October 1, 2008 - ב' תשרי תשס"ט


Ja, das Fair-Isle-Fieber hält mich nach wie vor in seinem Bann. Aber ich muss ja auch irgendwann zum WiP-of-Doom-Mittwoch zurückkehren. Und wenn nicht jetzt, wann dann? Wie auch immer, ich habe also mehr oder weniger lustlos an der Stenhaven-Jacke weitergenadelt, es ist ja nun wirklich Endspurt. Ich glaube inzwischen sogar, Isagers geheimnisvolle Andeutungen zum Thema Halsausschnitt/obere Raglanpartie wenigstens ansatzweise verstanden zu haben. Na, man wird sehen.

Ein Foto spare ich mir übrigens, denn man sieht halt etwas mehr Raglanlinie, sonst nichts.

Echt jetzt, mir hängen zwei Dinge zum Halse heraus: Perlmuster und Honigwabe …

Aber nun gehe ich erst mal wieder Fair Isle stricken.

Yes, I’m still paralyzed by Fair Isle fever. But I have to return to my Wednesday WiP of Doom-routine as well. However, I went on knitting the Stenhaven cardi yesterday, although I felt more to go on with the Inka one. But I’ll finish thisone soon, the end is near, and I think I understood what Isager’s enigmatic explainations regarding the upper raglan section might mean – maybe. We’ll see …

Really, there are two kinds of pattern which are coming out of my ears: moss stitches and honeycomb …

No pic today, since the only thing you see is a raglan line that is a bit longer.

But now I’ll get back to fair isle knitting!

Wie versprochen, liefere ich nun ein paar Links und Literaturtipps zum Thema Fair-Isle als Ergänzung zum Podcast-Schwerpunkt, aber natürlich auch für alle, die sich für die Technik interessieren und den Podcast nicht hörten. ;)

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber ich kann nur empfehlen, was ich selbst kenne, und das ist mit Sicherheit nicht alles, was verfügbar ist. Für Ergänzungen in den Kommentaren bin ich daher dankbar.

Zunächst die Hartwaren, also Bücher

Bourgeous, Anne & Eugene: Fair Isle Sweaters Simplified. Martingale & Company

Die Muster sind modern und werden in verschiedenen Farben gezeigt, was die Wirkung von Farben und Muster verdeutlicht, die Frage der Farbkombinationen werden auch im Text diskutiert. Das Buch enthält einen ausführlichen Technikteil zum Thema beidhändiges Stricken und Steeking, wobei hier ausschließlich auf die Nähmaschinen-Methode eingegangen wird. Auch das Einsetzen der Ärmel und andere Details werden behandelt.

Don, Sarah: Fair Isle Knitting. Dover Publications

Ein schmales Buch zum Thema. Die Modelle atmen den widerstehlichen Charme der späten Siebziger, aber es enthält eine gute Auswahl traditioneller Muster in Umzeichnung. Hinweise zur Technik fehlen fast völlig, das Buch wendet sich nicht an Anfänger.

Feitelson, Ann: The Art of Fair Isle Knitting. History, Technique, Color & Patterns, Interweave Press

Leider momentan vergriffen, soll aber im Januar als Paperback erscheinen. Für mich ist es das hilfreichste Buch. Nach einem interessanten historischen Teil folgt eine umfassende Darstellung der Technik, also zu den Themen Fadenführung, Steeking, Schneiden. Außerdem gibt es einen Leitfaden, wie man einen Fair-Isle-Pullover berechnet. Was das Buch so wertvoll macht, ist das ausführliche Kapitel zum Thema Farbe. Dies ist für alle interessant, die nicht die angegebenen Farben stricken wollen, auf ein anderes Garn ausweichen müssen oder einen eigenen Entwurf stricken wollen. Abgerundet wird der Band durch eine Sammlung traditioneller Fair-Isle-Muster.

McGregor, Sheila: Traditional Fair Isle Knitting, Dover Publications

Auch hier blühen und gedeihen optisdch die Siebziger, aber es gibt auch einen kurzen Abriss der Technik, allerdings mit wenig Bildern und ohne Erklärung, wie man die beiden verdammten Fäden um seine blöden Finger wickelt, um die dämliche Fadenspannung endlich hinzubekommen, Auch die Steeking-Methode wird nur kurz angerissen (nach dieser Erklärung würde ICH kein Strickstück aufschneiden wollen. Dafür gibt es zahlreiche Muster-Umzeichnungen der traditionellen Art.

Starmore, Alice: Alice Starmore’s Book of Fair Isle Knitting. Taunton

Auch ein Klassiker, der als Grundlagenwerk zu bezeichnen ist. Leider hoffnungslos vergriffen und fast nur zu sehr hohen Preisen zu finden. Falls jemand ein einigermaßen günstiges Exemplar ergattern kann, sollte er zugreifen. Neben der gründlichen Abhandlung der Techniken liegt der Schwerpunkt auf Mustern, von denen es eine Fülle in Umzeichnung gibt, sowie auf dem Entwerfen von Fair-Isle-Pullovern. Leider ist keine Neuauflage geplant.

Es gibt noch eine Vielzahl älterer Strickbücher (60er bis 80er Jahre), vor allem aus England, die sich mit dem Thema Fair Isle beschäftigen. Sie sind interessant, wenn man sich für die Geschichte dieser Pullover interessiert oder auch für die Muster, setzen jedoch sämtlich die Kenntnis der Technik voraus. Auch wenn es erfreulich ist, dass die durchschnittliche Strickerin auf den Inseln das Fair-Isle-Stricken damals zu beherrschen schien, hilft das der durchschnittlichen Strickerin von heute auf dem Kontinent nicht weiter. Daher habe ich auf eine Aufzählung verzichtet. Dies gilt auch für die zahlreichen, noch erhältlichen Publikationen, die zwar Fair-Isle-Pullover aller Art enthalten, aber die Technik selbst nicht vermitteln. Bei Interesse an diesen Büchern genügt eine Mail.

DVD

Elizabeth Zimmermann: A knitting Glossary, Schoolhouse Press

Ein Kompendium aller möglichen und unmöglichen Stricktechniken, die von der Meisterin persönlich vorgeführt werden. Ersetzt die Live-Vorführung durch eine oft nicht verfügbare Kursleitung. Hier lernt man sehr anschaulich, wie man einen Steek mit einer Häkelnadel befestigt und fachgerecht aufschneidet.

Weichwaren, d. h. Links

Fair Isle & Norwegian Knitting – Let’s get started!: Diverse Tutorials zum Thema

Ingrids Strickpraxis: Hier gibt es ein hervorragendes Video zum Thema beidhändiges Stricken, aber auch andere Techniken werden als Film aufbereitet.

Knittinghelp.com: Enthält ein Video zum Thema zweifarbiges Stricken (nach unten scrollen!)

See Eunny knit! Eunny Jangs Homepage, die einige sehr ausführliche Erkärungen zum Thema Steek enthält und außerdem das kostenloses Muster für die berühmten Endpaper Mitts, die ideal zum Üben sind.

Da ich beim Stricktreff keine komplizierten Muster gebrauchen kann, habe ich immer ein Projekt auf den Nadeln, das auch ein Orang Utan stricken könnte – also völlig mindless. Dies ist mein aktuelles Stricktreff-Strickstück, das schon recht weit gediehen ist – Der Kapuzenwrap MiMi von Hanne Falkenberg. Gestrickt wird mit drei Farben, was man auf diesem Bild sogar ansatzweise erkennen kann. Dies ergibt einen changierenden Look. Man strickt nur rechts, die Rippen entstehen dadurch, dass man zunächst drei Hinreihen und dann drei Rückreihen strickt. Zunächst ist das Teil frustrierend lang, aber ich bin jetzt in der Abnahmezone, und da geht es zusehends schneller.

Since I’m not able to knit complicated, challenging patterns during our knitting meetups, I always have a project which is so easy that even an Orang Utan could do it – it’s completely mindless. This is my current knitters’ meetup project, the hooded wrap MiMi by Hanne Falkenberg. It’s knitted with three different shades of magenta, alternately knitted. This results in a changing look. It’s knitted in stockinette exclusively; the ribbing emerge from knitting three rows on the right side, and then three on the wrong. In the beginning the rows are frustratingly long, but I reached the decrease zone, and therefore it’s getting quicker.

Mittlerweile stricke ich gern Socken (passt natürlich auch auf Pullover und Co.) nach englischen Anleitungen; dabei fällt mir auf, dass oft Nadelstärke/Garnwahl nicht immer für 4-fädiges Sockengarn passt – z.B. werden für die Denmark Socken aus Knitting on the Road von Nancy Bush 3,25mm Nadeln und Garn mit 120m/50g verwendet. Da das Internet ja unglaubliche Möglichkeiten bietet, werde ich mir diese Socken über Google und Flickr ansehen, um herauszubekommen, wie andere das gehändelt haben. Wie hälst du das … schaust du dir vorher auch über das Netz das Strickstück vorher an, um dir Tipps zu holen?
Nee, ich stricke es einfach. Ich finde englische Anleitungen ohnehin verständlicher. Eine Ausnahme ist, wenn ich mir nicht sicher bin, ob das Teil im echten Leben gut aussieht, also ob der Schnitt stimmt o. ä. Dann sehe ich bei Ravelry nach, aber das gilt eher für Pullover und Jacken.

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Als ich vor vierzehn Tagen mit der Inkajacke begann, habe ich prognostiziert, kam ich mit der neuen, beidhändigen Stricktechnik so langsam voran, dass ich prognostizierte, zum achtzigsten Geburtstag meines Freundes damit fertig zu sein (der ist immerhin fast sechs Jahre später als meiner …). Nun muss ich meine Schätzung korrigieren, ich denke, ich werde doch etwas früher damit fertig werden. :D

After I began knitting the Inka Cardi two weeks ago, I struggled with the new, two-handed knitting technique that I predicted to be done with it when my boyfriend will celebrate his eightieth birthday (which will take place almost six years after mine). Now I have to adjust my appraisal, I think I will finish this a bit earlier. :D

Morgen, 28. Oktober 2008, treffen wir uns wieder zum gemeinsamen Stricken und Schnacken. Weitere Informationen zum Wann und Wo gibt es hier.

Tomorrow, October 28, 2008 we will meet again for knitting and chatting. Please view this page for details.

Zur Entspannung stricke ich ab und zu mal ein paar Quadrate an der Candy Stole von Vivian Hoxbro. Mir gefällt der Farbverlauf sehr, den das Noro-Sockengarn produziert. Ich arbeite mit zwei verschiedenen Farben (neben der nachtblauen Grundfarbe). Die Stola besteht aus zentralen Quadraten, die mittels seitlicher Dreiecke in eine rechteckige Form gebracht wird. Dies ist die Hälfte des ersten Quadrats und der Anfang des ersten Dreiecks (alle Klarheiten beseitigt?). Für die Quadrate und die Dreiecke nehme ich jeweils eine Farbe, um den Verlaufscharakter zu erhalten, aber einen gewissen Farbwechsel zu gewährleisten.

When I feel the need to relax I knit some squares for the Candy Stole by Vivian Hoxbro. I like the colour gradient of the Noro Kureyon Sock yarn very much. I work with two different colourings (except the deep dark blue main colour). The stole has a rectangular shape which is produced by centered squares which are flanked by triangles. The pic shows one half of the first square and a small part of the first triangle. For the squares I use a different colour than for the triangles for allowing the colour gradient to develop, and to assure a certain amount of change in colours.

Ich bin ja durch Mason-Dixon auf die löbliche Idee gekommen, eine Decke zu stricken, und meine Wahl fiel auf das Einfachmodell How to Log Cabin. Die ist insofern toll, als man weder viel denken noch zählen muss. Und man kann seine Sockenwollreste bzw. einen gewissen Überhang im Sockenwollstash verwursten. Ab und zu stricke ich ein wenig daran herum.

The Mason-Dixon Ladies inspired me to knit a blanket, and I decided for the basic pattern, How to Log Cabin. I like it because it looks great, and it’s easy to knit, without too much thinking and no counting. And I can use up the leftovers of my sock production as well as a certain sock-stash backlog. Sometimes I just knit a bit, for relaxing.

Wegen der melierten bzw. selbstmusternden Qualitäten, die ich verarbeite, habe ich mich entschieden, einfarbige, schmale Streifen einzustricken, damit es für das Auge nicht zu unruhig wird.

Since I use a lot of variegated yarn I decided to separate the sections by knitting narrow stripes in solid colouring. This looks better, I think.

Wenn ich mein bisheriges Gestrick so betrachte, stehe ich vor einem Problem: Es sind vor allem Edelreste verarbeitet worden, viel Wollmeise, aber auch eine schöne Zitron Trekking, eine Jitterbug und eine Opal HandArt. Als Stashüberhang würde ich bei mir vor allem die Kaufsünden der frühen Stricktage bezeichnen, gakelige Selbstmusternde, die aussehen, als wäre ein Papagei in einen Farbtopf gefallen. Die passen so gar nicht zu dem Begonnenen, aber wahrscheinlich passen sie zu gar nichts. Naja, wir werden sehen …

Taking a critical look at my knitting so far, I found out I have a problem. I basically used very high-quality leftovers, a lot of Wollmeise, but a very nice Zitron Trekking, a Jitterbug, and an Opal Handart as well. What I call “sock-stash backlog” are mainly mispurchases of very, very colourful sock yarns, self-patterning mainly, which look as if a parrot fell into a paintbox. They won’t work with the yarns I already used, but probably they would work with nothing anyway. Well, we’ll see.

Ja, ich arbeite diese Jacke mit Steeks. Und ich werde sie aufschneiden. Jawohl. Erstens ist das Stricken von Fair-Isle auf der linken Seiten etwas für Masochisten, und zweitens habe ich keine Angst, denn ich habe es schon mal getan. Ich habe mutig in ein Strickstück hineingeschnitten, und wir haben es überlebt, das Strickstück und ich.

Yes. I’m working steeks with this cardigan. And I will cut it. Yes, I will. I think knitting fair-isle on the wrong side is for masochists, and I’m not afraid of it at all. I did it before, and I’ll do it again. More than one year ago, I bravely cut a knitted garment, and it worked. We both survived, the garment and I.

Da die Inkajacke aus einem Alpaka-Woll-Gemisch gestrickt wird, werde ich die Steeks vor dem Schneiden befestigen. Habe ich auch schon gemacht, mit einer Häkelnadel. Das geht wunderbar und auch recht schnell.

Since the Inka cardigan is knitted with an alapaca-wool blend, I will fasten the steeks before cutting. I did this before, too, with a crochet hook. This works very well.

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