March 1, 2007 - י"א אדר תשס"ז


Heute habe ich es das erste Mal in meinem Leben gewagt, in ein Strickstück zu schneiden. Ich hatte mich ja in das Modell More Stripes verguckt und enthusiastisch damit begonnen. Da ich Anleitungen nie vorher lese, entdeckte ich bald, dass hier mit Steeks und Schneiden gearbeitet wird. Nun plane ich ja einen Fair-Isle-Pullover, so dass dieses Teil in jedem Fall eine gute Übung sein sollte. Heute war es dann soweit: Mit Stricken bin ich – mit Ausnahme der Blenden – fertig und zwischen der Fertigstellung und mir stand eben die Schere. Also griff ich zur DVD A Knitting Glossary von Elizabeth Zimmermann, verinnerlichte die Lektion zum Thema Steeks und legte los. Links sieht man den Steek nach der Befestigung.


Today I cut into a knitted fabric for the very first time in my life. Browsing through the current issue of knitty.com I immediately fell for the pattern More Stripes and started enthusiastically with it. Then I found out that the neckline had to be cut. Since I want to try a Fair Isle Sweater (and then I will have to cut it anyway), I decided this would be a good opportunity to get a little practice. Today was the moment: I am almost done with the knitting job (except the neck- and armhole bands) and between me and the Finishing of this item stood just a pair of scissors… So I grabbed the “Knitting Glossary” DVD by Elizabeth Zimmermann, watched the steeks’ chapter and started. The first picture showes the steek after the crocheting job.

Dann ging es ans Schneiden. Ich zögerte nicht lange und griff beherzt zur Schere. Das Resultat sieht man auf dem zweiten Foto. Was soll ich sagen? ES HÄLT! ES HÄLT! ES HÄLT!

Then the cutting job had to be done. I did not hesitate, grabbed my pair of scissors and just did it. The result can be seen on the next picture. What can I tell? IT WORKED!

Nach den letzten Befestigungsarbeiten bin ich sehr zufrieden: es sieht sehr gut und sauber aus, es hält, es funktioniert und ist bereit für die Abschlussarbeiten. Ich habe eine ganze Menge gelernt.:

  • es ist möglich, in ein Strickstück zu schneiden, ohne dass es sich auflöst
  • das ist sogar sehr einfach, wenn man sich an die Anleitungen hält
  • Wenn man sich ans Schneiden macht, ist definitiv der falsche Moment, zuviel zu denken. Am besten man denkt überhaupt nicht und tut es einfach.

After the final sewing job the neckline looks just great and fit for finishing it by adding the band. I have learned a big deal by doing this:

  • it is possible to cut a knitted garment without damaging it
  • it is pretty easy if one follows the directions given properly
  • it is definately NOT the time for reflection or self-reflection when doing the cutting job. The best thing one can do is not to think at all – just do it.

Mein Knit n’ Sip – Paket ist angekommen, und meine Wollteefee war Ester! Liebe Ester, herzlichen Dank für die tollen Sachen! Earl Grey Lady Violet ist einer meiner Lieblingstees, besser hättest Du es gar nicht treffen können. Auch die Naschsachen sind sehr lecker (ich habe die Verpackungen fürs Foto teilweise restauriert *g*). Das auberginefarbene Garn ist genau das Richtige für mich und das Muster sieht sehr schön aus (wie ich anhand des Probestücks feststellen konnte). Vielen Dank für alles!

Ganz konkret: Kauft Ihr neues Strickmaterial im Online-Versandhandel oder in einem Laden?

Eigentlich beides. Wobei ich mehr im Internet kaufe. Eigentlich ist mein LYS gut sortiert, auch mit vielen hochwertigeren Garnen wie Rowan, Noro, Bliss etc. Aber vieles ist nicht in ausreichenden Mengen vorhanden, um z. B. einen Pullover daraus zu stricken. Also bestelle ich im Internet. Das gilt vor allem auch für Marken, die lokal nicht vertreten sind, seien es Seidengarne oder auch Dinge wie Isager, Jamieson & Smith etc.
Bücher kaufe ich zu 99% im Internet, da ich an englischer und amerikanischer Strickliteratur interessiert bin, und die gibt es nicht vor Ort. Bei Zubehör ist es mal so, mal so. Einiges kaufe ich im Laden, einiges muss ich bestellen.

Generell bin ich mit meinen Onlinekäufen sehr zufrieden. Die Läden geben sich Mühe, der Service ist gut und schnell.  Und das Wollschaf ist mit seiner Frage voll am Puls der Zeit. :D

Morgen, am 20. März, treffen wir uns wieder! Alle weiteren Informationen findet Ihr hier.

Tomorrow, March 20, we meet again. For further informations, please click here.

Dieser Beitrag enthält konkrete Adressen zweier Wollshops und hat daher auch Werbungscharakter!

Nach den eher pessimistischen Posts, die in anderen wie auch in meinem Blog bezüglich der Situation der deutschen Strickerin und ihres natürlichen Umfelds (Ladengeschäfte und Druckwerke) zu lesen waren, möchte ich nicht als Querulantin dargestellt werden, die sich nur beschwert. Es gibt nämlich auch löbliche Gegenbeispiele. Ladengeschäfte mit hervorragendem Angebot und Service, die als Beispiel für moderne, kundenorientierte Einzelhandelsgeschäfte gelten können.

Ich wurde zum Verfassen dieses Textes weder aufgefordert, noch entstehen mir dadurch Vorteile irgendeiner Art (nur so, um entsprechenden Gerüchten vorzubeugen).

Beide Geschäfte sind sehr unterschiedlich, jedoch bestehen auch viele Gemeinsamkeiten.

  • Sie sind nicht unbedingt optimal gelegen, können sich nicht auf Laufkundschaft verlassen
  • Sie bieten die von ihnen vertriebenen Produkte zusätzlich im Internet an
  • Das Angebot wird ständig erweitert, wobei eine hohe Orientierung an Kundenwünschen festzustellen ist
  • Die Beratung ist freundlich, kompetent, engagiert und wird bereitwillig gewährt.
  • Das Warenangebot ist auf hohem Qualitätsniveau angesiedelt.

Die Wollwerkstatt Kiel hat neben ihrem Onlineshop ein frisch eröffnetes Ladengeschäft in einem Kieler Vorort. Das Sortiment besteht ausschließlich aus rein natürlichen Materialen. Lediglich Kunstfasern natürlicher Herkunft (z. B. Viskose) dürfen in den Garnen enthalten sein. Das Sortiment wird von den Garnen der beiden dänischen Designerinnen Marianne Isager und Hanne Falkenberg dominiert (letztere ist durch eine Vielzahl von Strickpackungen vertreten). Die Garne sind von hervorragender Qualität und bestechen durch eine brilliante, exklusive Farbigkeit, die sich besonders gut für ambitionierte Projekte eignen. Abgerundet wird dieses einzigartige Angebot durch ausgewählte Garne von Rowan, Drops, Evilla und kleineren Herstellern. Im Ladengeschäft finden sich auch attraktive Restbestände von Materialien, die nicht mehr produziert werden.

Das übrige Angebot entspricht dem hohen Niveau der Kernprodukte: Stricknadeln aus Edelhölzern sowie hochwertige Bambusnadeln, Zubehör von Clover (leider in Deutschland nur selten erhältlich) und eine kleine, aber feine Auswahl aktueller Strickliteratur. Daneben gibt es zahlreiche Modelle aus dem Sortiment des Geschäftes im Laden zu sehen und anzuprobieren. Sie geben einen sinnlichen Eindruck der Garne und Designs wieder. Die Beratung ist freundlich, engagiert und kompetent, in den Räumen werden Stricktreffs abgehalten.

Das zweite Geschäft, Wollsucht, kann ich leider nicht bebildern (ich hatte bei meinem Besuch meine Kamera nicht dabei). Es befindet sich in Flensburg, in unmittelbarer Nähe zum Zentrum. Das Angebot ist vielfältig und hochwertig, wobei viele Garne gemessen an der Qualität erstaunlich preisgünstig sind. Obwohl das Geschäft nicht groß ist, ist die Auswahl hervorragend und die einzelnen Garne sind in ausreichenden Mengen erhältlich (dank des wohlgefüllten Lagers). Wollsucht bietet eine beeindruckende Auswahl der estnischen Hersteller Kauni und Evilla (letzteres ist auch als Plattengarn erhältlich), Noro, Louisa Harding, Debbie Bliss, Drops Design, Rowan, Karen Noe und anderer. Die Sockenwollabteilung ist ebenfalls sehr gut sortiert und besticht durch ihre Vielfalt. Hervorzuheben ist die Auswahl an Garnen, die für Lacestrickerei geeignet ist. Das Sortiment ist liebevoll und durchdacht zusammengestellt und wird durch eine Vielzahl von Stricknadeln unterschiedlicher Materialien (Bambus, Edelholz, Metall) abgerundet. In den Fenstern sind Strickwaren aus im Laden erhältlichen Garnen ausgestellt. Die Besitzerin ist freundlich und kompetent. Auch dieses Ladengeschäft beherbergt einen regelmäßigen Stricktreff.

Beide Geschäfte wären in einer Großstadt bestens aufgehoben und sind der Beweis dafür, dass Service, Kundenorientierung, Exklusivität, Kompetenz und Freundlichkeit auch hier vertreten sind. Den Bedürfnissen der modernen StrickerIn wird gerne entsprochen, denn dies ist den Besitzerinnen ein Anliegen. Es geht also auch anders.

Again: Germany, its knitters, its shops…

Meine Märzsocken sind fertig: Diesmal habe ich das Jaywalker-Muster gewählt, weil es herausholt, was aus diesem dämlichen selbstmusternden Garn herauszuholen ist. Glatt verstrickt ist es ausgesprochen häßlich, aber mit diesem Muster sieht es ganz gut aus, wie ich finde. Das Thema ist diesmal März in Hamburg: Etwas grau, etwas Schmuddel, ein wenig Sonne, ein wenig Grün und viel, viel Wasser. Das Muster ist einfach zu stricken, geht schnell und macht Spaß.
Weniger Spaß macht allerdings das Garn: Die Rapporte stimmen nicht wirklich und sind sehr lang, das heißt, ich musste eine Menge wickeln, abschneiden, anstricken und vernähen, um zwei gleich aussehende Exemplare zu erhalten.

Muster: Jaywalkers
Quelle: magknits.com
Designer: Grumperina
Wolle: Opal “In Variationen nach Werken von Friedensreich Hundertwasser”, Der Blaue Mond

I finished my socks-of-the-month for March. This time I chose the Jaywalker Pattern because it’s one of the best ways to use up this stupid self-striping yarn. The material looks rather ugly if knitted just plain, but with the Jaywalker pattern it’s quite nice, I think. My interpretation of the March theme is rather Hamburg-centered: March in Hamburg means a lot of grey, mud, a bit sunshine, a bit of fresh green and lots of water. The pattern was fun to knit, it’s fast, easy and attractive.
Unfortunately knitting with this yarn is not that much of fun. The repeats are not correct, and they are very, very long. This means to cut the yarn, look for a proper beginning, and lots of loose ends. Not really what I expected.

Pattern: Jaywalker
Source: magknits.com
Designer: Grumperina
Yarn: Opal, Variationen nach Werken von Friedensreich Hundertwasser, “Blue Moon”

… ist nun auch weg. Umgesetzt erstens für Noro Silk Garden. Daraus wird das Oberteil Morestripes aus der aktuellen knitty.com.

… is gone now. I spent it for Noro Silk Garden. I’m currently knitting the bodice Morestripes from the spring issue of knitty.com.

Dies ist tintenblaue Chinaseide, die für den Simple Knitted Bodice von Stitchdiva reserviert ist. Das Muster habe ich online gekauft, was ich enorm praktisch finde, da man nur das bekommt und bezahlt, was man auch wirklich möchte. Die passenden Perlen habe ich auch besorgt. Es sind transparente Glasperlen in blaugrün. Die Auswahl ist nicht so riesig, wenn das Garn etwas dicker ist. Und die sehen auf der blauen Seide sehr gut aus.

This is ink blue China silk which is meant to be used for knitting the Simple Knitted Bodice by Stitchdiva. I purchased the pattern online, what I think is very convenient. I only paid for and received what I really wanted to buy. I already found the matching beads for it: clear, blueish-green ones. The choice is not that big since the hole has to be quite large (due to the yarn which is not too thin). They look just great with the blue silk.

Den dritten Teil meiner Wild Card habe ich für etwas Besonderes verwendet: In meinem Kopf ist eine Idee am Entstehen – für einen selbst designten Pullover. Traditionell, aber doch anders und modern. Als ich heute die Wollwerkstatt Kiel anläßlich der Eröffnung des Ladengeschäftes besuchte (dazu später mehr), wurde ich fündig: Ich kaufte Tvinni der dänischen Designerin Marianne Isager in hellgrau-meliert und aubergine. Sie ist qualitativ hervorragend, in wunderschönen Farben erhältlich und ideal für ambitionierte Projekte. Obwohl sie eine unglaubliche Lauflänge hat (über 500 m auf 100 g), ist es eine echte Pulloverwolle, die ein opulentes, aber sehr feines Strickbild ergibt.

The third part of my wild card I spent for yarn which I want to use for a project which started to take shape in my head during the last days. It’s going to be my very own design: a sweater, based on traditional forms but very unusual and modern. The yarn Tvinni by the Danish designer Marianne Isager- purchased at the Wollwerkstatt Kiel. It’s ideal for this purpose: of highest quality, available in many superb colours, perfect for ambitious projects. It has more than 500 m for 100 g, but it’s a perfect yarn for sweaters: thin, plain, but voluminous.

“Leider” wurde ich in diesem Geschäft auch weiterhin fündig. Obwohl ich nicht so der Fan von fertigen Strickpackungen bin (ich lasse mir nicht gerne Farben und Mengen vorgeben), fand ich doch eine, die ich unbedingt haben musste, da die Farben ebenso phantastisch sind wie die Wollqualität. Es ist der Schal LaScala von Hanne Falkenberg. Eine Frau muss manchmal tun, was eine Frau tun muss. :D

“Unfortunately” there were so many more beautiful and unusual yarns available in this extraordinary shop. The scarf LaScala by Hanne Falkenberg weakened my backbone totally. Although I’m not the biggest fan of knitting kits (I don’t like if someone tells me which yarn to use), I had to get thisone. The colours are fantastic, and so is the pattern and the yarn quality. Sometimes it’s stronger than me. :D

Und nun hat die liebe Seele auch Ruh’, hoffe ich. Ich denke mal, ich hätte mir keine drei Joker gestatten sollen. :D Man kann nun natürlich nach dem Sinn der Knit-from-your-Stash-Aktion fragen, wenn ich meine Wild Cards schon in Sektionen a bis c unterteilen muss. Aber ich sehe das trotzdem locker: Mein Stash ist nicht so riesig, und es ist letzendlich wie bei einer normalen Diät: Wenn jemand nach drei Monaten Fasten und Kalorienzählen einen Rückfall in Form einer Tüte Chips und einer Tafel Schokolade hat, bedeutet das nicht, dass die gesamte Diät sinnlos ist. Ich bin also weiter dabei. Ich bin nur nicht die konsequenteste aller Teilnehmerinnen. So what?

And now I hope I will be done with yarn purchases until September. I think I should not have allowed myself three wild cards. :D Of course there is a big question remaining: the question for the sense of the knit from your stash-thing for myself (I cut the last wild card into small pieces, after all). But I’m easy going about this. It’s pretty much the same like a normal diet: if someone fasts for three or more months and looses weight, a relapse might happen (maybe a bag of crisps and/or a choccolate bar). This does not mean the whole diet became senseless. One can try again later. And this is what I’ll do. I’m just not one of the most consistent attendees. That’s it. So what?

Es ist mal wieder so weit: Spammer fallen in großer Zahl ein. Und ich muss dem begegnen. Bei meinem alten Bloganbieter hatte ich quasi nur die Wahl zwischen Pest und Cholera – alles einzeln löschen oder jeden Kommentar erst per Moderation freischalten. Beides war nicht so wahnsinnig attraktiv.

Oops, it happended again: Spammers Inc. discovered this innocent little blog and come in hoards. And I have to react. My former hoster only offered to moderate or to let them to what they have to – and to delete them one by one. Both possibilities are not attractive.

Ich konnte mich mit der Freischaltungsoption nie wirklich anfreunden, da das sehr stark den Eindruck von Zensur erweckt, dass unliebsame oder nicht durchweg positive Kommentare per Moderation herausgesiebt werden und niemals das Licht des Blogs erblicken – auch wenn es nur darum geht, blaue Glücklichmacher für Männer, Klingeltöne oder fette Titten vom Blog fernzuhalten.

I never liked the moderation mode really. This always looks a bit like censorship – as if more critical or not entire positive comments were not welcome. Moderation is a too strong tool for just holding off blue pills for the MAN, ringtones or fat boobs from this place.

Ich bin heute quasi mein eigener Anbieter, und WordPress bietet wesentlich mehr Optionen zum Eindämmen der Spamflut an. Kommentare bleiben per se unmoderiert – mit einer Ausnahme: Wenn ein Kommentar einen Link enthält (nein, nicht die Angabe einer HP im Header, sondern ein Link im Kommentarfeld), so muss er freigeschaltet werden.
Ansonsten bemühe ich mich, durch Feintuning der Filteroptionen mit dem Erfindungsreichtum der Spammer Schritt zu halten.

This is my webspace and my domain, and WordPress offers more options to get rid of these idiots. Comments remain unmoderated – with one exception: If there is a link in the text (and this does not mean the field for your website in the header), it has to be approved.

Besides this, I do my very best to keep pace with the Spammer Bots by fine tuning the filter options.

Seit ich stricke, setze ich mich wieder verstärkt mit Farben auseinander. Das habe ich schon einmal getan – während meines Studiums (u. a. Kunstgeschichte) und dann auch immer mal wieder beruflich. Aber nun geht es nicht mehr um Farben generell, sondern darum, was Farben mir bedeuten, welche Farben ich tragen möchte, mit welchen ich mich umgebe – und welche ich vermeide.

Since I started knitting, I have to deal with colours. I did this before – during my studies at the university (history of art et. al.), and afterwards – in a rather professional way. But now the topic is not colours in general any more, but what they mean to me, whichones fit me well, whichones I want to wear or have in my home – and whichones I try to avoid.

Ich weiß, dass nur kalte Farben mir stehen – in warmen sehe ich aus, als hätte ich es mit dem Magen. Darüber hinaus sehe ich in dunkleren, kräftigeren Schattierungen besser aus als in hellen, pastelligen (da sehe ich aus wie ein Schluck Wasser). Ich bin, was mich angeht, durchaus farbsicher und greife entsprechend kaum daneben.

I know that only cool colours fit me well – in warmerones I look like being seasick. Besides this, I look much better when dressed in shiny, darker shades than in brighterones. I am quite sure about colours which fit me well. This means I very rarely buy clothes or yarns which do not that good when wearing them.

Jahrelang trug ich nur schwarz. Das mag ich nach wie vor – nur nicht mehr so ausschließlich wie früher. Dies hängt auch damit zusammen, dass ich stricke. Immer nur schwarz oder dunkelgrau ist doch etwas langweilig zu verarbeiten und nicht jedem Muster zuträglich. Die Lust an der Kleiderfarbe entwickelte sich also mit dem Stricken. Ich weiß nicht, ob das Zufall ist.

I wore black exclusively for many years. I still like it, but not so solely as I did before. This changed when I started knitting. Using just black and dark grey yarn is a bit boring, and not suitable for each and every pattern. For me, the joy of dressing in a more colourful way is connected directly with the start of my knitting “career”. I don’t know whether this happened by accident.

Ich denke, dass sie recht hat, wobei wohl eher die Energie der Farbe als die Farbe selbst gemeint ist. Es gibt eine Menge Farben, die ich in der Kleidung vermeide – selbst bei Socken, die ja nun wirklich gesichtsfern sind. Wobei ich bei Socken Eine meiner Strickfreundinnen meinte, dass jeder Mensch alle Farben braucht – nur eben nicht am Körper bzw. um das Gesicht herum. Ich ein breiteres Farbspektrum pflege als bei Oberbekleidung.

One of my knitting friends said that every person needs each and every colour – no matter whether cool or warm colours fit him (or her) – but not in the surrounding of one’s face or upper body. I think she’s absolutely right, but I also think that she rather means the energy of the colours and not necessarily the colours themselves. There are a multitude of colours I strictly avoid to wear – even regarding socks, which are as far away from my head as possibe. Whereas I use many colours for socks I would never use for sweaters, hats or scarves.

Meine persönliche Farbpalette ist relativ eingeschränkt. Ich verwende nur die, mit denen ich mich wirklich wohl fühle. Meine Favoriten sind: schwarz (natürlich), petrol, violett, purpur, dunkelgrau, ein kaltes, bläuliches rot, dunkelgrün – und dunkelblau. Letzeres entwickelte sich in der letzten Zeit zu einer Lieblingsfarbe. Andere Farben verwende ich auch – wohldosiert und eher als Farbakzent. Sie sind jedoch fast immer kräftig und leuchtend.

My individual selection of colous is rather limited – I only use the ones I really feel comfortable with. My favourites are: black, of course, petrol, violet, purple, dark grey, a blueish red, dark shades of green – and dark blue. The latter became one of my favourites lately. Other colours or shades I also use, but only in small amounds, for placing emphasis on the main colour. But even they are mostly strong and vivid.

… und viele machen ihrer Empörung über die Zustände der deutschen Wolllandschaft Luft. Ich bin überwältigt von den Reaktionen auf meinen Artikel über Zeitschriften. Heidi bekommt den gleichen Zuspruch für ihren über deutsche Wollläden, und in einem anderen Blog, der Strickeria, wurden diese und andere Links zusammengetragen, um eine Diskussion zu diesem Thema anzuregen. Ähnliche Äußerungen fallen auch immer mal wieder in Foren oder Mailinglisten, und natürlich auch bei Treffen im “echten Leben”.

Die Resonanz ist überwältigend, nur bin ich geneigt, mich der in vielen Kommentaren geäußerten pessimistischen Sichtweise anzuschließen: Es wird sich nichts ändern, da die Verantwortlichen, die LadenbesitzerInnen sowie die Zeitschriftenredakteure, sich nicht oder kaum im Internet zu bewegen scheinen. Wir sind für sie einfach nicht real. Nicht so real, wie die Oma, die einmal im Monat vorbeikommt, um für ihren Enkel, der zu klein ist, um sich zur Wehr zu setzen, Pulloverpolyester in Hornhaut-Umbra oder Neonfarbe zu kaufen.

Auf dem Zeitschriftensektor herrscht hierzulande eine ganz eigene Problematik: Die Zeitschriften werden von Großverlagen herausgegeben, die eine unglaubliche Anzahl von Titeln im Programm haben. Wenn beispielsweise eine Gartenzeitschrift nicht mehr läuft, wird sie eingestellt und ein/e altgediente/r Redakteur/in wird zu einer anderen Publikation versetzt – vielleicht in den Sektor Handarbeiten. Da sitzt dann jemand, der vielleicht nicht zwischen einer Häkel- und einer Stricknadel unterscheiden kann und soll jetzt auf einmal ein Fachblatt zu diesem Thema herausgeben. Das kann natürlich nichts werden – und so ist auch das Modellrecycling und das Fehlen jeglicher Texte rund um das Thema zu erklären. So jemand wird einer Zeitschrift niemals eine neue Richtung geben können. Da die Leute außerdem Internetrecherche nicht für angebracht zu halten scheinen und eine gewisse Beratungsresistenz an den Tag legen, sieht es eben so aus, wie es aussieht. Dies ist ein wenig vergleichbar mit manchen WollhändlerInnen, bei denen man das Gefühl hat, sie könnten auch Wurst und Käse verkaufen. Zum Vergleich: in den USA wurde Eunny Jang zur Chefredakteurin der Interweave Knits ernannt. Ich weiß jetzt nichts über ihre technischen Kenntnisse, aber eines weiß ich: Die Frau kann stricken und ist selbst sehr kreativ in diesem Bereich. Für den technischen Kram wird es im Zweifelsfall andere Leute geben.

Auch wenn wir hierzulande für Wollläden und Zeitschriftenhändler nicht real zu sein scheinen – unser Geld ist es sehr wohl. Allerdings nicht für sie, da sie es nicht zu sehen bekommen, denn das tragen wir woanders hin. Eigentlich haben wir wenig Probleme, denn wir bekommen, was wir wollen. Nur eben nicht hier, vor Ort. Wir nehmen hohe Portokosten und hohe Preise für den Transport in Kauf. Wir richten uns darauf ein, gegebenenfalls etwas zurückzuschicken, wenn die Farbe zu sehr von dem Bild im Internet abweicht. Internationale Literatur ist kein Problem, hierfür gibt es mehrere Quellen. Es ist eben nur mühsamer und kostet mehr, aber es geht.

Eigenartigerweise hat sich niemand dazu geäußert, der gerne in seinem LYS kauft (wobei ich sagen muss, das meiner recht gut ist, nur an den Mengen hapert es) bzw. die Einstellung der deutschen Strickmagazine bedauert. Und das gibt es durchaus. Man sieht und liest es in Foren. Und mir stellt sich die Frage, ob die UserInnen diese Diskussion nicht mitbekommen haben (hier wären wir bei der Parallelwelt Forum/Blog) oder ob sie sich ob der Welle der Empörung über hiesige Zustände nicht trauen.

This is again about the situations of the German knitter in his/her natural surrounding …

« Previous PageNext Page »