Hamburg hat viele Märkte, und einer der schönsten ist der Isemarkt, der praktischerweise ganz in der Nähe meiner Wohnung liegt. Er liegt romantisch unter der kultigen Hochbahn und ist so relativ wetterunabhängig.

Das erste Bild täuscht, denn er ist sehr gut besucht, teilweise muss man sich richtig hindurchdrängen, was zweifellos an dem interessanten und vielfältigen Angebot liegt.

Links: Käse, rechts: Blumen. Mitte: viele Menschen.

Meine Kindheitserinnerungen an den lokalen Markt sind eher trübe, dafür war ich schon früh für die Märkte in Italien und Frankreich zu begeistern, die mit ihrer Vielfalt und Farbenpracht alles übertrafen, was die Metropole Bad Homburg vor der Höhe (*gähn* – nie wieder!) selbstverständlich nicht bieten konnte. Auf dem Isemarkt gibt es selbstverständlich Obst und Gemüse, vorwiegend von Anbietern aus der Region, aber auch Exotisches und Biologisches. Es gibt viele Käsehändler, verschiedene Schlachter (auch Spezialitätenmetzger), Delikatessen aus vielen Ländern, von arabisch bis französisch (an dem Stand der Franzosen erleichtern Französischkenntnisse übrigens das Einkaufen, es ist nicht so, dass sie kein Deutsch sprechen würden, sie tun’s nur nicht so gerne), verschiedene Bäcker, Blumenhändler und Fischhändler. Aber es gibt auch Blumen, Gartenpflanzen, Bürsten, Klamotten, Kunsthandwerk, Schmuck, ein paar Trödler, Gewürze, Teestände, Seife und Cafes. Die Mischung macht es.

Hier eine kleine Auswahl des reichhaltigen Sortiments.

Spargel: Die Saison hat begonnen, und hier gibt es diverse Sorten und Qualitäten.

Einige Angebote sind allerdings nur als antizyklisch zu bezeichnen:

Frische Kräuter gibt es auch.

Auch bei den Kartoffeln herrscht Vielfalt. Es gibt mehr als eine Sorte als die “vorwiegend festkochende” Standardkartoffel aus dem Supermarkt, die angeblich für alles geht, vom Salat bis zur Baked Potato.

Bei den Tomaten sieht es ähnlich aus:

Fische. Hier bekommt man alles, vom Hummer über große Tintenfische bis zu einem soliden grünen Hering.

Und auch die traditionsreiche Hamburger Rossschlachterei ist mit einem Stand vertreten. Die ist hier so populär, dass sie ihre Würstchen auch auf dem Hamburger Dom verkaufen. Ja, ich esse sie auch. Ja, ich finde sie lecker. Ja, ich habe welche gekauft, denn der Mann isst sie auch sehr gern. (… und wieder 50 LeserInnen weniger – ach was, mindestens 100!)

Wem das zu exotisch ist, findet auch bodenständig Deutsches:

Neben Schnittblumen …

… gibt es auch ein reichhaltiges Angebot für die Freunde des Gärtnerns.

Ansonsten gibt es noch Stoffe …

Stoffe

Klamotten …

Kindersachen …

Bücher …

und Kunsthandwerk verschiedener Art.

Der Markt findet Dienstag und Freitag ab morgens statt, und gegen 14.00 Uhr sind die meisten Händler bereits am Abbauen. Ach ja, Dienstag ist auch ein Wollstand vor Ort, allerdings mit einem wenig aufregenden Angebot.

Just some impressions from a local market in Hamburg.