July 19, 2007 - ד' אב תשס"ז
Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht!
Posted by Jinx under Knitting / Stricken online[3] Comments
Eine Userin namens Bienetta hat zu einem älteren Post, den damals viel diskutierten Parallelwelten, einen Kommentar hinterlassen, den ich sehr aufschlussreich finde. Nach Rücksprache mit der Autorin setze ich diesen Kommentar in ein Posting um, damit sie eine Plattform zur Diskussion findet. Eine rege Beteiligung würde sie und mich sehr freuen.
Eine kurze Ergänzung von mir: bei dem erwähnten Wollgeschäft handelt es sich um ein deutsches Wollgeschäft, nicht um einen Importeur aus dem Ausland. Das Posting wurde von mir in keinster Weise verändert. Der Originaltext wurde fett gesetzt.
Hallo Jinx,
dein Beitrag ist zwar schon ein bisschen älter, doch das Thema noch immer aktuell.
Ich selbst arbeite bei einem “Wollverkäufer” und möchte drum gerne nochmals das Thema aufgreifen.
Was man auf jeden Fall gemerkt hat, ist, dass die Wollumsätze im letzten Winter stark zurückgegangen sind. In der Branche spricht man von 25-40% je nach Anbieter. Dass dabei auch der Abverkauf der Strickzeitschriften zurückging, ist nicht verwunderlich. Diesen Winter wird es sich wohl auch entscheiden, ob der eine oder andere Wollladen überlebt.
Was wir uns aber immer gefragt haben ist, warum es plötzlich einen solchen Einbruch gab. Denn allein die Schuld des viel zu warmen bzw nicht vorhandenen Winters kann es nicht gewesen sein.
Liebe Strickerinnen und Wollkäuferinnen auf weiter Flur: Woran lag es noch???
Für ernstgemeinte Überlegungen bin ich dankbar.
August 16, 2007 - ב' אלול תשס"ז at 6:20 pm
Da die Kommentare bei dem Servercrash meines Providers verloren gingen, habe ich dankenswerterweise von Heidi die Kommentare als PDF zugeschickt bekommen. Ich füge sie an dieser Stelle ein, da es sich um eine wertvolle und interessante Diskussion handelte.
[Reply]
August 16, 2007 - ב' אלול תשס"ז at 6:27 pm
Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
, im anderen gab es nichts in vergleichbarer Nadelstärke, dass 100% Wolle ist. Und dabei finde ich die gewünschte Wolle nicht ungewöhnlich.
. Insofern werden die wenigsten Strickerinnen im Jugendlichen Alter zu
) Sind wir alle antiquiert??? Ich meine, genau das Gegenteil ist der Fall…Lana Grossa mag wohl der
Jinx
Dienstag, 06:43 Uhr
Hallo Simone,
ich stricke auch nicht immer mit dem Originalgarn, teils, weil es mir nicht gefällt oder zu teuer ist oder schlicht nicht erhältlich (bzw. gegen horrende Gebühren aus dem nicht-EU-Ausland). Es ist angesichts der enormen Auswahl eigentlich auch kein Problem, eine
Garnalternative zu finden. Nur, was ich (wie Du auch) nicht möchte, ist, in einen Laden zu gehen und z. B. nach reiner Wolle zu fragen, die mit Nadelstärke 3 verstrickt wird, ohne Superwash-Ausrüstung und für Fair-Isle geeignet. Dann möchte ich NICHT hören,
dass Superwash praktisch ist (ist es, für Socken und kleine Kinder), Merino viel weicher, Nadelstärke 8 doch viel schneller geht oder ein Acrylanteil auch o.k. ist.
Ich kenne durchaus Gegenbeispiele für gute Wollgeschäfte (siehe hier: http://knittinganarchist.de/2007/03/19/lang-lebe-der-lys/). In beiden kennen die Besitzerinnen sich gut aus, können umfassend beraten, da sie selbst anspruchsvolle Dinge stricken. Allerdings
haben beide einen Onlineshop, der sie zu einem gewissen Grad von der lokalen Klientel mit ihren ewigen Sockenwolle- und Häkelgarnwünschen unabhängig macht.
Viele Grüße
Jinx
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by knitlady
knitlady
30. Jul, 20:56 Uhr
Hallo Jinx,
danke für die Anregung zur Diskussion, ich finde es super, wie sachlich hier diskutiert wird, da können sich andere ne Scheibe abschneiden!
Ich gehöre wohl eher zu den ‘jüngeren’ Strickerinnen und muß sagen, dass ich ebenso von den Wollgeschäften enttäuscht bin. Sei es im Kaufhaus, größeren Wollgeschäft oder kleinen Handarbeitsladen. Ich muß nicht unbedingt die gleiche Marke wie in meinen
englischen Anleitungen aus dem Netz haben, ich kann auch gut mit Alternativen leben. Allerdings ist es schwer die auch in einer Großstadt wie München zu finden, was mich sehr wundert. Ich bin ja ein ehemaliges Landei, dass sich schon über einen Wollladen in
erreichbarer Nähe (mit dem Auto unter ner halben Stunde) freut. Als ich dort war, kam ich mit der Besitzerin ins Gespräch, sie sagte mir, ihre Tochter (etwa in meinem Alter) stricke auch, etc. Ich hab mich nach Sockenwolle erkundigt, wir sprachen darüber, dass
man beim Autobeifahren sehr gut stricken und sich unterhalten kann, da hat sie mir zum 100g-Knäul noch ein 15cm-Bambusnadelspiel dazugeschenkt. Ich war baff, das hätte ich nie erwartet. Aber jedes mal, wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, schaue ich
dort wenigstens kurz rein, um nen bisschen zu quatschen und auch was zu kaufen.
Ich will damit nicht sagen, dass ich solch teure Geschenke in jedem Laden erwarte, aber die Freundlichkeit und und Wärme haben mich überzeugt, dort wieder zu kaufen!
Hier in München sieht es anders aus, fast jeder Laden hängt an Lana Grossa (drei!), einer hat auch Noro, ein anderer auch Lang. Ich hab mal nach einer Alternative zu Cascade 220 gesucht, ich wollte nur schwarz und weiß. Zum Strickfilzen 100% Wolle. In
einem Laden wollte man mir weissmachen, dass man auch Superwashwolle bestens filzen kann
Bei einer älteren Dame, die seit 40 Jahren ihren Laden hat, kann ich verstehen, dass sie mit Internet und PCs nicht firm ist. Aber dort, wo man angeblich moderne Garne verkauft, kann man doch erwarten, dass sie wenigstens wissen, welche Wolle zum Filzen
geeignet ist.
Ich mag gar nicht über die unfreundlichen Verkäuferinnen in den Kaufhäusern reden, die ihre Untergebenen vor den Kunden zur Sau machen (ehrlich, die eine ist weinend davon gelaufen), kann man das nicht im Mitarbeiterraum? Schlimmer noch
Verkäuferinnen, die vor Kunden über die gerade ‘abgefertigten’ lästern. Entschuldigung, ich weiß, dass es schwer ist im Handel immer nett zu sein, aber das ist echt die Höhe. Wieder ein Grund, im Internet zu kaufen.
Ich weiß die Arbeit Selbstständiger zu schätzen, ich habe in der Familie einige, die mit ihren Geschäften Höhen und Tiefen durchgemacht haben. Aber meine Onkel haben mir auch immer wieder gesagt, dass man zwar zwischendrin nicht so viel verdient, aber
wenn man wegen einem Kunden mehr bestellt und den Rest nicht loswird, kaufen sie an anderer Stelle wieder mehr und kommen wieder. Das ist bei ‘ich kann das nicht bestellen, es sein denn sie nehmen die Mindestabnahme’ nicht der Fall.
In anderen Geschäften ist es auch möglich, in den anderen Filialen nachzufragen, ob noch was da ist, warum nicht auch hier?
Ja, ich gebe zu nur nach englischen Anleitungen aus dem Netz zu stricken, aber ich gebe mich gerne mit Alternativen zufrieden und sterbe nicht daran, ein bestimmtes Garn nicht zu bekommen. Toleranz wäre toll, auch gegenüber neuen Techniken. Und Euch
Lieben, die ich oben gelesen hab, Danke ich für Eure Bereitschaft Neues zu lernen.
Liebe Grüße, Simone
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
Jinx
26. Jul, 19:31 Uhr
Hallo “Anonym”,
ich denke, dass die Kundschaft klassischer Handarbeitsläden und Wollläden, die Handstrickgarne und Strickzubehör führen, nicht unbedingt dieselbe ist. Ich habe spaßeshalber mal eine Umfrage gemacht, welche Handarbeitstechniken noch populär sind unter
den StrickblogleserInnen (die Umfrage ist natürlich nicht repräsentativ), und das Ergebnis zeigt, dass Spinnen an erster Stelle steht, Nähen und Häkeln populär ist, aber auch, dass viele Strickerinnen ausschließlich stricken. Nähen und Spinnen werden in
klassischen Handarbeitsläden jedoch nicht bedient.
Für mich als Strickerin, die auch spinnt, aber weder näht noch häkelt, sind klassische Handarbeitsgeschäfte weniger interessant, da das Wollangebot dort eher konventionell und klein ist (das ist kein Vorwurf, aber es ist einfach so).
Was das Überlegen von Alternativen angeht: wenn ich einen Fair-Isle-Pullover stricken will, so muss das Garn recht dünn sein (Nadelstärke 3), in vielen, miteinander harmonierenden und gut abgestuften Farben erhältlich sein und außerdem so beschaffen, dass
ich hineinschneiden kann, ohne dass mir alles in Fransen auseinanderläuft. Ich bin durchaus flexibel, was die Marke angeht, aber ich möchte dann einfach keine superweiche Merino angeboten bekommen, oder ein Garn, das nicht aus reiner Wolle ist, da dies
nicht funktioniert. Wie gesagt, wenn ich ein Projekt stricken will, dann bin ich nicht fixiert auf eine bestimmte Marke, aber sehr wohl auf eine Wollqualität, die bestimmte Eigenschaften aufweist. Und dann möchte ich einfach nicht irgendwas angedreht bekommen
oder, wenn ich blaue Wolle will, mir anhören “Dann machen Sie’s doch in Grün”. Und das ist das, was mir in vielen Handarbeitsgeschäften passiert ist – und auch in manchen reinen Wollläden.
Viele Grüße
Jinx
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Jinx
26. Jul, 19:31 Uhr
Hallo “Anonym”,
ich denke, dass die Kundschaft klassischer Handarbeitsläden und Wollläden, die Handstrickgarne und Strickzubehör führen, nicht unbedingt dieselbe ist. Ich habe spaßeshalber mal eine Umfrage gemacht, welche Handarbeitstechniken noch populär sind unter
den StrickblogleserInnen (die Umfrage ist natürlich nicht repräsentativ), und das Ergebnis zeigt, dass Spinnen an erster Stelle steht, Nähen und Häkeln populär ist, aber auch, dass viele Strickerinnen ausschließlich stricken. Nähen und Spinnen werden in
klassischen Handarbeitsläden jedoch nicht bedient.
Für mich als Strickerin, die auch spinnt, aber weder näht noch häkelt, sind klassische Handarbeitsgeschäfte weniger interessant, da das Wollangebot dort eher konventionell und klein ist (das ist kein Vorwurf, aber es ist einfach so).
Was das Überlegen von Alternativen angeht: wenn ich einen Fair-Isle-Pullover stricken will, so muss das Garn recht dünn sein (Nadelstärke 3), in vielen, miteinander harmonierenden und gut abgestuften Farben erhältlich sein und außerdem so beschaffen, dass
ich hineinschneiden kann, ohne dass mir alles in Fransen auseinanderläuft. Ich bin durchaus flexibel, was die Marke angeht, aber ich möchte dann einfach keine superweiche Merino angeboten bekommen, oder ein Garn, das nicht aus reiner Wolle ist, da dies
nicht funktioniert. Wie gesagt, wenn ich ein Projekt stricken will, dann bin ich nicht fixiert auf eine bestimmte Marke, aber sehr wohl auf eine Wollqualität, die bestimmte Eigenschaften aufweist. Und dann möchte ich einfach nicht irgendwas angedreht bekommen
oder, wenn ich blaue Wolle will, mir anhören “Dann machen Sie’s doch in Grün”. Und das ist das, was mir in vielen Handarbeitsgeschäften passiert ist – und auch in manchen reinen Wollläden.
Viele Grüße
Jinx
Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by anonym
anonym
26. Jul, 10:33 Uhr
Ich habe auch ein Wollgeschäft.
Was noch gar nicht erwähnt wurde, ist, daß ein Handarbeitsgeschäft aus vielen, vielen verschiedenen “Läden” besteht.
Ein Sockenladen, für Ökos, für Billigheimer, für Modebewusste, für ältere Herren, für Babys, für Designstudenten, für alle möglichen Arten des Bastelns usw. usw. usw. Von Stick – und Häkelgarnen und ihren vielfältigen Möglichkeiten gar nicht erst zu reden.
Die Liste lässt sich unendlich verlängern. Es macht viel Spaß, all dem gerecht zu werden.
Kann ein reines “Spezial”geschäft, nur mit Rowan, Debbie Bliss, usw. tatsächlich überleben? Wie frustrierend auch für die Inhaberin, mindestens jeder zweiten Kundin sagen zu müssen: ” tut mir leid, das habe ich nicht!”
Wie viel mehr Spaß macht es, zusammen mit der Kundin zu überlegen, was sie als Alternative nehmen könnte. Das bringt mich selbst ja auch wieder auf neue Ideen.
Die Diskussion hier fand ich sehr interessant, und werde sie auf jeden Fall allen möglichen meiner Vertreter und auch Firmenbesitzern ans Herz legen.
LG Anonym
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by anonym
anonym
26. Jul, 10:33 Uhr
Ich habe auch ein Wollgeschäft.
Was noch gar nicht erwähnt wurde, ist, daß ein Handarbeitsgeschäft aus vielen, vielen verschiedenen “Läden” besteht.
Ein Sockenladen, für Ökos, für Billigheimer, für Modebewusste, für ältere Herren, für Babys, für Designstudenten, für alle möglichen Arten des Bastelns usw. usw. usw. Von Stick – und Häkelgarnen und ihren vielfältigen Möglichkeiten gar nicht erst zu reden.
Die Liste lässt sich unendlich verlängern. Es macht viel Spaß, all dem gerecht zu werden.
Kann ein reines “Spezial”geschäft, nur mit Rowan, Debbie Bliss, usw. tatsächlich überleben? Wie frustrierend auch für die Inhaberin, mindestens jeder zweiten Kundin sagen zu müssen: ” tut mir leid, das habe ich nicht!”
Wie viel mehr Spaß macht es, zusammen mit der Kundin zu überlegen, was sie als Alternative nehmen könnte. Das bringt mich selbst ja auch wieder auf neue Ideen.
Die Diskussion hier fand ich sehr interessant, und werde sie auf jeden Fall allen möglichen meiner Vertreter und auch Firmenbesitzern ans Herz legen.
LG Anonym
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Sabine
Sabine
25. Jul, 13:42 Uhr
Moin Jinx!
Ich gebe Dir absolut recht mit dem, was Du über die Beratung vor Ort sagst. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Aber das ist nur ein kleiner Teil von dem, was in einem Laden an Arbeit anfällt. Eine Verkäuferin muss noch mehr können. Sie muss z. B. wissen, wie sie
die angebotenen Knäule zu präsentieren hat, damit diese auch abverkauft werden können. Sie muss dafür nicht gleich eine Ausbildung als Dekorateurin vorweisen. Aber so ein bischen Kreativität und Schönheitssinn, gepaart mit mit Praxis, ist schon von Vorteil.
Nicht immer hat der Ladenbesitzer eine Dekorateurin zur Hand, die z. B. das Schaufenster dekoriert. Oftmals wird auch Ware direkt sozusagen aus dem Fenster heraus verkauft bzw. ein Strickmodell wird anprobiert und dann doch nicht genommen. Dann muss
es wieder ins Fenster zurück und das darf nicht lieblos geschehen. So nach dem Motto: Hauptsache, die Modelle hängen drin und die Preise sind dran! Das ist zwar einfach gedacht, aber geht auf keinen Fall.
Das Schaufenster ist immerhin die Visitenkarte eines Geschäfts. Oder geht jemand von Euch in einen Laden rein, wo die Sachen nicht ansprechend dekoriert sind und alles unordentlich herumliegt?
Eine Verkäuferin muss auch das Sortiment kennen, welches im Laden verkauft wird. Es genügt aber nicht, nur die Namen der Qualitäten rauf und runter beten zu können. Sie muss auch wissen, wieviel wovon da ist, um die Kundin entsprechend zu beraten bzw.
dem Besitzer zu sagen, dass etwas nachbestellt werden muss.
Die Liste ließe sich unbegrenzt fortsetzen. Das ist zwar alles schön und gut. Aber die Wirklichkeit sieht doch so aus, dass die Mehrheit denkt: “Hach, ich kann ja stricken. Dann kann ich ja auch Wolle verkaufen und mal schnell ‘nen paar Euro nebenbei verdienen.
Mehr als Stricken wird ja nicht verlangt. Dafür kann ich denn ja im 400 Euro-Rahmen bleiben. Nettes Zubrot!”
Tja, nur leider ist dem nicht so. Es wird sehr viel mehr in diesem Job verlangt, der dann auch noch schlecht bezahlt wird, weil die Kalkulation es nicht anders zulässt.
LG Sabine
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
Jinx
25. Jul, 09:21 Uhr
Hallo Sabine,
ich verstehe die Probleme des Einzelhandels, ich kenne Händlerinnen, die mir einiges von Mindestabnahmemengen, Paketzwänge etc. erzählt haben, und ich weiß auch, dass niemand es sich wirklich leisten kann, auf hunderten von Knäulen sitzenzubleiben, die
er dann verramschen muss, um das Lager frei zu kriegen. Aber wie so oft macht der Ton die Musik, und in besagtem Geschäft ist man bei Wünschen, die nicht unmittelbar aus dem Regal abgedeckt werden können, so unkulant, wie ich es noch nie erlebt habe.
Außerdem hat man ein großes Problem, wenn man einen Pullover stricken möchte, da sie zu 90% (mindestens) ihre Garne eben nicht in den entsprechenden Mengen da haben, nicht mal ganz am Anfang der Saison, wenn sie die Lieferungen aus den Kisten
holen.
Was das Stricken in Runden angeht, so kann ich mir das gut vorstellen, dass das mit Fusselgarnen, Chenille etc. nicht funktioniert, aber es ging um ein klassisches Garn, das sich ganz wunderbar in Runden verstricken ließ. Die Verkäuferin war einfach wenig
kompetent und wohl auch selbst keine Strickerin. Ich denke immer noch, dass die Stärke des Ladens vor Ort immer noch die Beratung ist. Als ich vor etwas mehr als einem Jahr meine hoffnungsvolle Strickkarriere startete und völlig planlos das erste Sockenpaar
meines Lebens stricken wollte, ging ich in ein winziges Handarbeitsgeschäft mit sehr konventioneller Auswahl. Die Dame war nett, drückte mir neben den von mir erstandenen Waren (Sockenwolle und Nadeln) ein Faltblatt mit einer Anleitung in die Hand und
meinte, ich solle sofort vorbeikommen, wenn ich Probleme hätte. DAS nenne ich Service. Ich gehe immer noch ab und zu in diesen Laden, obwohl das Wollangebot für mich nicht interessant ist. Ich kaufe dann eher mal etwas Zubehör dort ein. Ich denke, dass
kein Wollladen es sich heutzutage leisten sollte, eine Verkäuferin zu beschäftigen, die vom Stricken keine Ahnung hat.
Viele Grüße
Jinx
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Sabine
Sabine
25. Jul, 09:07 Uhr
Moin zusammen!
Ich möchte mal kurz meinen Senf zu den letzten beiden Beiträgen geben.
Versucht es doch auch bitte mal aus Händlersicht zu sehen, auch wenn es schwerfällt. Der Einzelhändler ist nun mal gezwungen, von seinem Großhändler ganze Verpackungseinheiten abzunehmen. Das sind im Normalfall zehn Knäule per Paket. Wenn nun der
Kunde laut Modellbeschreibung elf Knäule braucht und der Einzelhändler hat die Farbe nicht im Sortiment, dann muss er bei seinem Großhändler zwanzig Knäule abnehmen. Tja, und was macht er nun mit den nicht gebrauchten restlichen neun Knäulen? Er
könnte sie behalten, denn das wäre ja im Sinne des Kunden. Das geht aber nur, wenn er auch die Möglichkeit hat, sie anderweitig zu verkaufen. Wisst Ihr, es ist ein Rechenspiel. Die Frage lautet: Kann ich es mir leisten, auf diesen Restknäulen sitzen zu bleiben?
In den meisten Fällen wird verneint. Also liegt das Risiko dann beim Kunden.
Es gibt noch eine andere Möglichkeit. Ich bestelle eine Verpackungseinheit und hänge mich nach deren Erhalt an mein Telefon und frage bei Kollegen nach, ob sie ein Knäul in Farbe xxx, Partie yyy haben und es mir schicken würden. Oder ich bitte meinen
Vertreter, dort nachzufragen. Das kostet aber auch Geld und vor allen Dingen Zeit und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Die Kundin will aber gerne ihr Projekt stricken und auch fertig bekommen. Kann ich ja voll verstehen, aber so sieht nun mal die Sachlage
aus.
Noch ein Wort zu den Sonderpreisen. Wenn ein Einzelhandelsgeschäft Sonderpreise auf sein Sortiment einräumt, dann heißt das noch lange nicht, dass dieser Sonderpreis auch für Sonderwünsche gilt. Der Einzelhändler muss diese Ware dann zum
Normalpreis beim Großhändler bestellen. Da gibt es keinen speziellen Rabatt. Insofern muss dann die Kundin auch in den sauren Apfel beißen und den höheren Preis bezahlen.
Die langen Wartezeiten im Einzelhandel kommen meistens dadurch zustande, dass in vielen Läden die Bestellungen erst gesammelt werden. Wir Einzelhändler möchten nämlich auch nicht unnötige Portokosten haben. Da sind wir genauso geizig wie die
Privatleute.
Ich hoffe, dass versteht Ihr.
@jinx: Bzgl., warum man einen Pulli nicht rundstricken sollte, kann ich nur sagen, dass es nach meiner Erfahrung schon Garne gibt, die das nicht zulassen. Chenille ist eines davon. Allerdings die Aussage zu pauschalieren, man solle nie und nimmer einen
Pullover nur in Runden stricken, halte ich für überzogen. Es gibt genug Gegenbeispiele, die zeigen, dass es geht.
LG Sabine
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
Jinx
24. Jul, 09:00 Uhr
@Nicole: In Hamburg gibt es auch ein Geschäft, die recht unwillig bestellen. Da muss erst beim Händler angerufen werden, ob er auch die Farbe hat. Wenn ja, ist eine Bestellung möglich, wird aber bei “unrunden” Mengen sehr ungern gemacht und nur unter
dem Verweis, dass man Reste (unangebrochen, mit Banderole, versteht sich…) nur sehr ungern zurücknehmen würde. Sie haben schöne Garne dort: Noro, Rowan, Debbie Bliss, aber recht wenig in Pullovermenge für normale Größen. Da das Bestellen aber so
ein Theater ist, gehe ich dort nur noch hin, um einfarbige Sockenwolle, Holznadeln sowie Garn für Accessoires zu kaufen. Wenn man stricktechnisch eine Frage hat, ist man dort auch nicht gut aufgehoben. Meiner Mutter riet man davon ab, einen Pullover in
Runden zu stricken, da dieser sich verziehen könnte. Aha.
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Nicole
Nicole
24. Jul, 08:50 Uhr
Ich kann nur aus Kundensicht antworten. Angenommen, ich sehe in einem Heft, das es in D so zu kaufen gibt, ein Modell X, das ich nachstricken möchte. Mein Weg führt mich ins örtliche Wollgeschäft. Dort gibt es die Kombi Unterwäsche/Wolle, letztere meines
Wissens nach von Lang, Lana Grossa und Schachenmayr. Nun frage ich nach der Wolle für Modell X, gehen wir mal davon aus, die Damen dort haben das Garn im Sortiment. Aber nicht in der Farbe, die ich möchte, und/oder nicht in der Menge, die ich möchte,
letztens benötigte ich 550 Gramm. Ich bekomme dort die unfreundliche Auskunft: “ja, wir können Ihnen das bestellen, aber nur, wenn Sie 500-gramm-weise abnehmen und 14 Tage Zeit haben”. Ich habe letztens das Titelmodell der April-Sabrina gestrickt und
das Garn trotzdem in diesem Wollgeschäft gekauft. Das angeblich herabgesetzte Garn habe ich dort zum Originalpreis gekauft, das ist für mich Kunden-Ver…sche deluxe. Ich musste 1000 Gramm abnehme, obwohl ich 550 Gramm brauchte (!). Den Rest bin ich
zwar losgeworden, aber der Laden hat mich gesehen, das war mein letzter Versuch mit denen. Im Internet hätte ich das Garn für etwa die Hälfte bekommen, denn dort hätte ich a) exakt 550 Gramm bestellen können und b) tatsächlich einen reduzierten Preis
bekommen.
Abgesehen vom hohen Preis, den Mindestmengen und den langen Lieferzeiten sind die Damen auch nicht in der Lage, anderen Strickkenntnisse zuzuschreiben. Ich war bestimmt schon 20x dort und habe GEKAUFT, trotzdem werd ich jedes Mal wieder wie ein
blutiger Anfänger behandelt, den man fragt, ob er denn weiß, wie man Maschen anschlägt oder noch Nadeln braucht – dies in einem unglaublich überheblichen Ton.
Und was ich wirklich ober-abstoßend finde ist, dass sie versuchen, einem ihre ollen Kamellen anzuschwatzen. Wenn man mit konkreten Wünschen hingeht (Lana Grossa Bingo Farbe XYZ), dann will man eben Farbe XYZ und nicht 2 Knäuel Farbe X, 3 Knäuel
Farbe Y. Je-des-mal versuchen die es, es ist nervig. “Kann man doch bestimmt auch gestreift”… nee, ist klar.
LG Nicole
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Ev
Ev
23. Jul, 13:18 Uhr
Liebe Bienetta,
danke für Deine Antwort.
Ja, diese Diskussion war/ist wirklich etwas besonderes, das ich so in dieser Art noch nicht gelesen habe. Deine Fragen waren wirklich ein guter Anstoß.
Ich hoffe/wünsche, dass sie Dir/Euch doch nachhaltig positiv helfen wird.
Liebe Grüße, Ev
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by bienetta
bienetta
23. Jul, 12:15 Uhr
Liebe Ev,
es ist toll, dass sich so viele dazu aufgefordert fühlten, ihre Meinung zu äußern. Sicher habe ich einiges gelernt bzw wurde erneut mit der Nase drauf gestoßen (z.B. Service und Information der Kunden bzw der Verkäuferinnen). Und was mich sehr freute, waren
die vielen Stimmen, die auch den Handel “verteidigten”. Es war mir im Grunde von Anfang an klar, dass es keine wirkliche Antwort geben wird. Doch es freut mich mich um so mehr, dass wir viele kleine Facetten zusammengetragen haben, die bereits ein kleines
Mosaik geben.
Danke auch nochmals an Jinx für diese Plattform!
Und damit ist ja die Diskussion nicht wirklich beendet, vielleicht gibt es ja auch den einen oder anderen “Spätleser” oder Mitleser, der auch noch was dazu beitragen möchte?
Liebe Grüße, bienetta
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Comment on Absinth & Autumn Leaves by Tanja
Tanja
23. Jul, 11:36 Uhr
Wunderschön sehen deine Stränge aus! Oh ja, kardieren ist eine wunderbare Art, mit Farben zu spielen. Ich komme zwar nur äußerst selten dazu und mir fehlt deshalb noch ganz viel Erfahrung, aber ich liebe es, mit meiner Kardiermaschine zu experimentieren.
Kennst du das Buch “Color in Spinning” von Deb Menz? Das kann ich hierzu nur empfehlen (wobei es in dem Buch auch zu einem großen Teil ums Färben geht).
Liebe Grüße
Tanja
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Comment on Absinth & Autumn Leaves by Franziska
Franziska
23. Jul, 11:17 Uhr
Genau darauf habe ich gewartet, dass Du zur Kardiermaschine greifst bzw. Deinen “Geräte-Stash” damit erweiterst.
Weiter in “Lauerstellung” grüßt Dich ganz herzlich
Franziska
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Ev
Ev
23. Jul, 09:34 Uhr
Liebe Bienetta,
da Deine Nachfrage sich zu einer sehr umfassenden Diskussion ausgeweitet hat, bin ich doch sehr neugierig, ob Du für Dich ausreichende Antworten erhalten hast. Ich würde mich sehr freuen, mehr von Dir zu lesen.
Liebe Grüße von Ev
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by diana
diana
22. Jul, 23:12 Uhr
ich weiß nicht, wie lange ich jetzt vorm pc gesessen und gebraucht habe, alle beiträge zu lesen, und – ehrlich gesagt – schwirrt mir auch ein bißchen der kopf von den ganzen eindrücken…
da mein name schon gefallen ist, und ich die diskussion äußerst spannend und die meinungen dazu furchtbar interessant finde, möchte ich (als shop- und ladenbetreiberin) auch meinen senf dazu geben. wobei uta mir das meiste schon aus dem mund
genommen hat.
auf zwei punkte möchte ich allerdings nochmal eingehen, weil sie mir persönlich sehr am herzen liegen:
zum einen das (altbackene) image des strickens bzw. handarbeitens allgemein, was mich schon seit jahren tierisch aufregt. den namen “rewollution” hab ich ganz bewußt gewählt und nicht nur als wortspiel verwendet meiner meinung nach kommt es darauf
an, WAS man aus wolle macht. und warum. ich sag nur “klorollenhütchen” ansich altmodisch, aber mit einem totenkopf versehen nehm ich mich als strickerin da selbst auf die schippe… und halte allen, die allem selbstgestrickten bzw -häkelten mit vorurteilen
gegenüberstehen, einen spiegel vor. warum alles so bierernst nehmen? und warum nicht tolerieren, daß es menschen gibt, denen sowas gefällt? wobei ich da schon beim zweiten punkt bin, der mir wichtig erscheint: toleranz! strickerinnen verkäuferinnen
gegenüber, verkäuferinnen strickerinnen gegenüber und – was ich bei strickerinnen mit blogs manchmal vermisse – strickerinnen strickerinnen gegenüber. wenn jemand sich keine teuren garne leisten kann oder kein problem mit poly hat, warum sich abfällig
drüber äußern? warum – um das aus einem beitrag aufzugreifen – rowan als altmodisch bezeichnen und lana grossa in den himmel heben, wenn das nur meine persönliche meinung ist (meine nicht, grins)?
seit ich vor ca. eineinhalb monaten den “richtigen” laden eröffnet habe, hab ich innerlich oft schmunzeln müssen, weil die anforderungen dort oftmals ganz andere sind als die im internetshop. sie sind vielfältiger, entsprechen oft nicht meinen eigenen
vorstellungen und manchmal ärgert es mich auch, ABER: sie sind menschlich.
was mir beim schreiben noch einfiel, stichwort großhändler: als ich für den world wide knit in public day bei addi wegen sponsoring anfragte, teilte man mir mit, man habe eine telfon-umfrage bei einzelhändlern gemacht und habe zur antwort bekommen: kennen
wir nicht. muß ich mehr sagen? wer heutzutage nicht die internet-trends beachtet, ist als woll-verkäufer meines erachtens nicht am puls der zeit… und verpasst rein persönlich was
liebe grüße, diana
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Uta
Uta
22. Jul, 16:09 Uhr
@Katja
Genau, Katja, das ist auch meine Lösung, ich nehme natürlich meinen PC und zeige den Kundinnen dann am Bildschirm die Farbkarten, wenn denn Dateien im Netz vorhanden sind, was Farbkarten angeht oder Abbildungen anderer Artikel eines Lieferanten, der
mir kein Material liefern konnte. In den meisten Fällen klappt das ja auch sehr gut, wenn ich, nur als Beispiel, eine Farbe einer Noro nicht da habe, stellt Herr Koch ja alles super zur Verfügung an Farbkarten im Netz, was ich den Kundinnen zeigen kann. Mir ging
es mit meiner Aussage auch eher darum, Verständnis für den Menschen hinter der Theke zu haben, der nicht immer unbedingt unwillig ist, wenn er verweist auf fehlende Materialien.
Womit ich Dir Recht gebe sind Deine Aussagen zum Thema Freundlichkeit den Kunden gegenüber, ohne Einschränkung.
An dieser Stelle kommt mir dann aber auch immer in den Sinn, dass in den meisten Firmen einfach das “wir-Gefühl” zwischen Angestellten, Firma und Inhaber nicht gefördert wird. Guckt Euch die Firmen an, in denen die Mitarbeiter mit in Planungen einbezogen
werden, in denen ein freundliches Wort der Mitarbeiterin gegenüber kommt etc pp, die Stimmung ist wesentlich besser, die Kunden werden besser behandelt.
Liebe Grüße,
Uta
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by eva
eva
22. Jul, 10:27 Uhr
Wow, hie geht ja die Post ab im positiven Sinne, klasse.
Also, ich denke, die Wollauswahl der Strickerin ist natürlich auch schlicht GESCHMACKSACHE. Rowan ist ein traditionsreiches Unternehmen, ja, und klassische Farben wird man wohl immer finden und auch die klassischen (Tweed)Garne. Das kommt für den
einen oder anderen natürlich “altbacken” rüber. (Und strickt sich lieber ein bauchfreies giftgrünes Top mit Puschelgarnrand mit den passenden Armstulpen dazu LOL, kein Scherz, schon gesehen) Aber: in der Rowan-Range sieht man auch immer mind. 2-3
moderne Farben. Zum Bsp. ein knallpinkes Tweedgarn oder auch ein fliederfarbenes…(seufz, wunderschön)
Wenn ich so die Kommentare der Händlerinnen hier zusammenfasse, wird mir klar, dass die Bedingungen der Firmen (also Coats, Lana Grossa etc pp) wohl das Problem sind, aber widerum auch verständlich, weil es sonst natürlich unheimlich aufwändig wäre,
jeden Pusselmotuckelladen in XY-Dörchen zu versorgen mit 3 Knäueln Wool Cotton und 15 Knäueln Alpaca Silk. Es scheint eine ganz schwierige Gradwanderung zu sein, um sich zu halten. Und richtig überleben kann nur der Laden, der sich 1. auf etwas
spezialisiert hat und 2.auch Onlineverkauf betreibt.
Beim hiesigen LYS (”Woll-Duo”, Scharnhorststr 40477 Düsseldorf) gibt es ziemlich viel Angebot. Rowangarne(wenn auch nie die ganze Farbpalette) und Debbie Bliss, Noro, Online, ggh, Gedifra. Dann einen Minianteil Puschelwolle und einen Standartanteil von
Sockenwolle.
Es gibt eine Wand mit Stickgarnen und Zubehör. Immer einen Schwung aktueller Hefte und Bücher. Der Clou an diesem Geschäft sind aber ihre Inhaberinnen (Schwestern), die mit voller Passion seit nun 21 Jahren ihren Wollshop führen. Sie stricken immer und
ständig und LIEBEN Wolle. Sie freuen sich genauso wie ich auf das neue Rowanheft und die neuen Farben von Debbie Bliss. Sie helfen einem immer, wenn man ein Strickproblem hat. Haben einen Stricktreff (den ich aber noch nie besucht hab!). Also, ich
glaube, der Laden kann nur bestehen, weil die Besitzerinnen sich 1. extrem helfen gegenseitig und 2.eine absolute Passion da ist.
Frau Halbekann hat mir selber schon erzählt, dass es unheimlich schwierig geworden ist, gegen das Internet zu bestehen. Aber selber ans Internet zu gehen fehle ihr einfach die Zeit- sie müsste dann noch eine Person haben, die sich darum kümmert. Am
besten ohne viel zu kosten, logisch.
In diesem Laden geht es aber zu wie im Taubenschlag. Er ist sehr klein und die armen Damen(auch schon älter) müssen andauernd die Leiter rauf und runterkraxeln. Und wenn sie zu alt sind, machen sie wohl einfach zu
Was ich sagen wollte: Die Damen sind zwar älter, aber dennoch “dran” geblieben. Moderne Hefte und neueste Farbkarten werden immer willkommen sein. Man freut sich auf die Messe und auf neue Garne. Und strickt ziemlich moderne Kleidungsstücke. Probiert
die Kidsilkhaze-Ruffles-Girlanden-Shawls aus. Es hat also auch etwas mit dem, naja sagen wir mal, “geistigen Horizont” zu tun.
lg eva, die stunden weiterschreiben könnte, aber stillen muss
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Susanne
21. Jul, 21:00 Uhr
@Sabine
Die Händlerin gab wirklich mir zur Antwort, dass sie sowohl die Modelle (sie hatte bis dato 2-3 Magazine von Rowan) als auch die Farben von Rowan für altbacken hält. Die Modelle und Garne von Lana Grossa wären für sie zeitgemäßer, moderner und am Stil
der heutigen Zeit orientiert (O-Ton!). Ich finde Ansichtssache…
Für mich gesehen stricke ich nicht, weil ich ein supermodernes Teil haben möchte, dass ich dann im nächsten oder übernächsten Jahr in die Tonne werfen kann, weil es unmodern geworden ist. Dafür investiere ich zu viel Zeit und Geld darin, auch wenn es für
mich pure Entspannung ist…das Geld muss ich trotzdem erstmal verdienen.
Zum Thema Marken: In den 80ern habe ich überwiegend Modelle und auch Garn von Anny blatt gestrickt. Der Stil der Modelle zog sich wie ein roter Faden und man erkannte ein Kleidungsstück aus diesen Anleitungen auch ohne Label außen tragend. Heute
mag ich diese Sachen nicht mehr so gerne und für mich würde ich auch nicht mehr danach stricken.
Viele junge Leute wollen nur supermoderne Kleidung, wie auch Freunde usw. tragen, dass ist mit gestrickten Sachen wohl nicht ganz so zu erreichen fürchte ich.. Gerade weil ich in so einer Zeit groß geworden bin, in der meine Mitschüler schon auf
Markenklamotten achteten und ich eine derjenigen war, die solche aus Geldmangel nicht hatte, krieg ich bei diesen Modediktaten die Krise. Kurzum ich stricke was mir gefällt – ob modern oder nicht – in der Farbe die mir gefällt – ob modern oder nicht – aus dem
Garn – ob modern oder nicht.
Ich habe davon gehört, dass die Wollhändler auch nicht darüber informiert werden, welche Garne in den neuen Heften verwendet wurden und somit können sie sich auch nicht darauf einstellen bzw. einkaufen. So sind sie ja im Grunde genommen fast schon
gezwungen, das ganze Sortiment zu nehmen, um nicht bei einigen Modellen mit leeren Händen dazustehen. Mit den Farben verhält es sich genauso. Wird so der Wunsch (der Großhändler) nach Geschäften mit nur einer Wollmarke vorangetrieben? Auf der
anderen Seite gibt es mir zu denken, wenn ein Händler alles abnehmen soll. Ahnt der Großhändler, dass er da auch einiges produziert hat, was vielleicht nicht so dolle ist und das Garn jetzt aber weg muss? Das ist für den Endverbraucher – also uns – nicht
zufriedenstellend. Mögen wir doch ein großes Angebot, eine Vielfalt an Garnen und Farben zur Auswahl. Immer öfter schaue ich im Internet nach Garnen und wenn ich in Vorschauen auf den nächsten Herbst/Winter die Preise für die Garne sehe, nähern sie sich
durchaus denen der ausländischen Garne und da wende ich mich dann lieber denen zu, weil sie mich von der Qualität und wiederum den Farben einfach mehr zufriedenstellen.
Wenn überhaupt – wird den Großhändler ihr Vorgehen auffallen, wenn es zu spät ist.
LG von Susanne
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Katja
Katja
21. Jul, 18:29 Uhr
Ich denke trotzallem, daß das Verkäuferverhalten stark ausschlaggebend ist. Sicherlich, es gibt auch Kunden, denen man am liebsten einmal den Schädel öffnen möchte, um zu gucken, ob die anstelle eines Gehirns nur einen tollwütigen Affen im Kopf haben. Da
er aber Kunde ist, hat ein Dienstleister nun mal freundlich zu sein. Ich arbeite im Servicebereich und habe mir da auch allerhand anzuhören, trotzdem muß ich mich da einfach zurück stellen und darf nicht auf ähnlichem Niveau antworten. Nicht nur, daß der
Kunde mir dann ins Gesicht springen würde, ich würde über kurz oder lang meinen Job verlieren. Wenn ich selbstständig wäre, würde ich also nicht nur meinen Job verlieren. Und da es auch mir bei meiner Arbeit möglich ist, unfreundlichen Menschen gegenüber
freundlich entgegegen zu treten, erlaube ich mir den Anspruch, daß man auch mit mir als Verbraucher so umgeht, zumal ich nicht per se unfreundlich bin. Werde ich dann von einer frustrierten Verkäuferin angepflaumt, war ich das letzte Mal in dem Laden. Das
ist mir schon mehrfach passiert, in verschiedenen Sparten des Einzelhandels. Da in meiner direkten Umgebung kein Wollladen vorhanden ist, zumindest nicht mir bekannt, kann ich nur von unserem Kaufhaus erzählen, bei dem es mir einmal direkt vor
Feierabend passierte, daß ich als letzte Kundin in der Schlange an der Kasse stand. Kundin vor mir wurde bedient, währenddessen legte ich meine Ware und meine Kunden- + EC-Karte auf den Tisch. Nach der Kundin vor mir unterhielten sich die beiden
Verkäuferinnen nochmal ein wenig, ich wartete, und als ich dann dran war, wurde ich angepampt, weil ich kein Bargeld dabei hatte um zu zahlen, denn eine der beiden hatte schon den EC-Leser deaktiviert. Ich solle doch am nächsten Tag wiederkommen. Und
das alles wirklich in einem Ton, daß ich sofort von Rot, über Leuchtend Verglühen, auf Weiß Verbrannt überging. Seitdem kaufe ich dort keine Wolle mehr, sondern bin auf’s Internet umgestiegen. Gut, sowas ist nun wirklich an Dreistigkeit kaum zu überbieten,
aber generell ist es so, daß wenn ein Kunde angepampt wird und ihm das Gefühl vermittelt wird, dumm zu sein (auf jeden Fall dümmer als der Verkäufer), dies eine denkbar schlechte Grundlage zum Geldausgeben ist. Wenn ich keine Wertschätzung entgegen
gebracht bekomme, sondern nur Mittel zum Zweck “Geld-verdienen” und “Frustablassen” bin, gebe ich mein Geld lieber jemand anderem.
Wie in einem Beispiel weiter oben beschrieben wurde, weiß ein Kunde nicht, daß Farbkarten einfach nicht vom Hersteller rausgegeben werden aus Kostengründen. Was hat die Verkäuferin also geritten, eine Kundin abzuspeisen und somit ein ungutes Gefühl zu
hinterlassen, anstatt zu erklären, warum das Anliegen des Kunden nicht befriedigt werden kann. In dem Zusammenhang eine Frage von mir: Ist es denn nicht möglich, im Laden einen internetfähigen PC stehen zu haben, um dem Kunden notfalls am PC zu
zeigen bzw sich zeigen zu lassen, was wie gemeint ist? Ohne PC geht heute fast nichts mehr, ich kann mir nicht vorstellen, daß ausgerechnet Wollläden ihre Buchhaltung uä ohne PC machen. Ist das ein unmögliches Ansinnen?
Um nochmal auf das Dienstleisterverhalten zu sprechen zu kommen: Stricken hat unter der Bevölkerung einen Oma-touch. Ja, wir wissen es besser, aber das gemeine Fußvolk nicht
finden sein. Aber gerade die sind es, die sich von Erwachsenen einen ungebührlichen Ton gefallen lassen. Ich als wahlfähige Erwachsene, die sich ihr Geld selbst verdient und somit auch entscheidet, wo es wieder ausgegeben wird, möchte solches Verhalten
nicht einfach nur hinnehmen, lasse es mir nicht gefallen und gehe im Stillen Protest nicht mehr in solche Läden. Egal ob es dabei um Wollläden geht oder zb um Apotheken. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, auch ich fordere nicht, daß eine Verkäuferin
erschossen wird, weil sie nicht weiß, was Lace ist oder welche Alternativen es zu normalen Nadeln gibt. Aber wenn mir arrogant sinngemäß gesagt wird “kenne ich nicht, also gibt es das auch nicht”, bin ich das letzte mal in so einem Laden gewesen oder ich
auf’s Internet verwiesen werde – ohne Begründung, also auch ohne Willen und Versuch, Verständnis bei mir zu erwecken – ja dann ist mein Gedanke dazu “ok, dann kaufe ich wohl auch besser im Internet”.
Brigittes Gedanken, daß es an der Kostspieligkeit des Hobbys liegt, daß der Nachwuchs fehlt, möchte ich wiedersprechen. Neben Stricken habe ich auch noch das Hobby Reiten bzw Pferdehaltung. Auch dies ist ein kostspieliges Hobby. Aber das hält wenige
ReiterInnen davon ab, sich ein eigenes Pferd anzuschaffen. Es kommt wirklich gar nicht so selten vor, daß solche Pferde dann billigst gehalten werden, eigentlich schon tierschutzrelevant, weil es ja nur irgendwie billig sein muß mit der Unterbringung und
sämtlichen anderen laufenden Kosten, so daß teils medizinische Notwenigkeiten einfach nicht erbracht werden, weil der Pferdebesitzer es sich eigentlich nicht leisten kann, aber sich sein Scheitern nicht eingestehen möchte. Auch die Pferde werden heutzutage
oft von irgendwelchen Schlachttransporten “errettet”, was bedeutet, daß das Tier billigst angeschafft wurde, aber so offen sagen, würde das keiner. Nur hat Reiten und Pferdebesitzer-Dasein ein ganz anderes Image, als Stricken.
Ich glaube, daß neben der Globalisierung und ihren sämtlichen Auswirkungen, die auch vor Wolle keinen Halt macht, eben gerade dieses Image ist. Junge Leute haben nicht unbedingt das Geld und den Willen/das Einsehen, für einen selbstgestrickten Pulli
alleine 50 Euro und mehr für Wolle auszugeben, nur weil es von einem bestimmten Label ist. Den Namen trägt man beim Strickstück ja nicht mit sich rum, wie bei anderen Modeklamotten. Denn da ist es eben was anderes für viele jüngere Mitmenschen. Die
kaufen dann vielleicht lieber bei den sog. Garndesignern, wo 100gr keine 2 Euro kosten. Also wieder kein Umsatz für den Wollladen vor Ort. Der Qualitätsunterschied wird wahrscheinlich gar nicht gesehen. Und jungen Leute ist es meist sehr wichtig, (extrem)
modisch gekleidet zu sein. Da Mode sich aber schnell ändert, kann ich verstehen, daß man nicht für jeden Pulli soviel Geld ausgeben möchte, wenn man doch für insgesamt 8 Euro einen Pulli stricken kann vom Garndesigner, der sehr modern ist, und dafür in
1-2 Jahren nicht mehr getragen wird.
Es sind also wirklich viele Faktoren, die das abwandern der Strickerinnen erklären. Wobei ich immer noch davon überzeugt bin, daß kunden- bzw endverbraucherunfreundliches Verhalten (denn wie man hier lesen kann, fängt es schon bei den Herstellern an, die
es den Zwischenhändlern, also Wollläden wirklich schwer machen, ihre Ware an den Mann bzw die Frau zu bringen) einen ganz großen Punkt anschlagen. Dank Gobalisierung hat der Endverbraucher mehr Möglichkeiten und ist nicht mehr auf einen bestimmten
Laden angewiesen, nur weil er in erreichbarer Nähe ist. Und muß somit auch nicht mehr alles einfach so hinnehmen und akzeptieren und kann sogar Preise innerhalb kürzester Zeit vergleichen.
LG Katja
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Uta
Uta
21. Jul, 18:04 Uhr
@Andrea
Sockenwolle ist wohl nach wie vor der Artikel, der am meisten an den Einzelhandel abgegeben wird, wenn ich höre, wieviele Sortimente allein mein Großhändler über die Bänder schickt, ist es für mich nicht vorstellbar, wie das logistisch zu lösen sein soll, wenn
jeder Laden sich die einzelnen Farben aus den Sortimenten sucht. Das gäbe einen Rattenschwanz an Telefonaten, Reklamationen, Verwechslungen, Packerei, zusätzliches Personal und dann würde die Wolle noch teurer werden.
Ausserdem bindet so ein 12 Kilo Sortiment an Sockenwolle,von dem ich dann ja in einer Saison diverse wählen kann, die so gut beworben wurden, dass die Kunden bereits vor Erscheinen gut informiert sind und danach fragen, gutes Kapital, das ich dann nicht
bei einem anderen Anbieter lasse
Liebe Grüße,
Uta
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
Jinx
21. Jul, 16:28 Uhr
Ich finde die Diskussion auch toll, und besonders freut mich, dass sich auch Leute von Seiten des Handels gemeldet haben. Ich denke, wir müssen differenzieren zwischen den Händlern, die mit einem erneuerten Angebot auf wenig Gegenliebe ihrer Kundinnen
stoßen (”Jägergrün”) und denen, die schlicht kein Interesse an veränderten Ansprüchen haben und ihre Kundschaft nach “Friss oder stirb”-Manier abspeisen. Niemand kann von einem Händler verlangen, Ware ins Sortiment zu nehmen, die er nicht loswerden
kann.
Ich denke aber, dass ein Geschäft, das wirklich schöne Strickstücke als Anregung ausstellt, auch bessere Chancen hat, das Interesse von Kundinnen zu wecken. Leider sieht man als fertige Strickstücke – wenn sie denn überhaupt vorhanden sind – aus Fransenoder
Lurexgarnen bestehen.
Ich wurde zu Isager-Garnen überhaupt erst durch fertig gestrickte Pullover gebracht. Vorher kannte ich Isager-Wolle nur aus dem Internet und wusste nicht, warum ich die kaufen sollte – zudem fand ich sie teuer. Als ich sie jedoch verstrickt sah, begriff ich, wie
wunderschön diese Garne sind und wie wenig man für ein Strickstück überhaupt braucht. Heute stapelt sich Isager bei mir, ich liebe dieses Garn. Und da ich verhältnismäßig wenig brauche, ist es auch nicht so teuer, wie es scheint. Mit Falkenberg war es
ähnlich: Erst die fertig gestrickten Modelle weckten in mir die Begeisterung dafür.
Zum Thema Stricktreff/Workshop: Wir in Hamburg treffen uns in einem Restaurant/Café, ohne Bindung an ein Wollgeschäft. Wir haben guten Zulauf, es kommen regelmäßig neue Teilnehmerinnen, die durch den Austausch Anregungen und Inspiration erfahren -
genau wie wir alle. Falls Platz und Engagement vorhanden ist, könnte ich mir vorstellen, dass auch konventionelle Wollgeschäfte auf diese Weise ihren Nachwuchs heranziehen könnten – denn meist fehlt ja einem interessierten Einsteiger Anleitung und Hilfe.
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Mirjam
Mirjam
21. Jul, 16:17 Uhr
Da ein sehr interessanter Punkt angesprochen wurde, mische ich mich nochmals in die Diskussion ein.
Für mich hat das mit dem schon öfter angesprochenen Preis der Wolle zwei Seiten:
Wenn ich ein Modell stricken will,dass ich längere Zeit tragen kann ,vielleicht sogar Jahre,wähle ich Wolle in eher gedeckteren Farben und guter Qualität. Dass ich sowas nicht umsonst kriege ist mir klar und ich bin auch gerne bereit dafür mehr auszugeben.
Stricke ich hingegen etwas flippigeres von dem ich weiss,dass ich mich damit später nicht mehr aus dem Haus getrauen würde, achte ich schon auf den Preis und würde dafür auch nicht astronomische Summen hinblättern.Ich habe schon Wollgeschäfte
gesehen da beschränkte sich das Angebot an “klassischen” Farben auf Schwarz,Marine, Grau und Jagdgrün und damit bin ich auch nicht immer glücklich. Ich möchte das aber nicht über alle Wollgeschäfte gesagt haben, es gibt auch ganz andere tolle
Beispiele.Zu den Stricktreffen: Kann ein Geschäft ein solches anbieten (Räumlich und Personell)… unbedingt Ausprobieren!Denn was wirkt inspirierender als der Austausch untereinander, wenn möglich noch inmitten all der herrlichen Wolle und ehrlich ,wir sind
ja nicht so,dass wir die Wolle dann alle im Laden liegenlassen,das eine oder andere Knäuel fände bestimmt eine andere Bleibe.Strickanfängerinnen können so ganz unkompliziert Hilfe bekommen und werden nebenbei noch mit dem Strickvirus infisziert.
Strickgrüsse Mirjam
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Sabine
Sabine
21. Jul, 16:01 Uhr
Moin zusammen!
Ich kann mir sehr gut vorstellen, warum die von Susanne erwähnte Ladenbesitzerin es abgelehnt hat, Rowan zu promoten. Es ist nicht, weil sie es antiquiert findet, sondern weil Rowan, seitdem es in den 90igern vom COATS-Konzern übernommen wurde, seine
Lieferbedingungen schlichtweg geändert hat zum Nachteil der Wollgeschäfte. Als Wolleinzelhändler wollen sie Dir nämlich einen Warenbestand in fünfstelliger Höhe (!!!)mindestens andrehen, am liebsten noch höher. Unter dem ist mit dem Konzern kein Geschäft
zu machen. Nur mal eben so ausschliesslich die Rowan Magazine plus ein paar Leihmodelle für den Verkauf zu ordern und dann später die Garnpakete ist nicht drin, wenn es nach COATS geht.
Tja, so gern, wie ich Rowan mag (besonders die Modelle aus den älteren Heften) und bei mir im Onlineshop anbieten würde, muss ich es ebenso vehement ablehnen, da ich weder das Geld, noch den Platz habe, die Ware zu lagern. Und für die paar Kunden,
die meine Leidenschaft teilen, lohnt es sich nicht, ein so hochpreisiges Warenlager anzulegen. Jedenfalls nicht für mich.
LG Sabine
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Susanne
Susanne
21. Jul, 15:26 Uhr
Wow – was für eine tolle Diskussion und in den Kommentaren treffen viele gleiche Meinungen zusammen…würden wir alle in einer Stadt leben, dem dort ansässigen Wollgeschäft (natürlich mit dem von uns gewünschten Angebot) würde es richtig gut gehen…;-)
nicht zu vergessen, dass es das vielfach gewünschte Strickcafe auch geben würde (ohoh, könnt Ihr Euch die vielen Sitzplätze vorstellen???)
Vor einigen Jahren hatten wir eine Autopanne mitten in Hamburg, wie es der Zufall wollte, fand ich ein paar Straßen weiter auf der Suche nach einem Cafe einen Wollladen. Dort entdeckte ich zum ersten Mal ein Rowanheft und kaufte es. Die Verkäuferin dort
sagte mir dann, dass sie auch modernere Magazine hätten wie Lana Grossa usw…ich war damals von dem Rowanmagazin total begeistert, so etwas hatte ich noch nie gesehen und ich verstand das Verhalten der Verkäuferin nicht… die Geschäfte in meinem
Heimatort haben nach und nach alle geschlossen und so bin ich dann damals über die “Verena” auf einige Internetshops gestoßen. Das eine in Lübeck schloß auch nach einiger Zeit, da die Inhaberin sagte, dass es sich für sie nicht mehr lohnen würde. Sie war
eine derer, die immer wieder interessiert an neuen Modellen und Techniken war (was ich auch bei meinen Besuchen bei ihr immer wieder festgestellt hatte). Bei einem anderen Shop habe ich dann irgendwann mal die Marke Rowan erwähnt und erzählt, wie
begeistert ich davon bin. Die Inhaberin führte inzwischen nur noch Lana Grossa und sie sagte mir bei einem unserer vielen Telefonate (es bestand ein wirklich sehr netter Kontakt), dass ihr die Marke Rowan zu antiquiert sei und die Farben zu unmodern. Diesen
Kommentar habe ich übrigens inzwischen auch von einer Wollgeschäftsinhaberin in meinem Nachbarort zu hören bekommen. (bin inzwischen umgezogen
größte Hersteller in Deutschland sein, sich aber nur danach zu richten, was ist in der nächsten Saison an Farben modern, kann es nicht sein und auch nicht im Sinne der StrickerInnen. Bei einem Blick auf die Farbkarten von Rowan (im letzten Jahr habe ich mir
welche gegönnt für den Einkauf zu Hause…) Durch meinen Blog habe ich per Mail auch Frauen kennengelernt, die keinen eigenen Blog haben, sich mit mir aber über Wolle usw. austauschen wollen, dies aber nicht öffentlich. Diese Frauen sind durch die Blogs
auch auf ausländische Garne aufmerksam geworden und zeigen sich total begeistert von der großen Farbpalette der Garne… und auch ich habe – wie fast alle meine Vorrednerinnen – die Erfahrung gemacht, die Inhaberin selbst hat vom Internet und was da los
ist, keine Ahnung. Ihr Mann dagegen – witzigerweise – schon, allerdings will sie davon nichts wissen. Bei einem Gespräch hatten ihr Mann und ich die Idee, doch auch einmal ein Stricktreffen zu organisieren und dort dann “neue/alte” Stricktechniken, die
englischen Bücher und ein paar Tricks und Kniffe vorzustellen bzw. auszutauschen. Sie winkte ab, das wäre nix… unser Argument, in Jülich wäre ja auch ein großes Interesse, es kommt nur auf das Wie an, wurde ebenfalls abgeblockt.
Wie schon zu Beginn gesagt, würden wir alle von der Blogwelt in einer Stadt leben, könnte es diesen gewünschten Laden und das Cafe wirklich geben. Wir wohnen alle nur viel zu weit auseinander…;-)
Liebe Grüße von Susanne
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Ellen
Ellen
20. Jul, 05:24 Uhr
Ich hab interessiert alle kommentare gelesen und stimme in allem zu, kann also nichts neues mehr schreiben. ich bin wie andrea selbst bloglos und habe vor ca. 1 jahr das internet wolltechnisch entdeckt und ich hab in der zeit eine menge dazugelernt. wenn ich
in einem kaufhaus nach maschenmarkierer frage und die verkäuferin weiss überhaupt nicht wovon ich rede und will mir dann einen reihenzähler verkaufen, dann sträuben sich mir die nackenhaare. ” Birch ” was ist das ?? und vom internet darf man erst gar nicht
anfangen. die deutschen hefte sind einfach nur gruselig, ich bestelle alles übers internet, und auch viel im Ausland.als fachverkäuferin sollte man sich schon auskennen und auch wissen was im internet so los ist.
liebe grüsse ellen
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Mirjam
Mirjam
20. Jul, 00:19 Uhr
Hallo Jinx, da schon viel geschrieben wurde was mir auch unter den Nägeln brannte, hier noch einige Ergänzungen dazu.
Die Farbpalette ist für mich auch ein Grund auf ausländische Hersteller auszuweichen, Rowan z.b. gefällt mir sehr gut.
Ich möchte Wolle mit sehr kleinem Polyanteil oder noch besser gar keinem, aber bitte nicht nur in Nadelstärke 5+ . Ich möchte im Laden nicht erklären müssen,dass es tatsächlich Nadelspiele Nr. 2,5 in 15cm Länge gibt und dazu noch in Ebenbzw.
Rosenholz.Wieso wissen sie das nicht? In anderen Branchen ist es doch auch üblich auf dem neusten (zb. technischen) Stand zu sein.Meine Rosenholznadeln habe ich zu guter Letzt in Deutschland in einem Internetshop geordert. Ich hatte Holz und Stein
nach Händleradressen in der CH (mein Wohnort) angefragt und vier Adressen bekommen,alle angerufen, und bin natürlich nicht fündig geworden.Einige wollten die Nadeln nicht mal für mich Bestellen .Fazit: Im Internet kriege ich sie billiger, schneller und muss
nicht noch lange erklären, dass es sowas tatsächlich gibt.In den deutschen Strickheften finde ich die Schnitte meistens abschreckend bis gruselig.Solche Pullis würde ich im Laden nie kaufen also stricke ich sie auch nicht.
Liebe Grüsse Mirjam
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Ev
Ev
19. Jul, 20:45 Uhr
Liebe Jinx,
vielen Dank für das Setzen des Postings!
Ich denke jetzt schon einige Stunden darüber und all die Kommentare nach, die bis jetzt nachgerückt sind. Ich find es sehr schwierig, wirklich auf das Posting einzugehen ohne zu wissen, um was für eine Art von Laden es geht. Da gibt es so viele Faktoren, die
ausschlaggebend sein könnten …
Ich hatte hier einen sehr langen comment geschrieben, ihn aber gerade wieder gelöscht; ich glaube, dass es den idealen Wolleladen nicht gibt, der all diese Wünsche erfüllen kann, sie sind zu vielfältig. Im Moment sprießen so viele Läden im Web und im sog.
“wahren” Leben aus dem Boden, dass es doch eigentlich nicht schwer sein dürfte zu finden, was man sucht – jeder Topf müsste doch seinen Deckel finden können.
Stricky hat schon alles geschrieben, was ich hätte sagen können.
Ich möchte nur anmerken, dass ich weder in natura noch virtuell jemals mit der Beratung in einem Wollgeschäft unzufrieden gewesen wäre, ganz im Gegenteil, aber ich kaufe auch nicht überall und für mich ist wichtig, wer hinter der Theke steht oder am
Telefonhörer hängt! Maschenmarkierer mache ich mir selber, für das Strickfilzen habe ich mir alles Infos zusammengelesen; ich halte es mit learning bei doing. Ich nutze den Handel primär zur Produktbeschaffung – für die praktischen Infos sammeln sich bei mir
immer mehr Bücher an und eine stetig wachsende Linkliste.
Zum Punkt Personal und Freundlichkeit möchte ich aber noch sagen, dass es auch unfreundliche und impertinente Kunden gibt. Außerdem: Beate mit ihrem Satz zur Wichtigkeit rennt bei mir offene Türen ein.
Mich würde diese ganze Diskussion jetzt noch von Händler-Seite aus brennend interessieren.
Tut mir leid, dass diese Antwort nicht effektiver ausgefallen ist.
Schönen Abend Euch von Ev
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Yvonne
Yvonne
19. Jul, 19:49 Uhr
Hmm…mittlerweile kaufe ich wieder mehr im Geschäft vor Ort ein, allerdings je nach dem was ich suche. Suche ich Beratung dann kaufe ich im Dorfwollladen,will ich mein eigenes Garn, dann gehe ich in die Wollhalle,wir haben hier auch noch einen Wollladen in
der Stadt, teuer und schnippische Verkäuferin, dreimal war ich dort, das reichte dann auch. Online kaufe ich nur noch meine Sockenwolle zum färben, denn die bekomme ich den hiesigen Wollgeschäften nur als 50gr Knäule.Ich weiß nicht jeder Laden kann alles
führen, ich würde mir nur wünschen das die Verkäuferinnen aufgeschlossener wären, und auch mal mutig sind und eigene Anleitungen anbieten, meine Online Wolldealerin macht das zum Beispiel! Generell finde ich die meisten Anleitungen einfach nur öde,
große Größen gibt es kaum weder in deutsch noch im Ausländischen Markt.
LIebe Grüße Yvonne
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Andrea
Andrea
19. Jul, 19:27 Uhr
Hallo Jinx,
vor ca. zweieinhalb Jahren habe ich zum ersten Mal Strickblogs entdeckt (selber bin ich bloglos) und für mich hat sich damit das Paradies geöffnet. Der Nachteil ist zwar, das mein Wollberg sehr viel schneller wächst, als ich stricken kann, aber ich habe endlich
das Gefühl nicht ganz abnormal zu sein.
Das Hauptproblem der örtlichen Wollgeschäfte ist in meinen Augen, dass nicht auf die Wünsche des Kunden eingegangen wird. Wie oben schon geschrieben, es wird davon ausgegangen, dass das Angebot die Nachfrage bestimmt Andererseits weiß aber der
Kunde meistens sehr viel besser über neue Artikel oder auch Stricktechniken im allgemeinen bescheid. Wenn man in diesen Wollgeschäften nur in einem kleinen Nebensatz das Wörtchen Internet erwähnt, wird man schon fast gesteinigt. Deshalb ist es für mich
nicht verwunderlich, das diese Geschäfte mit ihrer Vogel-Strauß-Taktik nicht gerade eine rosige Zukunft haben werden.
Dies ist mein erster Kommentar überhaupt in einem Blog, aber irgendwie musste ich das nun mal los werden.
Liebe Grüßle
Andrea
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Betta
Betta
19. Jul, 19:11 Uhr
Ich komme aus Italien und stricke ununterbrochen seit 30 Jahren. Es ist eine echte Leidenschaft, obwohl manchmal keine Lust mehr hatte wegen mangelhaften Angebot. Bis ich den Planet “English Knitting” vor 10 Jahren zufällig entdeckt habe. Das hat frische
Luft in meinem Strick-Leben gebracht. Manchmal habe ich mit dem Gedanke gespielt, einen Wollladen-Kollektiv ins Leben zu rufen. eine Art Selbst-Hilfe Laden. Was ich mir Wünsche? Einfache Wolle. in 3-4 Stärke und in vielen Farben. Ohne Schnickschnack,
ohne superwasch Ausrüstung, damit ich splicing machen kann, damit ich traditionelle Techniken ausüben kann, wie z.b. Fair Isle. Echte Lace Garn… und die Möglichkeit zu haben, mit Verkäuferinnen zu sprechen, die verstehen, worum ich gerade spreche (d.h.
die stricken können). Und trotzdem ist Deutschland viel besser als Italien.Das Land der Industrie-Spinnereien ist in dieser Hinsicht für mich superlangweilig. Wenn ich noch da leben würde, würde ich wahrscheinlich nicht mehr stricken, oder allein in meiner
Parallelwelt leben.
LG Betta
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Arlene
Arlene
19. Jul, 17:37 Uhr
Ich bin kürzlich mit einer Bekannten ins Gespräch über Hobbies gekommen und es stellte sich heraus, daß sie auch gerne strickt. Begeistert über diese Tatsache musste sich die Ärmste von mir monologartig mit einem Sack voll Infos aus dem Net zuschütteten
lassen, weil ich in ihren Augen ziemlich schräge Techniken mache. Am Ende hat sie mich vermutlich für total durchgeknallt gehalten. Allerdings hat sie auch zB sofort die Idee eines RVO, von dem sie bis dato offenbar noch nichts gehört hatte, aufgegriffen und
sich (so bilde ich es mir ein) über einige Links zu engl. Anleitungen gefreut und hat gleich wild weitergegoogelt. Den ihr gezeigten Link mit einer RVO-Anleitung hat sie sofort umgesetzt und einen RVO zu stricken begonnen. Soll heißen: ohne Grundinformationen
gibt es nichts Neues zu entdecken und davon lebt oftmals ein Hobby. Ich zumindest finde es klasse immer wieder neue Techniken auszuprobieren. Wenn ich allerdings in einem Handarbeitsgeschäft der Chefin erklären muss, was die neue Lace-Nadel von Addi
ist, dann scheint sie wohl auf der Messe geschlafen zu haben. Wenn ich professionell in dieser Branche tätig bin, sollte ich so etwas wissen. Das klingt jetzt natürlich wieder schrecklich überheblich, aber ich meine einfach, man sollte sich in seinem “Geschäft”
auskennen und wissen, was sich in der Branche Neues tut. Ob ich es nun in “meinem” Geschäft umsetze oder nicht (weil es dafür halt keinen Markt gibt), ist nochmal eine andere Sache. Aber ich sollte doch zumindest wissen, was Sache ist, oder?
Hinzu kommt, daß die meisten Menschen begehren, was sie sehen. Das ist vermutlich auch der Grund warum hier innerhalb der Strickbloggerszene ein unglaublicher Lace-Hype entstanden ist. Ich sehe in einem anderen Blog eine herrliche Tuchanleitung (von
deren Designerin ich zB noch nie was gehört habe und ich selbst vermutlich nicht so schnell gefunden hätte) und freue mich über diese Info und schwupps habe ich sie geordert. Die nächste Leserin sieht bei mir das Tuch und schwupps…ist sie ebenfalls
“verloren”. Und plötzlich strickt ein ganzer Sack voll Leute ein Tuch *g
Das heißt nun aber noch lange nicht, daß solche Dinge auch unbedingt von jeder Kundin angenommen werden. Manche wollen in gewohnter Weise stricken und nicht diesen “neumodischen” Kram ausprobieren. Das ist völlig ok und jeder soll es halten, wie es
ihm gefällt. Mancher liese sich aber vielleicht gerne zu einer neuen Technik verführen, wenn es nur eben ansprechend angeboten werden würde (nebst passendem Material).
Ich hege allerdings große Zweifel, ob die Anzahl solcher Kunden ausreicht, um einen wirklichen Wandel zu bewirken. Ich wohne in einer größeren Stadt. Mitten im Zentrum gibt es ein sehr großes Wollegeschäft. Vor 2-3 Monaten haben sie Rowan aufgenommen.
Und nun wieder aus dem Angebot genommen. Es lief offenbar nicht. Aber alle Welt schreit nach Rowan. Ich glaube langsam wirklich, es gibt zwei (Strick-)Parallelwelten.
LG Arlene
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Susi
Susi
19. Jul, 17:23 Uhr
Bis vor 2 Jahren kannte ich bei uns in der Stadt Wolle Rö**del, Kar**stadt, Kauf***hof als Lieferanten von Wolle. Nix, was mich wirklich begeistert hat. Seit knapp einem Jahr habe ich einen wundervollen Wolleladen hier in der Stadt entdeckt in den ich gerne gehe,
weil die Bestitzerin ganz toll ist, sie Ahnung hat, sie auch außergewöhnliche Wolle hat. Ich warte dann auch gerne mal eine Woche auf eine Lieferung, aber ich sehe die Wolle vor Ort. Brauche ich etwas, hab ich einen ungewöhnlichen Wunsch, so wird geschaut,
ob man mir das erfüllen kann.
Alleine das Gesicht in Wolle Rö**del, als ich einen Maschenmarkierer oder ein Ebenholznadelspiel wollte… boah, ich werde das nie vergessen.
Oft kaufe ich ausländische Garne in meinem LYS, weil die deutschen sowas von “doof” sind – meinen Anforderungen halt nicht genügen. Und ich kaufe selbstgefärbte Wolle, weil da einfach die Quali stimmt.
Ich kaufe ausländische Handarbeitshefte und Bücher weil die mich mehr anmachen, die Modelle schöner sind, es einfach mehr Spass macht drin zu blättern. Ich kann mir dort Ideen holen, ich finde verrückte Sachen, kurzum es macht mir Spass diese Dinge zu
sehen und mich inspirieren zu lassen.
Sehe ich mir Verena oder sonstwas an… mir kommt das hohle Gähnen. Nebenbei bemerkt… ich bin auch im Besitz diverser Kreuzstichhefte aus dem Ausland… sowas von genial und ideenreich… die deutschen Verlage kriegen es nicht gebacken, geschweige
denn deutsche Wollhersteller mal was ungewöhnliches zu kreieren.
Ist es ein Wunder, dass ich nur im LYS meines Vertrauens oder online bei “meinen” Händlern kaufe und dabei “deutsche Markenware” im Kaufhaus links liegen lasse?
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
Jinx
19. Jul, 16:26 Uhr
Ich habe mich eben mit einer bloglosen Freundin getroffen, die auch noch auf dem Sprung in den Urlaub ist, sie bat mich, in ihrem Namen folgendes hinzuzufügen:
Sie wünscht sich einfach nur Wolle in gediegener Qualität und ansprechenden, schönen Farben, die mit dünnen Nadeln zu verstricken sind, also kein Superwash, kein Lurex, kein Tralala, nichts für Nadelstärke 6 aufwärts. Und das ist in traditionellen deutschen
Wollläden nicht so einfach.
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Bianca
Bianca
19. Jul, 16:02 Uhr
Was für ein interessanter Beitrag…
Ich kaufe zwar durchaus auch im Laden, wenn es sich anbietet, aber es ist wohl tatsächlich so, daß das Internet einem ein sehr großes Betätigungsfeld bietet. Nicht nur die Inspiration in den Blogs, wo man das gerade entdeckte Traumgarn oft durch den
verlinkten Shop auch sofort erstehen kann. Sehr oft findet man hier auch Wolle, die man im echten Shop unter Umständen lange suchen muß und das sind nicht nur Exoten wie Uru-Garn, z.B. haben wir hier ein sehr großes Geschäft in Bremen mit guter
Auswahl, aber wenn ich was wirklich Bestimmtes suche (z.B. die Clip von ONline) werde ich da nicht fündig.
Wäre hier im Ort ein gut sortierter Handarbeitsladen oder vielleicht im Bremer Hauptbahnhof oder dort in der Nähe, ich wäre sicher sehr oft mal eben dort und würde viel kaufen.
Und die Vorlagen – ich kaufe auch deutsche Hefte und, wenn ich sie finde, auch ab und an mal ein deutsches Buch. Aber die englischsprachigen sind wirklich was ganz besonderes – und die im Netz zu bestellen ist einfach leichter, das Bestellen im Buchladen ist
immer komplizierter, wie ich von meinem Freund weiß, dem ich gerne meine Amazon-Wunschliste am Geburtstag oder Weihnachten in die Hand drücke, damit er mich überraschen kann.
Liebe Grüße
Bianca
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Comment on Parallelwelten reloaded- Diskussion sehr erwünscht! by Jinx
Jinx
19. Jul, 09:08 Uhr
Diesmal schreibe ich meinen Senf in einem Kommentar, da ich das Posting der Autorin nicht mit meiner eigenen Meinung verwässern möchte.
Mein Eindruck, dass es ganz unterschiedliche Strickwelten gibt, hat sich erneut verfestigt. Ich weiß von Online-Shops, die gut laufen, und ich weiß von Strickerinnen, bei denen sich die Wolle zu Hause türmt (so auch bei mir). Ich kann für mich jedoch sagen, dass
es sich um ausländische Marken handelt, die meinen Bedürfnissen eher entgegenkommen als einheimische Fabrikate. Ich zähle mich zu den “ambitionierten” Strickerinnen, die gerne traditionelle Techniken ausprobieren. Ich möchte in mein Gestrick
hineinschneiden können, ohne dass alles in Fransen auseinanderläuft. Eine Superwashausrüstung wünsche ich nicht, außer bei Sockenwolle. “Superweich” ist auch nicht unbedingt ein Kriterium, da ich v
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August 16, 2007 - ב' אלול תשס"ז at 6:27 pm
Nachtrag: leider muss man die KOmmenare von unten nach oben lesen, aber wenigstens sind sie erhalten…
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