December 1, 2008 - ד' כסלו תשס"ט


Endlich sind sie da, meine Golding-Spindeln. Ich habe mich für eine sehr leichte und eine schwerere entschieden. Beide sind aus Holz und mit einem Bronzereif umgeben. Ich kann es gar nicht erwarten, sie auszuprobieren.

My Golding spindles finally arrived. I decided to get a lightweight and a heavier one. They are both wood carved, and the whorl is surrounded by a bronze ring. I can hardly wait to test them!

Der Wirtel der kleineren von beiden ist aus Purpleheart (das ist das Holz eines Baumes, der in der Karibik wächst). Der Durchmesser beträcht zwei Inches, der Schaft ist aus Walnussholz. Dieses edle Teil wiegt 0,55 Unzen, ist also für sehr dünne, feine Garne gedacht.

The whorl of the smaller one is made of Purpleheart. It’s diameter is two inches, and the shaft is made of walnut wood. This beautiful spindle is a lightweight, 0,55 oz, and so it’s for fine, thin yarns.

Die zweite besteht aus Walnussholz und trägt den Namen Spinner’s Flock. Der Durchmesser des Wirtels beträgt 3 inches, und das ganze wiegt zwei Unzen. Somit ist das eine Spindel für dickere Garne, für Artyarn und zum Zwirnen.

The second spindle is made of walnut wood exclusively and it’s called Spinner’s Flock. The whorl’s diameter is 3 inches, and it weights two oz. This means it’s a spindle for thicker yarns, for ArtYarn, and for plying.

Your rainbow is shaded green.

 
 
 
 
 
 
 

What is says about you: You are an intelligent person. You feel strong ties to nature and your mood changes with its cycles. Those around you admire your fresh outlook and vitality.

Find the colors of your rainbow at spacefem.com.

Ich habe etsys wunderbare Welt entdeckt und damit die Welt nützlicher Werkzeuge. Hier sieht man eine kleine Nostepinne, zwei WPI-Tools, eines für unterwegs, eines fürs Spinnrad und zwei Dizzes mit Löchern verschiedener Größe. Alle sind sehr schön gearbeitet und kosteten nicht viel. Hergestellt wurden sie von Handwerkern in den USA.

I just discovered the wonderful world of etsy and this means I found out about the universe of small, useful tools offered there. Here you see a small nostepinne, two WPI-tools, one for home, one for the road, and two dizzes with holes in different sizes. All these things are beautifully crafted and were not expensive at all. They were made by crafstmen and craftswomen in the United States.

Dies bringt mich zwangsläufig zu einem meiner ewigen Lieblingsthemen zurück: Warum ist der deutsche Markt so dröge? Nostepinne? Ich habe eine sehr schöne, aber die ist sehr groß und für kleine Handspinnprojekte oder für unterwegs wirklich überimensioniert. WPI-Tools? Wer Spaß haben will, fragt mal bei einem Händler nach. “Hä? Was ist denn das? Ham wer nech, braucht kein Mensch”. Dizzes? Siehe WPI-Tools. Wer in deutschen Foren oder Mailinglisten zum Thema Spinnen nach derartigen Artikeln fragt, bekommt meist zu hören, dass man halt eine Aussparung von einem Inch bzw. einen Zentimeter aus einem alten Zollstock aussägen soll oder dass man für ein Dizz mit einem Bohrer Löcher in eine Holzscheibe bohren kann. Klar kann ich das, auch wenn ich weder der größte Holzhandwerker aller Zeiten bin und auch nicht so recht Platz und Werkzeug für diese Tätigkeiten habe. Aber dass ich das kann, heißt nicht, dass ich es auch tun muss. Ich kann auch Pompons mittels zwei Pappscheiben herstellen oder mein Klopapier aus alten Zeitungen zurechtschneiden. Ich WILL aber nicht.

This brings me to one of my all-time favourite topics: the endless boredom of the assortment of goods German dealers use to provide for their willing (or not so willing) customers. A Nostepinne? I really have a niceone, but it’s quite big, and definately too large for small spindle projects. If you want to have fun, just ask a German dealer whether he offers WPI-tools? What is it? Who needs it? We don’t offer this exotic item, lady. A dizz? For the answer, just see WPI-tools. If you ask for these items in German spinning boards or mailing lists, you usually get the answer that it’s possible to cut one inch / centimeter out of an old ruler or to drill some holes into a piece of wood. Of course this is possible. Even I could do it, albeit I’m not the greatest woodworker of all times, and I don’t own proper tools for this. That it is possible doesn’t mean automatically that I want to do it. It’s possible also to make pompons with cardboard disks or to cut one’s toilet paper from old newspapers, but I don’t want to do this either.

Ich schätze Handwerkskunst sehr, und ich verwende für meine Hobbies gern schön gefertigte Dinge als Hilfsmittel, umso mehr, wenn sie nicht teuer sind. Ich weiß auch, dass ich damit nicht allein bin. Wieso also gibt es so etwas nicht auch hier? Die gezeigten Gegenstände sind schnell hergestellt, wennn man etwas davon versteht, warum also bietet niemand so etwas an? In verschiedenen Größen, in verschiedenen Materialien bzw. Hölzern? Natürlich sind es Nischenprodukte, aber das sind Spinnräder auch.

I love handcrafted items, and I love to use them for my hobbies, specially when they’re not expensive. I even know I’m not alone with this desire. Why does nobody offer these things over here in Germany? The items displayed here are quickly done for theseones who have experience in woodworking and the proper tools for it. They can be made in different sizes and materials or woods. Of course they are niche products, but this counts for spinning wheels as well.

Nach mehr als zweijähriger Passionszeit hat der Hamburger Stricktreff endlich ein neues Zuhause gefunden, und da sind wir sogar willkommen.

Wir haben nun zwei Mal dort “probegetagt”, dann fiel die endgültige Entscheidung, was jedoch eine bloße Formsache war. Folgende Kriterien haben unsere Entscheidung beeinflusst:

  • Man kann am Abend des Stricktreffs gleich für das nächste Mal reservieren, ohne angemufft zu werden (Nee, das Buch ist jetzt schon weggeräumt).
  • Man wird tatsächlich bedient, und das sogar freundlich und nicht nur dann, wenn man gerade eingetroffen ist. Es wird auch zwischendurch immer wieder nachgefragt, ob jemand noch etwas bestellen möchte. Toll!
  • Man sitzt nicht stundenlang vor dem abgegessenen Geschirr und muss die Bedienung nicht nachhaltig auffordern, es bitte nun abzuräumen. Oder es in Eigenregie auf einen leeren Nebentisch oder auf die Fensterbank stellen. Das gleiche gilt übrigens für leere Gläser.
  • Der Ton ist nicht pampig, sondern freundlich.
  • Mit den Rechnungen gibt es nicht immer so ein Gehühner, weil das Personal in der neuen Kneipe durchaus fähig ist, korrekt auszubuchen und abzustreichen.

Wir treffen uns alle vierzehn Tage ab sofort hier:

Schotthorst
Eppendorfer Weg 58
20259 Hamburg
http://schotthorst.de

So wird hier der Milchkaffee serviert: :D

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Lizzy_Maille veröffentlicht.

Die neueste Wochenaktion wirft mich in einen Zwiespalt, denn ich wollte eigentlich zu jedem Advent einen Teil unserer großartigen Advents- und Weihnachtsdeko vorführen. Ich habe mich entschlossen, dabei zu bleiben und stattdessen eine Art Meditation über die Motive hinter unserer Deko zu verfassen.

Dies ist also die Deko, bestehend aus den Vier Heiligen Drei Königen und unserem Räucherteufelchen, wie ich sie bisher vorgestellt habe. Ergänzt wird das Bild durch eine äußerst authentische Kerze, denn bei uns brennt nie mehr als eine (in Ermangelung von Weihnachtsbaum und Adventskranz), und die eine brennt, wann immer wir das wollen, und nicht nur an den Adventssonntagen.

So richtig traditionell ist das natürlich alles nicht. Es ist nicht so, dass ich keinen Sinn für weihnachtliche Dekorationstraditionen hätte; ganz im Gegenteil. Vieles ist mir fremd (Krippen zum Beispiel), einiges gefällt mir durchaus. Bei den Dingen, die mir gefallen, lässt sich jedoch kaum etwas in das Leben integrieren, das ich führe. Es entspricht weder meiner Lebenseinstellung noch meinem Lebensstil, und daher lasse ich es sein, oder ich wandele es ab.

Seit letztem Jahr dekorieren der Mann und ich also weihnachtlich. Genauer gesagt: ich dekoriere, und der Mann gibt seine Zustimmung. Wichtig ist uns, dass das Ganze sich im überschaubarem Rahmen abspielt. Wir möchten beide keine Deko vom Boden bis zum Dachstuhl und keine tannenumkränzte Klobrille. Der Gedanke an die Umwelt ist auch nicht zu vernachlässigen; wir werden niemals die Außenfassade so dekorieren, dass Flugzeuge vom Weg abkommen. Auch bei der Weihnachtsdekoration gilt für uns, wie in so vielen Bereichen unseres Lebens: Weniger ist mehr. Wir haben unsere kleine Adventsecke, und damit fühlen wir uns wohl. Mir ist persönlich wichtig, dass die Dinge, die ich aufstelle, mir persönlich etwas sagen und gefallen und nicht in sinnentleerte Traditionen verfalle, die mich nur deprimieren würden. In diesem Sinne feiern wir auch Heiligabend: Wir gehen zu meiner Mutter, wo wir Geschenke austauschen und das Weihnachtsessen einnehmen, das meine Mutter unter einem gewissen Maß an Jammern und Fluchen für uns zubereitet. Dieses Jahr gibt es Gulasch mit Knödel und tschechisches Bier.

Meine Mutter hält es übrigens ganz genauso: Als sie letztes Jahr feststellte, dass sie keine Kerze hatte, brachte sie eine Ostereierkerze an den Tisch, auf die ein Hase gemalt war. Angezündet haben wir sie doch nicht, weil sie sie so niedlich fand (das tut sie seit über fünf Jahren, daher existiert die Kerze auch noch). Auf jeden Fall haben wir jedes Jahr sehr viel Spaß, abseits der deutschen Besinnlichkeit.

Das war nicht immer so; aus meiner Kindheit kenne ich traditionelle Weihnachtsfeiern mit Baum und allem, was dazugehört (jedoch ohne Gesang, Kirchgang oder Bibellesung, wir waren immer eine säkular denkende Familie). Damals hatte ich viele Verwandte, doch wie es so ist mit einer überalterten Familie, ist mir davon in Deutschland nur meine Mutter geblieben (kongenial ergänzt durch meinen Freund). Also war es an der Zeit, für das Weihnachtsfest eine neue Form zu finden, die allen Spaß macht und nicht einen von uns in Depressionen verfallen lässt. Unsere Weihnachtsdeko ist quasi ein äußeres Zeichen dieser inneren Entwicklung.

Bei der Deko lassen sich grob vier Tendenzen feststellen:

  • Traditionelles im modernen Gewand – Das Räucherteufelchen, Gotic Glam Yule Hat (damit werde ich meine Mutter zu Heiligabend erschrecken. :D )
  • Abseitiges – Die Vier Heiligen Drei Könige. Aus Gründen, die nicht mal ich restlos durchblicke, wünschte sich der Mann für den Weihnachtstisch ein Skelett. Da ich das nun nicht allein lassen wollte, sind es vier Figuren geworden, die mit Weihnachten oder auch nur dem Thema Winter eher wenig zu tun haben. Aber das macht nichts. Ich möchte übrigens darauf hinweisen, dass das Skelett einen ganz reizenden Schneemann-Ersatz abgibt, ein Multifunktions-Skelett, sozusagen.
  • Traditionelles – Drei leuchtende Sterne
  • Abgewandeltes – Winterstrauch mit Vögeln.

Die beiden letzten Punkte seien hier nur als Vorschau gedacht, sie folgen in den nächsten beiden Wochen.

Nun wird es ein klein wenig sinister, fürchte ich. Der folgende Teil unserer Deko hat mehrere Quellen in geistiger Hinsicht. Folgende Punkte trugen zu ihrer Materialisierung bei:

  • als Kind knetete ich für meine Eltern die Heiligen Drei Könige aus Fimo (meine Mutter hat sie immer noch). Der Gesichtsausdruck der Figuren war … nun.
  • ich erwarb das Buch “Creepy Cute Crochet”
  • mein Freund vermisste bei unserer Weihnachtsdeko ein Skelett und schlug mir vor, aus dem o. g. Buch doch eines zu häkeln.

Bei der Auswahl für die Heiligen Drei Könige entschied ich mich neben dem bestellten Skelett (das ich modifiziert habe) noch für Cthulhu und Nosferatu, aber ich merkte, dass mir die Medusa auch so gut gefiel. Außerdem befürchtete ich, der Cthulhu (der aussieht wie Dr. Zoidberg aus Futurama, nur in Grün) könnte wegen Andersartigkeit vereinsamen neben den beiden klassischen Horrorgestalten. Also gesellte ich ihm eine Dame zu, nämlich Medusa. Das sorgt auch für eine Frauenquote bei den Königen, zu denen nun also ein Vierter, nämlich Königin Medusa gehört.

Wenn Ihr Euch jetzt fragt, was König Skelett, König Cthulhu, König Nosferatu und Königin Medusa mit Weihnachten zu tun haben, so weiß ich das leider auch nicht. Aber wir finden es lustig, und daher gehören die vier ab heute zu unserer Adventsdeko.

Gehäkelt habe ich die Teile mit Ohio 8 von Woll-Bär (ein einfaches Topflappengarn) und Rowan Cotton Glace. Letzteres ist vielleicht ein wenig zu nobel, aber die Farben waren einfach perfekt.

These are four amigurumi figurines, a skeleton (modified), Cthulhu, Nosferatu and Medusa, all from the book Creepy Cute Crochet by Christen Haden. Knitted with cotton yarn.

Zum Weihnachts-Test bei der Film-Community moviepilot
Zu moviepilot - Gute Filme für Kino, DVD & TV

Na, das passt doch zu meiner Weihnachtsdeko!

This post is password protected. To view it please enter your password below:


Morgen, 9. Dezember 2008, treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Stricken und Schnacken. Diesmal müssen wir auf einen anderen Ort ausweichen, Zeit ist wie immer 18.30.

Diesmal treffen wir uns hier:

Cafe Restaurant Schotthorst
Eppendorfer Weg 58
20259 Hamburg Eimsbüttel
Telefon: (040) 4918121

http://schotthorst.de/

Tomorrow, December 9, 2008 we will meet again for knitting and chatting.This time we had to choose a different location, we’ll be here (but time will be the same, 6.30 p.m.):

Cafe Restaurant Schotthorst
Eppendorfer Weg 58
20259 Hamburg Eimsbüttel
Telefon: (040) 4918121

http://schotthorst.de/

Alle sagen immer, Häkeln wäre viel leichter als Stricken. Ich kann dem nicht zustimmen, obwohl ich als Kind viel besser häkeln konnte als stricken (um ehrlich zu sein, letzteres konnte ich praktisch gar nicht, und ich habe es gehasst). Für diese lächerlich einfachen Formen brauchte ich mehrere Anläufe, und auch die Symbolschrift blieb mir ein Rätsel. Aber irgendwie habe ich es hinbekommen. Nun muss ich morgen den Bastelladen entern, um diese Kleinen der Vollendung zuzuführen.

Everybody says it’s easier to crochet rather than to knit. I can’t confirm this although I was better in crocheting as a child (to be honest I was barely able to knit and I truly hated it). It took me more than one attempt to crochet these ridiculously easy projects, and even the symbols remained to be enigmatic to me. But I managed somehow. Tomorrow I’ll have to go to a craft shop and to get some stuff for finishing them.

« Previous PageNext Page »