… und wieder auf nach Trotternish. Aber dort gibt es wirklich viel zu sehen, und dieser Teil der Insel ist vollständig umfahrbar (wenn auch auf einer meist einspurigen Straße).

Zunächst besuchten wir den Fairy Glen, zu Deutsch das Feental. Wandern kann man hier nicht, lediglich dieses kleine Tal auf einer schmalen, einspurigen Straße abfahren, aber das lohnt sich.

Abseits des Sträßchens entfaltet sich eine Landschaft, die wie verzaubert wirkt.

Es gibt Spuren einer menschlichen Ansiedlung, aber die Natur hat sie praktisch völlig überwuchert.

Dies sind die Überreste eines Hauses.

Überall erheben sich niedrige, sanfte grüne Hügel, die den Beschreibungen von Feenhügeln in den Sagen des keltischen Kulturkreises entsprechen. Überragt werden diese von ebenfalls niedrigen Felsen.

Auch einen kleinen See (eigentlich ein Tümpel) gibt es.

Wie an so vielen Stellen in den Highlands ist es auch hier sumpfig, aber das Wasser wirkt sehr klar.

Angesichts dieser Landschaft wird der Glaube an Feen und Naturgeister, der in Schottland, Irland, Wales und Cornwall sehr verbreitet war, nachvollziehbar (Trotzdem: Eine Fee oder Elfe sahen wir leider nicht).

Danach ging es weiter nach Uig. Da ist eigentlich gar nichts los, und der Ort ist auch ganz klein.

Wie man sieht, besteht Uig aus ein paar Häusern und einem Fährterminal (rechts sind noch ein paar Häuser mehr, aber das war es dann auch).

Bedauernd sahen wir der Fähre hinterher – sie geht nach Harris, das zu den äußeren Hebriden gehört. Damit möchte ich gerne fahren – aber nächstes Mal nehme ich Herrn Jinx mit.

In Uig gibt es neben dem Fährterminal noch eine Töpferei (naja, wer’s mag …), ein paar B&Bs und Souvenirshops. Der Ort lebt außerdem von der Fischerei, hier ein paar Hummerkörbe.

Danach folgte ein weiteres landschaftliches Highlight, denn wir querten die Insel auf einer abenteuerlichen Straße und wanderten zum Quiraing.

Nachdem es zunächst recht klar war, wurde das Wetter ein wenig schottisch, aber das tat dem Erlebnis keinen Abbruch.

Skye ist nämlich bei jedem Wetter schön.

Am Quiraing: Grüne Wiesen (mit den obligatorischen Schafen, hier nicht schon wieder im Bild) wechseln sich mit Felsen ab.

Am Quiraing: Der Blick ins Tal

Da es so schön war, fuhren wir ganz um Trotternish herum und betrachteten Duntulm Castle aus der Nähe.

Wie so oft auf Skye, erreicht man auch dieses Ziel auf etwas abenteuerlichen Wegen, hier durch ein windschiefes Eisentor.

Von Duntulm Castle stehen heute nur noch ein paar Mauern, es gehörte einem Zweig des einst mächtigen Clans MacDonald.

Der abenteuerliche Weg führt über einen abenteuerlichen Strandabschnitt, der allerdings sehr reizvoll ist.

Duntulm Castle – brüchig, instabil, einsturzgefährdet und nicht sehr groß und trotzdem sehr beeindruckend.

Neben den Überresten der Burg befindet sich ein Cairn, der zu Ehren der Familie MacArthur errichtet wurde. Die MacArthurs waren traditionell die Piper (Dudelsackbläser) der MacDonalds und führten auch eine Schule für diese Kunst (manche Aspekte der schottischen Kultur erschließen sich nicht auf den ersten Blick, aber es ist ein berührendes Dokument gegenseitiger Hingabe und Achtung).

Auf dem Weg zurück begegneten uns diese niedlichen Tiere: Schottische Hochlandrinder.

Obwohl sie sehr massig sind und beeindruckende Hörner haben, sind sie nicht eingezäunt, man kann sich ihnen also ungehindert nähern.

Auch sie sind eher bräsig und bewegen sich nur langsam.

Sie sind nicht scheu, und ihr Verhalten ist friedlich und sehr überschaubar.