Offline

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Das heutige Mittwochsthema, das Frau Blasebalg für uns ausgesucht hat, lautet “offline”. Dazu fällt mir wenig ein, denn ich bin täglich online. Ich kann ganz wunderbar ohne Fernseher leben, aber ohne Internet? Ungern. Wobei ich kein Problem habe, im Urlaub darauf zu verzichten. Ich suche dann auch kein Internetcafé auf. Aber sonst mag ich es, online zu sein, vor allem, seit ich einen winzigen Teil des großen weltweiten Ws mitzugestalten. Dennoch bin ich nicht immer online, und auch nur sehr selektiv. Beispielsweise chatte ich nicht, ich twittere nicht, habe keinen Seite bei myspace, und meine einzige Teilnahme am Web 2.0 besteht aus meinem Blog und neuerdings auch aus meinem Podcast. Das Internet ist eben, was man daraus macht. Ich verdanke ihm unendliche Inspirationen und unendliche Lernprozesse, aber auch endlose Langeweile (als ich bei einem Job über Tage nichts zu tun hatte und es nur das Internet gab – *schnarch*). Es gibt jedoch wichtigere Dinge als online zu sein. Meine letzte offline-Phase war von Extremen geprägt: Ich war von einer Inspirationswelle überrollt worden und schrieb an einem Roman. Das bedeutete für mehr als einen Monat: kaum Internet, unregelmäßige Mahlzeiten, durchschnittlich drei Stunden Schlaf pro Tag, wenig Gestricke, Verpassen des Stricktreffs, den ich eigentlich organisiere, aber auch etwa 350 Seiten Text und eine unglaubliche Euphorie. Selten war ich so aufgedreht. Nein, ich möchte sie nicht missen, meine Ferien vom Internet. Sie sind immer was Besonderes.

Dennoch bin ich gern zurückgekehrt, auch und gerade zu meinem Blog. Den führe ich so lange, wie es mir Spaß und vor allem: wie es für mich Sinn macht. Wenn das der Fall ist, höre ich auf. Aber vorher nicht. ;)