June 1, 2007 - ט"ו סיון תשס"ז
Monthly Archive
June 30, 2007 - י"ד תמוז תשס"ז
Mit Befremden nehme ich einiges wahr, was sich um die Mystery Stole 3 herum abspielt. Ich werde an diesem Knitalong nicht teilnehmen, weil ich so unglaublich viele Projekte habe, die angefangen, aber nicht fertig sind, und mir nicht noch eins ans Bein binden möchte. Außerdem möchte ich nur Sachen stricken, von denen ich weiß, wie sie aussehen, wenn sie fertig sind, und die größte Lace-Strickerin der Welt bin ich auch nicht. Dies ist jedoch eine persönliche Entscheidung, keine, die kollektive Bedeutung hätte.
Ich mache ja auch meine Blogrunde und lese täglich von neuen Strickerinnen, die an diesem Knitalong teilnehmen. Über 2000 sollen es weltweit schon sein. Die Strickerinnen stellen ihre Garne, ihre Perlen und ihre Maschenproben in ihren Blogs vor, wofür diese – mit Verlaub – auch da sind. Aber es gibt auch andere Stimmen, nämlich die von denen, die nicht mitmachen wollen. Das ist völlig in Ordnung so, was mich allerdings etwas befremdet, ist der Ton, in dem das teilweise kundgetan wird. Die Aktion sowie die Teilnehmerinnen werden mit wenig schmeichelhaften Adjektiven belegt, die sich fast ausschließlich um herdentierhaftes Verhalten und Vermassung drehen. Finde ich irgendwie eigenartig. Denn die Tatsache, dass wir bloggen, weist uns schon als Mitglieder einer Herde aus, nämlich der Leute, die nicht autistisch vor sich hinstricken, sondern an einer interaktiven Kommunikationsform zu diesem Thema teilnehmen. Andere – so wie ich – nehmen herdentierhaft an einem Stricktreff teil (auch schon gelesen, dieses Argument).
Das Argument mit der Vermassung greift m. E. nicht. Wir StrickerInnen widmen uns einem Hobby, das im Vergleich zu anderen nicht eben weit verbreitet ist, auch wenn uns das durch den regen Austausch im Internet so vorkommen mag. Wir bewegen uns in der Welt des Strickens. Würden wir uns in der Welt der Fitnessstudio-Benutzer oder der Hundebesitzer bewegen, würden wir schnell feststellen, dass diese viel größer ist. Selbst wenn jede Lacestrickerin der Welt an dem Mystery-Stole-Knitalong teilnehme würde, wäre die Wahrscheinlichkeit, außerhalb von organisierten Strickvergnügungen auf eine andere Person zu treffen, die diese Stola trägt, doch eher gering. Unser Name ist nämlich nicht Legion, und viele sind wir auch nicht.
Übersehen wird bei dem üblichen Gemecker ein toller Nebeneffekt der Mystery-Stole-Aktion: Da das Teilnehmerfeld so international ist, bemühen sich immer mehr Bloggerinnen, ihre Beiträge auch in englischer Sprache anzubieten, und das ist doch sehr begrüßenswert und positiv!
Ich habe in einem anderen deutschen Blog einen guten Artikel gelesen zum Thema “Ton”, den ich leider nicht wiederfinde (edit: es ist Soozas Blog, danke für den Hinweis, Tammina!). Der bezog sich auf einen Beitrag in Yarn Harlots Blog zum selben Problem: Unsere Blogs werden von vielen Menschen gelesen, und was man über andere schreibt, sagt wenig über diese aus, aber sehr viel über den Autor selbst. In den Blogs schreiben wir über unsere Hobbies oder auch mit erweiterter Thematik über andere Aspekte unseres Lebens. Bestehen manche Existenzen wirklich zu einem nicht kleinen Teil darin, sich über Negatives zu definieren? Wie unerfreulich! Weniger für den Leser, der kann das wegklicken und ausblenden, als vielmehr für den Autor selbst. Im echten Leben halten die meisten sich von solchen Menschen fern, da das die Sorte ist, die einem am Telefon dauernd die Ohren vollnörgelt. für Es ist sicherlich ein schmaler Grat zwischen dem Äußern der eigenen Meinung, die einen Blog ja erst richtig lesenswert macht und dem Herumbashen auf anderen. Wenn jemand sogar einen persönlichen Konflikt mit jemandem in seinem Blog austrägt, so wirkt das selten empfehlenswert. A hat mit B einen Streit, weil ein Wichtelpaket nicht so gefällt, ein Treffen nicht so gut lief oder eine vermeintliche Zusage vielleicht nicht ganz eingehalten wurde? Wie uninteressant, zumindest für Unbeteiligte. Bei jedem läuft mal was mit Mitmenschen quer, und wenn jeder das in seinem Blog breittreten würde, wäre die Strickblogszene ganz schnell völlig zerstritten. Vielleicht besteht das Problem einfach in zu viel Tagesfreizeit…
Man möche das bitte alles nicht falsch verstehen: Ich bin keine Anhängerin einer Glücksbärchiland-Atmosphäre, aber ich bin schon der Meinung, dass man Stellung beziehen kann, ohne andere Menschen zu beleidigen bzw. sich offensiv-negativ über sie zu äußern.
June 30, 2007 - י"ד תמוז תשס"ז
Posted by Jinx under
SwapsNo Comments

Trotz heftiger Gegenwehr wurde ich heute morgen mittels eines gelben Boten geentert. Wieder eine Wollpiratin besiegt! Der Überbringer der Hiobsbotschaft stand leider meinem Vorschlag, ihn über die Planke gehen zu lassen, wenig aufgeschlossen gegenüber. Mir blieb nichts anderes übrig, als mich in mein Schicksal zu ergeben und das Paket (das übrigens riesig war) zu öffnen. Die Befürchtungen, die ich gehegt hatte, wurden jedoch eindrucksvoll widerlegt: Das Paket enthält eine riesige Menge eines schönes Alpakagemischs in einem müden graubraun, das mir sehr gefällt, sowie ein Knäul Sockenwolle. Aber das ist nicht alles. Zum Trost ist ein Fläschchen Rum nebst einem süßen Priatenglases, ein Piratenstift und sogar Piratenduschgel dabei. Und ein Buch für strickende Anarchisten(piraten)! (Das passt doch wie die Faust auf die Augenklappe!). Abgerundet wurde das Ganze durch eine sehr liebevoll und nett geschriebene Botschaft (die ich aus Gründen des Persönlichkeitsrechts nicht zeigen darf, leider). UND ich hatte die Ehre, vom Käpt’n persönlich geentert zu werden. Trotz der herben Niederlage bin ich schwerst entzückt und ergebe mich gerne in mein Schicksal. Liebe Brigitte, herzlichen Dank für diese wunderbare Überraschung!
I was boarded today by the Captain of the Yarn Pirate Swap. The parcel contains plenty of alpaca blend (enough for a sweater), the book “Knitting for Anarchists” by Anna Zillboorg (great!), a small bottle of rum with a small jolly roger glass, a jolly roger biro and a shower gel, some sock yarn, and a very, very nice pirate message. I am just delighted by this, and I say thank you very much to Brigitte for this wonderful surprise! If it’s like this, boarding is fun!
June 29, 2007 - י"ג תמוז תשס"ז
Nette Dame mittleren Alters, pflegeleicht und freundich, sucht ebenso netten Spinntreff in Hamburg. Wochenenden bevorzugt, da eine Dame von auswärts sich anschließen möchte. Spinnrad, Handspindel und Spinnstash sind vorhanden. Örtlichkeiten in der Öffentlichkeit bzw. Halböffentlichkeit bevorzugt. Eigener Blog zwecks Veröffentlichung von Einzelheiten kann zur Verfügung gestellt werden.
June 28, 2007 - י"ב תמוז תשס"ז

Ich glaube, ich habe die Bedienung des Spinnrades nun auch kapiert. Mein Garn ist dünn, ziemlich gleichmäßig und weist nur wenige unwesentlich dickere Stellen auf. Ich würde das gerne meiner “autodidaktischen Hartnäckigkeit” (Anna, toller Ausdruck!) zuschreiben, aber das wäre nicht die ganze Wahrheit und somit auch nicht ehrlich. Ich hatte nämlich Unterstützung durch eine stille Leserin, die mir abseits der Kommentarfunktion eine Hilfestellung anbot, die mir innerhalb von Minuten von komischem, flockigen Zeug zu obigem Ergebnis zu kommen. Da sie sich bisher nicht groß exponiert hat, möchte ich das an dieser Stelle auch nicht tun (es sei denn, ich höre Gegenteiliges) und sage daher einfach nur “Danke”.
Nachtrag: 1000 Dank, Franziska!
I think I managed the handling of my spinning wheel now. The thread I spun is thin, fairly even, and has only a few, dispensable thicker parts. I would really love to accredit this to my “autodidactic stubborness” (a great expression, Anna), but this is not absolutely true, and therefore it would not be honest. I was supported by one of my of my silent readers who offered me a helping hand. Due to this my spinning changed from a weird, fluffy something to the result seen above. Since she barely uses the comments option, I think she would not like to be exposed here, and therefore I just say “thanks”.
Addendum: Thank you 1000 times, Franziska!
June 28, 2007 - י"ב תמוז תשס"ז

Liebe LeserInnen, es geht weiter! Dies ist KEINE Qualle nach einem Chemieunfall, auch wenn man das glauben könnte. Es ist der Strang meiner ersten selbstgesponnenen, selbstgezwirnten Wolle, der gerade ein kleines Entspannungsbad nimmt, wie es in der Literatur so dringend empfohlen wird. Sobald die Schönheitspflege abgeschlossen ist, wird er zum Trocknen ausgehängt und die ungeduldige Autorin muss leider warten, bis der Trockenvorgang abgeschlossen ist.
Dear readers, it’s going on! This is NOT a jellyfish after a chemical accident, even if it looks like this. It’s the first skein of my first handspund and handplied yarn. It just takes a little bath for relaxation which is strongly recommended in spinning literature. As soon as beauty care is completed, I will hang it for drying, and the very impatient author has to wait until it will be dried completely.
Zum vorhergehenden Teil des Reports hat Tammina mir einen lieben Kommentar zum Thema Zwirnen mit dem Spinnrad hinterlassen. Liebe Tammina, herzlichen Dank, auch für den wertvollen Tipp mit dem langsamen Treten (das wusste ich nämlich nicht). Du hast natürlich recht. Ich habe ein gutes, funktionierendes Rad hier, und meine Vorübungen mit der Handspindel sind erfolgreich abgeschlossen. Ich frage mich selbst, warum ich mühsam das Garn für mein erstes Projekt mit selbstgesponnener Wolle auf diese steinzeitliche Weise (naja, bis auf die Lazy Kate) fertigstelle. Aber ich habe herausgefunden, dass ich die Handspindel mag und dass sie mir trotzdem wichtig ist, auch wenn ich nicht gerade Wolle für einen Pullover damit spinnen würde. Irgendwie habe ich die Langsamkeit entdeckt. Ich wollte einfach ein Projekt komplett mit der Hand fertigstellen. Heute werde ich mich jedoch wieder ans Spinnrad setzen und mit vollem Einsatz meinen nächsten Versuch starten.
Tammina left me a very nice comment to the last part of this little report. Dear Tammina, thank you very much, for the valuable hint about plying with a spinning wheel, too (I didn’t know this)! Of course you are right! I’m the owner of a spinning wheel, and my preliminary practices with the top-whorl spindle were rather successfull. I kept asking myself why I take the efford of doing each and every step in this rather stoneagy way (except the use of the lazy kate, of course). But I found out that I like the top-whorl spindle and that it’s important for me to use it, even if I will not think of spinning the yarn for a sweater with it. I somehow discovered the pleasure of slowliness. I just wanted to finish a spinning project completely in this rather antiquated way. But today I have the next appointment with my spinning wheel!
June 28, 2007 - י"ב תמוז תשס"ז

Hier bin ich wieder. Das Garn ist jetzt gezwirnt. Wie ich mir gedacht habe, ist das nicht ganz so einfach, wenn man ungeübt ist (ich habe ja auch niemanden, der es mir zeigt, sondern nur Bücher). Links sieht man den ersten Versuch. Es handelt sich um einige Zentimeter eines verwurstelten Chaos, das einmal Garn werden wollte. Aber so leicht lasse ich mich nicht entmutigen, und letztendlich triumphierte der Geist über die Materie. Im Bild unten sieht man das fertig gezwirnte Garn auf einer eigentlich zu kleinen Spindel (die große ist blöderweise schon wieder belegt mit dem zweiten Schwung Garn). Ich bin also vom Stadium der schwangeren Regenwürmer zu dem der schwangeren Spindeln übergegangen. Der nächste Teil der Weiterverarbeitung erfolgt bei Tageslicht und somit nicht jetzt. Also heißt es wieder…
Fortsetzung folgt
Hi, I’m back again. The yarn is freshly plyed. As I assumed before, it’s not that easy if you do it for the first time (and I have no teacher, just books). The pic on the left shows my very first attempt which ended in a few centimeters of intricated havoc. But it’s not that easy to discourage me – I just gave it another try. On the pic below you can see the final result: the plyed yarn on a spindle which is too small (unfortunately the large spindle is loaded with newly spun yarn, the second lot). You can see that I proceeded from the phase of pregnant-earthworm yarn to the phase of pregnant spindle. The next part of processing will happen during daytime, and this is not now. This means the report is …
to be continued

June 27, 2007 - י"א תמוז תשס"ז

Hach ja, der große wahre Report geht weiter… Dies ist meine Lazy Kate, die ich zwecks Zwirnen der von mir mittels einer Handspindel mühsam gesponnenen Fäden extra zusammengebaut habe. Die beiden Knubbel sind logischerweise das Garn, das nun mittels einer Spindel vereinigt werden möge, bis die Müllverbrennung es scheide. Das mit dem Zwirnen habe ich noch nie gemacht, es ist sicherlich einfach, aber nicht beim ersten Mal. Gutwillig wie ich bin, bin ich gerne bereit, anzunehmen, dass die Faule Katharina die Sache erleichtert. Die ersten Meter haben auch nicht mal schlecht geklappt, das Garn sieht besser aus als ich dachte. Leider muss ich jetzt zur Bandprobe und kann daher weder zwirnen noch berichten. Deshalb heißt es an dieser spannenden Stelle wieder…
Fortsetzung folgt
Yeah, the big report just continues! This is my Lazy Kate which I just assembled for plying the threads I spun painfully with my top-whorl spindle. The two coloured knobs are the threads, which I will bring together with a spindle until waste combustion will part them. I never did plying before, and I am sure it’s easy, but not when you do it for the first time. Good-natured as I am, I am willing to believe that Lazy Kate makes things more easy. The first meters went quite well, the yarn looks better than I imagindes before. Unfortunately I have to go and meet my new band now. Therefore I will interrupt this fascinating report at this tantalizing spot…
to be continued…
June 27, 2007 - י"א תמוז תשס"ז
Mit welchen Suchbegriffen landet man in diesem Blog? Natürlich mit stricken, knittinganarchist, Jinx, my stash and I und auch mit Designernamen wie Falkenberg, Isager etc. Aber es gibt auch verirrte Seelen, die durch etwas seltsame Suchbegriffe hier aufschlagen (und sich wahrscheinlich sehr wundern). Ein paar Highlights, zunächst die, die noch im weitesten Sinne mit dem Thema dieses Blogs zu tun haben:
- Bumerangferse ohne Löcher - ja, das wollen alle. Aber ich stricke nach Gibson-Roberts.
- kindermodelle 12 - hier ist weit und breit kein Kind zu sehen, und auch kein Kindermodell.
- Strickjacke Harz - hä?
- arlene strickt - ja, tut sie, aber nicht hier. Ich erlaube mir, auf die Blogroll zu verweisen.
Jetzt wird es bunt und komisch:
- Das Buch Jinx - Ich fühle mich geehrt, aber ich bin KEIN Buch der Bibel
- regenwürmer wikipedia - aha, na gut. Wie Ihr meint…
- honda - isch ‘abe aber gar keine Auto!
- penis enlargement - wer’s braucht… vielleicht hilft es, einfach mal kräftig zu ziehen?
- wer ist Lebensgefährte - das ist mir jetzt zu privat
- knitting tanga - es gibt wirklich interessante Fetischseiten zu diesem Thema, aber hier seid Ihr falsch, liebe Leute.
- seventies harz - wie auch immer.
Die Suchmaschinen halten auch nicht immer, was sie versprechen.
June 26, 2007 - י' תמוז תשס"ז

Dies ist mein erster Versuch, aus handgesponnenem Garn etwas zu stricken. Das erste Stadium sieht man hier, meine Lieblingsspindel mit einem aus mehreren Farben zusammengesetzten Faden. Der Übersichtlichkeit halber soll dies ein kleines Projekt werden, sehr bunt, nicht ganz so dünn (ich lerne ja noch) und für zuhause. Es existiert ein zweites Exemplar eines ähnlichen Fadens, der mit diesem verzwirnt werden soll (zu sehen auf dem rechten Bild).
Fortsetzung folgt
This is my first attempt to knit with my own homespun yarn. The first state you can see in the picture on the left.
It’s my favourite spindle with a thread composed from different colours. For the sake of clarity it will be a rather small project, very colourful, with yarn not too thin (ey, I’m still learning…) and strictly for domestic purpose only. There is a secont thread, very similar to thisone, which is supposed to be plied with it (as you can see on the right picture).
To be continued
June 26, 2007 - י' תמוז תשס"ז
Ich muss vorausschicken, dass mir längst nicht alles von Starmore gefällt. Aber ein paar Sachen finde ich grandios, darunter einiges aus diesem Buch, dass ich glücklicherweise auf verschlungenen Wegen erwerben konnte. Ich bin ganz verzückt und kann es noch gar nicht fassen!
I have to confess that I don’t like each and every pattern by Alice Starmore, there are several I wouldn’t bother knitting. But some patterns are great, and some of them are collected in this book I was able to find by accident. I am just delighted and can’t belive it’s mine now!
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