd Maschen links verschränkt zu stricken. Es ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Muster, das auch für Anfänger geeignet ist.

Or: The green Bat.

The greenest green seemed to be the appropriate colour for a shawl named Herbivore, and so I chose the colour bilious green by lollipop.yarns by Filzflash. It’s a lovely blue faced Leicester quality. This pattern taught me that it’s not all bad to ptbl (purl through back loop). It’s an easy but very striking pattern, also suitable for beginners.

herbivore_detail

Tons of ktbl and ptbl

Wie man in der Detailaufnahme sieht, changiert das Garn zwischen verschiedenen kräftigen Grüntönen und einem satten Türkis.

As the detail shows clearly, the yarn variegates between different shades of green and a strong turquoise.

herbivore

Ein bisschen erinnert die Form an eine Fledermaus.

The shape reminds me a bit of a bat.
Technisches / Technical Details
Name: Herbivore
Designer: Stephen West
Yarn / Material: Lollipop.yarns by Filzflash, Blue Faced Leicester. Colour / Farbe: Giftgrün / Billious Green

Needles / Nadelstärke: 3,75
Weight/Gewicht: 98 g


herbivore_3

Liebe Leute,

wenn Ihr etwas wissen möchtet, eine Auskunft etc. braucht, so wäre es vorteilhaft, wenn die E-Mail-Adresse gültig oder der Facebook-Account vorhanden wäre; sonst kann ich die Frage nicht beantworten. Ich beantworte aus Prinzip keine privat gestellten Fragen öffentlich.

babette1

Dies ist gleich doppelt schwierig, da ich mit Decken bisher gescheitert bin. Und Häkeln ist eigentlich so gar nicht meine Baustelle. Das ist erstaunlich, denn in der Schule habe ich ganz brauchbare Ergebnisse beim Häkeln erzielt – ganz im Gegensatz zum Stricken, das war ein Desaster, das Oma mit endloser Geduld und viel Sachverstand richten musste. Heute stört mich am Häkeln, dass es eben gehäkelt aussieht, aber es gibt Ausnahmen.

This is rather difficult for me, because I did not finish one of the blankets I started to knit. And crochet is absolutely not my cup of tea. This is quite surprising, since I produced quite acceptable results at school. Unlike knitting, this was a mess, and my grandma had to fix it with a lot of experience and endless patience. Today I dislike about crochet that it just looks like what it is  – crochet.  But there are exceptions.

So begeistert mich die Decke Babette, die eine Verwendungsmöglichkeit für meine vielen bunten Merinostränge bietet. Es wird eine recht noble Decke; hochklassige Garne, Superwash zwar, aber keine Kunstfaser.

I really fell for the Babette blanket, for what I can use many of the pure merino skeins of fine yarn. It will be quite a classy blanket – fine yarns, superwash, but no acrylics at all.

Was ich zunächst feststellen konnte: Ich beherrsche zwar die Basistechnik (gut, da ist auch nicht viel, was man beherrschen kann), aber das Verstehen der Anleitung fällt mir längst nicht so leicht, wie es das beim Stricken tat, als ich vor vier Jahren meine ersten Werke anfertigte.

What I found out: I know how to crochet (the basics, well there is not much one has to know), but understanding the instructions was rather difficult for me. It just doesn’t come that easy to me than knitting did when I was a beginner four years ago.

19 Quadrate gehäkelt, gefühlte 50 000 to go.

Crocheted 19 squares, 50 000 or so to go.

Was strickt ihr am liebsten?

Oberteile im weitesten Sinne, also Pullover, Jacken, aber auch Tücher (neuerdings).


Ändert sich eure Vorliebe von Zeit zu Zeit, oder habt ihr absolute Strick-Favoriten, wie z.B. Socken oder so?

Pullover gehen immer, Tücher sind neu, das mache ich erst seit dem letzten Jahr. Socken stricke ich immer weniger gern.

Wovon ist es abhängig, was ihr gerne strickt?

Von meiner Lust und Laune.

Gibt es Zeiten, in denen ihr überhaupt nicht strickt, und warum?

Wenn ich schlafe, stricke ich nicht. Weil ich schlafe.

celticwarrior

Mein neuestes Werk kommt auf dem Foto recht unspektakulär daher (grau halt …), gefällt mir aber in Natura sehr gut. Der Pullover basiert auf dem Saddle-Shoulder receipe von Elizabeth Zimmermann.

My newest work looks quite unspectacular on the picture (well … grey …), but I like it very much. The sweater is based on the saddle shoulder receipe by Elizabeth Zimmermann.

celticwarrior_2

Detail: Ausschnitt und Schulter / Detail: neckline and shoulder

Technisches/Technical Details:

Name: Celtic Warrior (British Knight II)
Designer: me, myself, and I
Quelle/Source: Inspired by the Saddle Shoulder Sweater by Elizabeth Zimmermann
Wolle/Yarn: Saling, Schafwolle Natur, colour/Farbe: grey/grau
Gewicht/Weight: appr. 800 g
Nadeln/Needles: 4,0

verena

Alle Jubeljahre mal probiere ich es wieder – deutsche Strickhefte. Meine ersten, trüben Erfahrungen liegen vier Jahre zurück, und seitdem kaufe ich sporadisch mal wieder eins, um zu sehen, ob sich etwas ändert. Diesmal traf es die neue Verena, genauer gesagt die diesjährige Sommerausgabe.

Nun ist Sommerstrick nicht jedermanns Sache, und auch ich tue mich damit schwer. Theoretisch gefällt mir einiges, praktisch stricke ich nur weniges wirklich gern, was teilweise am Material liegt, aber auch daran, dass bei wirklich warmem Wetter Baumwoll- und Leinenstrick eigentlich zu warm sind.

Aber wie auch immer, ich habe mir die neue Verena zu Gemüte geführt und mein Eindruck ist  – sehr gemischt. Ich finde, das Heft hat sich verbessert, zumindest zum Teil, aber es sind mir auch einige Dinge sehr negativ aufgefallen.

Positiv finde ich:

  • es gibt einen redaktionellen Teil und Texte zu verschiedenen Themen. In diesem Heft ist es vor allem der Schwerpunkt Lace, der recht ausführlich besprochen wird. Teilweise sind diese Texte durchaus lesenswert, z. B. der über Orenburg-Lace und das Portrait der Addi-Stricknadelmanufaktur.
  • die meisten Fotos lassen das Strickstück gut erkennen, und es steht nicht allzuviel Tand im Mittel- und Hintergrund herum (die berüchtigten Heuballen fehlen zum Beispiel).
  • es gibt einige durchaus ansprechende Modelle und viele, die man auch wagen kann zu tragen, wenn man unter siebzig ist und nicht in der ganz tiefen Provinz wohnt. Meine Favoriten sind: Bristol, Kopenhagen, Violet (auch wenn ich mal bezweifle, dass Mohair wirklich das Garn der Wahl für hohe Temperaturen) ist und das Orenburg-Tuch (das nicht mein Stil ist, das ich jedoch sehr schön finde).
  • die vorgestellten Produkte rund um den Bedarf der Strickerin von heute sind zeitgemäß und blicken weit über den Tellerrand der deutschen Produktwüste hinaus.
  • es gibt wenige Stücke, die ich wirklich grottig finde (mein persönliches Souterrain des Geschmacks sind das Modell Perth, das man wirklich nur tragen kann, wenn man so alt ist, dass man gar nichts mehr mitkriegt, der Augenquäler Wellington, der rüschige Albtraum Coconut Kiss und Ihre Trutschigkeit, Scarlet).

Bei meiner Betrachtung geht es allerdings weniger darum, wie viel mir gefällt; diese Modell-Erbsenzählerei war noch nie meine Sache; für mich steht bei einer Publikation immer im Vordergrund, ob sie mich inspiriert, unabhängig davon, ob ich zehn Modelle nachstricken würde oder nur eines. Und mit der Inspiration ist das hier so eine Sache, und das bringt mich zur Negativliste.

  • Es sind zu viele gleichartige, austauschbare Modelle im Heft. Und das gilt für eigentlich jeden Themenbereich. Die Einförmigkeit fand ich ermüdend. Vielleicht liegt es daran, dass relativ viele Modelle von sehr wenigen DesignerInnen gestaltet wurden.
  • Ach ja, die Themenbereiche: Muss man wirklich zwanghaft ein Motto finden, unter das man die Modelle zwingt?
  • Das bringt mich gleich zu den Texten, die die Modelle bzw. die Modellgruppen beschreiben. Hier ein paar Kostproben, die dem Souterrain eines Werbetexterhirns ensprungen sein müssen: “Salsa – Rassiger Strick im Latin-Style”; “Sommer im Paradies – Maschen, so üppig und farbenfroh wie die Farben der Südsee”. Geht’s noch? Aber mein persönlicher Anti-Favorit ist dies: “Viva la Mexico (wirklich “la”?, aber wie auch immer …) – Nein, wir möchten an dieser Stelle keine Klischees dunkler Schönheiten, exotischer Aztekenkrieger, lässiger Lebensart und finster blickender Sombreroträger bedienen …” Finde ich toll. Aber warum tut Ihr’s dann?
  • Die Anwesenheit von redaktionellen Beiträgen ist durchaus positiv, einige der redaktionellen Beiträge hätte ich mir mit etwas mehr Niveau gewünscht. Besonders der sogenannte Lace-Workshop “Faszination Lace” kommt mit viel Blabla und wenig Info daher. Dazu passen allerdings auch die Fotos. Anders als bei den übrigen Modellen sind die Muster kaum bis gar nicht zu erkennen. Fein, dass man die Anleitungen in Bälde käuflich erwerben kann, allerdings von eher theoretischem Interesse für mich, denn ich sehe gerne vorher, was ich kaufe. Wenigstens im Bild.
  • die Garnauswahl – Ich nehme an, dass die Firmen, deren Garne für die Modelle verwendet wurden, die Rolle eines Sponsors einnehmen und dass eine Zeitschrift wie Verena dies braucht, um überleben zu können. Aber die plumpe, vordergründige Farbigkeit kenne ich zu Genüge aus dem deutschen Standardwollgeschäft, und sie in einer Zeitschrift wiederzusehen, finde ich ermüdend. Eine löbliche Ausnahme bildet die Lace-Sektion, da besagte Großhersteller kaum oder keine Lacegarne herstellen.
  • Auch wenn mir einiges gefällt, inspiriert mich dieses Heft überhaupt nicht. Und Inspiration ist für mich ein sehr weites Feld, praktisch alles kann mich inspirieren. Aber das da? Non.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich das Heft nicht schlecht finde, aber ich finde es eben auch nicht gut. In überhaupt keinem Bereich. Um einen Vergleich zur Interweave Knits zu bemühen: Die hat stark nachgelassen, was die Modelle angeht, seit Eunny Jang die Chefredaktion übernommen hat. Aber was das Heft für mich immer noch rettet, sind die hochklassigen Garne, die zu betrachten mir immer eine Inspiration ist, und die teilweise hochwertigen redaktionellen Beiträge. Und beides sucht man hier leider vergeblich (mit Ausnahme der Lace-Abteilung). Ich würde die Verena unter Mittelmaß einordnen, doch auch Mittelmaß kann mittelfristig tödlich sein.

Kopfbedeckungen und ich sind keine großartigen Freunde, aber es gibt Ausnahmen. So das Modell Nellie Crush von Lisa Cruse. An einem Abend schnell gestrickt, harrt es jetzt des Filzprozesses, über den ich mir noch uneins bin (Hand oder Maschine?)

Things which want to cover my head and I don’t go with each other well usually, but there are exceptions. Like the Nellie Crush pattern by Lisa Cruse. It’s really a quick knit, done on one evenging, and now it’s waiting for the felting process to begin. But I’m a bit uneasy yet whether to felt it by hand or by machine.

nelliecrush1Ansicht, ungefilzt, von oben / a view from above, unfelted

nelliecrush2Dies ist keine Baskenmütze, wie man hier sieht. Der Hut hat einen Rand / This is not a beret, the hat has a brim

nelliecrush3

Vor dem Filzen: Noch isser ein bisschen groß / Before felting: it’s still a bit too large

highseas1

Eine solche habe ich erworben, als ich die Anleitung High Seas von Kieran Foley käuflich erwarb (Ravelry-Link). Nach dem schnellen Erfolg von Emily Dickinson hatte ich Lust auf ein weiteres Laceprojekt, und ich finde Foley als Designer einfach genial. Seine maritimen Muster haben es mir besonders angetan, und so entschied ich mich für dieses Modell als Nachfolgestrick.

This is what I got when I purchased the instructions for High Seas by Kieran Foley (Ravelry-Link). After I got this very quick success with Emily Dickinson I felt like knitting another lace project, and I think, Foley is just a great and very poised designer. I specially love his maritime designs, and so I decided to go for this one as a follow-up.

Während Dickinson jedoch sehr einfach und sogar für Anfänger geeignet ist (ein kleiner, sehr regelmäßiger Laceteil und ansonsten Garter, Garter, Garter), ist High Seas alles andere als das. Nachdem ich den ersten Mustersatz (von neun) gestrickt habe, kann ich folgendes sagen:

  • ein asymmetrisches Muster
  • keine Entspannungsreihen auf der Rückseite
  • das Muster ist unintuitiv
  • man muss aufpassen, dass man sich mit den Wiederholungen innerhalb der Horizontale nicht verheddert.
  • Umschläge und Abnahmen haben längst nicht immer einen räumlichen Zusammenhang

While Dickinson is rather easy and with its small, regular lace part and the large garter sections suitable for beginners as well, High Seas is everything but that. After I mastered the first pattern repeat (of nine in total) I can tell:

  • the pattern is unintuitive
  • no relaxing purl rows on the back
  • the pattern is asymmetric
  • you really have to pay attention for not mixing up with the horizontal pattern repeats in a row.
  • yarnovers and decreases are quite often not connected to each other directly

Spaß macht es trotzdem, und ich finde das Muster einfach toll. Daher quälen wir uns jetzt durch den zweiten Mustersatz …

But it’s fun to knit anyhow, and I really fell for this pattern. Therefore I’ll drag myself through the second pattern repeat now …

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