Das Internet ist eine Quelle der Inspiration für uns alle, die niemand mehr missen will. Wir sehen neue Dinge, die uns beflügeln oder wir sehen etwas, das uns früher zu kompliziert erschien, während wir durch die zahlreichen Anleitungen etc. lernen, dass es eigentlich ganz einfach und auch für uns nachzumachen und damit auch zu erleben ist.

Jede von uns beschränkt sich gezwungenermaßen auf einige Bereiche oder Techniken – oder auch nur auf einen einzigen. Bei mir ist es Stricken, Filzen und Spinnen, und eingeschränkt Häkeln (Amigurumis und vielleicht mal eine Decke) und Perlenarbeiten.

Man sieht immer wieder Dinge, die andere ausüben oder neu beginnen und freut sich daran, ohne dass man es nachmachen möchte oder die Möglichkeit hat. Auch ich habe vieles gesehen, was ich teilweise mit Spannung verfolge, ohne selbst tätig zu werden. Anderes hingegen gefällt mir einfach nicht.

Hier folgt eine kleine Auswahl:

  • Weben: Ich habe keinen Platz für Webrahmen, von Webstühlen ganz zu schweigen.
  • Strickmaschinen: Siehe Webrahmen. Außerdem stricke ich vor allem vor dem Fernseher, was mit einer Maschine nicht so gut möglich ist.
  • Färben: Finde ich reizvoll, wenn andere es machen. Mich überkam es bisher nicht und wird es auch in absehbarer Zeit nicht tun. Mein Lebensgefährte, unsere Töpfe, das begrenzte Platzangebot in Küche und Bad danken es.
  • Sock Blanks: Dies wird mich nie überkommen, da ich keinen Sinn darin sehe, Dinge zu bemalen und aufzuribbeln, um dann etwas zu stricken, das doch aussieht wie handgefärbte Sockenwolle. Die kann ich kaufen. Besonders freudlos finde ich die Variante, in der man erst Rechtecke aus naturfarbener Wolle strickt.
  • Scrapbooking: Gibt es von sehr attraktiv bis ganz gruselig, muss ich nicht haben. Ich weiß, dass ich mir die Dinger ohnehin nie ansehen werde. Für mich wäre es wie eine elektrische Eisenbahn: Der Aufbau ist toll, das Endprodukt kann mir gestohlen bleiben.
  • Stempelkarten: Stempeln übt keinen Reiz mehr auf mich auf, seit ich meine Kinderpost einmottete.
  • Teddybären/Puppen herstellen: Letzteres ist, wenn man hohe Ansprüche hat, sauteuer, und ich mag einfach keine Puppen, vor allem nicht in Rudeln. Teddybären haben ein ähnliches Problem, vor allem stellt sich mir die Frage: Wie viele Teddybären verkraftet unsere Wohnung, ohne dass wir uns fragen müssen, ob wir nicht doch ein wenig abseitig veranlagt sind.
  • Nähen: Ist toll, aber das Equipment … Und ich habe eine tief verwurzelte Abneigung dagegen und habe es auch in der Schule nicht gelernt. Meine Oma hat allerdings sehr gute Noten für meine Schülerarbeiten bekommen.
  • Quilting: Finde ich faszinierend, wenn ich die Ergebnisse anderer so sehe. Zieht jedoch auch wieder einen Stash nach sich. Und es wird genäht … siehe oben.
  • Sticken: Nett, aber was soll ich mit dem Kram?
  • Occhi: Hat mich mal fasziniert, und ich habe sogar die Basistechniken erlernt. Nur: Was soll ich mit dem Kram?
  • Klöppeln: Faszinierend, aber was soll ich mit dem Kram? Unsere Toleranz Spitzendeckchen gegenüber geht gegen Null.
  • Serviettentechnik: Also, ich muss doch sehr bitten!
  • Kerzenherstellung: finde ich zu kunstgewerblich.

Jedes Mal, wenn jemand aus meiner Blogrunde ein neues Hobby für sich entdeckt, nehme ich virtuell daran teil und freue mich mit. Vor allem freue ich mich daran, dass dieser Elch an mir vorbeiging (denn der Elch bringt immer Freunde mit, in Gestalt von Büchern, Stash und Equipment).

Aber selten, sehr selten erwischt es mich, und dann verfluche ich mein Leben. Als wären meine Hobbys nicht genug. Aber es kommt tatsächlich vor, dass ich immer noch der Faszination erliege.

Ehrlich, manchmal habe ich richtig Angst. :D

To cut a long story short: I’ll start card weaving soon. Isn’t it horrid? As if I hadn’t enough hobbies!