… also so gar nicht. Und das liegt nicht daran, dass man etwas falsch gemacht hätte oder dass die Größe nicht stimmt, das Garn nicht richtig fällt etc. Sondern eher daran, dass das Muster eigentlich fast niemandem richtig passt (ich habe festgestellt, dass ein Indiz dafür eine eigenartige Körperhaltung der Models sein kann, die das Strickstück präsentieren …). Bei mir war es Ragna von Elsebeth Lavold. Den haben unglaublich viele gestrickt (scheint eine Art karmische Aufgabe zu sein), so auch ich, und dann stellte ich fest, dass der angezogen nicht gut aussieht. Es sei denn, man steht da wie die Dame, die ihn im Buch anhat. Nur dass das auf Dauer etwas anstrengend ist mit den erhobenen Armen. Als ich ihn fertig hatte, wurde mir selbst als Anfängerin, die ich damals noch war, klar, warum das so ist. Entsprechende Äußerungen habe ich übrigens mehrmals gehört. Die, die ihn gestrickt haben, lassen ihn wohl diskret im Schrank verschwinden und vergessen schnell, dass es ihn gibt.

Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mir die Teile, die ich stricken möchte, genau ansehe: Wie ist der Schnitt? Muss man wirklich mit ausgestreckten Armen kerzengerade dastehen, damit das Teil immer noch sitzt und nicht verrutscht? Passt es dem Model oder ist schon bei der offiziellen Präsentation einiges im Argen?

Andere Kandidaten mit berüchtigt schlechter Passform sind Klaralund, Sunrise Circle Jacket und dieses Klingonenteil auf dem Titel der letzten Winter-Vogue. Fallen Euch noch andere ein, habt Ihr mit den genannten Strickstücken ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht?