December 13, 2009 - כ"ו כסלו תש"ע
Ich muss gestehen, wir sind dieses Jahr ein wenig weihnachtsmarktgeschädigt. Es ist ja nicht so, dass es in Hamburg keine gäbe, ganz im Gegenteil, in der innersten Innenstadt sind es allein vier. Aber man wünscht sich schon ein wenig mehr Qualität und ein wenig weniger Quantität. Die Märkte sind riesig, krampfhaft einem Motto gewidmet, dem das Angebot bei näherer Betrachtung nicht standhält und so überlaufen, dass die einzig halbwegs erträgliche Zeit, um sie zu besuchen, gegen 11.00 Uhr morgens ist (aber dann, husch, weg, bevor die Mittagspause für die Mitarbeiter in den umliegenden Büros beginnt!). Auch unsere Ausflüge zu alternativen Veranstaltungen hielten nicht, was die Pressemitteilungen bzw. die Ankündigungen auf dem Homepages versprachen. Der Kunsthandwerkermarkt im Freilichtmuseum Kiekeberg war eine trübe Veranstaltung mit einem sehr trüben Angebot, und der “Wüstenzauber” im Museum für Völkerkunde war so unterirdisch, dass ich mich weigerte, darüber in diesem Blog auch nur ein einziges Wort zu verlieren. Eigentlich hatten wir genug von diesem Trash, aber heute war das Wetter schön, sodass man ja doch vielleicht noch mal einen Versuch … kurz gesagt, Mutter Jinx und ich fuhren nach Stade.
Stade ist zu jeder Jahreszeit wunderschön, und der Weihnachtsmarkt ist nichts besonderes (wenigstens tun sie nicht so, als wären sie im Mittelalter und reden einen mit “Holde Frouwe” oder so einem Quatsch an), aber nett. Und das im besten Wortsinn. Wenig Tand, viele Fressalien, sehr lecker und für uns, die wir an Hamburger Spitzenpreise gewohnt sind, ein verhältnismäßig günstiges Vergnügen vor wunderschöner Kulisse, die man noch dazu völlig gebührenfrei genießen kann. Da wir recht früh vor Ort waren, entgingen wir der Stampede der Weihnachtswütigen und wandelten entspannt durch die alten Gassen. Neben dem vernünftigen Angebot (ich erstand zwei Schafwollsockenpaare sowie ein paar Süßigkeiten für Herrn Jinx und mich) bestach der Markt dadurch, dass man nicht fünf Buden auf einen Raum quetscht, wo eigentlich maximal drei stehen sollten: Die Platzierung der Verkaufsstellen ist locker, und auch das macht den Bummel so entspannt. Nach der obligatorischen Wurst nebst dem ebenso obligatorischen Glühwein kehrten wir zum Kaffeetrinken ein, wobei mein Stader Stammcafe leider voll war, aber die Alternativlocation war auch sehr angenehm, und der Kuchen auch hier selbstgebacken.
Das Stammcafe – diesmal leider nicht. Bis zum Frühjahr dann!
Hamburger pflegen ja ein wenig auf die Städte im Umland herabzusehen, aber bei meinen Besuchen in Stade wurde ich bisher immer positiv überrascht – von der Atmosphäre, den reizenden Gastronomiebetrieben, den Preisen, den interessanten Geschäften und nun auch vom Weihnachtsmarkt. Die können doch alle denken, was sie wollen – Ich schwöre auf Stade!


December 13, 2009 - כ"ו כסלו תש"ע at 8:56 pm
Hallo Anne -
ich habe dieses Jahr nur eine Adventsmesse besucht: Koppel 66 und danach hatte ich die Nase voll. Sowas von deprimierend, überheblich und gar nicht inspirierend. Das hatte so gar nix Beseelndes (bis auf eine Ausnahme). Und dann diese muffigen Gesichter dazu. Da ging mir glatt die Lust abhanden, überhaupt zu gucken. Vom Kaufen mal ganz abgesehen.
Schön, dass es in Stade so muckelig war!
Viele Grüße von Susanne
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Jinx Reply:
December 13, 2009 - כ"ו כסלו תש"ע at 9:01 pm
Da habe ich ja noch mal Glück gehabt – Koppel 66 habe ich mir nämlich auch überlegt …
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December 14, 2009 - כ"ז כסלו תש"ע at 6:01 pm
Das macht richtig Lust auf einen Besuch (wenn’s halt nicht so weit weg wäre)!
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December 18, 2009 - א' טבת תש"ע at 7:55 pm
[...] Besuch in Stade [...]
February 2, 2010 - י"ח שבט תש"ע at 8:19 pm
[...] My Stash and I » Besuch in Stade [...]