July 1, 2008 - כ"ח סיון תשס"ח
Monthly Archive
July 31, 2008 - כ"ח תמוז תשס"ח
Im Blaseblog geht es wieder rund, und ich bin wieder dabei. Diesmal war ich lange unentschieden, was ich nun zu diesem Thema schreiben soll, denn es ist so vieles unglaublich, dass es den Rahmen dieses bescheidenen Blogs sprengen würde, darüber zu berichten. Mir fielen da auf Anhieb das Sommerwetter ein, Leute, die bei eben diesem Wetter mittags Sport treiben oder sich stundenlang in die Sonne legen, außerdem das Telemediengesetz, das zu einer wahrhaft babylonischen (also unglaublichen) Verwirrung geführt hat und noch vieles mehr.
Aber am unglaublichsten ist immer noch das Leben selbst, finde ich. Wenn man meinen Lebenslauf ansieht, so findet sich dort formal wenig Aufregendes. Ich habe nie im Ausland gelebt, habe keine Alligatoren in Australien gezüchtet, bin auf keinen Achttausender gestiegen (ich bin der Meinung, als Waage ist mir eine solche Anstrengung nicht zuzumuten), habe keine Hubschrauberfluglizenz gemacht (ein geplatztes Trommelfell im Alter von fünfzehn Jahren hinderte mich daran), ich bin nie Tauchen gegangen (siehe Trommelfell), habe keine große Karriere gemacht, bin nicht steinreich geworden und habe nie jemanden am Gehirn operiert (obwohl ich da manchmal in Versuchung komme, siehe Politiker und so …). Ich kann auf ein abgeschlossenes Studium verweisen, auf eine leidliche Allgemeinbildung, habe ein paar nicht uninteressante (und auch sehr schwierige) Jobs gemacht und einen nichtswürdigen Ehemann hinter mir gelassen. Wenig aufregend, nicht wahr?
Und trotzdem finde ich das Leben unglaublich, denn ich habe es auch in seinen unerfreulicheren Erscheinungsformen kennengelernt, und da habe ich eines mitgenommen: Wenn es mir auch nur in einem Detail gelingt, etwas zu ändern, ändert sich eine ganze Welt: nämlich meine. Ich kann heute sagen, dass ich mit meinem Leben zufrieden bin, dass es gut so ist, wie es eben ist, und dass ich glücklich geworden bin, auch wenn aus mir keine große Nummer wurde. Ich weiß, dass das nicht wichtig ist, denn es sind andere Dinge, die für mich das Leben ausmachen. Ich habe mir meine Neugierde bewahrt und scheue mich nicht, Neues auszuprobieren. Ich kann von mir sagen, dass ich mein Leben als reich empfinde, und das ist mehr, als die meisten Menschen können.
Daher sage ich es mit Bill und Ted: DAS LEBEN IST GRANATENSTARK UND BUNT.
Unglaublich eben.

St. Nectans Glen, Kernow, Sommer 2006. Aufnahme: Jinx
July 31, 2008 - כ"ח תמוז תשס"ח
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Liebe HörerInnen,
zunächst bedanke ich mich ganz herzlich für die vielen Kommentare und die zahlreichen E-Mails, die mich bis jetzt zu meinem Podcast-Versuchsballon erreichten. Ich war wirklich überrascht, denn ich hätte nicht gedacht, dass so viele sich die Datei herunterladen und sogar anhören würden. Nun bin ich ein wenig erschlagen.
Ich bedanke mich auch, und ganz besonders, für die konstruktive Kritik, die ich mir zu Herzen nehme. Ich verspreche, dass die Technik beim nächsten Mal besser wird.
Es wird ein nächstes Mal geben, da der Zuspruch doch wesentlich größer als erwartet ist. Momentan schwebt mir eine monatliche Sendung von etwa einer Stunde Länge vor. Themen hätte ich genug, die Technik ist auch da, und wenn ich mich daran gewöhnen kann, wie meine Stimme klingt (es wäre doch ganz gut, sich das Ding selbst anzuhören, bevor man die Datei hochlädt …), steht einer Fortsetzung nichts im Wege.
Sobald ich mich von dem Schrecken, wirklich mit dem gesprochenen und nicht nur mit dem geschriebenen Wort online gegangen zu sein, erholt habe, werde ich eine weitere Folge produzieren, die ich im August veröffentlichen werde. Wir sehen uns also wieder in diesem Theater.
Vielen herzlichen Dank nochmals an alle, die sich gemeldet haben und natürlich auch an alle anonymen Hörer.
July 31, 2008 - כ"ח תמוז תשס"ח
Die lebende Fundgrube Tina hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Als Fan des nordischen Strickens habe ich es mir natürlich bestellt (oder dachte hier wer was anderes?). Und sie hat nicht zu viel versprochen.
Tina, the living treasure trove, displayed this book in her blog. Since I’m a fan of nordic knitting in general, I just had to order it. And I’m not disappointed at all.
Das Buch besticht durch Modelle, die in mehreren Farben ausgeführt wird, wobei Hebemaschen das bestimmende Stilelement sind. Das ergibt eine Weboptik, die interessante Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Typisch dänisch ist auch die fröhliche Farbigkeit und die Verwendung von kraus rechts gestrickten Partien, wie man sie auch von Hanne Falkenbergs Modellen kennt.
This book contains multicoloured patterns which are produced by using slip stitches. The result is a fake-weaving look that opens a wide range of designing possibilites. The vivid colours are typical for contemporary danish knitting design as well as the use of garter stitch (which is used by Hanne Falkenberg as well).
Positiv fällt noch auf, dass die Stricksachen an Modellen gezeigt werden, die aussehen wie echte Menschen (und nicht wie solche, die pro Tag maximal ein trockenes Salatblatt zu sich nehmen).
The garments are modeled by people who look like real human beings (and not like this strange species who seem to eat one salad leaf without dressing a day).
Mich fasziniert immer wieder, wie dänische Strickdesignerinnen es schaffen, einen eigenen Stil zu kreieren und gleichzeitig Strickstücke zu entwerfen, die leicht als “typisch dänisch” erkennbar sind.
I’m fascinated by the way contemporary Danish knitting designers develop their very characteristic style which can nevertheless be identified easily as “typical Danish”.
Das Buch ist nur in dänischer Sprache erhältlich, aber das sollte die Hartgesottenen unter uns nicht abhalten.
The book is available in Danish only, but this won’t hinder any hard-boiled knitter.
July 31, 2008 - כ"ח תמוז תשס"ח
Jaja, es gibt spannenderes als Bilder immer desselben Ärmels. Aber warum sollt Ihr nicht ein bisschen unter meinem WIP of Doom leiden, schließlich leide ich ja auch.
Abgesehen davon bin ich stolz auf mich, denn ich habe gestern drei Mustersätze geschafft. Wegen der Hitze habe ich erst abends gestrickt. Deswegen werde ich mich heute wieder einer sommerlichen Strickerei zuwenden. Es ist einfach zu heiß für Wolle.
Yes, I know, there are many things which are more thrilling than pictures of the same sleeve again and again. But why should I be the only one suffering of this?
Besides that, I’m proud of me because I finished three pattern repeats yesterday. Due to the hot weather I started knitting in the evening. Today I will proceed with a more summerly knitting. It’s just too hot for wool at the moment.

July 30, 2008 - כ"ז תמוז תשס"ח
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Podcast[22] Comments
Wen’s interessiert, bitte hier entlang.
July 30, 2008 - כ"ז תמוז תשס"ח

Ich konnte auch wegen des warmen Wetters nicht widerstehen und habe das Top Harmony von Hanne Falkenberg angeschlagen. Die Strickpackung habe ich mir am Samstag beim Stricktreff in Kiel gekauft. Falkenberg hat eine neue Linie herausgebracht: Sommerliche Stricksachen mit einem Garn, das zur Hälfte aus Baumwolle und zur anderen Hälfte aus Wolle besteht. Interessant an diesem Garn ist, dass die beiden Materialien separat versponnen, aber zusammen verzwirnt wurden. Auch der erzielte Farbeffekt ist toll: Der Baumwollfaden ist mit Indigo gefärbt (oder naturfarben bei manchen Farben), und die Wolle in einem dazu passenden Ton, bei mir ist es ein schönes Violett (lässt sich natürlich alles nicht richtig fotografieren). Das Top wird an den Ärmeln angeschlagen und in einem Stück gestrickt, wobei die Passe gemustert ist. Zu sehen ist hier das Ärmelloch mit dem Vorder- und Rückenteil.
I couldn’t resist (due to the warm weather) and started the Harmony top by Hanne Falkenberg. I bought the kit on saturday in Kiel. Falkenberg published a new design line with more summerly patterns. They come with a new type of yarn, it’s a wool/cotton blend. It’s composed of two threads, a woolen and a cotton one, which were plyed together. The cotton thread is indigo dyed (or natural, it depends on the colour), and the woolen one is dyed in a matching colour. I chose a beautiful blueish purple (it’s impossible to take a proper picture of this, sorry). The top is knitted in one piece, starting with the sleeve. Here the sleeve hole can be seen together with back and front of the top.
Die Passe wirkt durch das plastische Flechtmuster sehr ausdrucksvoll:
The yoke has a very expressive basketweave pattern:

July 29, 2008 - כ"ו תמוז תשס"ח
Sicherlich habt Ihr auch etliche Handarbeitsbücher und -zeitschriften daheim. Mich würde interessieren, ob Ihr aus allen schon etwas nachgearbeitet habt oder ob es auch welche gibt, die Ihr nur durchgeschaut habt. Habt Ihr vor, doch noch irgendwann etwas daraus nachzustricken (-häkeln)? Oder blättert Ihr einfach nur immer wieder gern darin und schaut Euch die Modelle an? Hat es auch Bücher und Zeitschriften darunter, von denen Ihr enttäuscht seid oder die Anleitungen sich als zu schwierig erwiesen haben?
Ich habe zwei Zeitschriften abonniert, die Interweave Knits und die Spin Off. Daneben kaufe ich auch Bücher. Sicher gibt es bei den Heften immer wieder Nummern, die mir von den Modellen her nicht gefallen, wobei die Artikel dann doch interessant sind. Auch Fehlkäufe bei Büchern kommen vor; man hat sich manchmal einfach mehr versprochen. Zu schwierig war allerdings noch keine Anleitung, die mir bisher untergekommen ist.
July 28, 2008 - כ"ה תמוז תשס"ח
Es ist der 28. Juli, es ist sonnig, und draußen sind über 30 Grad (Celsius). Es ist schweineheiß, und ich gehe hinaus, an die Luft und in den Schatten.
It’s July 28, the sun is shining, it’s more than 30 degrees (Celsius). It’s fucking hot, and I go out to get some fresh air (in the shadow, of course).
Es gibt eine kleine Grünanlage mitten in Hamburg. Sie ist sehr zentral gelegen, aber nicht mal am Wochenende beim schönsten Wetter überlaufen. Hier ist mein Ziel: eine Bank im Schatten.
There is a small park in Hamburg. It’s located in the city, but even during the weekends it’s not too crowded. Here is the place I want to be, a shadowy bench under a tree.

Ich lasse mich häuslich nieder, mit meinem Strickzeug, einer Thermoskanne Tee, einem Krimi und allem, was man noch so braucht.
I make myself a home there. I take out my knitting, a bottle of tea, a mystery novel and everything one needs.

Der Ausblick ist erfreulich. Schön grün, nette Blumen, und keine Bekloppten, die stundenlang in der Sonne liegen.
The view is very enjoyable. Very green, nice flowers, and no idiots who lie in the sun for hours and hours and hours.
Dann wurde ich von irgenwelchen blöden Viechern gebissen und habe den Platz gewechselt. Hier war der Ausblick fast schon italienisch.
Then some stupid insects bit me, and I changed the bench. The view here could almost be called Italian.

Was diesen Park so angenehm macht, ist das viele Wasser. Neben einigen Wasserflächen …
The best things in this park are the small lakes. But besides these …

… gibt es auch Springbrunnen, die richtig erfrischend sind, wenn man daneben sitzt.
… are there some fountains, and it’s really refreshing sitting close to them.

Die sind natürlich sehr beliebt.
Of course they are very popular at the moment.

Sogar die Gruftinetten verlassen ihre Gemächer und genießen das kühle Nass.
Even the gothettes leave their dwellings and enjoy the cool water.

Gestrickt habe ich natürlich auch. Und zwar das Sommermodell No. 3 Harmony von Hanne Falkenberg in einem phantastischen Indigo-Dunkelblau-Violett.
Of course I did some knitting, too. This is the summer pattern No. 3 Harmony by Hanne Falkenberg, and the colour is a phantastic indigo-dark blue-purple.

Am angenehmsten wäre es hier gewesen. Aber das ist halt nicht so schön.
The coolest place I’ve been today was here, but it’s not so nice for spending some time here.

July 28, 2008 - כ"ה תמוז תשס"ח
Am Samstag lud die Wollwerkstatt Kiel zum Stricktreff, und ich musste natürlich hin. Es war ein wunderschöner Tag; wir strickten auf der Terrasse im Schatten, sodass die Temperaturen erträglich waren. Ich habe auch etwas Wolle gekauft, aber das ist marginal und eigentlich zu vernachlässigen. Ich hatte es sogar geplant, und zwar Alpaka für eine Weste. Das setzte ich in die Tat um.
Last Saturday Wollwerkstatt Kiel invited for a knitting day, and of course I had to go there. It was a wonderful day, we knitted outside in the garden and sat in the shadow (it’s really hot up here at the moment). I even bought some yarn, but that’s not so important an can be neglected here actually … I even planned to do so, and I got some alpaca yarn for a waistcoat I want to knit.
Dann entdeckte ich das Vorgarn von Evilla in Regenbogenfarben, wie ich es schon lange für eine Tasche suche. Das Garn ist wirklich sehr günstig, die Gelegenheit war es auch. Also musste ich das auch mitnehmen. Klar, oder?
Then I found the unspun yarn by Evilla in rainbow colours. I’m looking for thisone for quite a long time already, for a bag. The yarn is really inexpensive, a bargain. Therefore I had to take some home with me. You understand this, don’t you?

Außerdem gab es noch Zitron Trekking pro natura. Das ist ein tolles Garn, und die Farben waren einfach zu schön. Auf zwei Knäule mehr oder weniger kommt es nicht an, fand ich.
Besides this, there was some Zitron Trekking pro natura. This is a phantastic sock yarn, and the colours are really beautiful. Two balls more or less don’t matter, right?

Da hatte ich wirklich Glück gehabt, ein relativ kleiner Einkauf. Dann allerdings kam das Verhängnis in Gestalt eines Falkenberg-Modells, und zwar eines reizenden Shrugs mit Kapuze.
I was lucky, I thought. It was a nice shopping day with not too much yarn. But then I was doomed. I saw a Falkenberg Kit, a cute hooded shrug.

Und da ohnehin schon alles egal war, nahm ich noch ein Top mit, auch von Falkenberg, aus dem neuen Baumwollmischgarn. Es ist indigogefärbt, und ich finde Farbe wie Modell toll. Und nun dürft ihr lachen.
Since it didn’t make any difference any more, I also bought a top by Falkenberg, which uses her new cotton blend yarn. It’s indigo dyed, and I love the colour and the pattern. And now you may laugh at me.

July 28, 2008 - כ"ה תמוז תשס"ח
Es war wieder Sonntag und damit auch Sockenzeit. Leider war es nicht so erfolgreich, da ich meinen angefangenen Koi ribbeln und neu stricken musste. Das Teil war einfach zu eng. Daher bin ich mit dem Schaft nicht fertig, aber dennoch weiter als vorher.
It was Sunday again, and this means time for socks. Unfortunately I was not as successful as I wanted to be. I found out the leg was too narrow, so I had to frog what I had knitted and to reknit it. Therefore I’m not done with the leg yet, but at least it’s longer as it was before.

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