May 1, 2008 - כ"ו ניסן תשס"ח
Monthly Archive
May 23, 2008 - י"ח אייר תשס"ח

Ich bin so froh, denn nach gefühlten 8 Millionen Reihen mit ebenso gefühlten 20 Milliarden Maschen in glatt rechts habe ich nun mit der Musterpasse begonnen.
I am so happy. After knitting what felt like a billion rows with a zillion stitches in stockinette, I ust established the pattern.
Es heißt Eddystone und ist ein traditionelles cornisches Ganseymuster. Ich stricke es zum zweiten Mal. Beim ersten Versuch war die Wolle zu dunkel, zu tweedig und die Nadeln zu groß, was zur Folge hatte, dass man das Muster überhaupt nicht sah. Diesmal ist alles anders. Das hat mich gelehrt, dass Strickerfahrung mehr ist als die Fähigkeit, ein Muster fehlerfrei nachstricken zu können.
It’s called Eddystone and is a traditional Cornish Gansey pattern. I’m knitting it for the second time now. When I made the first Gansey, the yarn I chose was too tweedy, too dark, and the needles were too large. Therefore the pattern was hardly visible. This time it’s different, and that taught me that knitting experience is much more than the ability just ot knit a pattern correctly.
May 22, 2008 - י"ז אייר תשס"ח
Mein Lebensgefährte bekommt meine faserigen Hobbys hautnah mit. Er strickt selbst nicht, nimmt aber regen Anteil. Da bleibt es nicht aus, dass er sich gewisse Kenntnisse angeeignet hat. So kann er beispielsweise einen Fair-Isle-Pullover identifizieren und weiß, dass es Wollabos gibt (auch wenn ich selbst keins habe). Eine Begleiterscheinung dieser Kenntnisse ist, dass gewisse Dinge – nun, sagen wir – umbenannt wurden. Sie heißen im partnerschaftlichen Zwiegespräch nicht mehr, wie sie allgemein benannt wurden, sondern anders. Zum Beispiel:
- Stash – wir bezeichnen damit unsere bescheidenen Wollvorräte, die teilweise ungeahnte Ausmaße angenommen haben. Mein Freund hat dafür den Begriff “peinliches Wolllager” eingeführt.
- Nostepinne – dieses Ding, mit dem man wunderschöne Wollknäule wickeln kann, heißt auch Wickeldorn oder Vindepinne. Diese Begriffsvielfalt war meinem Freund nicht genug. Er nennt dieses nützliche Utensil “Wikingerdildo”. Diese exotische Bezeichnung leitet sich einerseits aus der Form des Gegenstandes ab, andererseits aus dem nordischen Klang seines Namens.
- Bündchen, in Runden gestrickt – Da ich – wie die meisten – meine Pullover auf 80 cm -Rundnadeln und wenn immer möglich in Runden stricke, wirkt der Anfang, also das Bündchen, etwas rüschig. Dies führte zu einer dramatischen Umbenennung in “Arschrüsche”.
Was lernte ich daraus? Auch ein nichtstrickender Partner kann Spaß am Hobby entwickeln.
Und wem diese Terminologie zu direkt ist: Wir sind nordish by nature.
May 22, 2008 - י"ז אייר תשס"ח
Ich liebe Cornwall, und ich liebe Denimgarn. Vor einiger Zeit entdeckte ich bei Ravelry dieses Buch, das meine beiden Vorlieben kombiniert. Und das musste ich natürlich haben, bevor es vergriffen ist (ein schrecklicher Gedanke …). Heute ist es angekommen, und ich finde es einfach toll. Natürlich gefällt mir nicht alles, aber einige Teile sind einfach der Hammer. Außerdem sind so viele schöne Fotos von Cornwall enthalten … und nächstes Jahr werde ich das Land endlich wiedersehen … hach!
I love Cornwall, and I love denim yarn. Some time ago I found this book at Ravelry’s. It combines both of my preferences, and therefore I just had to get it before it’s out of print. Today it arrived here, and I just love it. Of course I don’t like all of the patterns, but some of them will be sort of all-time favourites. Besides that, there are beautiful pictures of Cornwall in it … and next year I will be there again!
Und dieses Buch mit traditionellen Strickmustern aus ganz Europa ist ebenfalls angekommen. Für mich ist es eine schöne Ergänzung zu den Musterbüchern, die ich bereits habe, denn einiges kenne ich noch nicht, vor allem die arabischen und spanischen Muster. Gewöhnungsbedürftig ist die Notierung. Da es sich um den Nachdruck eines Werkes aus den sechziger Jahren handelt, fehlen Charts bei den einfarbigen Mustern völlig; alles ist ausgeschrieben.
This book with traditonal stitch patterns from all over Europe arrived as well. For me it’s a good buy because it contains many patterns I didn’t know yet, specially the Arab and Spanish patterns. It will take a bit getting used to it because it’s a reprint from a book which was published in the sixties, and this means there are no charts for the monochrome patterns but only written instructions.
May 22, 2008 - י"ז אייר תשס"ח

Dieses Utensil habe ich sehr günstig ersteigert, es ist ein alter Knitting Belt, der zusammen mit 40 cm langen DPNs verwendet wird, vor allem beim Stricken von Ganseys. Die Nadeln sind bestellt, und wenn alles da ist, werde ich mein Glück mal mit dieser traditionellen Technik versuchen.
This took I purchased for very little money, it’s an old knitting belt which is used with 40 cm dpns, specially for knitting Ganseys. I just ordered the needles. When they arrive I will try out this traditional knitting technique.
May 21, 2008 - ט"ז אייר תשס"ח

Und noch zwei Abacus-Reihenzähler. Hier das Modell St. Pauli, bestehend aus Lederbändern, Schädel-Anhänger, Metall- und Holzperlen, einem Dichtungsring und einem Karabinerverschluss.
And there are two more abacus row counters. This is St. Pauli Style, made of leather straps, a skull pendant, metal and wooden beads, a gasket and a carabiner fastener.

Und das Modell “Summer Violet” darf auch nicht fehlen. Es besteht aus Muranoglasperlen, grünen Glasperlen, Holzperlen, Rocailles, Lederbändern, einem Verschluss und einem Strass-Anhänger.
Last but not least here comes “Summer Violet”. It’s made of leather straps, Murano beads, green beads, wooden beads, Rocailles, leather straps, a fastener and a rhinestone pendant.
Jetzt sind all meine Projekte versorgt.
Now I have a counter for all my main projects.
Hier nochmal der Link zur Anleitung.
Here again the link where the instructions can be found.
May 21, 2008 - ט"ז אייר תשס"ח
Es gibt unter meinen LeserInnen tatsächlich welche, die an Artyarn und dessen Herstellung interessiert sind. Für die stelle ich meine Bücher zum Thema vor.
Here are indeed some people who are interested in artyarn and the way of spinning it, and for thoseones I want to present the books I own.
Keines dieser Bücher lehrt, wie man spinnt, die Grundkenntnisse werden vorausgesetzt. Anfänger, die die berühmten “schwangeren Regenwürmer” produzieren, werden von den Büchern überfordert sein, auch wenn bei manchem Garn genau diese gefordert sind. Das Spinnen von Artyarn setzt voraus, dass man Faser und Rad beherrscht, und nicht umgekehrt. Alle vier Bücher kommen aus den USA, dem Eldorado der Faser. Das bedeutet, dass die ambitionierte Spinnerin in Deutschland nicht immer auf alle Materialien Zugriff hat, die für bestimmte Garne erforderlich sind. Hier ist dann unsere Phantasie gefragt. Für die dickeren Garne benötigt man ein Spinnrad mit großem Einzugsloch.
None of these books will teach you how to spin, all basics required you will have to get from other sources than theseones. Beginners who produce a thread that looks quite similar to some artyarns will be completely overburdened by the techniques required here. It’s essential that you have the control over your fibres and your wheel, and not the other way round. For thicker artyarns you will need a spinning wheel with a large orifice.
1. Diane Varney: Spinning Designer Yarns, Interweave Press
Dieses Buch ist quasi für Einsteiger auf dem Gebiet des bewusst gestalteten Garns abseits des Üblichen. Nicht nur das Spinnen des Garns ist Thema des Buches, sondern auch das Färben (wobei man hierfür ausführlichere Anleitungen braucht, denn die Autorin geht eher auf die Rolle des selbstgefärbten Garnes bei der Gestaltung ein, weniger auf den Färbeprozess selbst). Verschiedene Spinn- und Zwirntechniken werden ausführlich erklärt. Die gezeigten Effekte sind zumeist moderat und für viele Projekte verwendbar, was auch daran liegt, dass der Schwerpunkt auf eher dünnen Garnen liegt. Die Autorin begleitet den Prozess der Garnherstellung von der Faservorbereitung bis zum Zwirnen. Durch die gründlichen Beschreibungen ist dies ein Buch für alle, die einen Einstieg in das Thema suchen und/oder nicht an extremen Garnen interessiert sind.
This book is perfect for the beginning spinner of art- and designeryarns. The author does not discuss just the spinning process, but also the role of handdyed roving (if you want to learn this as well you will need another book). She explains different methods of spinning and plying in a rather detailed way. The effects shown are of the more moderate kind and can be used for a great variety of projects; the yarns she shows here are mostly rather thin. The author accompanies the reader from the preparation of the fibres til the plying procedure. The detailed instructions are easy to follow and make the book to an ideal introduction to the world of artyarns. It’s great for beginners and those who are not too crazy about extreme yarn design.
2. Alison Daykin / Jane Deane: Creative Spinning, Lark Books
Dies Buch ist wesentlich bilderlastiger als das erste, und die Anleitungen fallen eher knapp aus. Dennoch ist es mehr als ein Bilderbuch, denn jemand mit mehr Erfahrung wird die Garne problemlos nachvollziehen können. Die erforderlichen Techniken werden in einem separaten Teil erläutert. Die Autorinnen haben eine dreißig Garne nach dem Vorbild der Natur gestaltet. Der Schwerpunkt liegt auf Farbigkeit und der Wirkung der Materialien. Jedes Garn ist durch Bilder der Faser, des Strangs und einer Anstrickprobe vertreten (letzteres ist besonders hilfreich). Auch hier sind die Garne eher moderat und können für viele Projekte verwendet werden. Ich finde das Buch empfehlenswert, denn es lässt mich in Farben und Texturen schwelgen und spricht die Sinnlichkeit an, die jedem, der spinnt, nicht fremd sein sollte.
This books contains a lot of pictures, and the instructions how to spin the individual yarns are rather short. But it’s much more than a coffee-table book, since a more experienced spinner will have no difficulties to reproduce the yarns shown in it. The required techniques are explained in a separate chapter. The authors designed thirty yarns guided by nature. The focus lies on colour and texture, and the special effects of the fibres. Each and every yarn is illustrated by pictures which show the fibre, the spun yarn, and a swatch which shows how the yarn will look when used for knitting (the latter is extremely helpful!). The yarns shown here are quite moderately designed and can be used for many projects as well. I find this book highly recommendable since it lets me bask in colour and texture. It highly adresses sensualism, and this should not be unknown to someones who deals with fibre.
3. Lexi Boeger: Pluckyfluff – Handspun Revolution, Selbstverlag
Als ich dieses Buch endlich in den Händen hielt, war ich zunächst enttäuscht. Es ist winzig, unglaublich teuer, und die meisten der gezeigten Garne sind nur als extrem oder auch bizarr zu bezeichnen. Heute bin ich klüger, denn mein Verständnis des Spinnens hat sich erweitert. Die Garne verstehe ich in erster Linie als Anregung, da viele mit Materialien hergestellt wurden, die der Zufall der Autorin zuwachsen ließ (auch ein Blick in den Mülleimer kann sich in dieser Hinsicht lohnen…). Es führt dem Leser vor Augen, dass Spinnen grenzenlos sein kann, wenn man seiner Phantasie freien Lauf lässt. er ein Anleitungsbuch im Stil von “mache A und erhalte Resultat B” erwartet, wird enttäuscht sein, denn dies kann und will dieses Bändchen nicht leisten. Manche der Garne wirken wie Skulpturen, andere sind wegen der verwendeten Materialien kaum waschbar. Jedes Garn wird durch eine brilliante Fotografie vorgestellt; die Anleitung befindet sich auf einer separaten Seite. Letztere sind alles andere als ausführlich; das Buch wendet sich eindeutig an die Spinnerin mit viel Erfahrung, sowohl was die Spinntechniken, als auch was die Materialien angeht. Man mag sich zunächst fragen, was man mit diesen Garnen anfangen soll (außer sie in Vitrinen zu lagern); die Stärke dieser Kunstwerke offenbart sich überwiegend im Bereich des Freeform Knitting (wie ich heute weiß und schätze).
When I finally received my copy of this book, I was rather disappointed: it’ s tiny, it’s expensive, and many of the yarns are extreme (or bizarre). Today I’m wiser, and my understanding of the spinning process has broadened up to the point of ability to admire the author’s work. To me the yarns shown here are more an inspiration than a task which I can reach by following the instructions step by step. The author uses not only spinning fibres but also materials which can be found in every household (or in you bin, if you like). Probably many of them came to Ms. Boeger by accident, and this means she shows to us that spinning is a craft that’s only limited by your ability for imagination. It’s definately NOT a book which shows you how to get an effect by following the text word by word. Some of her yarns look like sculptures, others are hardly washable due to the materials used. Every yarn is shown by a brilliant photo; the instructions are displayed on a page of their own. These instructions are everything but detailed, they are hints for the experienced spinner who is able to deal with every kind of material and with a variety of spinning techniques. You may ask yourself what to do with these yarns (besides displaying them in a showcase). The answer came to me later: they are great for freeform knitting.
4. Lexi Boeger: Intertwined – The Art of Handspun Yarn, Modern Patterns, and Creative Spinning, Quarry Books
Dies Buch führt die Idee von Pluckyfluff weiter, es ist ausführlicher, reicher bebildert und enthält sogar diverse Projekte für die verwendeten Garne. Auch hier kann man von extremen oder bizarren Garnen sprechen, die jede Spinnerin an ihre Grenzen führen, was Aussehen, Technik und Material betrifft. Die Anleitungen sind wesentlich ausführlicher, sodass die Garne leichter nachzuvollziehen sind. Auch enthält das Buch viele praktische Tipps, die für die hoffnungsvolle Anfängerin auf dem Gebiet des Artyarns sehr hilfreich sind. Dies Buch kann ich nur als Rausch der Farben und Texturen bezeichnen, denn es werden u. a. Kassetenbänder, Papier, Plastik, Filzobjekte, Geschenkbänder, Seidenkokons, Draht, Stoffblumen, Perlen, kleine Plastikobjekte etc. verwendet. Ich werfe, seit ich dieses Buch besitze, viel weniger Kleinkram weg, denn man könnte es ja… Ihr wisst schon. Es ist das schönste und extremste Buch zum Thema Spinnen, das ich kenne.
Lexi Boeger hat eine Website, die für alle, die sich für das Thema Extremgarn interessieren, lohnt.
This book follows the path of Pluckyfluff, but it’s much more detailled, contains many illustrations and even instructions what to do with the yarn spun from it. The yarns the author shows to us are again extreme and bizarre, and lead every spinner to his or her limits regarding look, techniques and materials. The instructions are very detailed and this enables an experienced spinner to redo them at home. There are many practical hints and tips which are very helpful, specially for beginning artyarn spinners. This book is an intoxication of colour and texture, since the materials used are: cassette tape, paper, plastic, little felted objects, all kinds of ribbons, silk cocoons, wire, artificial flowers, beads, small objects of many kinds, etc. Since I own this book I just stopped to throw things like these away, because one day I could use them for spinning (well, you know…). It’s the most beautiful and extreme spinning book I know.
Lexi Boeger has a website which is worth a visit for all who are interested in spinning (or just viewing) extreme artyarns.
May 20, 2008 - ט"ו אייר תשס"ח

Ich habe noch einen Reihenzähler gebastelt, diesmal das Modell “Ethno”. Es ist mir auch gelungen, den Verschluss schöner anzubringen, ich bin also sehr zufrieden. Die Materialien sind: Verschluss, Anhänger, Korallenperlen, Knochenperlen, Steinperle, Lederbänder, Rocailles, dünner Gummifaden.
I just made another row counter, this time in a sort of ethno style. This time the fastening came out more nicely. The materials are: fastener, silver pendant, coral beads, bone beads, one stone bead, leather straps, rocailles, thin elastic thread.

Den Reihenzähler “Wintergrün” habe ich überarbeitet, nun ist der Verschluss ansehbarer. Außerdem ist die zweite Perlenreihe kleiner geworden, und die mittlere Perle wurde farblich hervorgehoben. Die Materialien hierfür sind: Verschluss, Lederbänder, große Glasperlen, Metallringe, kleine Metallperlen, eine rote Keramikperle, Anänger, emailliert.
This is the improved version of the “Wintergreen” row counter. The fastening is nicer now, and the second row of beads became smaller with a red contrasting bead in the middle. The materials are: fastener, leather straps, large glass beads, metal rings, small metal beads, one red ceramic bead, enameled pendant.
Die Anleitung findet sich hier.
The instructions can be found here.
May 20, 2008 - ט"ו אייר תשס"ח
Mein Lebensgefährte meinte gerade, dass man bei Google nur lange genug suchen muss, dann findet man alles auch in gehäkelt oder gestrickt. Ich denke, er hat recht. Für Fans der BBC-Serie Dr. Who kommen hier ein paar Anleitungen bzw. Anregungen aus der Rubrik “Mach Dir den Dalek!”.
My partner just said that you just have to search google long enough, than each and every thing can be found in a crocheted or knitted version. And I think he’s right. For all fans of the BBC series Dr. Who we have found some instructions or hints from the category “Make your own Dalek”.
Dalek 1
Dalek 2
Dalek 3
Dalek 4
Dalek 5
May 20, 2008 - ט"ו אייר תשס"ח
Posted by Jinx under
Wollschaf[5] Comments
Wenn ich mich so durch die Blogs klicke, fällt mir auf, dass ich nicht überall gleich gerne lese- was nicht am Inhalt liegt. Darum meine Frage: Wie ist ein Blog, den (oder das?)du gerne liest? Viele Smilies oder wenige? Schriftgröße? Textlänge? Bilder? Hintergrundfarbe? (etc. und natürlich auch Inhalt)
Auch ich kenne natürlich Blogs, die ich sehr oder auch weniger gern lese. Dabei sind gestalterische Fragen eher nebensächlich für mich. Bilder sollten natürlich dabei sein, damit man sich das, was über ein Strickstück erzählt wird, auch vorstellen kann. Und was ich sonst überhaupt nicht mag, ist eine wilde Hintergrundgestaltung in Verbindung mit einem Text, der sich davon farblich kaum abhebt, sodass die Sache in Richtung Unlesbarkeit tendiert. Auch nicht so mein Fall sind Blogs, die auf allzu niedlich getrimmt sind, mit vielen lachenden Bärchen etc. (das ist mein privater Geschmack, den leiste ich mir. Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass man als erwachsene Frau irgendwann aufhören sollte, das kleine Mädchen zu spielen).
Ob ich einen Blog mag oder nicht, hängt bei mir jedoch vom Inhalt ab. Blogs, die ich gern lese, zeichnen sich durch folgendes aus:
- ich erhalte Denkanstöße und neue Anregungen
- die Persönlichkeit der Autorin (oder des Autors) vermittelt sich durch das Geschriebene
- Humor
- zugeben können, dass nicht immer alles so läuft auf dem Gebiet des Strickens/Spinnens/whatever, wie man es gerne hätte
- eine gewisse thematische Geschlossenheit (wobei ein gewisses Maß an off-topic-Posts mich nicht vom Lesen abhält)
- das Vertreten einer eigenen Meinung (die wirklich nicht die meine sein muss…)
Was mir bei Blogs nicht gefällt:
- Herumgebashe auf anderen Leuten – macht das doch privat aus, Leute, also ehrlich.
- Profillosigkeit – man sollte schon erkennen, dass ein Mensch mit Ecken und Kanten schreibt
- Ausplaudern intimer Details – es interessiert mich nicht, wie schnell die Schamhaare Eurer Kinder wachsen.
- Unfähigkeit, eine eigene Meinung zu vertreten – man wird nie von allen geliebt, und es ist völlig nutzlos, es auf diese Weise zu versuchen
- Hinterhältigkeit gegenüber anderen BlogerInnen – wenn’s was zu sagen gibt, lasst es raus, offen und direkt. Und wenn’s zu privat ist für einen Blog, dann macht es mit der Person aus.
- thematische Einförmigkeit – es gibt mit Sicherheit Leute, die gerne das tausendste Paar Socken in selbstmusternd-glatt-rechts betrachten, alles hat seine Berechtigung. Nur ich lese es halt weniger gern.
- Blogs, denen man anmerkt, dass manche Beiträge nur verfasst wurden, um möglichst viele LeserInnen anzusprechen.
May 19, 2008 - י"ד אייר תשס"ח

Ich habe zufällig die Anleitung für einen Reihenzähler entdeckt, und den musste ich natürlich unbedingt nacharbeiten, da ich die Plastikdinger, die ich sonst verwende, nie wiederfinde (ich dürfte inzwischen ungefähr zehn Stück davon haben, die Frage ist nur: wo? Abgesehen davon bin ich Ästhetin und Oscar Wilde ist mein Bruder im Geiste). Es ist ein Armband, das nach der russischen Abakus-Methode funktioniert. Den ersten mit dem Namen “Wintergrün” habe ich fertig, einen zweiten werde ich demnächst anfertigen. Die Verschlusszone ist in optischer Hinsicht verbesserungswürdig, aber die Idee ist klasse und ich liebe meinen neuen Reihenzähler!
Vorgestellt wird der Reihenzähler hier, die Anleitung findet man dort.
I found an instruction for a quite unusual row counter which I had to make for myself almost immediately. I have several plastic ones which I don’t like very much (I’m an aesthete like Oscar Wilde and I always lose the plastic ones, I think I have ten of them or so, but I hardly find one when I need it). It’s a bracelet which works like a Russian abacus. I just finished the firstone and baptized it “Wintergreen”, a second one I will make soon. The fastening zone is a subject I will improve soon, it doesn’t look too good at the moment, but never mind. I really love my new row counter!
The instruction can be found here.
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