February 1, 2009 - ז' שבט תשס"ט


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Nun ist es offiziell, ich werde einen Workshop zum Thema traditionelle Fischerpullover (Ganseys, Guernseys …) im Rahmen des ersten deutschen Raveler-Meetings in Backnang halten. Für alle, die das Thema interessiert, gibt es hier einen Überblick über den Inhalt des Workshops zum Download.

… der Isager-Jacke Stumpen ist fertig. Im Gegensatz zum Rückenteil hat es ein Diagonalmuster in rechten und linken Maschen.

… of the Isager cardi Stumpen is done. Unlike the back it has a pattern of diagonal stripes at the top.

Liebes Wollschaf,
gibt es eigentlich schon Garne aus China in Europa zu kaufen? Ich kam auf diese Frage, weil wir doch überall mit Billigprodukten aus China zugeballert werden. Nur Wolle habe ich – dem Himmel sei dank – noch nicht gesehen. Frage an die Handarbeitsluder: würde ihr Chinagarne verarbeiten, wenn sie günstiger wären als heimische oder sonstige Qualitätsgarne?

Ich bin mir sicher, dass es hierzulande Garne aus China gibt. Ich denke da an Seide, Baumwolle, aber auch an Kunstfasern. Schließlich ist Rowan eine britische Firma und lässt in Italien produzieren (zumindest war das bis vor einiger Zeit so).

Ich habe mal Chinaseide verstrickt; ob die jetzt nur so hieß, weil sie nach chinesischer Art produziert war oder ob sie in China hergestellt wurde, weiß ich nicht, aber sie war alles andere als billig und hatte mit dem oben Genannten weder vom Preis noch von der Qualität nichts zu tun.

Ob ich bewusst Garne aus China verarbeiten würde, kann ich pauschal nicht beantworten. Ich habe nichts gegen Chinesen, meine Schwägerin stammt von dort, aber ich boykottiere Produkte, die unter unsäglichen Arbeitsbedingungen hergestellt wurden, wie das in China leider noch oft der Fall ist. Kunstfasern verarbeite ich nicht, daher würden Acryl- und Poly-Billiggarne für mich ohnehin nicht infrage kommen, egal, ob sie in China oder in Deutschland produziert wurden. Ein hochwertiges Garn aus vernünftiger Produktion würde ich allerdings verarbeiten, auch wenn es aus China kommt.

Dies ist ein Post, das ich allen widme, die sich brennend den Frühling herbeiwünschen und von den immer noch anhaltenden Schneefällen frustriert sind, teilweise inspiriert hiervon.

Ich habe da ja eine eigene Meinung, denn in den Zeiten des Klimawandels bin ich froh um jeden Winter, der diesen Namen wenigstens ansatzweise verdient und nicht als etwas zu kühl geratener Frühling daherkommt, auch wenn Hamburg nicht gerade das Eldorado für Schneefans ist. Aber ich genieße jede Jahreszeit und nehme sie, wie  sie kommt, denn das Wetter ist eines der wenigen Dinge, an denen man nichts, aber auch gar nichts ändern kann, egal wie sehr man sich aufregt. Und ehrlich gesagt, wir haben Februar, und damit Spätwinter. Insofern ist das Wetter völlig jahreszeitenkonform.

Für alle, die unter Kälte und Dunkelheit leiden, habe ich dieses Amigurumi gestrickfilzt. Es ist ein erster grüner Grashalm, der fröhlich sprießt, auch wenn es draußen noch schneit, der ein Ersatz für das Echte ist, auf das wir noch ein wenig warten müssen. Aber es ist die Idee, die zählt, und daher widme ich diesen Grashalm allen Wintermüden und Beladenen.

Der Grashalm selbst ist übrigens ein Geschenk für Frau B. S. aus A., die dieses Jahr besonders unter dem Winterblues leidet. Für sie ist dieser Frühling zum Knuddeln, sozusagen.

Insofern kann ich jetzt mit voller Berechtigung sagen:

DAS GRAS IST GRÜN!

This is an amigurumi of grass for all who suffer from the long winter and can’t wait until spring arrives. The toy itself is a present for my mother.

Dies ist der Grashalm in ungefilztem Zustand. Ich bin ja nicht der größte Amigurumi-Fan, denn die meisten erscheinen mir banal und phantasielos. Aber Hrachovecs Entwürfe sind eine Ausnahme, denn sie haben Witz und einen sehr hohen Abstraktionsgrad. Eine Reduktion aufs Allerwesentlichste unter dem Einsatz von viel Phantasie und Kreativität, und das, ohne sich in Details zu verlieren. So wurde ich auch gleich einen Teil des grünen Strangs von Cascade in einer absolut ungeliebten Farbe los.

This is the grass amigurumi, unfelted. I’m not to keen on amigurumis, since most of them appear to be trivial and fanciless to me. But the patterns by Hrachovec are different, since they are absolutely witty and full of esprit. They have a high level of abstraction, a reduction to the absolute necesseties for being recognizable, combined with a lot of imagination and creativity without getting lost in too many details. Knitting this I got rid at least of a part of a skein of Cascade 220 in a colour I don’t like that much.

Technische Details / Technical Details

Muster/Pattern: Grass
Designer: Anna Hrachovec
Quelle / Source: Mochimochiland
Material: Cascade 220, Colour: Palm; Glasperlen / beads
Nadeln / Needles 3,75 mm
Verbrauch / Weight: ca. 20 g

I am Elizabeth Bennet!

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Gefunden: hier

Morgen, 17. Februar 2009, treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Stricken und Schnacken. Weitere Informationen zum Wann und Wo gibt es hier.

Tomorrow, February 17, 2009 we will meet again for knitting and chatting. Please view this page for details.


Nachreichen möchte ich noch meine Bosworth-Spindel aus Kirschholz. Sie wiegt etwa 25 Gramm und hat mich beim Anspinnen sehr verwirrt, denn sie ist so perfekt und so glatt, dass man eigentlich gar nicht merkt, dass sie da ist. Außerdem ist sie einfach wunderschön.

I still have to show the Bosworth spindle made from cherry wood which arrived lately. It weights about 25 gramms and somewhat confused me when I tried it first, because it’s so perfect and so smooth that I hardly noticed it was there at all. Besides this, it’s really handsome.

… der obere Teil eines überfahrenen Tieres, sondern der Rücken der Jacke Stumpen von Marianne Isager. Das Stricken ging wahnsinnig schnell, dank des Brioche-Musters, und obwohl es ja als ziemlicher Wollfresser bekannt ist, wiegt das Rückenteil keine zweihundert Gramm. Was die Tentakeln oben sollen, weiß ich auch noch nicht, aber die Anleitung verlangt sie, und ich werde es schon herausfinden, wenn es so weit ist. :D

… the upper part of a little animal hit by a truck, but the back of the Stumpen cardigan by Marianne Isager. It was really a fast knit, thanks to the brioche stitches. Although this pattern eats up yarn pretty much, the back weights less than two hundred gramms. What’s about the tentacles in the upper part I don’t know yet, but the instructions call for them, and I think, I’ll find out later. :D

Detail der oberen Rückenansicht

This is a detail of the upper back.

Wie Ihr vielleicht wisst, liegt mir das Stricken der nordischen Länder sehr am Herzen, und viele meiner Projekte sind der nordischen Strickkunst zuzuordnen. Entsprechend habe ich Bücher, die sich den Stricktraditionen Dänemarks, Schwedens, Norwegens, der baltischen Staaten, Schottlands etc. widmen. Doch eines hatte ich bisher nicht auf der Karte der Stricknationen: Grönland. Der nördliche Eiskontinent ist ja für mich  – wie sicherlich für die meisten – ein weißer Fleck auf der inneren Landkarte des geographisch-kulturellen Wissens. Doch dann entdeckte ich bei der bloglosen Kathrin ein kleines Büchlein, dass sich exklusiv den traditionellen grönländischen Pulswärmern widmet. Besonders daran ist, dass man dort sehr viel mit Glasperlen arbeitet, die die traditionellen Strickstücke verzieren.

As you might know, I have a heart for the knitting traditions of the northern hemisphere, and many of my knitting projects can be allocated there. This means, of course, that I own some books about knitting in Denmark, Sweden, Norway, the Baltics, Scottland etc., but one country never appeared on my inner map of the knitting nations, and this was Greenland. The icy continent in the very north is for me something like a white spot regarding my geographic and cultural knowledge. But then Kathring (blogless) brought a little booklet which is dedicated exclusively to the traditional greenlandic wristwarmers. They’re quite special, because they’re all beaded, as other traditional knitted garments from up there seem to be.

Also zögerte ich nicht, das Heft zu bestellen, da ich es auch wichtig finde, solche Publikationen zu unterstützen, die sich der Bekanntmachung exotischer Stricktraditionen widmen (denn wenn niemand so etwas tut, stricken wir nämlich alle irgendwann mit Superwash-Acryl-Standardgarn aus normierten Heften mit dem absolut widerstehlichen Charme der tiefsten Provinz). Ich bestellte bei einem grönländischen Versandbuchhandel ein Exemplar, und zwar in der Originalsprache (da sind Worte drin, die habt Ihr noch nie gesehen, ehrlich, aber ich finde es so lustiger). Das macht nichts, denn die Anleitungen sind in Umzeichnung angegeben, und die Zahlen sind ohnehin abgedruckt. Der Versand erfolgte schnell und problemlos, und außerdem war das Büchlein auch noch sehr nett verpackt.

Therefore I didn’t hesitate to order this cute little publication, because I think it’s important to support the ones who try to keep the more exotic knitting traditions alive  (otherwise we’ll once come to the point when everyone will knit from unbelievable boring magazines with some superwash-acrylic blends only). I received it from a Greenlandic online bookstore, and I ordered it in the original language (believe me, there are words in it you’ve never heard in your life, but for me it’s more fun). This doesn’t matter since the instructions are all charted, and numbers are given anyway. The shipping was very quick and free of problems, and the booklet was wrapped very nicely.

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