November 1, 2007 - כ' חשון תשס"ח


Poetry - SweaterJaja, vor einiger Zeit tönte ich noch, dass ich Strickpackungen ablehne, da ich meine Wolle lieber frei kaufe und meine Kreativität nicht durch eine Vorauswahl des Handels einschränken lassen will blabla (Ihr wisst schon…). Dann entdeckte ich Falkenberg, und ich war ein verlorener Mensch. Inzwischen stapeln sich bei mir einige Falkenberg-Kits, was ein Beweis dafür ist, dass ich klar zwischen wichtigen und unwichtigen Prinzipien unterscheiden kann *hust* (in diesem Zusammenhang dürften sich einige auch zu meinem mehrfach deutlich formulierten “nein” zum Thema Spinnen und Spinnräder erinnern…). Wie auch immer.

Oh yes, some time ago I exclaimed that I would never ever buy a knitting kit because I prefer to buy yarn without any bonds of a kit and because I don’t want any designer or dealer to tell me which yarn and colour combination to use for a pattern. Then I discovered Hanne Falkenberg and her beautiful designs, and I was lost. Now several Falkenberg Kits are a vital part of my stash. This proves clearly that I’m not a slave of my principles but that I know which ones have to be handled in a more flexible way ( :D ) (this might remind some of my readers of my former opinion regarding spinning and spinning wheels…). However…

Neulich stieß ich auf ein Sonderangebot im Internet: Es wurden Strickpackungen angeboten, und war zum BuchPoetry - Muff Poetry in Stitches von Solveig Hisdal. Dieses hoffnungslos vergriffene Buch nenne ich mein Eigen, und ich war entzückt, hierzu ein paar Packungen zu entdecken, die farblich zu meiner Garderobe und mir passen. Und sie waren verbilligt. Ehrlich. Der Pullover ist schon lange auf meiner Liste, beim Muff weiß ich noch nicht so recht, wie ich ihn ins tägliche Leben integrieren soll, aber er ist reizend, nicht wahr? Wie gut, dass das Angebot zeitig endete, sodass ich nicht noch mehr in Versuchung geriet.

Lately I found a special offer via internet: One online store made a sellout of some knitting kits from the book Poetry in Stitches by Solveig Hisdal. The English edition is out of print definately, but I managed to grab one of the last copies available one year ago. So I was more than happy to find some kits for sale which make a good match to my garments and myself. And they were 20% off. Really. The sweater is on my list from the very beginning. But regarding the muff I’m not so sure how this will be integrated into my daily life, but it’s cute, isn’t it? I’m really happy the offer ended soon after I ordered these items, so I was not persuaded to get more of these kits…

Magic Loop

Es ist nie zu spät, etwas Neues auszuprobieren. Nun bin ich beim Ärmel von Rogue angelangt und beschloss, ihn lieber in Runden zu stricken (weniger Nähte…). Nun stricke ich Ärmel nicht gerne mit Nadelspielen, da dies immer eine rutschige Angelegenheit ist, bei der oft Maschen verloren gehen. Ich habe zwar kurze Rundnadeln (40 cm), aber da ist eben auch der nadelige Teil kurz, und das ist unbequem. Dies war also die perfekte Gelegenheit, die Magic-Loop-Technik auszuprobieren, bei der man eine beliebig kleine Anzahl von Maschen mit einer beliebig langen Rundstricknadel in Runden stricken kann. Und ich bin sehr angetan davon, ich finde die Methode bequem, einfach und schnell. Wer auch daran interessiert ist, findet hier ein Video dazu.

It’s never too late to try out something new, I think. I’m done with the body and the hood of Rogue and had to start with the first sleeve. I decided to knit it in rounds (it’s less to sew, after all). The problem is, I dislike knitting sleeves with dpns. It’s a somewhat slippery thing, and there are always stitches which get lost. For this purpose, I have some short circs (40 cm), but the needly part of them is rather short, too, and that makes it uncomfortable to knit with. So this was the perfect opportunity to try the Magic Loop technique which allows to knit any small number of stitches with a circ of any length in rounds. And I’m very pleased with this technique, it’s easy, fast, and comfortable. In case you’re interestet, there is an educational video

Wie geht man bei einer fremdsprachigen Anleitung am besten vor? Wie machen das die anderen?

Ich denke, wie man mit einer fremdsprachigen Anleitung am besten vorgeht, hängt von den eigenen Sprachkenntnissen ab. Ich beherrsche die englische Sprache gut, aber Strickbegriffe kamen in meinem Wortschatz nicht vor, als ich begann, nach englischen Anleitungen zu stricken. Ich hatte allerdings eine Liste mit einer Übersetzung der englischen Strickbegriffe, sodass ich beim Stricken darauf zurückgreifen konnte, so lange das nötig war. Den Rest der Anleitungen verstand ich mühelos.

Rogue 3
Dies ist nicht der schwarze Abt bei Tag, sondern der aktuelle Zwischenstand meines Rogue. Ich bin mittlerweile an der Kapuze angelangt, sodass ich hoffen kann, das Teil bald fertigzustellen. Bisher bin ich sehr zufrieden, und das Stricken macht auch viel Spaß.

This is a progress pic of my Rogue Sweater. Meanwhile I reached the hood zone. Therefore I hope to finish this sweater soon. As far I can tell now, I am very pleased with the result, and knitting it is real fun.

Heute mal eine Frage zur Spinnradpflege und Wartung. Wie pflegst Du Dein Spinnrad? Ölst Du es regelmäßig? Wenn ja, womit? Was wendest Du sonst noch an? Ich denke da z.B. an Wachs etc? Wie pflegst Du das Holz?

Bei meinen Rädern, einem Henkys und einem zweifädigen Tom, sind die Kugellager geschlossen, da bleibe ich schön fort, da die sich selbst schmieren. Ansonsten öle ich die Spulenlager innen, mehr war bisher nicht nötig (echte Wertarbeit eben). Beide Räder sind unlackiert, sondern geölt bzw. gewachst. Das werde ich von Zeit zu Zeit erneuern, wenn es notwendig werden sollte. Bisher ist aber alles bestens, beide Räder sind ja auch noch recht neu.

Isager - Japan Gerade noch im Postpaket verpackt, jetzt schon im Blog: Das neue Buch Japan von Marianne Isager.

Dieser Band ist für ein Strickbuch recht ungewöhnlich, da er gleichzeitig ein Bildband ist. Einerseits werden die Strickstücke ganzseitig präsentiert, andererseits aber auch die in der japanischen Kunst verankerten Inspirationen für die Modelle. Die kommen weniger aus der sattsam bekannten touristisch erschlossenen Ecke, sondern eher aus den Details, die man hier im Westen vor lauter Zen- und Shintotempeln, Teekeramik, Amigurumi, Manga, Sushirollen, Kitsch und Plunder nicht mitbekommt und die jedes der Modelle mit der japanischen Kultur verbinden.

Das Buch enthält 12 Modelle, jedem Monat wird eines zugeordnet. Dabei bleibt Frau Isager sich treu: kein Tralala, keine aufgesetzte Folklore, sondern erkennbar modern und skandinavisch trotz der exotischen Einflüsse. Das Design ist wie immer großzügig, delikat in der Farbigkeit und beschränkt sich auf wenige Effekte, deren Wirkung umso dramatischer ist. Es liegt schon am Thema des Buches, dass die Modelle reduzierter und zurückhaltender sind als bei Inka, was ihrer Wirkung jedoch keinen Abbruch tut.

Zwei Wermutstropfen gibt es jedoch: Japan ist nur auf Dänisch erhältlich, und ob es jemals eine deutsche Ausgabe geben wird, ist fraglich (was angesichts der deutschen Strickpublikationen mit wenigen löblichen Ausnahmen auch kein Wunder ist…). Und der Preis ist ein Dänischer, was das Buch recht teuer macht. Für mich ist es jedoch sein Geld wert.

… also so gar nicht. Und das liegt nicht daran, dass man etwas falsch gemacht hätte oder dass die Größe nicht stimmt, das Garn nicht richtig fällt etc. Sondern eher daran, dass das Muster eigentlich fast niemandem richtig passt (ich habe festgestellt, dass ein Indiz dafür eine eigenartige Körperhaltung der Models sein kann, die das Strickstück präsentieren …). Bei mir war es Ragna von Elsebeth Lavold. Den haben unglaublich viele gestrickt (scheint eine Art karmische Aufgabe zu sein), so auch ich, und dann stellte ich fest, dass der angezogen nicht gut aussieht. Es sei denn, man steht da wie die Dame, die ihn im Buch anhat. Nur dass das auf Dauer etwas anstrengend ist mit den erhobenen Armen. Als ich ihn fertig hatte, wurde mir selbst als Anfängerin, die ich damals noch war, klar, warum das so ist. Entsprechende Äußerungen habe ich übrigens mehrmals gehört. Die, die ihn gestrickt haben, lassen ihn wohl diskret im Schrank verschwinden und vergessen schnell, dass es ihn gibt.

Bei mir hat das dazu geführt, dass ich mir die Teile, die ich stricken möchte, genau ansehe: Wie ist der Schnitt? Muss man wirklich mit ausgestreckten Armen kerzengerade dastehen, damit das Teil immer noch sitzt und nicht verrutscht? Passt es dem Model oder ist schon bei der offiziellen Präsentation einiges im Argen?

Andere Kandidaten mit berüchtigt schlechter Passform sind Klaralund, Sunrise Circle Jacket und dieses Klingonenteil auf dem Titel der letzten Winter-Vogue. Fallen Euch noch andere ein, habt Ihr mit den genannten Strickstücken ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht?

Als ich mich zu der Seite “Strickspiration” angemeldet habe, konnte man auch seine Strickerfahrung angeben. Weil ich mich damit etwas schwer getan habe, hätte ich folgenden Fragevorschlag:
“Wie (und warum) würdest du deine Strickerfahrung beschreiben, wenn du nur folgende Antwortmöglichkeiten zur Auswahl hättest?”:

1. Anfänger
2. Fortgeschritten
3. Profi
4. absolute Expertin/ absoluter Experte

Ich stricke seit ca. 1 3/4 Jahr und würde mich aufgrund dessen, dass ich schon etwas kompliziertere Teile recht erfolgreich bewältigt habe, als “fortgeschritten” einstufen. Allerdings möchte ich bei derartigen Selbsteinstufungen nicht zur Unsicherheit raten, da, falls man falsch liegt, kein böser Mann kommt, der einem den Kopf abbeißt. ;)

Poncho - Anfang

Nein, liebe Damen, dies ist keine Läppchenleine aus der Rubrik “sinnfreies Stricken”. Dies ist der offizielle und im Buch Inka niedergelegte Anfang des Poncho-Sweaters von Marianne Isager. Natürlich ist dies ein Projekt, dass ich wieder mit Nadelstärke 3 endlos vor mich hinprökeln werde. Eines jedoch habe ich festgestellt: Für das berühmte dänische Strickdesign braucht man schon etwas Abenteuergeist. :D

No, my dear readers, this is NOT a cloth-line from the section “senseless knitting”. This is the official begin of the Poncho sweater, as it is described in the book Inka by Marianne Isager. Of course this is a project which will make me fumble around with 3-mm needles forever. But one thing I have learned in the meantime: for executing these beautiful projects which are named Danish knit design one needs a good amount of adventurous spirit. :D

Paradoxical Mittens
Ich lasse mich nicht entmutigen und habe bezüglich der Handschuhfrage entschieden, erst mal etwas anderes zu probieren. Anderes Muster, anderes Garn und neues Glück sozusagen. Und dies hier gefällt mir viel besser. ;) Knallfarben gegen graue Wintertage, sozusagen.

I’m not demoralized at all and started a new try with mittens. I decided to start something completely new. Therefore I use a different pattern and a different yarn. And I can say that I like thisone much more. :) It’s a blaze of colour against grey winter days.

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