Oder: Where not to go too often …

Es gibt in Hamburg mehrere Stricktreffs, unter anderem den in der Ponybar, der 14-tägig sonntags stattfindet. Die Ponybar liegt am Salvador-Allende-Platz im Grindelviertel. Nun ist es ja immer etwas schwierig, eine geeignete Location aufzutun für einen Stricktreff – zu laut, zu dunkel, zu kleine Tische etc. Andererseits ist eine Unabhängigkeit von Wollgeschäften ein hohes Gut, das man nicht leichtfertig aufgeben sollte.

In die Ponybar gehe ich eher selten, da ich einen Stricktreff pro Woche im allgemeinen ausreichend finde. Doch an diesem Sonntag war ich mal wieder da. Mein Eindruck ist, dass es immer ungemütlicher wird. Tischreservierungen werden nicht entgegengenommen, sodass man sich, wenn man nachmittags ankommt, erstmal irgendwohin quetscht, bis ein Sofa frei wird, dann stürmen alle mittlerweile versammelten Strickerinnen dorthin. Leider reichte der Platz nicht aus, sodass man sich heute auf zwei weit voneinander entfernten Tische aufteilen musste.

Die Location ist zudem relativ lärmig und unruhig, sodass es schon schwierig ist, die Leute zu verstehen, die relativ in der Nähe sitzen, wobei man sitzt wie die Sardinen in der Dose – auf staubigen Fünfzigerjahre-Sesseln, die nicht unbedingt bequem sind (hallo, Milbenkolonie!). Gemütlich geht jedenfalls anders, anstrengend geht genau so.

Es gibt allerdings zwei Vorteile: Die Gruppe ist nett, und die Getränke sind relativ günstig. Das wäre es dann aber auch schon.