May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט
Gestern war Muttertag, und ich lese in fast allen Blogs etwas dazu, entweder von Autorinnen, die Mütter sind, oder von welchen, die eine haben. Nur bei mir herrscht zu diesem Thema gähnende Leere. Und das hat einen Grund: Meine Mutter kann Muttertag nicht leiden, und ich auch nicht so sonderlich, was mich aber generell weniger betrifft, da ich keine Kinder habe.
Im Kindergarten und in der Grundschule wurde ich – wie alle – dazu angehalten, dieses freudige Ereignis zu bebasteln, was ich auch tat. Diese Produkte des pädagogisch induzierten kindlichen Schaffensdrangs wurden von meiner Mutter zu ihrem Ehren- und Freudentag mit leicht gequältem Gesichtsausdruck, aber mit dem Maß an Begeisterung entgegengenommen, die als akzeptabel gilt. Das lag nun weniger an den Produkten selbst als vielmehr am Anlass. Als ich alt genug war (ich denke, ich war so sechs oder sieben), wurde mir taktvoll beigebracht, dass ich diesen Tag bitte schnellstmöglich vergessen solle. Mir war’s recht, und ich habe meiner Mutter einfach so etwas geschenkt, immer mal wieder und ohne Anlass. Wenn ich gefragt wurde, was ich meiner Mutter denn zu ihrem Ehrentag geschenkt hätte, antwortete ich regelmäßig mit dem Wort “nichts”, was betretenes Schweigen zur Folge hatte – durch alle Altersgruppen hindurch. Folglich galt ich als Abweichlerin und vor allem als schlechte Tochter. Auch gut. Mich entband es jedenfalls für Jahrzehnte von der Verpflichtung, mit vorgebundenen und überteuerten Blumensträußen aufzuwarten, die aussehen wie ein welker Kohl.
Der Muttertag ist bis heute Anlass, bei der Meinigen zu panikartigen Anfällen zu führen, zuletzt, als ich am Freitag ankündigte, ein Gedicht zu ihren Ehren in meinem Blog zu veröffentlichen. Und das, obwohl ich überhaupt keine Gedichte schreiben kann, wie meine Mutter sehr wohl weiß (ich kann über alles mögliche und auch unmögliche schreiben, aber nicht, wenn es sich reimen soll).
Wenn ich auf Nachfrage, warum ich meine Mutter nicht bedenke, antworte, dass sie diesen Tag zutiefst ablehnt, werde ich – nach der obligatorischen betretenen Schweigeeinheit – gefragt, warum das denn so ist, folgen Erklärungen, die ebenfalls zu betretenem Schweigen führen, aber irgendwas ist ja immer. Für die Ablehnung gibt es mehrere Gründe.
- Der Muttertag wurde in Deutschland vom Verband der Blumenhändler etabliert. Es ist also ein Feiertag mit kommerziellem Fundament, ebenso wie hierzulande der Valentinstag (den mein Freund und ich ebenso ignorieren, wir sind einfach das ganze Jahr nett zueinander).
- Die Nazis betrieben einen echten Kult um diesen Tag, was bei mir und den Meinen zu einer instinktiven Abwehrhaltung führt.
- Meine Mutter ist der Meinung, dass es in jedem Fall vorzuziehen ist, wenn sich ein Kind das ganze Jahr über um seine Mutter kümmert, etwas mit ihr unternimmt und Kontakt hält, dann braucht man auch keinen Muttertag. Trifft das nicht zu, kann sich besagtes Kind seinen Blumenstrauß auch in den Arsch stecken (nicht meine Formulierung).
Ich gehe da mit meiner Mutter völlig konform, aber natürlich habe ich auch wieder Unsinn im Kopf, ob ich nicht doch irgendwann mal … nur ein bisschen … und weil es lustig werden könnte. Dieses Jahr hatte ich zur fraglichen Zeit hartnäckig ein Bild im Kopf von einer mit Blumen umkränzten Klobrille in der mütterlichen Wohnung. Das löste übrigens das Bild von einem ca. 1 Meter breiten Blumenstrauß aus Strumpfgewebe ab, das mich jedes Jahr zu nämlichen Zeit heimsuchte. Also, liebe Mama, ich wünsche Dir auch an dieser Stelle ganz ausdrücklich nicht alles Gute zum Muttertag. Wir werden es auch weiterhin ignorieren, dass die Blumenhändler verrückt spielen mit ihren Preisen. Aber sollte ich das Bild von dem umkränzten Lokus nicht loswerden bis nächstes Jahr, weißt Du, worauf Du Dich einstellen darfst.
May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 10:34 am
*flüster* schreibt sich “entbinden” nicht mit “t”? *flüsteraus*
Ich habe dieses Jahr das erste Mal die Muttertagswelle nicht mitgemacht und bei meiner Schwester (die mich mehrmals fragte, ob ich am Muttertag unsere Mutter besuche, und jedesmal ein Nein bekam) ein Gefühl der Beklemmung hinterlassen
Ich bin ja gespannt, ob meine Mutter selbst dazu etwas zu mir sagen wird, ich habe nämlich keine Ahnung, ob sie darauf Wert gelegt hätte oder nicht…
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Jinx Reply:
May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 10:42 am
*auchflüster* Du hast recht, herzlichen Dank, ich hab’s verbessert.
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 10:38 am
Hihi
ich sehs ähnlich und ignoriere das ganze tatam. In France ist der Muttertag erst in zwei oder drei Wochen und meine kurzen sind noch zu kurz um Ihnen das taktvoll genug zu erklären. Kommt aber auch noch.
Worum ich leider nicht komme ist das Valentinstagsgebämmels. Meine Schwiegermutter hat Tags darauf Geburtstag und man stellt sie mit Blumen meist sehr zufrieden…. :-/
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 11:13 am
Hallo,
ich bin da auch immer etwa gespalten – mit meiner Mutter ist das Verhältnis nicht sooo toll und ich bin “pflichtschuldig”, wenn auch mit einem Grummeln im Bauch.
Mit meinen Kindern ist das Verhältnis toll – und wir zelebrieren den Muttertag trotz kleiner (gegenseitiger) Aufmerksamkeiten das ganze Jahr. Irgendwie ist es schön und zeigt einfach noch ein bissl mehr Nähe. Blumen lehne ich aber auch ab, aber Wolle ist doch eh vieeeeeeeeeel besser
.
Liebes Grüßli
Bine
PS: und wenn irgendwann ca. 1 m große Gestalten lauwarmen Kaffee mit Satz am Bett servieren und mühsam auswendig gelernte 3 Zeilen stammeln, glaub mir, dir geht das Herz über und du wirst Muttertag lieben….
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 12:55 pm
Von mir aus könnte man den Muttertag abschaffen, mir ist diese massenhafte Zwangszuneigung an diesem bestimmten Tag zuwider. Habe leider eine Mutter, die auf diesen Tag mehr Wert zu legen scheint als auf ihren Geburtstag. Ich werde schon lange vorher gefragt, ob ich denn auch vorbeikomme. Wenn es sie denn glücklich macht. Blumen gibt’s trotzdem nicht. Schon wegen der Blumen-Mafia, die uns diesen Tag eingebrockt hat.
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 1:59 pm
Hallo Jinx,
ich bin hier vollkommen deiner Meinung und der deiner Mutter. Ich komme ursprünglich aus den neuen Bundesländern und zu DDR-Zeiten gab es keinen Muttertag, jedenfalls nicht offiziell. Dafür aber dann eben den Internationalen Frauentag, der “gebührend” gefeiert wurde. ^^
Zurück zum Muttertag. Leider lebt meine Mutter nicht mehr, aber ich weiß, dass sie meiner Meinung gewesen wäre, die da lautet: “Ich bin das ganze Jahr Mutter und nicht nur an einem Tag im Jahr.” Und genau das weiß auch mein Sohn und beschenkt mich täglich mit einem Lächeln, manchmal einfach so mit einer selbstgebastelten Karte, einem Origami-Schwan (den kann er aus dem ff *gg) usw.
Ich bin gegen den Kommerz, der um solche Feiertage betrieben wird und unterstütze es somit auch nicht.
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 1:59 pm
Ich als Mutter lehne diesen Tag ebenfalls vehement ab und erspare somit meinen Kindern dieses krampfhafte Gebastel!
Aber man bestätigt mir hin und wieder, dass ich “eben seltsam” sei…
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margret Reply:
May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 2:09 pm
Ist “seltsam” nicht fast schon ein Kompliment?
Meine Kinder wurden, wie ich etwa 20 Jahre später erfuhr, um ihre Mutter, die “so anders” war, glühend beneidet. Gelassen, die Glucke nicht heraus lassend, dafür aber immerwährend erreichbar für jedwede Beklemmung und ein Löwe, wo nötig, ansonsten aber auf Unabhängigkeit allerseits pochend.
Hat mir auch so spät noch gut getan, denn von den üblichen mütterlichen Zirkeln bleib ich natürlich ausgeschlossen. Viel zu groß, die Gefahr.
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Jinx Reply:
May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 2:41 pm
O ja, zum Thema “Mütterzusammenkunft” bzw. “Damenkranz” fällt mir eine ganz trübe Geschichte ein. Als ich 16 war, haben meine Eltern mit Leuten verkehrt, deren Frauen irgendwie so einen Handarbeitskreis aufgebaut hatten, bei dessen Treffen sie für wohltätige Zwecke sammelten. Nix gegen wohltätige Zwecke und so, aber die Damen planten, ca. 150 DM kollektiv bei einer lokalen “bedürftigen” Familie persönlich abzugeben, im Nerzmantel und mit Krokotasche … Nun ja, jedenfalls rückten die uns mal auf die Bude. Mein Vater floh entsetzt in mein Zimmer (was er sonst nie tat) und überließ meine Mutter ihrem Schicksal (schließlich handarbeitete er nicht). Mir war’s relativ wurscht, ich war ein Teenager, und meine Zimmertür war ohnehin zu. Jedenfalls schickte mich mein exilierter Vater gegen 16.00 Uhr, eine Flasche Wein und den Korkenzieher holen, und ich musste damit an den Damen vorbei. Wir hatten es in meinem Zimmer ganz lustig und verbrachten die feindliche Belagerung bei Wein und Zigaretten. Die Damen hatten wohl einen etwas nachteiligen Eindruck, denn die Rauchschwaden drangen auch durch die geschlossene Tür, und sie dachten wohl, dass Vater und Tochter Jinx sich am hellen Nachmittag betrinken … Meine Mutter beneidete uns glühend, sagte aber nichts, wohl aus pädagogischen Gründen. Jedenfalls sind die Damen nie wieder auf die Idee verfallen, uns heimzusuchen, und meine Mutter ist auch nie zu einem ihrer Treffen gegangen. Kann man eigentlich gar nicht erzählen, so etwas.
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Birgit Reply:
May 12, 2009 - י"ח אייר תשס"ט at 12:42 pm
Seltsam? Dann schließe ich mich diesem Kreis an.
Die drei Punkte, die Jinx aufgeführt hat, gelten auch bei uns.
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 2:03 pm
ich habe meine Tochter vom Muttertag befreit, es ging uns beiden damit sehr gut.
Danke für diesen Bericht, nun fühle ich mich nicht mehr so ausserirdisch
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 2:08 pm
Na, denn mal herzlich willkommen bei der Sammelstelle für alle AbweichlerInnen und Eigenartigen.
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 3:04 pm
Meine Kinder sind ebenfalls vom Muttertag befreit – und überhaupt sieht mein Traum-Muttertag so aus: Gepflegter Wochenend-Verwöhn-Ausflug mit ähnlich gesinnten Freundinnen, von Familie und Feierzwang befreit.
(Meine Mutter sagt zwar immer sie lege keinen Wert auf Muttertat, aber wenn dann keiner anruft ist sie doch irgendwie gekränkt…)
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 3:19 pm
Hallo Jinx,
meine beiden haben noch jede Menge Spass, mir an diesem Tag ein Freude zu bereiten und ich freue mich auch einfach darüber. Die beidne haben mit der ganzen Heimlichtuerei auch einen riesigen Spass.
Ich habe aber schon jetzt meinem Sohnemann eingetrichtert, dass ich nur Eigenkreationen annehme und jedes gekaufte Produkt nicht leiden kann. Ich werde auch beide Kinder später von dem Gedöns befreien und mich lieber das ganze Jahr mit ihnen vertragen.
Ausserdem frage ich mich bei diesem ganzen Muttergeschmalze, was denn mit dem Vater der Kinder ist. Er kümmert sich auch um seine Brut und dass mit aller Liebe und Aufmerksamkeit – und ich bin doch nur wegen meines weiblichen Geschlechts nicht besser oder muss mehr gewürdigt werden.
in diesem Sinne
Liebe grüße
Manja
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 4:04 pm
Ich habe meiner Mutter bestimmt schon seit mindestens 35 Jahren nichts mehr zum Muttertag geschenkt oder verkrampft angerufen
) Und meiner Tochter ist das seid der Grundschule (wo eben allgemein gebastelt wird) auch erspart geblieben. Wir kommen alle sehr gut ohne Muttertag, Valentinstag etc. aus ! Außerdem kriege ich jeden Morgen meinen Kaffee ans Bett – was will man mehr ?
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 5:30 pm
Schön zu lesen,dass andere genauso allergisch reagieren.Dieses Jahr haben es alle vergessen(perfekt) und meine Jüngste(8 Jahre)die in der Schule noch zwangsbasteln muss,fand ihr Geschenk so gelungen,dass sie es selber behalten wollte(noch besser).Als mein Mann auf den Muttertag angesprochen wurde meinte er entsetzt,damit hätte er nichts zu schaffen, ich sei ja nicht seine Mutter.
Mir sagen auch andere Feiertage nichts.Wenn das so verordnet daherkommt, kriege ich sofort eine antihaltung.Ich mag Partys durchaus,aber lieber ohne Zwang.Ich gehe auch nicht gerne auf Hochzeiten und motiviere mich,wenn es nicht zu umgehen ist mit dem feinen Essen.Ich habe allerdings auch schon ganz nette Hochzeiten erlebt die jedoch nicht der gängigen Norm entsprachen.Man traf sich Nachmittags am Rheinfall, hat mit dem Boot eine Tour bis ganz nah an den Wasserfall gemacht wo das Jungvolk in den Rhein sprang(teilweise in den Unterhosen,die dann der starken Strömung wegen weggeschwemmt wurden) und zurück zur Anlegestelle schwamm,danach war Abendessen angesagt und spät Abends dann noch die Kirche.War echt lustig und wohl die Ausnahme, die die Regel bestätigt oder so ähnlich.
LG Mirjam
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 6:06 pm
Hier nun die Mutter, die sich dem Muttertag verweigert!
Ich bin glücklich, dass es diese Tochter gibt und dass uns ein herzlich-liebevolles Verhältnis verbindet. Sie ist immer für mich da, wenn es um Rat und Tat geht, und sie überrascht mich immer wieder, wenn sie sich für mich kleine Aufmerksamkeiten oder großartige Geschenke einfallen lässt (was mich manchmal fast überfordert). Ich liebe sie und möchte auf keinen Fall, dass diese Beziehung in irgendeiner Weise kommerzialisiert wird. Sie ist auch nicht an einem bestimmten Tag festmachen, sondern gilt für immer.
Kuss Mama
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 6:26 pm
Deine Mutter hat ja so recht! Obwohl ich eine Weile brauchen werde, das geistige Bild des Blumenstraußes wegzukriegen, der in einen unaussprechlichen Ort gerammt wurde (wurks). Und die blumenbekränzte Klobrille solltest du nur jemandem schenken, der auf der Liste der absoluten Stinkstiefel/Spießbürger/unerträglichen Zeitgenossen gaaaanz oben steht. Ich wüsste da auch jemanden (aber vielleicht würden die sich noch darüber freuen…)
Ines
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 7:58 pm
… ich bin das ganze Jahr über Mutter – nicht nur einen Tag – und man braucht mich auch nicht zu feiern, weil ich Mutter bin. Ich wollte das so *ggg*.
Meine Familie und mich verbindet mehr als der Muttertag – den brauchen wir nicht, wir wissen was und wer wir füreinander sind, Erinnerungen sind unnötig.
Grüßle
Christiane
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May 11, 2009 - י"ז אייר תשס"ט at 10:25 pm
Hi Anne,
meine Mutter mag den Muttertag auch nicht sehr. Und so hab ich ihr als Kind meist einen Strauß (Wiesen-)Blumen gepflückt und dann ist die ganze Familie zur Oma zum Kaffeetrinken. Gestern waren wir zwar auch bei meinen Eltern, aber ihr PC “muckte” und so verbanden wir es mit einem Besuch.
Eine Begebenheit am Muttertag entlockt meiner Mutter und mir noch heute ein breites Grinsen. Mama und ich sind an einem Muttertagsabend griechisch essen gegangen und dann gings ans Bezahlen. Die Bedienung meinte, dass ich (als Tochter) an einem solchen Tag zahlen müsste. Meine Antwort: “Heute ist Muttertag, die Mutter zahlt!” Das Gesicht von der Bedienung werd ich nie vergessen
Meine Schwiegermutter wär supertraurig, wenn an ihrem “Ehrentag” keine Gratulation von ihren Söhnen käme…
Liebe Grüße, Ulli
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May 12, 2009 - י"ח אייר תשס"ט at 7:19 am
Meinen Kindern habe ich es freigestellt. Wer mich beschenken möchte, gerne, da freu´ich mich. Wer nicht dran denkt, auch gut, und wird auch wie jedem Tag liebgehabt.
Meine Mutter legt Wert darauf, also schenke ich ihr ein Buch. Schwiegermutter ist es auch wichtig, also bekommt sie geliebte Süßigkeiten, kein Problem. Eigentlich ist das doch schnell getan und alle sind zufrieden.
Ich würde mir als Mutter (Vollzeitmutter) mehr Anerkennung in der Gesellschaft wünschen. Für Erwerbstätige sind wir doch nur die Faulen (bei 7 Tagen Arbeit rund um die Uhr ohne Bezahlung) und für berufstätige Mütter ein Dorn im Auge, weil
sie auch gern bei ihren Kindern wären.
Warum muß ich mich täglich dafür rechtfertigen, für meine drei Kinder zu Hause zu sein?
Gruß von Anja
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May 12, 2009 - י"ח אייר תשס"ט at 7:22 am
Mutter sein muss etwas furchtbar Schreckliches sein, wenn frau einmal im Jahr mit so viel Feier-Tam-Tam dafür entschädigt werden muss…
Liebe Grüsse, Katia
(mit drei Kindern – und dies ganz und gar nicht schrecklich findend!)
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May 12, 2009 - י"ח אייר תשס"ט at 6:17 pm
You made my day….
)
Ich wurde immer entsetzt angeschaut, wenn ich mich verweigert habe. Aber jetzt lehne ich mich beruhigt zurück und bin ganz entspannt. Meine Ma ist ähnlich gestrickt. Vor einigen Jahren hat sie sogar wortlos den Telefonhörer aufgelegt, als mein Bruder es “wagte” zum Muttertag zu gratulieren *kicher*. Dabei hätte er es wissen müssen….
Solange die Kinder klein waren, habe ich die gebastelten Geschenke entgegengenommen. Aber nun ist das zum Glück vorbei. Lediglich zum Essen habe ich mich “einladen” lassen – aber auch nur als Ausrede, ich hatte nämlich keine Lust zu kochen *hüstel*. Und ein Muttertagsgeschenk habe ich trotzdem bekommen, wieder eines, was ich nicht wollte – von Mutter Natur: einen Sonnenbrand *jammer*
Hurra! Es lebe die Anti-Muttertags-Gemeinschaft….
Hoch erfreute Grüße
Suse
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May 13, 2009 - י"ט אייר תשס"ט at 7:14 am
Jetzt komm ich noch mit meinem Quark.
Meine Mutti hat nichts von mir bekommen, gratuliert habe ich auch nicht und der Muttertag an und für sich war und ist mir noch immer egal.
Warum dann mein Kind ausgerechnet an diesem Tag mit den phänomenalen rosa Cupcakes kam? Ist angesichts der Tatsache, dass sie rosa waren, phantastisch schmeckten und der Idee dahinter, dass so etwas schon immer gemacht werden wollte, vollkommen egal.
Mir hat’s geschmeckt, dem Kind hat’s geschmeckt, mehr zählt nicht und mehr wäre es an jedem anderen Tag auch nicht gewesen.
Herzlichste von der Ev, der Pro und Contra mal wieder Jacke wie Hose ist.
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