August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז

Nee, so nicht. Ich habe mir im Urlaub die angeblich ach so neue “Anna” gekauft, um mir meine eigene Meinung zu bilden, unabhängig von den sehr unterschiedlichen Stimmungen in einigen Blogs. Es war nicht so einfach, dieses Machwerk Heft aufzutreiben, das als Spezialpublikation nicht in jedem Geschäft, das Zeitschriften führt, erhältlich ist. Schließlich gelang es mir, in Ratzeburg ein Exemplar käuflich zu erwerben. So weit, so gut. Unter den ungläubigen bis entsetzten Blicken des Lebensgefährten, der wahrscheinlich sein häusliches Glück durch die dort präsentierten Handarbeiten bedroht sah, studierte ich diese Postille eingehend. Mir war durchaus klar, dass es sich nicht um ein reines Strickheft handelt, und ich sehe mir unterschiedliche Handarbeitstechniken durchaus gerne an, auch wenn ich sie nicht lernen oder ausführen möchte. Allerdings nicht, wenn sie so aussehen: Biedere, plumpe Stickereien, gruselige Häkelarbeiten und ein paar Strickmuster. Von den Noe-Mustern, die sicherlich eine großartige Verbesserung gegenüber früheren Produkten darstellen mögen, fand ich eins ganz nett, die anderen allerdings recht belanglos – aber dennoch positiv. Wenig positiv ist die lieblose Gestaltung des Blattes: biedere Präsentation mit viel Tand drumrum (noch ‘ne Vase halt…), schlechtes Layout, ungeschickte Typographie. Die prinzipiell sehr begrüßenswerte Strickkolume, die sich las, als wäre sie vor 25 Jahren in der Provinz verfasst worden (ich winke mal aus der Großstadt…) befand sich nicht bei den Strickmodellen, sondern einfach irgendwo.
Ich bin nicht darauf fixiert, in jedem Heft oder Buch etwas zu finden, was ich auch so nacharbeiten möchte. Ich habe einiges, was mich sehr inspiriert, was ich jedoch nicht für mich arbeiten werde. Diese Hefte und Bücher sind mir genauso lieb und teuer wie die, aus denen ich etwas anfertige. Aber selten habe ich etwas so inspirationsfernes gesehen – oder wenn das mich zu etwas inspirieren sollte, dann werde ich dafür wahrscheinlich eine Strafe verbüßen müssen, und das möchten wir doch alle sicher gerne vermeiden.
Auch wenn ich von deutschen Publikationen unabhängig bin, habe ich die Strickerinnen verstanden, die die angekündigte Einstellung verschiedener Blätter zunächst beklagten und die Übernahme durch einen anderen Verlag dann begrüßten. Aber wenn der Neuanfang so aussieht, kann ich mir nicht vorstellen, wo die großartige Verbesserung zu “früher” liegen soll. Ebensowenig kann ich mir vorstellen, dass man sich so neue Käuferschichten erschließt. Deutschland ist kein Entwicklungsland, und es gibt auch hier ansprechend gestaltete Zeitschriften. Daher verstehe ich nicht, dass Handarbeitshefte aussehen müssen, als würde dort der Bodensatz beschäftigt. Wer einen Neuanfang wagen will, sollte sich nach oben orientieren und nicht nach unten, wie hier anscheinend geschehen. Ich werde derartige Publikationen jedenfalls nicht mehr kaufen, bis ich mal etwas sehe, was mich überzeugt. Da lobe ich mir die neue Interweave Knits, die wenigstens informativ ist und nicht nur Bild und Anleitung lieblos auf die Seiten klatscht.
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 5:38 am
Du sprichst mir aus der Seele
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 7:19 am
Ich war auch sehr enttäuscht, sowohl von der “neuen” Anna, als auch der Verena. Ein rothaariges Model auf einem Heuhaufen mit Schaf reicht halt doch nicht aus.
LG Heidi
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 7:32 am
Moin Jinx,
Du sprichst mir ebenfalls aus der Seele!!
LG
Cleo
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 8:58 am
Hi Süße, ich sehe Du bist wieder voll da
. Ich kann nur eines sagen: Zeitungen im Handel angeschaut, durchgeblättert, geschüttelt und weggelegt. Lieber gespart und hie und da ein teures ausländisches Druckwerk gekauft, als solch einen Mist.
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 9:22 am
Hallo Jinx,
die ganze Geschichte mit dem Verlagswechsel und Neuanfang habe ich nicht verfolgt und wusste daher nichts darüber. Im Supermarkt bin ich allerdings durch den Hinweis auf dem Titelblatt, Noe Design im Inneren zu finden, aufmerksam geworden. Ich habe die Zeitschrift durchgeblättert und nicht gekauft. Mir erschien das alles auch zu bieder und ich muss gestehen, ich mag diese Sammelsurien verschiedenster Handarbeiten nicht sehr. Von Serviettentechnik über Kochrezepte bis hin zu Erziehungsberatung und zwischendrin etwas Noe-Design??? Nein Danke!
Die Verena allerdings habe ich dieses Mal gekauft nachdem ich sie durchgeblättert habe. Vorteilhaft, dass ich sie erst anschauen und dann entscheiden kann.
Das geht bei meinem Interweave Abo nicht und auch hier bin ich schon entäuscht worden.
Liebe Grüße
Brigitte
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 1:04 pm
Hallo Jinx,
Du als Redakteurin solltest eigentlich wissen, daß man das Konzept, Layout usw. einer Zeitschrift nicht von einer auf die andere Ausgabe komplett verändern kann, wenn man nicht die alte Leserschaft verprellen will. Mit solchen Änderungen muß man vorsichtig und langsam vorgehen. Da Du bisher offensichtlich keine Ausgabe der Anna gesehen hast, weißt Du auch gar nicht, welche Änderungen ggf. bereits vorgenommen wurden.
Ebenso müssen die Redaktionsmitglieder erst einmal auf einen neuen Stil “eingenordet” werden, was in vielen Fällen auch nicht so einfach ist.
Die redaktionellen Beiträge sollte man immer auf die Leserschaft abstimmen. Bei den Lesern der Anna ist ein überkandidelter, pseudo-intellektueller, mit Fremdwörtern gespickter Schreibstil unangebracht.
Grüße aus der Großstadt
Tina *aka Provinzschmierein
*
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 1:04 pm
hups – da fehlte zum Schluß ein R
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 1:38 pm
Hallo Tina,
ich bleibe bei meiner Meinung. Immerhin sollte die Anna nicht eingestellt werden, weil die Zeitschrift von begeisterten Kundinnen aus den Regalen gerissen wurde. Dass man eine Redaktion “einnorden” muss, wenn ein Konzept verändert wird, ist zwar richtig, aber Profis sollte das möglich sein (deswegen sind es ja Profis). Hier greift das Argument jedoch nicht, da die Zeitschrift ja in einem anderen Verlag erscheint, wo dann auch eine andere Redaktion sitzen dürfte.
Es ist sicherlich richtig, dass man ein Blatt wie die Anna nicht von einer Ausgabe zur anderen zu einem Magazin im Lifestyle-Stil umgestalten sollte. Aber es sollte schon möglich sein, eine handwerklich solide Arbeit abzuliefern. Und das ist hier nicht geschehen. Neben den zahlreichen typographischen und layouterischen Sünden fehlt es am Einfachsten: nämlich eine Strickkolumne zum Strickteil zu packen und nicht einfach irgendwohin zu kleben, diese dann auch bitte im Inhaltsverzeichnis aufzuführen und auch den Herstellernachweis völlständig und sauber auszuführen.
Falls Du mich mit dem überkandidelten Stil meinst, so ist der sicher nicht für eine eher schlichte Leserschaft (wie sie der Anna ja immer wieder unterstellt wird) angebracht, allerdings liegt es mir auch fern, für so ein Blatt, hinter dem ich in keiner Hinsicht stehen könnte, zu schreiben. Aber so schlicht scheint die Leserschaft nicht zu sein, sonst hätte sich das Ding in der Vergangenheit wahrscheinlich besser verkauft. Es ist wohl wahr, dass ich bis auf die letzte Ausgabe die Zeitschrift noch nie gekauft habe. Aber gesehen habe ich ältere Ausgaben schon. Ich sehe durchaus ein paar Änderungen, allerdings rechtfertigen die nicht die schlampige Machart dieser Publikation und sind vielleicht auch nicht tiefgreifend genug, um genügend (Strick-)Hunde hinter dem Ofen hervorzulocken.
Viele Grüße
Jinx
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 1:45 pm
Nur zur Info: Der Personalstamm der Redaktion ist weitestgehend der Gleiche wie bei Burda.
Und Mitarbeitern, die seit vielen Jahren den gleichen Stil pflegen und die gleiche Arbeitsweise haben, kann man nicht von heute auf morgen vorschreiben, daß jetzt alles anders zu machen sei. Ist beinahe unmöglich und auch sehr schädlich für’s Betriebsklima.
Gruß
Tina
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 1:48 pm
Hallo Tina,
ich konnte nicht wissen, dass der Mitarbeiterstab weitgehend der gleiche ist. Das erklärt natürlich einiges. Vielen Dank jedenfalls für die Info.
Viele Grüße
Jinx
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August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 3:39 pm
Ich hatte früher mal diese Zeitschrift im Abo, habe aber dann gekündigt weil mir zu wenig Strick und zu viel anderes drin war. Auch ich habe wegen der Noe-Anleitungen mal in die neue Ausgabe geguckt, allerdings waren die für mich nicht interessant, daher kein Kauf meinerseits. Ich habe hier noch 4 Jahrgänge Anna liegen, die neue Ausgabe schien mir keine nennenswerte Änderung zu früher zu haben. Für mich sicher keine Zeitschrift, die ich kaufen möchte, liegt aber auch an den vielen Handarbeitstechniken, die mich nicht mehr sooo interessieren.
Die neue Verena hab ich gekauft, weil das (muss man leider so sagen) immer noch die Strickzeitung mit den pfiffigsten Ideen ist, oft zu abgedreht und schräg um nachgestrickt zu werden aber immer schön anzusehen und gut für eine Anregung.
Martina
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 7:30 pm
Hallo Jinx,
ich vermute dass die Plazierung der Strickkolumne schlicht nicht anders ging, aus statz- und platztechnischen Gründen ist das leider nicht immer so möglich wie es vielleicht auf den ersten Blick sinnvoll erscheint. Ebenfalls ist es sooo leicht nicht, eine Zeitschrift von heute auf morgen komplett abzuändern – denn die Anna hatte und hat einen festen Leserkreis wie man aus den Mediaanalysen ersehen kann. Ich hatte mich damals auch darüber mit Burda bezüglich der Einstellung der Anna unterhalten.
Fakt ist u.a. auch, wie ich von einer Freundin weiß die bei Madeira arbeitet, dass genau die in der Anna präsentierten Stick- und Häkelsachen im Moment in Deutschland gefragt werden. Der Kreis der “englisch Stick-Häkelnden” ist einfach zu klein, der Geschmack der “Masse” wohl ein anderer, also wird das so veröffentlicht. Das nur zu Teil 1, den ich aber sooo schlecht nicht finde, vielleicht weil ich selber auch gerne sticke und häkle.
Den Strickteil in der Anna fand ich übrigens auch noch nie so schlecht, wie von vielen auf den ersten Blick gesagt. Gut, die Schnitte mögen bieder gewesen sein, aber einen Schnitt ändern ist ja kein Problem. Und die Muster sind größtenteils sehr brauchbar, ich habe auch schon einiges aus der Anna nachgestrickt (und die kleinen eigefügten Musterbildchen vom Muster bzw. der Wolle und die strickanleitungen direkt beim Modell zu schätzen gelernt) – aber OK, ich lebe auch auf dem Land und scheine deinen Schlussfolgerungen zufolge eher intellektuell einfach gestrickt zu sein.
Aber jeder sieht anders – ich finde es allerdings unschön sofort nach einer Neuauflage eine zeitschrift derart abzukanzeln. Man sollte doch einige Ausgaben Zeit geben und erst dann ein endgültiges Urteil fällen. Du kannst im Moment allenfalls die erste Ausgabe nach Wiederauflage beurteilen, und deine Worte erinnern mich stark an Konzertkritiker, die jedes Rockkonzert niedermetzeln, eben weils Rock ist und sowas kann ja gar nicht gut sein – never ever (um mal Äpfel mit Birnen zu vergleichen).
Ich jedenfalls finde die Ansätze die ich in der neuen/alten Anna finde durchaus gut und hoffe, dass sich nach und nach noch mehr verändert.
Und weißt du was mir an der Anna besonders gefallen hat? So gerne ich US Werbung in Strickheften lese, die komplett werbefreie Anna hat was für sich.
Liebe Grüße
Bine *Verlagskauffrau aus der Provinz
*
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 7:35 pm
die Tippfehler nehme ich wieder mit *g*, aber wenn man schnell tippt wie ich kann das schon mal passieren.
LG Bine
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 7:47 pm
Hallo Bine,
dass Leute aus der Provinz schlicht gestrickt sind, habe ich weder behauptet noch gedacht.
Dass die Zeitschrift werbefrei ist, ist auf jeden Fall ein Plus. Ich bin – wie ich sagte – anderen Handarbeiten gegenüber aufgeschlossen, auch wenn ich sie selbst nicht ausführen möchte. So sehe ich mir durchaus interessiert Stick-, Klöppel-, Occhi-, Web-, Häkel- u.a. Arbeiten an und kann deren Ausführung und Gestaltung bewundern, selbst wenn sie nicht in meine Lebensumgebung passen. Ich würde auch ein modernes, professionell gestaltetes Strick- oder meinentwegen Handarbeitsmagazin begrüßen, aber wenn einem Blatt schlicht die Professionalität abgeht (neben einigem anderen auch), dann nehme ich mir die Freiheit, meine Meinung dazu in meinem eigenen Blog zu äußern. Und dass diese Zeitschrift mangels Leserschaft eingestellt werden sollte, obwohl prinzipiell wohl Interesse an derartigen Zeitschriften besteht, wird kaum an den tollen Modellen, der ansprechenden Aufmachung etc. gelegen haben. Und wer das ändern will, muss das Heft verändern, ob er will oder nicht. Sonst kann man’s auch gleich lassen.
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 8:41 pm
Also, jetzt muss ich mich doch noch mal zu Wort melden.
Wenn eine Zeitschrift weitergeführt werden soll, weil sich die Bedürfnisse der Kunden/Kundinnen geändert haben, sind die o.g. Argumente für das Beibehalten oder das Entschuldigen der jetzigen Form völlig fehl am Platz.
Die ursprüngliche Zielgruppe ist ja wohl weg und die neue (?) hat eben andere Ansprüche.
Ich dachte, die Zeitungsmacher hätten mal Marktforschung betrieben, sich dabei gedacht, nun, wir probieren es eben mal anders. Aber, Pustekuchen und wie schon gesagt, ein rothaariges Model auf einem Heuhaufen…..
Anna ist und bleibt trotz der Karen Noe Modelle und der netten Garnquelle (*g*) (leider) spießig und Verena bleibt wohl für immer und ewig die Landpomeranze.
LG Heidi
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 8:56 pm
Heidi, da hast du sicher recht – aaaaaber…
Anna ist nicht eingestellt worden weil die Leserschaft fehlte, sondern weil Burda sich komplett vom Handarbeitssektor getrennt hat. Das Gerücht mit den mangelnden Leser hält sich standhaft im Internet, ist aber nicht korrekt!
LG Bine
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 9:01 pm
Hallo Jinx,
dann möchte ich doch eben noch eine Fehleinschätzung Deinerseits korrigieren: Die Zeitschrift sollte keineswegs in erster Linie mangels Leserschaft eingestellt werden. Burda möchte sich nach und nach vom gesamten Handarbeitsbereich trennen, da dieser nicht mehr in das Gesamtkonzept
passt.
Man sollte nicht jedes Gerücht, daß durch Blogland geistert, unbesehen übernehmen und als Tatsache verkaufen.
Und da Du ja scheinbar Layout-Profi bist, würde ich Verbesserungvorschläge Deinerseits sehr begrüßen und gerne an die Redaktion weiterleiten.
Viele Grüße
Tina
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 9:36 pm
Liebe Jinx,
die Art und Weise, in der die Diskussion hier geführt wird, behagt mir ganz und gar nicht.
Du hast hier lediglich Deine ganz eigene Meinung geäußert, niemanden persönlich genannt oder an den Pranger gehängt oder diskreditiert. Ja, auch ich benutze sehr gerne einen überkandidelten pseudo-intelektuellen mit Fremdwörtern gespickten Schreibstil. Muss ja nun wirklich nicht sein, dass Du wie Hera Lind schreibst. Ein bischen eine Macke hat doch jede von uns
! Voran Werteste: Lieber so als persönliche Angriffe! Wir leben in einer Demokratie und Demokratie heißt, dass ich meine eigene ganz persönliche Meinung kundtun darf – heute biste halt mal ein bischen deutlicher als sonst geworden, aber wer mag Dir das verübeln? Ich nicht. Es ist mir auch völlig egal, welchen Beruf Du ausübst oder nicht, ob Du in der Großstadt oder Hinterpieselbrunzhausen lebst, alles Jacke wie Hose; hauptsache, Du fühlst Dich wohl. Berufliche oder persönliche Bildungspräferenzen oder -ziele interessieren mich in meiner Blogrollauswahl nicht die Bohne. Das Emotionale IQ ist der, der für mich ausschlaggebend ist. So habe ich das im Arbeitsleben auch immer gehalten, wenn ich jemanden eingestellt habe und bin damit sehr gut gefahren. Nein, ich verzichte darauf, Berufsbezeichnungen zu nennen.
Nun zum sachlichen Kern:
Wie schön, dass die Redaktion der Anna erst noch auf einen neuen Stil eingenordet werden muss, damit sie weiterhin ihren seit vielen Jahren gleichen Stil pflegen darf, damit ihr Arbeitsklima nicht durch die Alltäglichkeit der Einstellung auf Neues gestört wird, wie es tagtäglichen in der freien Wirtschaft geschieht. Da heißt es “Neue Besen kehren gut” und “Friß oder stirb”, denn “an der nächsten Ecke steht jemand, der bereit ist, den Job für noch weniger Geld zu erledigen”. Übrigens alles Original-Floskeln, die ich die Ehre hatte, so schon live erleben zu dürfen. Tja, das Arbeitsleben kann verdammt hart sein und mir erscheint es wie das Aufzäumen eines Pferdes von hinten, wenn man erst einmal alles beim Alten lässt, um dann, um die Belegschaft in ihrer althergebrachten Arbeitsweise nicht zu verschrecken, ganz, ganz vorsichtig erst nach der ersten Neuausgabe innovativ zu werden. Aber o.k., das ist eine Entscheidung des Verlages.
Ich widerspreche hiermit vehement der Annahme, dass die Veröffentlichungen in der Anne dem der (wie auch immer gearteten) Masse entsprechen! Ich lasse mich gerne vom Gegenteil einer anständig geführten Marktanalyse und -recherche überzeugen, die vor dieser monierten Ausgabe durchgeführt wurde und deren Ergebnisse mich wirklich sehr interessieren würden!
Komplett werbefreie Anna?
Ich lach mir ‘nen Ast und Coats, Husqvarna, Burda und alle genannten Materiallieferanten sicher auch!
Respekt, Sister!
Heute mal deutlicher als sonst gewesen-Grüße von Ev!
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 10:02 pm
Danke liebe Jinx, daß Du auf einen Kaffee bei Starbucks verzichtet und zu Analysezwecken 3,50 in die ANNA investiert hast
Warum Du sie gekauft hast, dürfte dem Verlag egal sein – Hauptsache, Du hast sie gekauft. Langjährige Leser/Abonnenten (wie ich) werden sich von Deiner Meinung zum Heft nicht beeinflussen lassen. Ich freue mich einfach, daß ANNA und VERENA wieder da sind. Danke an Bine für den Hinweis, warum sie überhaupt eingestellt werden sollten.
Was an den Stickmodellen “plump” sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn Du wüßtest, wieviel Zeit und Konzentration man für 5×5 cm gezählten Kreuzstich oder Nadelmalerei braucht, wärst Du wohl vorsichtiger in Deiner Wortwahl.
Die ANNA war noch nie in erster Linie eine Strickzeitschrift; wer gar nicht zur Zielgruppe gehört und sie nur wegen der Strickmodelle oder Tinas Kolumne kauft, ist selber schuld. Übrigens kann ich mich – auch in älteren Ausgaben – weder an Kochrezepte noch an Erziehungsberatung erinnern, und Serviettentechnik ist keine Handarbeit (@ Brigitte; Du verwechselst das glaube ich mit den Rentner-Bravos).
LG Tammina
[Reply]
August 31, 2007 - י"ז אלול תשס"ז at 11:18 pm
@Tina, Tammina:
Eure Kommentare sind leider im Spamordner gelandet. Darauf habe ich keinen Einfluss, und es wurde auch nicht von mir veranlasst. Ich habe sie befreit, da der Wortlaut gleich war, jedoch nur je ein Exemplar.
Nun nochmal zu meinem Kommentar zur Anna:
1. Ich trinke keinen Kaffee, schon gar nicht bei Starbucks
2. Ich schätze kunstvolle Handarbeiten, auch wenn ich sie nicht selbst ausübe. Ich weiß übrigens auch, welche Arbeit Nadelmalerei macht. Ich habe bereits mehrfach geschrieben, dass mir andere Handarbeiten Vergnügen bereiten können. So finden sich bei mir Bücher zum Thema Nadelfilzen und Färben, wobei ich beides nicht ausübe. Ich bin immer froh, meinen Horizont zu erweitern, auch in Bezug auf andere Techniken, unabhängig vom praktischen Nutzen für mich. Ich habe auch betont, dass mir bewusst war, dass die Anna keine Strickzeitschrift ist und ich dieses auch nicht erwartet hatte.
3. Ich finde die Noe-Modelle nicht plump und habe dergleichen auch nie behauptet
4. Ich bin nicht bereit, mich für mein angebliches Bildungsniveau zu entschuldigen. In diesem Blog schreibe ich über meine Strickereien und meine Erfahrungen im Spinnen und nicht über meinen Beruf, meine Ausbildung oder sonstiges. Allerdings bin ich nicht bereit, so zu tun, als wäre ich Analphabetin. Ich schreibe so, wie ich es nunmal tue. Immerhin ist dies mein Blog, und da schreibe ich, wie und was mir beliebt.
5. Tina, ich verstehe durchaus etwas von Magazingestaltung und Layout, bin aber keine Herstellerin. Abgesehen davon werde ich für meine Arbeit bezahlt und gebe sie nicht umsonst ab. Ich denke nicht, dass der neue Verlag ein Sozialfall ist, der milde Gaben einer Privatperson braucht. Es sollten sich dort professionelle Kräfte finden, die ihr Handwerk beherrschen. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist das das Problem des Verlages, und ich bin nicht bereit, dies zu meinem zu machen.
6. Ich habe selbst die Presseerklärung des Burda-Verlags gelesen, in der davon die Rede war, dass die Leserschaft weggebrochen ist.
Nun ist es also angeblich anders und die Leserzahlen sind ganz prima. Wie auch immer.
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 1:10 am
Hallo Jinx, vielen Dank für deinen “überkandidelten, pseudo-intellektuellen mit Fremdwörtern gespickten Schreibstil” (das galt wohl dir…oder hab ich da was falsch verstanden?) ! Genau deswegen lese ich gerne in deinem Blog und ich bin der Meinung ,dass jeder seine persönliche Meinung zu Strickheften uä. abgeben darf, auch wenn das mal etwas knackiger formuliert daherkommt.Die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden und wir müssen auch nicht alle die gleichen Strick und Handarbeitshefte toll finden. Es sollte jedoch noch möglich sein , sich zu einem Heft zu äussern ohne dass gleich ein Sturm der Entrüstung durchs Land braust. Ich werde ja nicht gezwungen die gleiche Meinung zu vertreten und Jinx hat auch keinem verboten weiterhin die Anna zu kaufen. Wenn ich nicht gleicher Meinung bin darf ich das natürlich auch schreiben,aber bitte möglichst sachlich… es braucht ja nicht so bissig daherkommen.Ist ja schliesslich nicht mein Blog.
Liebe Jinx, schreib weiterhin mit spitzer Feder… ich lese sowas gerne.
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 8:16 am
1. Das mit *bucks war ironisch
2. Ich schrieb: Was an den Stickmodellen “plump” sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Stick ohne R …
LG Tammina
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 9:53 am
Hallo Jinx,
nun muss auch ich noch meinen “Senf” dazu geben:
Zuallererst mal eins: Ich bleibe ein täglicher Leser Deines Blogs (da Du Dich ja zum Glück fast täglich äußerst), egal, ob ich nun Deiner Meinung bin oder nicht. Und ich kann nur alle Frauen bitten: Lasst doch endlich mal eigene Meinungen gelten! Und jeder soll die Zeitschrift kaufen, von der er begeistert ist und ich gehe mal davon aus, dass der Verlag die Anna nicht einstellt, weil Jinx sie nicht kauft. Ich habe sie übrigens auch gekauft…. Da ich aber nur ungern nach Anleitungen stricke, kaufe ich mir nicht allzu viele, die Noe-Teile gefallen mir, aber ich nehme solche Modelle nur zum schauen und dann mach ich meine eigene Schöpung daraus, wobei die Anzahl meiner fertiggestellten Werke im Gegensatz zu Jinx seeeehr mager ausfällt.
Franziska, die bestimmt wieder aus dem Spam-Ordner gefischt werden muss, oder diesmal nicht?
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 12:46 pm
Hallo Jinx,
Ich bin so ziemlich Deiner Meinung, was die Anna angeht. Ich finde sie auch sehr bieder und langweilig. Aber Gott sei Dank sind die Geschmäker verschieden und bei vielen Sachen die ich ganz klasse finde, verdrehen andere die Augen. Ob die Anna ihr Konzept neu gestalten will und ob das nun gelungen ist, oder nicht, interessiert mich eigentlich wenig. Ich habe die Zeitschrift durchgeblättert und mich hat sie nicht angesprochen. Das geht mir allerdings mit 99 % der Handarbeitshefte so ! Ist halt einfach nicht mein Geschmack – Punkt.
Was ich an dieser ganzen “Diskussion” bezeichnend finde, ist, das Frauen immer die Tendenz haben , sich sofort anzuzicken !!! Ich will hier nicht verallgemeinern, aber ich beobachte es immer wieder.
Jeder sollte das Recht haben in seinem Blog seine eigene Meinung zu äußern, solange er nicht jemanden persönlich angreift (dann muß man mit Gegenwind rechnen). Wer das dann nicht lesen will, soll es bleiben lassen.
Ich persönlich lese deinen Blog sehr gerne !
LG Eva
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 1:26 pm
Nachdem ich nun die kleine lächerliche Diskussion mit einem Kopfschütteln gelesen habe, möchte ich fragen: Muss man sich rechtfertigen oder gar entschuldigen, seine Meinung in seinem eigenem Blog kundzutun? Darf man sowas nicht? Soll man wichtige Meinungen für sich behalten und nur das glatte, “ungefährliche” ins Netz schreiben?
Meinungsmut ist ja wohl das einzige, was überhaupt interessant ist!
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 3:21 pm
Zum Kundenschwund möchte ich hier noch mal Anne Liebler von Burda-Fashion zitieren:
- …der Markt der Hobby- und Handarbeitszeitschriften ist von verändertem Verbraucherverhalten geprägt. Die Gesamtauflage dieses Marktsegmentes hat sich in den letzten fünf Jahren halbiert, Tendenz weiter fallend. Vor dem Hintergrund der fehlenden wirtschaftlichen Perspektive ist der Ausstieg aus diesem Marktsegment die leider notwendige Konsequenz. Mit der Heftfolge 4 (EVT 14.3.07) werden deshalb die Zeitschriften ANNA und die entsprechenden Sonderhefte eingestellt; die letzte Heftfolge von VERENA Stricken (Frühling 2007) ist seit 17. Januar im Markt. – Zitatende
Die gesamte Presseerklärung habe ich auf meinem Laptop gespeichert, sobald es sich wieder hochfahren lässt, stelle ich sie noch mal ein.
LG Heidi
[Reply]
September 1, 2007 - י"ח אלול תשס"ז at 3:36 pm
Hallo,
damit die Kommentare hierzu ein möglichst großes Spektrum abdecken, möchte ich ebenfalls meine 2 Cent dazugeben. Die Meinungen polarisieren ja sehr stark, und ich gehe fest davon aus, dass du, Jinx, dies u. a. mit der Graphik auch so beabsichtigt hast. Denn nur Provokation lockt möglichst viele Meinungen “hinter den Nadeln” weg.
Die Anna habe ich mir ebenfalls gekauft- zum ersten Mal- und zwar aus Neugierde, vor allem auf Tinas Kommentar, da ich ihr Blog sehr schätze.
Im Übrigen finde ich den Kommentar wirklich passend platziert, da sich dieser neben einer Anleitung eines männlichen Kunsstrickers befand. Stilistisch war der Text schon biederer, als ich es von Tinas Blog gewohnt bin, allerdings musste sie einen Stil finden, der möglichst vielen Lesern gerecht wird, und dies finde ich gut gelöst.
Nichtsdestotrotz ist mein Fazit: Da ich nicht an dem reichen Spektrum der übrigen vorgestellten Nadelarbeiten interessiert bin, ist der für mich persönlich vorrangig wichtige Strickteil zu mager ausgefallen. Die Präsentation sagte mir nicht zu. Textbausteine empfand ich teilweise als lieblos und leserunfreundlich irgendwohin geklatscht. Bei den Modellen hätte ich mir eine breitere Größenvielfalt gewünscht. Selbst von den Modellen von Karen Noe war ich teilweise enttäuscht (bis auf ein Oberteil und das Tuch), zumal ich von ihr einige schönere Designs kenne.
Wie aus den Kommentaren ersichtlich, scheint es aber doch eine Leserschaft zu geben, die die Anna gerade in dieser Form schätzt. Auch zweifle ich, dass es sich ein Verlag mittelfristig leisten kann, ohne ausreichende Leserschaft zu publizieren.
Somit werde ich als mündige Leserin zukünftig dieses Heft wohl eher nicht mehr kaufen, freue mich aber für alle anderen, die die Anna als Bereicherung empfinden.
Außerdem danke ich Jinx für den Anstoß und die Plattform einer interessanten Diskussion.
Viele Grüße
Andrea
[Reply]