August 1, 2008 - כ"ט תמוז תשס"ח


Sterne

MulitfunktionsvogelLiebe Frau Blasebalg,

Ihr Überraschungspaket ist heute angekommen, und ich kann nur eines dazu sagen: Ich bin begeistert! Ein wenig mehr führe ich meine Begeisterung nun doch aus.

Zunächst enthält das Paket eine Hand voll Sterne. Dies ist ein außerordentlich kostbares Geschenk, da es eine einmalige Idee ist und außerdem viel Mühe gekostet hat. Sie sind wunderschön und werden mich immer daran erinnern, dass nichts unmöglich ist. Außerdem werden sie mir eine ständige Quelle der Inspiration sein.

Und dann natürlich der Multifunktionsvogel. So etwas hatte ich ebenfalls noch nie. Ich liebe Vögel, und dieser ist besonders hübsch und außerdem so pflegeleicht! Danke auch für die Tipps. Zeigen werde ich ihn natürlich (ich kenne eine Menge Kandidaten …), abschießen werde ich ihn als Tierfreundin jedoch nicht. Dazu ist er mir viel zu schade. Ich denke, ich bin ein wenig wie Sie: Ich habe ihn einfach. :D

Den Geduldsfaden hätte ich übrigens nicht gebraucht, denn ich weiß, dass gut Ding manchmal Weile hat, was auch in diesem Fall galt. Und ich wurde nicht enttäuscht, denn dies ist mit Abstand das originellste Paket, dass ich seit langem erhielt. Haben Sie herzlichen Dank dafür. Und natürlich auch für den Brief, der beilag. Ein morgendliches Lächeln ist unbezahlbar, das weiß ich, und Sie mit Sicherheit auch.

Ich verbleibe mit den besten Grüßen. Wir lesen uns, In Ihrem oder in meinem Blog.

Jinx

Color on Color 5 - 10

Nun sieht man wenigstens schon etwas … hinzugekommen sind die Sektionen 5 bis 10. Ein wenig erschreckend ist das schon, aber mich tröstet, dass das die “Buntstift-Abteilung” des Modells ist und an anderen Stellen die Farben harmonischer angeordnet werden.

Now one can see something after all … sections 5 to 10 were added. I’m a bit shocked by the colours, but this is the “crayola-part” of the scarf. Later the shades will look more harmonic.

Man liest ja immer wieder, dass StrickerInnen feststellen, dass sie viel weniger Zeit (auch zum Stricken) haben, seit sie bei Ravelry sind. Ich kann dies nicht bestätigen. Seit ich bei Ravelry bin, lese ich viel mehr Dinge zum Thema, ohne mich – wie vorher – mit inhaltlichem Ballast zu bemühen. Das bedeutet, dass ich mich aus vielen Mailinglisten abmelde, was eine große Befreiung sein kann.

Mailinglisten (zu ganz unterschiedlichen Themen) haben mein Leben im Internet begleitet, lang bevor Foren und später Communities sich durchsetzten. Sie stellen eine frühe Form der Online-Gruppenkommunikation dar, in der sich viele über ein Thema austauschten und jeder alles von jedem lesen konnte. Das war ein Segen, aber es ist auch ein Fluch. Nämlich wenn man gefühlte zweihundert Mal pro Tag “ach wie schön”, “ach wie fein” oder meine absolute Lieblings-Redewendung “von den Nadeln gehüpft” lesen muss. Oder wenn man sich durch lauter Kram wühlt, der mit dem Thema der jeweiligen Liste nichts zu tun hat.

Ich habe festgestellt, dass Mailinglisten für mich ein Anachronismus sind. Viele Teilnehmer sind weitergewandert und nur noch als stille Teilhaber präsent. Sie haben sich interessanteren und effektiveren Formen des Austausches via Internet zugewandt. Die, die geblieben sind, werden ihre Gründe haben, doch diese Gründe sind nicht meine.

Ich habe tolle Mailinglisten erlebt und auch weniger tolle, bei denen ich meine Zeit maximal als “interessant” oder “lehrreich” bezeichnen möchte. Und ich stelle fest, wie viel Zeit einem doch bleibt, wenn man sich nicht durch das ewige Gespamme wühlen muss, um vielleicht mal einen Beitrag zu finden, der thematisch ansatzweise interessant ist. Ich finde Mailinglisten wichtig, aber eher aus historischer Sicht. Ihnen kam eine wichtige Rolle zu, aber heute ist in ihnen entweder nichts mehr los, oder man ertrinkt in Belanglosigkeiten. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. Aber außerhalb der Ausnahmen gilt für mich, dass ich mich lieber Formen des Austauschs im virtuellen Raum zuwende, die mir zeitgemäßer erscheinen. Wenn man das nicht von Zeit zu Zeit täte, würden wir alle in letzter Konsequenz immer noch in Höhlen leben und Bisons an die Wände malen. Und das wäre doch gar nicht schön.

Unbeschreiblich Weiblich Und wieder eine unbeschreibliche Wochenaktion im Blaseblog. Und da Simplifizierung zu den typisch weiblichen Eigenschaften ist, mache ich es mir diese Woche unbeschreiblich einfach. Hier ist mein Beitrag zum Thema UNBESCHREIBLICH WEIBLICH:

Louise Brooks – Jane Austen – Marilyn Monroe – Hella von Sinnen – Rosa Luxemburg – Amy Winehouse -  Susan Sarandon – Bette Davis – Agatha Christie – Ruth Rendell – Minette Walters – Nina Hagen – Marlene Dietrich – Hildegard Knef – Alice Schwarzer – Emma Goldmann – Nofretete – Elizabeth I. von England – Tina Turner – Madeline Albright – Florence Foster Jenkins – DJ Marusha – Lauren Bacall – Josephine Baker – Ada Lovelace – Bertha von Suttner – Betty Williams – Mairead Corrigan – usw.

Die Liste ist völlig beliebig, jeder kann sie fortsetzen, wie er möchte, denn es gibt so viel unbeschreiblich Weibliches, wie es Frauen gibt.

Color on Color, 3 - 5

Ich nehme das wörtlich, dass Ihr gesagt habt, Ihr wollt Fortschrittsbilder sehen. Dies ist der Schal mit den neu gestrickten Sektionen 3 bis 5. Fortsetzung folgt.

You told me you wanted to see progress photos of the Color on Color Scarf, and I take it literally. This is the scarf with the newly knitted sections 3 to 5. To be continued.

Two Hearts 3

Jaja, ich weiß, am Sonntag wären eigentlich Socken dran gewesen. Aber der Strang Stansborough war gerade getrocknet, und da hatte der Celtic Vorrang. :D (Allerdings ist der Mittwoch unumstößlich dem WiP of Doom gewidmet, keine Sorge). Two Hearts sind wieder ein ganzes Stück gewachsen, und wenn dieser Mustersatz beendet ist, kann ich mit den Ärmeln beginnen.

Yes, I know, on Sunday it would have been the socks’ turn again. But the handspun skein of Stansborough was dry, and so I preferred the celtic over the socks. :D (But the Wednesdays are inevitably dedicated to the WiP of Doom, don’t worry!). Two Hearts grew quite a bit, and after finishing this pattern repeat, I will start with the sleeves.

Color on Color 2

Dies ist nun Sektion 2 des Color-on-Color-Schals. Ich gebe zu, es sieht noch ein wenig wurstelig aus. Dafür ist das häppchenweise Stricken sehr entspannend.

This is section no. 2 of the color on color-scarf. Yeah, I know, it looks a bit messy at the moment, but the one-section-a-day method is very relaxing.

Wie wichtig ist es Dir, neue Stricktechniken zu erlernen? Welche Stricktechnik hast Du Dir zuletzt angeeignet?

Neue Techniken sind mir sehr wichtig, von wegen Horizonterweiterung und so. Bedingung ist natürlich, dass mir das Ergebnis auch gefällt (sonst brauche ich die Technik nicht zu erlernen). Die letzte “ausgewachsene” Technik, die ich mir angeeignet habe, waren Double Face (Doppelstrick) und Entrelac.

Color on Color 1
Tammina sei dank habe ich mich heute ermannt und endlich damit begonnen, den Schal Color on Color von Kathryn Alexander zu stricken. Wenn man nach diesem Projekt bei Ravelry sucht, liest man viel von Frustration und ähnlichem. Naja, ich bin gespannt, gehe es locker an und stricke pro Tag eine Sektion. Dies ist also Sektion 1 in einem hellen Grün.

Thanks to Tammina I pulled myself together and started with the Color on Color scarf by Kathryn Alexander. When browsing through the knitters’ posts who did this, you can read a lot of frustration and disappointment. Well, I’ll see, I won’t overdo this and plan to knit one section each day. This is section 1 in a bright green.

Ich werde den Schal ohnehin nicht ganz genau so stricken können wie im Buch (Scarf Style, Pam Allen), denn ich musste auf ein anderes Garn ausweichen, einem Wollstickgarn von Anchor (ein normales Strickgarn wäre viel zu teuer, denn man braucht über 40 Farben in Kleinstmengen). Wenn mir eine Farbe fehlen sollte, werde ich improvisieren müssen, z. B. mit Wollmeise oder auch Selbstgesponnenem. Ich lasse es einfach auf mich zukommen.

I won’t be able to knit the scarf exactly in the same way it was done for the book (Scarf Style, Pam Allen), since I had to choose a different yarn than used. I bought a woolen embroidery yarn by Anchor (a handknitting yarn would be far too expensive, you only need smallest amounts but more than 40 colours). If I run out of one colour, I’ll have to improvise, maybe use some Wollmeise or some handspun. I’ll see.

Handycase

… ist dieses Teil. Ich habe lange widerstanden, nun habe ich wieder ein Handy. Damit das Teil nicht verkratzt, wollte ich eine Plexiglasschale dafür kaufen, aber das war nicht möglich, da auch der größte Anbieter für Elektronikgedöns keine für dieses Modell vorrätig hatte. Und etwa 20 Euronen für ein Lederteil wollte ich dann doch nicht ausgeben. Also habe ich mir einen Handyschutz gestrickt. Das ging ganz schnell und ist sehr praktisch und außerdem unglaublich billig. Die Anleitung habe ich selbst “erfunden” (ist wirklich einfach, niemand braucht eine dafür), und das Garn ist Wollmeise, “Am kalten Polar.”

… is this small item. I resisted for quite a long time, but since last Saturday I’m the owner of a mobile phone again. Today I wanted to buy an acrylic shell for it (I don’t want it to be scratched too soon), but I had to find out that even the largest shop for electronics didn’t carry them for my type of phone. Since I simply refuse to buy a leather one for appr. 20 Euro, I just knitted one. It was quickly done, is very practical and unbelievably cheap. I didn’t need any instructions for thisone (no one really does), and the material is Wollmeise “Am kalten Polar”.

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