March 1, 2010 - ט"ו אדר תש"ע
Monthly Archive
March 31, 2010 - ט"ז ניסן תש"ע

Vor zehn Tagen eröffnete Naima ihren Wollladen in Hamburg, und damals war es einfach gruselig voll. Daher beschloss ich, die Fotos lieber in Ruhe zu machen. Heute war ein sonniger Tag, und daher liefere ich die Bilder nun nach. Es ist eine Art Doppelladen, links wird Naimas Bruder Noureddine ein Café eröffnen (die Baumaßnahmen sind leider noch im vollen Gange). Das Schaufenster ist – passend zur Jahreszeit und sogar zum Wetter – frühlingshaft dekoriert.

Der Hingucker ist die Sitzecke im Fenster, mit einer historischen Schautafel zum Thema Häkeln und einem sehr gemütlichen alten Sessel.

Dahinter trifft es einen gleich mit voller Wucht: Das große Regal enthält Garne von Louet, Artesano, Drops, Lollipop.yarns by Filzflash (handgefärbt und in wunderbaren Qualitäten), Shibui und Drops.

Naima hinter ihrer charmanten Theke aus den Fünfzigern; sie enthält diverse nützliche Kleinigkeiten und ein kleines Knopfsortiment.

Viele Schoppel-Zauberbälle in unterschiedlichen Qualitäten; dahinter ein altes Regal (das wohl mal ein Ofen war) mit Test-Garnpäckchen, Stricknadel- und Projekttaschen von Filzflash und magnetischen Vorlagenhaltern. Links hinter der weißen Plane (eine Art Mantel der Barmherzigkeit, sozusagen, von wegen Baustelle …) befinden sich die Räume für das Café, das bald eröffnet wird.

Das zweite Regal mit Garnen von Sublime und Drops; darüber Kissen von Filzflash.

Eine interessante Auswahl englischsprachiger Strickpublikationen.

Im hinteren Raum befinden sich gemütliche Sitzgelegenheiten, die zum Stricken und Klönen einladen.

Natürlich habe ich diese Örtlichkeit auch gleich persönlich getestet.
March 31, 2010 - ט"ז ניסן תש"ע
Da habe ich doch glatt vergessen, ein Foto vom Norfolk-Gansey aus echter Harris-Wolle nachzureichen. Die Wolle gehörte zu meinen Souvenirs von der Insel Skye, und der Pullover wurde schon letztes Jahr fertig, und ich trage ihn sehr gern. Ich habe für ihn ein Muster aus dem nördlicheren England gewählt.
I forgot to show a picture of the Norfolk Gansey I knitted with the Harris wool I brought from the Isle of Skye. I finished the sweater last year, and I love to wear it. I chose a pattern from northern England for thisone.

Ich weiß, das Foto ist nicht gut, aber es ist das einzige, auf dem man das Muster wirklich deutlich sehen kann.
I know, this is not a good picture at all, but it’s the only one that shows the pattern properly.
Technische Details / Technical Details
Name: Norfolk Gansey
Designer: myself / ich
Pattern / Muster: traditional pattern and Gansey construction / ein traditionelles Muster und traditionelle Gansey-Bauweise
Material: Harris Wool Softspun
Colour/Farbe: Navy
Yarn used / Verbrauch: appr. 900 g
Needles / Nadelstärke: 4,0 mm
March 30, 2010 - ט"ו ניסן תש"ע

Earth
Am Spinnrad war ich auch wieder mal, diesmal wollte ich passend zum Green Man ein Artyarn herstellen, das einfarbig und 100% aus natürlichen Materialien ist. Herausgekommen ist dieses, gesponnen aus dicken, etwa unregelmäßigen Singles, die mit dünnen aus demselben Material (Black Welsh, ungefärbt) verzwirnt wurde.
I used my wheel for spinning an artyarn for matching Green Man. It should be monochrome and made of natural materials only. The result is this yarn, made of thick, a bit irregular singles, plied with a thinone, spun of the same material (Black Welsh, undyed).

March 30, 2010 - ט"ו ניסן תש"ע
Da ich viel frei nach Schnauze stricke kommt es des öfteren vor, das ich auch mal ganze Teile wieder aufribbeln muss weil sie nicht passen. Mich würde interessieren, wenn ihr etwas strickt und es passt nicht. Wie oft trennt ihr maximal das gestrickte wieder auf bevor ihr es in eine Ecke schmeißt und dort liegenbleibt?
Die Frage kann ich so pauschal nicht beantworten; es gibt Projekte, bei denen ich den Fehler sofort korrigieren würde und solche, die erst mal liegenbleiben und vielleicht später wieder aufgenommen oder ganz aufgegeben werden. Ganz nach Laune.
March 29, 2010 - י"ד ניסן תש"ע






Demnächst mehr …
More to come soon …
March 24, 2010 - ט' ניסן תש"ע
Am Samstag war es endlich so weit – Mylys öffnete auch im echten Leben seine Pforten. Es ist wirklich ein zauberhafter, sehr gediegener Laden mit einer hervorragenden Auswahl an unterschiedlichen Garnen für die Strickerin mit Anspruch. Neben dem bewährten Angebot aus Louet, Shibui, Artesano, Sublime, Lollipop/Filzflash und natürlich den allseits beliebten Zauberbällen gibt es neu eine schöne Auswahl von Drops-Garnen mit ihrem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis sowie hochwertiges Zubehör und schicke Kleinigkeiten.
Fotos werden folgen; ich habe am Eröffnungstag darauf verzichtet, da der Befüllungsgrad an Menschen meinen Komfortbereich bei Weitem überstieg (und dann noch alles Weiber …). Trotzdem habe ich natürlich ein paar Kleinigkeiten eingekauft, denn man konnte beim Eröffnungsrabatt (10% auf alles außer Tiernahrung, äh, Publikationen) auch kräftig sparen (Zum Thema “Sparen für Wollverliebte – aber richtig siehe diesen sehr gelungenen Thread bei Ravelry.
Hier kommen nun also meine Errungenschaften:
Diese Mohair-Seidenmischung von Drops in einem absolut hedonistischen, über-pompejanischen Rot, das die Kamera nicht mal annähernd einfangen kann. Die Menge genügt für ein Oberteil.
Ein Strang Sibui Sock in einem wunderbaren dunklen, sehr lebendigen Grau
Zwei Stränge Shibui in einem phantastischen Pfauengrün, leider ebenfalls unfotografierbar

Und – der Knaller – Spinnfasern von Filzflash, erhältlich als Merino aus artgechter Haltung und als schottische Wolle. Ich habe mir zwei Zöpfe der Merino-Qualität gegönnt.

Dem Geschäft ist ein Raum angegliedert, in dem man stricken und der auch für Kursangebote genutzt werden kann. Fast das Beste ist, dass bald auch das Café eröffnet. Jedenfalls hat Hamburg endlich ein Wollgeschäft, das diesen Namen auch verdient.
March 23, 2010 - ח' ניסן תש"ע
Trotz recht gediegener Strickpraxis passieren immer wieder Pannen, dass man total falsch zunimmt, sich im Muster grandios verläuft, obwohl es klar zu erkennen wäre, ein Teil überhaupt nicht passt etc. Da kann man schon mal an seinem Verstand zweifeln.
Welches ist Euer allerdämlichster Strickfehler?
Mein dämlichster Fehler war bisher, bei einem Pullover, der in Runden gestrickt wurde, das Bündchen zwei Mal hintereinander zu verdrehen, was ich jeweils erst nach diversen Reihen merkte.
March 17, 2010 - ב' ניסן תש"ע
Hier nun die offizielle Ankündigung!

March 16, 2010 - א' ניסן תש"ע

Es kam ja die Frage nach dem Starmore-Pullover auf, und ich kann nur sagen: Es geht voran – wenn auch mühsam.
There was the question how far I got with the Starmore sweater, and I can tell: There is a progress, but a rather slow one.
Es macht nach wie vor riesigen Spaß, ihn zu stricken, und ich liebe ihn schon jetzt, aber er ist schwieriger als andere Projekte dieser Art. Das liegt vor allem daran, dass das Muster asymetrisch ist, d. h. es prägt sich nicht gut ein. Hinzu kommen die für traditionelle Fair-Isle-Pullover undenkbaren riesigen Rapporte: Einer ist 28 Maschen breit und 27 Reihen hoch. Da ist nicht viel mit Einprägen.
It’s still tons of fun to knit it, and I already love this sweater, but it’s more difficult to knit it than it was with other similar projects. The main reason is that the pattern is asymetrical, this means you can hardly memorize it. To make things worse, the pattern repeats are unbelievably large which is not typical for traditional fair-isle projects (well, this is none): it’s 28 stitches wide and 27 rows high. Frankly, you have to keep an eye on the chart almost all the time.
Zudem gibt es eine Eigenart, von der ich berichten will: Manche Reihen wollen einfach nicht. Während Reihe 1 – 5 sich mir leicht einprägen und ich sie nach maximal zwei Wiederholungen leicht aus dem Kopf stricke (wie das für viele andere Reihen auch gilt), ist Reihe 9 ein schwieriger Fall. Ebenso Reihe 14 und 16. Aber das ist alles gar nichts gegen Reihe 23. Oh, oh, die geht gar nicht. Die ist eine Katastrophe, denn sie hasst mich, diese Reihe, und ich frage mich jedes Mal, ob es mir nicht wenigstens ein Mal gelingt, sie ohne Zwischenfälle zu stricken (Die Antwort ist übrigens: Nein, es gelingt mir nicht).
Besides this, there is something weird about this pattern: Some rows simply don’t want to be knitted. Rows 1 – 5 are fairly easy, as many others. After knitting the repeat about two times, it’s fairly easy to memorize it and to know it by heart. Row 9 is rather difficult, as are rows 14 and 16. But this is nothing against row 23. Thisone really hates me, and I keep asking myself whether it will be possible to knit it without any trouble just for one time (the answer, of course, is no. It’s not possible to do so).
Unglücklicherweise ist es abends zu dunkel, um diesen Pullover zu stricken; denn bei elektrischem Licht sind sich die Farben zu ähnlich. Dies sind also die Gründe, warum es nur langsam vorangeht damit. Aber ich verzweifle nicht, denn nur noch ein paar Reihen, dann mache ich mich and die Ärmelsteeks.
March 16, 2010 - א' ניסן תש"ע
Posted by Jinx under
WollschafNo Comments
ich lese in etlichen Blogs mit und bin immer wieder fasziniert, was für tolle Modelle dort gestrickt werden und – gebe ich zu – auch etwas neiderfüllt. Ich stricke selbst sehr gern, kann aber nur ganz einfache Sachen (Socken, einfache Lochmuster), zu mehr reicht es irgendwie nicht. An Strickschriften und Vorlagen bin ich bisher noch jedesmal frustriert gescheitert, weil ich damit nicht klarkomme, und Pullover etc. auf meine Größe umrechnen ist mir ein Buch mit sieben Siegeln. Ich lerne am besten, wenn mir jemand konkret zeigt, wie es geht, aber so jemanden gibt es in meiner Umgebung leider nicht.
Wie habt ihr so gut stricken gelernt? Learning by doing? Stricktreff irgendwo? Mama, Tante, Oma? Was ratet ihr jemandem, der nur Grundkenntnisse im Stricken hat – wie lernt man besser und komplizierter stricken und z.B. Vorlagen “lesen”?
Das ist für mich schwierig zu beantworten, denn ich habe drei Paar Socken gestrickt, als ich vor fast vier Jahren damit anfing, kam zu dem Schluss, dass das genügen müsse, und mir dann “Ragna” von Elsebeth Lavold vorgenommen (das Ding hängt wie ein Sack und ist untragbar, aber ich habe die Verzopfungen problemlos bewältigt). Ich strickte nach der Maxime: Man nehme eine Anleitung und mache, was da steht. Hat bei mir immer funktioniert. Wenn irgendwelche Techniken gefragt waren, die vorausgesetzt wurden, habe ich ein entsprechendes Grundlagenwerk zur Hand genommen, und auch das klappt immer.
Da ich mittlerweile Leuten beibringe, wie man strickt, reicht es natürlich nicht, einfach zu sagen, dass die machen sollen, was da steht, die Menschen sind da sehr unterschiedlich, nicht nur was die Schnelligkeit der Auffassung angeht, sondern auch, wie sie lernen. Gerade Anleitungen, egal wie deutlich und gut sie verfasst sind, stellen für viele ein großes Hindernis dar. Wenn man weiß, nach welcher Methode man am besten lernt (Buch, Video, jemanden vormachen lassen), sollte man versuchen, nach dieser Methode zu lernen, also sich im Zweifelsfall jemanden suchen (vielleicht bei einem Stricktreff oder in einem Wollgeschäft), der einem zeigt, wie eine bestimmte Technik geht oder wie man ein Strickstück auf eine andere Größe umrechnet. Bei übersichtlicheren Techniken kann da auch Youtube eine Hilfe sein. Nach meiner Erfahrung hat es keinen Sinn, sich mit einer Lernmethode abzuquälen, die einem überhaupt nicht liegt.
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