November 8, 2009 - כ"א חשון תש"ע
Dass nicht jedes Strickbuch die Erwartungen erfüllt, ist aus diversen Blogs wohlbekannt, aber manchmal kommt es vor, dass ein Buch den eigenen Blick auf das Stricken bzw. eine Technik auf den Kopf stellt. Das war bei mir z. B. bei Zimmermann so, und es ist – in kleinerem Maßstab auch hier der Fall, bei dem Buch Crazy Lace: an artistic approach to Creative Lace Knitting von Myra Wood.
Not every knitting book one orders meets the expectations, this can be read in a multitude of knitting blogs, but sometimes it happens that a book allows changes the way one thinks about knitting or a knitting technique completely. This happened to me when I read the books by Elizabeth Zimmermann, and it happened to me again when I took a closer look on this book: Crazy Lace: an artistic approach on Creative Lace Knitting by Myra Wood.
Nach Hanami konnte ich wohl behaupten, die Lace-Strickerei bewältigt zu haben, aber die auf dem Markt erhältlichen Bücher können mich nicht begeistern. Zu traditionell, zu altmodisch, nicht mein Fall. Alle Lace-Projekte in meiner Queue sind einzelne Muster, die ich über das Internet erworben habe. Lacebücher hingegen kaufe ich nicht. Crazy Lace habe ich mir bestellt, weil es einen radikal anderen Ansatz an die Lace-Strickerei versprach und die vorveröffentlichten Bilder vielversprechend wirkten.
After managing Hanami, I could heartily tell I accomplished with lace knitting, but the available books about lace knitting do not attract me at all: too traditional, too old fashioned. All lace projects waiting in my queue are single patterns, purchased via the internet, but I don’t buy any lace books. I decided to do differently when I saw a preview of Crazy Lace. The text promised a completely new approach to lace knitting and the preview pictures looked rather promising.
Das Buch enthält eine Beispielsammlung, aber keine festgelegten Muster für komplette Projekte. Stattdessen werden die Prinzipien der Lacestrickerei analysiert und vermittelt, wie man sich von Kästchenzählerei und Chartentzifferungsprozeduren befreien und individuelle, kreative und vor allem sehr moderne Laceprojekte erstellen kann, die mehr oder weniger frei mit der Technik umgehen.
This book contains several examples for lace stitches, but no ready-made patterns to follow for knitting complete projects. The basics of lace knitting technique is analyzed instead, and the author tells how to do it without counting tiny symbols on graph paper and chart decyphering procedures and how to create individual, unique, creative, and very modern lace projects which deal rather freely with the traditional lace knitting technique.
Die Autorin überträgt einige Ideen des Freeform-Knittings in die Lacestrickerei, was zu sehr überraschenden Ergebnissen führt. Ich habe mich gefragt, warum ich nicht selbst auf diese Idee gekommen bin, denn es wirkt auf mich so unschlagbar einfach und selbstverständlich. Das Ganze wirkt so vielversprechend, dass man sofort anfangen und ausprobieren möchte. Es ist auch ideal für handgefärbte Einzelstränge, bei denen man nicht sicher ist, ob man ein komplettes Projekt damit fertigstellen kann
The author adapted some ideas of freeform for lace knitting, what results in very surprising results. I had to ask myself why I didn’t have this idea myself, because it’s so stunningly easy. This looks so promising that I want to start and try it immediately. It’s ideal for handdyed single skeins of laceyarn if one is not sure whether this will make a complete project.
Das Buch wird sicher nicht jedermanns Geschmack treffen, gerade akribischen StrickerInnen dürfte es ein Gräuel sein. Kurz gesagt, traditionelle Lace-Strickerei ist mehr für gute Mädchen, Crazy Lace mehr für wilde Weiber.
This book will surely not be everyone’s cup of tea, specially meticulous knitters might easily hate this, but to cut a long story short: traditional lace knitting is more for good girls, crazy lace more for wild vixens.

November 8, 2009 - כ"א חשון תש"ע at 8:37 am
*lach* Jinx – das musst du anders sehen.
Klassisches Lace dient dazu, das wilde Weib als braves Mädchen zu tarnen
.
Ich bin schon total gespannt auf deine Ergebnisse und wünsche dir einen kreativen Sonntag
Bine
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November 8, 2009 - כ"א חשון תש"ע at 9:08 am
Hallo , Jinx
ich seh das so…” Um zum “wildenWeib” in Sachen Lace stricken werden zu können….bedarf es der Grundlagenkenntnisse und Fähigkeiten, die frau wunderbar als – Gutes Mädchen/akribische Anleitungsstrickerin – erst einmal beherrschen sollte….sonst kann das “Freie Stricken , mit oder ohne Perlen im Disaster enden…was Schade wäre für die Freude am Stricken und meistens auch für das Material.
In diesem Sinne…Happy Freeform Knitting für Dich
Ich selber bin nicht so experimentierfreudig mit meinen Garnen…schon gar nicht mit den selbstgesponnenen oder teuren Strängen…ich mag auch gerne vorher wenigstens ungefähr wissen…was ich grade stricke und wie das Ergebnis aussehen wird.
bis bald…
gudrun
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November 8, 2009 - כ"א חשון תש"ע at 1:56 pm
das hoert sich doch mal vielversprechend an – danke fuer die vorstellung! und natuerlich ist es nun sehr spannend, welche “perverse” idee du als abschluss bringen willst:))
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November 8, 2009 - כ"א חשון תש"ע at 4:53 pm
Hallo Jinx,
! Hast Du einen Tipp für mich,wie ich an das Buch komme??? Grüssle Doro
habe gerade bei Dir das tolle Buch und Deine Buchvorstellung gesehen…
Jetzt wollte ich das auch,aber leider gibts das nirgends zu kaufen,nicht mal Amazon kennt es
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November 12, 2009 - כ"ה חשון תש"ע at 1:43 am
sehe ich das richtig, dass Myra Woods nichts anderes sagt als “mach doch was du willst”? Also Freeform dem Wortsinn nach?
Den custumer reviews nach klingt das so?
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Jinx Reply:
November 12, 2009 - כ"ה חשון תש"ע at 1:50 am
Jein, sie sagt es, bezieht es aber auf die klassischen Techniken der Lacestrickerei.
Viele Grüße
Jinx
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