October 1, 2008 - ב' תשרי תשס"ט
Monthly Archive
October 23, 2008 - כ"ד תשרי תשס"ט

Da die Kaufmanns (Wolle und Design) sich in den wohlverdienten Ruhestand begeben, haben sie ihre Ware reduziert. Und ich konnte nicht anders. Wirklich nicht. Die Wolle ist so günstig. Und da ich jetzt das Fair-Isle-Stricken erlernt habe, kann ich sogar etwas damit anfangen.
Since the Kaufmanns from Wolle und Design will retire soon they clear their stock now, and the prices are reduced. And I couldn’t resist. I just couldn’t. The yarn was a bargain. And now, after mastering the fair-isle technique, I even know how to use it properly.
Ein konkretes Projekt habe ich nicht im Kopf, dafür ganz viele, ebenso wie dieses Garn für ganz viele Pullover reicht. Und ich habe ja gelernt, dass Farben, die man sonst nicht unbedingt verwenden würde, im Zusammenspiel mit anderen ganz toll aussehen und die Optik erst spannend machen.
I don’t have a certain project in mind, but there are many I want to knit. This is enough yarn for more than one sweater anyway. And I learned that colours I don’t like normally and I wouldn’t use, look great together with others and make the garment interesting.
October 23, 2008 - כ"ד תשרי תשס"ט

Achtung! Das Lesen dieses Posts erfolgt auf eigene Gefahr! Für etwaige Konsequenzen (hektische Woll- und/oder Bücherkäufe, pausenloses Stricken, glasige Blicke etc.) kann ich leider keiner Haftung übernehmen!
Noch da? Jaja, Fair-Isle. Was soll ich sagen? Ich habe dafür den WiP-of-Doom-Wednesday sausen lassen. Das hätte ich normalerweise nicht getan, aber ich war beim ersten Farbwechsel, und da konnte ich einfach nicht widerstehen. Wie auch immer, nach einer Woche kann ich eines sagen: Es ist eine Sucht. Es ist einfach faszinierend, wie aus einer abstrakten Abfolge von Maschen, gestrickt in zwei verschiedenen Farben, Reihe für Reihe langsam ein Muster entsteht. Die Prökelei im Schneckentempo gehört der Vergangenheit an; ich bin mir der Geschwindigeit sehr zufrieden, und ich werde schneller.
Attention! Reading this post might affect your life. Therefore it’s your own risk to do so. I’m very sorry but I can’t take any responsibility for yarn or book purchases, endless knitting etc.
Still here? Oh yeah, Fair-Isle. What can I tell? I waived WiP of Doom-Wednesday for this, what I would have never done normally. But unfortunately the first change of background colour was just to come, and I couldn’t resist. However, after one week I know that fair-isle knitting is very, very addictive. It’s just fascinating how a pattern grows slowly, row by row, from an abstract order of stitches. The slowliness I struggled with when I started is gone completely, and it’s still getting faster!
Was mich auch fasziniert: das Zusammenspiel der Farben im Fair-Isle. Die Inkajacke von Isager ist eine Strickpackung. Mir gefielen die Farben auf dem Foto im Buch Inka sehr. Eigentlich bin ich nicht so der Brauntyp, aber die müden, braugraunen Töne mochte ich und konnte sie mir gut in Kombination mit meinen bevorzugten T-Shirt-Farben vorstellen. Als das Kit dann da war, fand ich die Farben mehr … naja. Aber es waren die originalen Schattierungen, und so begann ich mit meinem ersten Fair-Isle-Projekt. Im Zusammenklang gefielen mir die Farben wieder, und nun, wo der erste Farbwechsel geschafft ist, bin ich hellauf begeistert.
I’m fascinated how colours just work together in a very harmonic way. The material for the Inka cardigan by Marianne Isager came as a knitting kit. When seeing it in the Inka book, I liked the colours very much. Normally I’m not too crazy about browns, but I thought these greyish brown shades might look good with my favourite t-shirt colours. After the kit has arrived, I was not too enthusiastic. But these were the original shades, and so I decided to start my very first real fair-isle project. When I saw the shades knitted together in this beautiful pattern I started to like the result, and now. after the first change of background colour, I’m absolutely thrilled.
Als u. a. Kunsthistorikerin weiß ich, dass Farben sehr unterschiedlich wirken können, je nachdem, wie sie kombiniert werden, aber das Ergebnis zu sehen, dazu noch in Wolle, fasziniert mich immer wieder.
Since I’m an art historian I very well know that a colour can look very different, depending on how it’s combined with others. But seeing the result, in yarn, is fascinating me.
October 22, 2008 - כ"ג תשרי תשס"ט

Der Vollständigkeit halber: Dies ist die Rückseite meines Fair-Isle-Gestricks. Es macht immer noch höllischen Spaß, und demnächst steht der erste Farbwechsel an!
For the sake of completeness: This is the back of my fair-isle knitting. It’s still tons of fun, and very soon I’ll change the background colour for the first time!
October 21, 2008 - כ"ב תשרי תשס"ט
Posted by Jinx under
Wollschaf[4] Comments
Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben einen provisorischen Anschlag mit Hilfsfaden gemacht, um zuerst nach oben und dann nach unten zu stricken. Ahnungslos habe ich den Kreuzanschlag gemacht (der einzige den ich richtig kann) und dachte, ich kann ihn nachher einfach auflösen. Pustekuchen! Ich muss mühevoll den Hilfsfaden aus
jeder Masche herausziehen…kennt ihr eine bessere Möglichkeit für einen provisorischen Anschlag?
Sicher. Es gibt eine, bei der man den Faden einfach locker ziehen und die Maschen auffangen kann. Zu sehen hier im Video.
Liebes Wollschaf, nix für ungut, aber wäre es nicht interessanter, Fragen auszuwählen, deren Beantwortung nicht mittels einer einfachen Google-Recherche innerhalb von Sekunden bewerkstelligt werden kann? Und die nicht einfach ein paar Fakten abfragt (es gibt nicht so viele Möglchkeiten für einen sinnvollen provisorischen Anschlag), sondern eher persönliche Informationen? Dann wird auch nicht X Mal die gleiche Antwort gegeben werden.
October 20, 2008 - כ"א תשרי תשס"ט

Ja, ein Award. Und wenn ich ein Award sage, dann meine ich auch einen. Und nicht zwei, drei oder hundert.
Ich gehöre ja zu denen, die die Awardflut ein wenig misstrauisch beäugen und fand es immer schade, dass der Auszeichnungsgedanke dabei verloren ging. Ich stehe Auszeichnungen positiv gegenüber, wenn sie nicht in Neid und Konkurrenzgebaren umschlägt. Wenn ich behaupten würde, dass ich alle Blogs immer gleich gern lese, so wäre das nämlich gelogen. Ich habe meine generellen Vorlieben, oder auch meine temporären. Aber es gibt immer Blogs, die ich lieber lese als andere. Dies sagt nun nichts über die Blogs selbst aus als vielmehr über meine momentanen Präferenzen oder über die Art des Schreibens und der Präsentation, wie ich sie mag.
Die letzten Awards habe ich nicht mehr weitergegeben, da mir der Sinn auf dem Weg der Awardverleihung ein wenig verloren ging. Dennoch habe ich mich jetzt entschlossen, selbst einen Award ins Leben zu rufen. Er ist anders als die anderen Awards, denn er ist einmalig und soll dies auch bleiben. Ich dachte mir, es wäre vielleicht an der Zeit für den etwas anderen Award. Ich verleihe ihn genau ein Mal, und die so Ausgezeichnete soll sich weder genötigt fühlen, ihn anzunehmen, noch, ihn weiterzugeben.
Ich habe den Award “Blog der Inspiration” genannt, da ich ihn an Ingrids Strickpraxis verleihe, deren Fair-Isle-Video geschafft hat, was keine Erklärung im Internet, kein Buch, kein löbliches Beispiel und keine persönliche Erklärung zustande brachte: Sie hat mir den Schubs gegeben, den ich brauchte, um mich an Fair-Isle zu versuchen und – noch wichtiger – ES ERFOLGREICH ZU BEWÄLTIGEN!!!
Denn in den letzten zwei Jahren wurde die Fair-Isle-Strickerei zu meiner Nemesis, zu meinem Waterloo des Strickens sozusagen. Der Fair-Isle-Stash wuchs, der Stapel der entsprechenden Anleitungen, die ich unbedingt umsetzen wollte, ebenfalls, ebenso meine Liste der freundlichen Menschen, die mir – über welches Medium auch immer – diese segensreiche, interessante und aufregende Stricktechnik nahebringen wollten. Ich habe durchaus schon ein kleines Projekt begonnen, aber es scheiterte immer an der beidhändigen Stricktechnik. Die habe ich nicht hinbekommen. Dies änderte Ingrid mit ihrem wunderbaren Video, das sie in ihrem für mich sehr inspirierenden Blog, der noch viele interessante und lehrreiche Videos sowie schöne Anleitungen enthält, präsentiert. Und wer mich zum Fair-Isle-Stricken bringt, hat auf jeden Fall einen Award verdient.
Liebe Ingrid, wir hatten im Internet bisher wenig miteinander zu tun, aber dadurch, dass Du mich so instruktiv angeleitet und ermutigt hast, hast Du mir sehr viel Spaß und Freude bereitet, denn ich kann nun sagen, dass Fair-Isle-Stricken süchtig macht, vorausgesetzt, man prökelt nicht zehn Maschen pro Stunde daher und kämpft mit einem ewig sich verheddernden Fadenwirrwar. Das hast Du geschafft. und daher möchte ich Dich hier, an dieser Stelle auszeichnen.
Kein Award ohne Regeln, daher kommt nun die unvermeidliche Prozedur:
- Dies ist Dein Award. Nur Deiner.
- Nimm ihn mit in Deinen Blog, wenn Du möchtest. Wenn nicht, fühle Dich nicht gezwungen, denn ich will Dich auszeichnen und nicht nötigen. Ich bin nicht beleidigt, wenn Du es nicht tust. Es bleibt ganz Dir überlassen.
- Zermartere Dir nicht Dein Hirn, ob Deine Freundin X beleidigt ist, wenn Du diesen Award nicht weiterreichst, und durchpflüge nicht in stundenlanger Kleinarbeit Deine Blogroll oder Deinen Feedreader nach Leuten, die ihn noch nicht bekommen haben. Verleihe ihn nicht allen Strickerinnen dieser Welt oder allen, die Dich kennen. Behalte ihn ganz einfach für Dich.
- Auch wenn Du den Award nicht willst, nimm meinen Dank trotzdem an.
Auch wenn ich diesen Award kein zweites Mal verleihe, werde ich vielleicht mal wieder einen ins Leben rufen, wenn mir wieder so etwas passiert wie dieses.
Aber der Award wird dann anders aussehen und auch für etwas anderes verliehen werden, denn Fair-Isle-Stricken braucht man mir nun nicht mehr beizubringen.
October 19, 2008 - כ' תשרי תשס"ט
Letzten Monat fragte die Wollschnegge, ob dem eigenen Blog noch dieselbe Bedeutung zukäme, seit man bei Ravelry mit seinen endlosen Möglichkeiten ist und ob der eigene Blog nicht obsolet geworden ist. Sie selbst beantwortete die Frage dahingehend, dass die eigene Internetpräsenz durch Ravelry weniger wichtig geworden ist. Ich schrieb damals spontan etwas dazu, aber machte mir dann doch noch mal in Ruhe Gedanken zu diesem Thema. Und bin zu einem anderen Ergebnis gekommen.
Ich liebe Ravelry als Ideensammlung, als Archiv, als Inspirationsquelle, ich kann hier ansehen, ob die Modelle, die ein mir unbekanntes Buch enthält, mir so gefallen, dass ich es kaufen möchte. Wenn ich mich für ein bestimmtes Garn interessiere, so finden sich dort Kommentare, die über Eigentschaften, Beschaffenheit und Haltbarkeit Auskunft geben, ebenso, ob ein Modell hält, was es verspricht, oder ob es in die Kategorie “passt absolut niemandem” gehört. Das alles macht Ravelry so wertvoll für mich, ebenso die Funktion als Kontaktbörse und Diskussionsplattform, wo man auch mal andere Meinungen und Stimmen hört als die der eigenen Internetbekanntschaften.
Aber die größte Stärke, die Breite an Informationen, ist auch Ravelrys größte Schwäche, denn von allem Guten kann es ein Zuviel geben. Wer nach Informationen zum Thema Lace, Fair-Isle oder ganz banalem Sockenstricken sucht, wird über die Suchfunktion zugebombt mit Links, die irgendwas zum Thema enthalten – und irgendwas ist nicht unbedingt das, was man sucht. Genau so ist es bei den Themenforen – man wühlt sich durch dutzende von Threads, und bis man feststellt, ob dort überhaupt das Gesuchte zu finden ist, kann schon mal eine Menge Zeit vergehen.
Wenn ich also wissen will, wie man die Randmasche beim Doppelstrick ausführt oder wie man bei Fair-Isle die Fäden verwebt, habe ich andere Quellen. Das können meine Bücher sein, oder auch die Blogs der StrickerInnen, die sich auf bestimmte Techniken spezialisiert haben. Man lernt sich ja auch in der virtuellen Welt kennen, und wenn ich über Socken informiert werden will, werde ich Tichiro nicht konsultieren, wohl aber bei Zopfmustern und Strickbüchern, während ich bei Fair-Isle eher bei Mme. Stranded oder Angelika nachsehe. Das alles geht im Zweifelsfall schneller.
Und noch einen Punkt habe ich, der für den eigenen Blog spricht: Dort bin ich ich, da kann ich auch ich sein. Ich schreibe, wie es mir gefällt, ohne auf Moderationsregeln Rücksicht zu nehmen (die natürlich in einer Community wichtig sind), ich kann mich ganz auf die Themen konzentrieren, die mich zur Zeit beschäftigen, und alles ist an einem Platz, während es im Forendschungel des Ravelry-Urwaldes schlicht untergeht (das “Wo-habe-ich-das noch-geschrieben-ach-scheiße-wo-ist-es-denn-Syndrom). Ich schreibe auch mal über andere Dinge, über allgemeine Strickthemen oder auch ganz banal über meinen letzten Ausflug, was bei Ravelry nicht unbedingt seinen Platz und/oder seine Berechtigung hat.
Auch die eigene Projektübersicht wird durch Verlinkung der entsprechenden Blogbeiträge erst schön. So kann ich erfahren, was der oder die UserIn über den Schaffensprozess zu sagen hat, welche Erfahrungen dem Ergebnis zugrunde lagen, wo die Schwierigkeiten lauerten etc., und das in einer Ausführlichkeit, die man bei Ravelry kaum auf übersichtliche Art unterbringen kann. Ich denke auch, dass Ravelry auch so gemeint ist, dass es eine Brücke vom Individuellen zum Allgemeinen schlagen will, vom Einzelnen zur Community. Daher kann ich sagen, dass Ravelry für mich durch den eigenen Blog erst vollständig wird. Natürlich muss die Frage, ob man den eigenen Blog zugunsten von einer größeren Ravelry-Präsenz aufgeben will, aber ich kann mir für mich nicht vorstellen, meinen Blog wegen einer riesigen und auch recht anonymen Community aufzugeben.
October 19, 2008 - כ' תשרי תשס"ט

Neben der Fair-Isle-Strickerei hält das modulare Stricken mich in seinem Bann. Dies ist die Candystripe Stole von Vivian Hoxbro aus ihrem neuen Buch Knit to be square. Die Designerin wählte eine Vielzahl von Farben, sodass das Ergebnis sehr bunt ausfällt. Ich habe mich für eine moderatere Variante entschieden. Die Grundfarbe ist ein tiefes Nachtblau (Wollmeise Mitternacht), und für die Streifen habe ich Noro Sockenwolle gewählt (oben im Anschnitt zu sehen). Ich mag die Verläufe, die dadurch entstehen. Außerdem finde ich den Kontrast zwischen dem dunklen, glatten Garn und der unregelmäßig ausgesponnenen Noro sehr reizvoll.
Not only fair isle knitting, but modular knitting fascinates me as well. This is the Candystripe Stole by Vivian Hoxbro from her new book Knit to be square. The designer chose a multitude of shades for thisone, and the result ist very colourful. I decided to go for a more moderate alternative. The main colour is a deep, rich, dark blue (Midnight by Wollmeise), and for the stripes I chose Noro Sock yarn (to be seen at the top of the picture). I just love the colour gradients as they come out. Besides this, I like the contrast between the even Wollmeise and the irregular spun Noro very much.
October 19, 2008 - כ' תשרי תשס"ט

Der erste Mustersatz der Inkajacke ist nun fertig, und der Vollständigkeit halber zeige ich ihn hier. Leider bilden die Farben keinen großen Kontrast, sodass es etwas schwer zu erkennen ist (bei den anderen, später folgenden Farben wird das besser, versprochen). Es geht schneller voran, als ich zu hoffen wagte, die Hände gewöhnen sich an den ungewohnten Bewegungsablauf, und ich kann nur sagen, dass mir diese Technik höllischen Spaß macht.
The first pattern repeat of the Inka Cardigan is done, and for the sake of completeness I show a pic. Unfortunately the contrast between the colours is not too big, this will change later when the main colour changes (I promise!). I proceed quicker than I dared to hope, my hands get used to the odd movements required by this technique, and I can tell that I just love fair isle knitting, it’s mere fun for me.
October 18, 2008 - י"ט תשרי תשס"ט
Momentan liest man überall, dass bei einem großen Discounter günstige Sockenstrick-Kits (Wolle und Nadeln) angeboten werden. Viele SockenstrickerInnen bekunden, sich auf jeden Fall in die Schlange einreihen zu wollen, um dieses exorbitante Schnäppchen zu erstehen, teilweise extra früh da zu sein, da erfahrungsgemäß solche Juwelen schnell ausverkauft sind oder auch weite Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, um in den Genuss des Superschnäppchens zu gelangen.
Ich habe mal ein Bild der Wolle gesehen und kann eines sagen: Es ist nichts besonderes, und – vor allem – zumindest in meinen Augen ist das Zeug nicht besonders schön – vornehm ausgedrückt, mit Rücksicht auf Andersdenkende.
Über die Nadeln kann ich nichts sagen, da ich sie nie in der Hand hatte. Aber die/der durchschnittliche SockenstrickerIn dürfte über ein ansehnliches Sortiment an entsprechenden Nadelspielen bzw. Rundstricknadeln (je nach technischer Präferenz) verfügen, sodass sich die Frage stellt, ob man den dreiunddrölfzigsten Satz nun unbedingt braucht.
Bleibt die Frage der Ersparnis. Wenn entsprechender Discounter um die Ecke liegt und man sowieso vorbeigeht, kann man sicherlich von einem Schnäppchen sprechen (ungeachtet der Tatsache, dass viele einen Sockenwollvorrat ihr Eigen nennen, der für mehr als ein Leben reicht), aber wie sieht es bei denen aus, die eine längere Anfahrt in Kauf nehmen? Berücksichtigt man Verschleißkosten und Spritpreise, so dürfte da vermutlich ein Strang kostbarer Handgefärbter drin sein, würde man das Geld nicht in Benzin anlegen, um an ein Durchschnittsknäul durchschnittlicher Selbstmusternder kommen.
Ich glaube, ich bin nicht die einzige mit innerer Troglodytin, aber meine schweigt vornehm angesichts dieses Angebots – wenigstens etwas.
October 17, 2008 - י"ח תשרי תשס"ט

Nun bin ich etwas weiter mit dem Fair-Isle-Stricken. Eigentlich war ich sogar viel weiter, aber ich musste feststellen, dass ich einen Mustersalat veranstaltet hatte. Da der untere Bereich in eher gedeckten Farben gestrickt wird, hätte ich es eventuell unter “sieht kein Schwein” verbuchen können, aber ICH hätte es gewusst und gesehen, und da bin ich rigoros, ich habe also geribbelt.
Now I proceeded with my fair isle knitting. Actually, I proceeded much more than what you can see here, but I found out I made some mistakes with the pattern. Of course, the lower section of the cardi is knitted in rather dark colours with low contrast, and one could think nobody might notice, but I would have always known, and so I decided to frog.
Ich weiß jetzt, warum viele Leute Fair-Isle-Stricken lieben, und ich verstehe auch, warum einige es hassen. Ich bin froh, zur ersten Gruppe zu gehören, angesichts der Wolle, die ich für viele derartige Projekte gebunkert habe. Es ist ein bisschen vergleichbar mit dem Schreiben von HTML und CSS: Das Ergebnis mag noch so farbenfroh und musterreich sein, aber es ist nicht das, womit man es zu tun hat, wenn man daran arbeitet. Da schneidet man das Muster in winzige Scheiben, sozusagen, die man reihenweise abarbeitet, und das Muster weicht einer Ansammlung von Pünktchen (eine Masche) und Linien (mehrere Maschen). Und das ist eine abstrakte Angelegenheit.
Now I know why many people love to knit fair isle, but I also understand why some just hate it. I’m happy to belong to the first group, since my stash contains tons of yarns dedicated to fair isle projects still to come. You can compare it a bit with writing HTML and/or CSS. The result might be colourful and the pattern might be detailled and rich, but this is not what you deal with while working on it. You cut the pattern into tiny slices, and you work these row by row. The wonderful pattern turns into a collection of dots (one stitch) and lines (several stitches), and this is rather abstract.
Was die Stricktechnik angeht, kann ich sagen, dass mir das Stricken mit beiden Händen nebst dem Verweben der Fäden leicht von der Hand geht. Es ist nicht mehr unbequem, und Strickstück und Fäden liegen mir locker in der Hand. An der Geschwindigkeit muss ich noch arbeiten, aber ich bin viel schneller als am Anfang.
Regarding the knitting technique, I can tell that knitting with both hands and weaving in the threads became easy to me. It’s not unconfortable any more, and I have no problems running the yarn through my fingers. The speed is still not like I want it to be, but I became faster than in the beginning.
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