February 1, 2007 - י"ג שבט תשס"ז


Morgen, Dienstag, 20. Februar treffen wir uns ab 18.30 zum gemeinsamen Stricken und Schnacken. Das Ganze findet wie immer im Restaurant des Hotels Schanzenstern, Bartelsstr. 12, statt. Neulinge willkommen.
Für weitere Informationen bitte hier entlang.

Tomorrow, Thuesday, February 20, we meet again at 18.30 for knitting and chatting. The location is the restaurant of the Hotel Schanzenstern, Bartelsstr. 12. Newbies welcome.
For further informations, please click here.

Als ich vor ein paar Tagen meinen Sockenwollstash (immerhin eine große Plastikkiste) durchforstete, um die geeignete Wolle für meine Monkey Socks zu finden, war ich entsetzt. Ich habe unglaublich viel Sockenwolle gehortet, das meiste gehört zur Gattung “selbstmusternd”, und einiges ist mir richtig peinlich.

Some days ago I looked through my sock yarn stash (a very large plastic box full of yarn), looking for an appropriate yarn for my monkey socks. I was horrified. I had quite a large collection of sock yarn, most of it self-striping, and some of it is just awkward.

Ich frage mich ernsthaft, wie ich so etwas kaufen konnte: gakelige Musterungen, Farben, die nicht zu denen meiner Garderobe passen… Ich kann es mir nur so erklären, dass ich, als ich Socken stricken gelernt hatte, fasziniert war von den Selbstmusternden und mich damit eindeckte. Inzwischen langweilen mich glatt rechts gestrickte Socken (wenn ich sie ausschließlich stricken soll), aber es gibt ja auch Muster, für die solche Garne gut geeignet sind, z. B. Missoni-Zacken, Jaywalker, Broadripples. Alles schön und gut, ich werde meine Selbstmusternden dahingehend verwursten, aber das erklärt nicht, warum ich einiges gekauft habe, dem ich heute befremdet gegenüberstehe. So wie auf dem Foto oben (Ihr müsst jetzt alle ganz stark sein…)

I have to ask myself seriously, how it could happen that I really PURCHASED this: lurid colours, ugly patterns, colours which don’t match the colours I use to wear. There is only one explanation for this: when I learned knitting socks, I was fascinated by the self-stripening yarns, had never seen these before and therefore bought ahead. Later I got bored by the self-stripening yarns, because I wanted to do something else than just knitting sockinette. But there are patterns which work well with these yarns: Missoni Jags, Jaywalkers, Broadripples et. al. Very nice, I will use the self-stripers doing some of these, but there is still no explanation why I bought yarns of the kind you can see on the picture above. These alienate me a lot.

Nachdem ich mich beim Stricken von glatt rechten Socken fast zu Tode langweilte und das Sockenstricken daher zwischenzeitlich völlig eingestellt hatte, entdeckte ich die Mustersocke inzwischen für mich. Sie sind ideal, um neue Techniken zu erproben, sie sind schnell fertig und vom Tragekomfort her unschlagbar.

After quitting sock knitting before I got bored to death by stockinette, I found out about very nice sock patterns. They are ideal for trying new techniques, they are quickly done, and they are very comfortable.

Das Bild zeigt eine gute Auswahl der Knäule, die mir gar nicht gefallen. Was mache ich nur damit? Wandersocken?
Wie auch immer, ich habe zu viel vielfarbiges und zu wenig dezent gemustertes bzw. einfarbiges Garn. Da die meisten Muster sich für meine Garne überhaupt nicht eignen, weiß ich schon, wofür ich die zweite Wild Card der Knit from your Stash-Aktion einsetze: für einen gediegenen Vorrat an einfarbiger Sockenwolle…

The pic shows a good selection of the yarns I deeply dislike. What to do with them? Hiking socks? However, I have too many self-striping yarn and too less of the monochrome kind. Most patterns simply don’t work with the firstones. Therefore I know now how to use my second “knit from your stash wild card”: for a genuine supply of monochrome sock yarn…

Ganz unplanmäßig habe ich ein Sockenpaar zwischen meinen Monatssocken gestrickt. Eigentlich wollte ich das gar nicht, aber ich war neugierig geworden auf das Sockenstricken mit Mustern, und wie es mit der von mir heißgeliebten, flexiblen Sockenstricktechnik harmoniert. Mein Auge fiel auf die Monkey Socks aus der aktuellen knitty.com. Dieses Muster ist momentan sehr beliebt, es wird häufig gestrickt, man sieht es immer wieder in Blogs und wenn ich nicht zurechtkäme, würde sich schon jemand finden. Als nächstes durchforstete ich meinen Stash, Abteilung Sockenwolle, nach einem geeigneten Garn. Das war nicht ganz einfach, da die meisten bedruckten Garne dieses ausdrucksvolle Muster erschlagen würden (wie konnte ich diesen kakeligen Kram in Clownsfarben nur kaufen! Argh!). Ich hatte jedoch noch zwei Knäule Zitron Trekking XXL, dessen zarter Farbverlauf mit immer demselben Grundton (violett in meinem Fall) dem Muster nicht schaden sollte.

Cookie A., die Designerin der Monkey Socks, schreibt über dieses Muster folgendes: I would like to say that I knit these socks because I was inspired by falling leaves, the angles of tree branches as they part from mighty oaks in a V-shape, or allude to poetry and art. But let’s face it: the true driving force behind these socks was ADDICTION. There was no other way to get them off my back than to knit them. Ich kann nur sagen: Die Frau hat recht. Ich bin ja nicht so die Sockenfanatikerin, aber einmal angefangen, konnte ich sie kaum aus der Hand legen. Autistisch strickte ich vor mich hin, bis an einem Tag die erste Socke fertig war – zu nachtschlafender Zeit. Die Macht ist mit diesen Socken, da habe ich keine Zweifel.

Kein Foto kann dem Muster gerecht werden- Es ist ungetragen dreidimensional, ich habe mehr den Eindruck einer Skulptur oder einer exotischen Frucht als einer Socke. Getragen ist das Muster ebenfalls sehr ausdrucksvoll und dabei überhaupt nicht störend. Die gewählte Sockenwolle passt einfach perfekt: der zarte Farbverlauf betont das Muster in seiner Plastizität. Dabei ist es ein ideales Anfängermuster: Leicht zu stricken und sehr eingängig. Dass man nach einem Mustersatz nicht mehr auf die Anleitung starren muss, kommt der Geschwindigkeit sehr zugute.
In Ehrfurcht erstarrt beschloss ich, dass diese Socken viel zu schade sind, um in Stiefeln zerlaufen zu werden: ich habe sie zu meinen offiziellen Haussocken ernannt. Es werden mit Sicherheit nicht die einzigen Monkey Socks bleiben, die ich gestrickt habe.

Technisches:
Muster: Monkey Socks
Quelle: knitty.com
Designer: Cookie A.
Material: Zitron Trekking XXL, Farbe 78

Completely unscheduled I decided to knit another pair of socks. Actually I wantet do proceed with the alpaca sweater, but I was so courious of knitting socks with a more elaborated pattern than ribbings. I decided to try the Monkey Socks from the current issue of knitty.com. This pattern is quite popular at the moment, it’ s frequently knitted all over the world and the results can be seen in many blogs. I knew there would be help if I could not manage. So I browsed through my stash, dept. of sock yarn, looking for something that would be appropriate for this expressive pattern. This was not so easy, since I discovered that I own mostly multi-coloured sock yarn (how did it come so far? Why did I buy this stuff? Was this really me?). After all, I chose a ball of Zitron trekking XXL. It’s soft colour gradient, all basing on a dark shade of violet, would do good to the pattern.
Cookie A., the designer of the Monkey Socks, writes in knitty com about her pattern: I would like to say that I knit these socks because I was inspired by falling leaves, the angles of tree branches as they part from mighty oaks in a V-shape, or allude to poetry and art. But let’s face it: the true driving force behind these socks was ADDICTION. There was no other way to get them off my back than to knit them. I can tell she’s absolutely right. I am not that much of a sock fiend, but I could hardly stop knitting until the socks were finished. I knitted as often as possible in a rather autistic way and finished the first sock within one day – in the middle of the night. These socks have power, I have no doubt about it.
No photo can really give consideration to this pattern. When not on the feet, it’s quite three-dimensional, and I had very much the impression of a sculpture or of an exotic fruit rather than of a sock. Wearing it flattens the pattern, but still very expressive. The yarn I chose was a good match to this pattern: the colouring underlines its complexion. And it’ s a good beginner’s choice: easy to knit, intuitive, and fun. After knitting the first repeat, one doesn’t have to stare on the chart all the time, what speeds up one’s knitting.
I was awestruck by the result and decided it would be a shame to use these socks up in boots or sneakers. therefore I declared them officially to my favourite socks, only worn indoors as a substitute for slippers. I’m pretty sure these are not the last monkey socks I’ve knitted.

The details:
Pattern: Monkey Socks
Source: knitty.com
Designer: Cookie A.
Material: Zitron Trekking XXL, colour 78

Titel: Simple Socks – Plain and Fancy
Autor: Priscilla A. Gibson-Roberts
Verlag: Nomad Press

Dies ist das Sockenbuch, das mir das “Prinzip Socke” wirklich nahegebracht und mich wieder zum Stricken von Socken verleitet hat. Was ein wahres Wunder ist, da ich zwar vor knapp einem Jahr, als ich wieder mit dem Stricken begann, einige Paare strickte, mir das dann doch zu langweilig und vor allem zu unbefriedigend erschien. Das war insofern etwas unglücklich, als ich selbstgestrickte Socken einfach angenehmer zum Tragen und auch bequemer finde.
Vielleicht ist es einfacher, sich diesem Buch anzunähern und es begreifbar zu machen, wenn ich erkläre, was es nicht ist bzw. hat:

  • keine Fotos
  • keine Muster
  • nur eine Anleitung, eigentlich
  • keine Größentabellen

Das wirkt auf Anhieb vielleicht etwas wenig, ist es aber nicht. Denn die Autorin erklärt das “Prinzip Socke”, wie es funktioniert und wie man es an jeden Fuß anpassen kann. Vorgestellt werden zwei Varianten, das Stricken vom Bündchen und Toe-up. Die Fersenvariante wurde der Maschinenstrickerei entlehnt und arbeitet – wie die deutsche Variante der Bumerangferse – mit verkürzten Reihen. Wobei die hier vorgestellte Methode leichter und selbstverständlicher ist. Sie kommt ohne die idiotischen mittleren Reihen aus, die eine andersfarbige Ferse verhindern. Sie sitzt perfekt und ist schnell gestrickt. Die Anleitung hierfür ist ausführlich, eindeutig und sehr einfach nachzuvollziehen. Für die manchmal entstehenden vergrößerten Löcher am Fersenrand gibt die Autorin einfache und gut funktionierende Rezepte, mit der sich diese kleinen Schönheitsfehler leicht und unsichtbar ausbügeln lassen. Hat man das Prinzip einmal verstanden, kann man Socken jeder Größe ohne Blick in die Anleitung stricken – nur durch Ausmessen des zu besockenden Fußes. Die Zehenpartie wird genauso gestrickt wie die Ferse – mit verkürzten Reihen. Dies ergibt einen gut sitzenden und trotzdem geräumigen Zehenraum.
Der zweite Teil des Buches widmet sich der gemusterten Socke. Hier wird erläutert, wie man jedes potentiell geeignete Muster auf das Sockenprinzip anwenden kann, was ein hohes Maß an Flexibilität ermöglicht – und das Entwerfen eigener Socken.
Im Anhang des Buches findet man eine entsprechende Anleitung für das Stricken von Handschuhen als kleine Zugabe.
Für konventionell gestrickte Socken gibt es für mich kein anderes Prinzip mehr. Die Socken passen hervorragend und sind außerordentlich bequem.

Das Buch ist ausschließlich mit Schwarz-Weiß-Zeichnungen illustriert. Wer auf der Suche nach neuen Mustern ist, nach festen Schemata, Zahlen und Fakten, wird mit diesem Buch wohl nicht zufrieden sein. Wer auch beim Sockenstricken eine größere Freiheit erlangen möchte, mit der Passform seiner Socken nicht zufrieden ist, mit genormten Größentabellen hadert oder mit einer anderen Garnstärke stricken möchte und damit nicht zurecht kommt, ist mit diesem Buch hervorragend bedient.

Author: Priscilla A. Gibson-Roberts
Title: Simple Socks – Plain and Fancy
Publisher: Nomad Press

This is a book about knitting socks (maybe the umpteenth on the market), but it’s unlike the other publications availabe. It’s a very special book, and it is not easy to explain why I like it so much. In fact, this is the book which persuaded me to knit socks again – after a long break. When I started knitting again, almost a year ago, I ended up frustrated and dissatisfied. I prefer wearing hand-knitted socks, since they are more comfortable than anything else, but I was bored of producing them. They did not fit as I expected them to do, I was dissatisfied by the heel solutions I found published in German sock knitting books (and sock knitting is almost a religion in Germany).
It is not easy to explain why I make such a song and dance about this book. Maybe it is easier to explain by specifying first, what this book is or has NOT:

  • no photos
  • no special patterns
  • only one instruction, in a sense
  • no exact measurements provided

Now you will probably ask what this book contains, if not the topics mentioned above: It in fact provides the reader with a flexible, outstanding instruction of a sock’s prototype which can easily be adapted for any pattern, any size, any yarn weight, either conventional or toe-up. Heel and toe are knitted in a short-row technique adapted from machine knitting. This technique is extraordinary well explained – step by step (this works best just sitting with your dpns and yarn right in front of the book and doing whatever it tells you to do). For the well-known problem of the enlargened holes at the sides of the heel (which might turn up while trying one’s best with this technique) the author provides the reader with tricks and tips how to avoid or to fix them.
If one has understood the “principle of the sock” once, she or he will be able to knit mind- and effortless – any size, any pattern, any style.

The second part of the book is dedicated to the more elaborate sock. No patterns, but tons of explainations how to adapt any pattern for individual and complex socks. This allows a wider range of flexibility and opens a door to sock design.
A small but useful add-on is an instruction for knitting mittens following the same fomula.
For me this is the best way to knit socks which really fit without being bored to death. I do so even if an instruction for a special sock pattern asks for a different heel or toe. I’m still a beginner, but it’s absolutely no problem for me to adapt any pattern to this scheme.
This book is illustrated only with drawings in black and white. If you are looking for special, elaborate patterns or a table of size and stitch numbers, you will probably be disappointed. But if you are looking for a larger extend of flexibilty, if you find your socks are rather uncomfortable and ill-fitting, if you want to use a different yarn size as suggested (and don’t get along), or if you want to find a way to design your own socks, this might be the perfect book for you.

Dies ist ein Projekt, das ich einfach beginnen musste, da mich das Muster so fasziniert hat. Der Schaft der Socke sieht eher wie eine Skulptur aus. Dieses Muster lässt mich einfach nicht los, ich muss weitermachen und bin jetzt an der Ferse. ;) . Es sind die Monkey Socks aus der aktuellen knitty.com. Das Muster ist einfach, geht schnell und macht wirklich Spaß.

This is a project I had to begin because the pattern just fascinated me. The leg just looks more as a skulpture than a sock, I think. This pattern got hold of me, I have to knit on and on – I already reached the heel. The pattern comes from knitty.com and is called Monkey Socks. It’s easy to knit, quickly done and a lot of fun – really enjoyable.

Nachtrag: Es ist mitten in der Nacht, ich bin nur noch halb am Leben, aber die erste Socke ist fertig. Das Muster hat mich wirklich nicht losgelassen, und ich bin begeistert! Der Sock ist unglaublich bequem und sehr schön. Ich habe daher beschlossen, dass es Haussocken werden, um sie mir möglichst lang zu erhalten. :D

Addendum: It’ s late at night, I’m only half alive, but finished the first sock. I was simply not able to disengage from the pattern. It’ s just great! It’s really comfortable to wear and very nice. Therefore I decided to wear them only indoors for conserving them as long as possible. :D

Es gibt Garne, die sprechen für sich selbst. Sie sollten nicht mit Mustern belastet werden, da sie dann nicht wirken bzw. ihre Wirkung beeinträchtigt wird. Das betrifft nicht nur Effektgarne, sondern auch besonderes edle, oft etwas haarige Sorten. Ich habe so ein Garn, 100% reines Alpaka aus Südamerika. Da es bei längerem Tragen zu stärkerer Faserbildung neigt, wäre jedes Muster Verschwendung – und letztendlich dem Garn abträglich.

There are yarns which militate for themselves. Any elaborated pattern would do them no good, since the effect would be alloyed. Of course, there is the family of effect yarns, but also very precious, sometimes hairy yarns. In my stash there is a yarn like this, 100 % pure alpaca from Southern America. Since it tends to form quite long fibres when worn, any pattern would be a waste of time and yarn and rather disadvantageous.

Mein Freund meinte ja, die GarnenthusiastInnen wären alles verkappte FetischistInnen, nur das dies gesellschaftlich nicht geächtet ist. Irgendwie ist da was dran (man betrachte nur die Wollager in einigen Haushalten, die enthusiastischen Garnbeschreibungen in Blogs und meine Mutter, die einzelne Maschenraffer kaufen geht, um in den Wollbeständen ihres Lieblingsgeschäfts zu wühlen). Es ist jedenfalls das reinste Vergnügen, dieses Garn zu verstricken, es läuft leicht und schnell.

My companion once said, all real yarn enthusiasts are fetishists in disguise, just that this kind of fetishism is not proscribed by society. I think he could be right (just think about some peoples’ stashes, the enthusiastic descripions of their purchases and my mother, who takes a trip of more than an hour, just buying a stitchholder and digging deeply into the yarn of her favourite LYS). However, it’ s a mere pleasure to knit with this alpaca yarn, it’ s just running smoothly and quickly over the needles.

Im Buch Knitting Emporium von Jo Sharp fand ich einen Pullover von ergreifender Schlichtheit; die Sorte, für die man sich die Hacken abläuft und die man kaum in den Geschäften findet. An diesem Antipodean Sweater orientiere ich mich beim Stricken des Alpaka-Pullovers. Anders als in der Anleitung angegeben stricke ich in Runden, denn das Teil entspricht vom Schnitt her exakt einem Guernsey, und warum sollte ich so einen Pullover in Einzelteilen stricken, wenn es auch in Runden geht, völlig nahtlos?

One of the patterns in the book Knitting Emporium by Jo Sharp is a sweater of thrilling simplicity. It’ one of the kind which one runs miles and miles for, through all shops within reach, but one practically never finds. This Antipodean Sweater is sort of an example for the one I’m knitting of my beautiful alpaca yarn. The instructions tell to knit single parts, I will knit in rounds, since the form of the sweater is exactly like a traditional Guernsey. Why should I knit single parts if it’ s very easy to knit it in rounds, completely seamless? I will do so.

Ich habe mal wieder einen Anfall von Kaufrausch gehabt und nach einem Besuch bei einer lieben Strickfreundin ein paar Bücher bestellt (das sind noch nicht alle, zwei werden nachgeliefert…). Ich hatte Gelegenheit, mir die Bücher bei ihr anzusehen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich die unbedingt haben muss.

I had sort of a buying frenzy again: after visiting a friend I ordered some books (these are not all of them, there are two more to come…). I had the opportunity to have a closer looks on these books and was convinced I HAD to have them for my knitting library.

  • Meg Swansen u. a., Sweaters from Camp: Fair-Isle von klassisch bis modern. Gute technische Hinweise, wunderschöne Modelle.
  • Debbie New, Unexpected Knitting: Teilweise ein Bilderbuch, teilweise mit Anleitungen. Avantgardistisches Stricken ohne Grenzen. Unglaublich inspirierend. Die Gehirn-Mütze ist ein Knaller. Ich bin froh, dass mein Lebensgefährte sie nicht entdeckt hat, da ich sonst mein Leben damit verbringen dürfte, sie irgendwie nachzuarbeiten. Kein Buch, aus dem ich jetzt konkret etwas machen möchte, aber bereits vergriffen, und ich WEISS, dass ich es bereuen würde, wenn ich es nicht mehr bekäme.
  • Nancy Bush, Knitting Vintage Socks: Klassische, monochrom gearbeitete Sockenmuster neu aufgelegt. Viele wunderschöne Muster für die etwas andere Socke, abseits der automatischen Musterungen bedruckter Garne.
  • Barbara G. Walker, Charted Knitting Designs, a third treasury of knitting patterns: Der dritte Band der unerschöpflichen Mustersammlung (zwei fehlen mir noch – ächz). In diesem Band finden sich vor allem viele abgefahrene Strukturmuster.
  • Elizabeth Zimmermann/Meg Swansen, A knitting glossary (DVD): Dies ist der Hammer schlechthin, denn alle möglichen abgefahrenen Stricktechniken werden als Film und in Großaufnahme vorgeführt. Strickzeug raus, DVD an und nachmachen! Ein Index erlaubt einfaches und schnelles Navigieren. Jetzt weiß ich, wie man die Steeks festhäkelt!
  • Meg Swansen u. a., Sweaters from Camp: Fair-Isle from classical to modern style. Good technical advices, beautiful patterns
  • Debbie New, Unexpected Knitting: Like a picture book with her artwork, but some of the patterns have instructions. Avant-garde knitting sans fronti?res. and very inspiring. I am so glad my companion did not see the brain cap, otherwise I could spend the rest of my life with finding out how thisone is done. No patterns I want to knit right now, but this book is already out of print and I KNOW I would be very unhappy not possessing it.
  • Nancy Bush, Knitting Vintage Socks: Classical patterns for mostly monochrome socks. Many very pretty patterns for socks unlike others.
  • Barbara G. Walker, Charted Knitting Designs, a third treasury of knitting patterns: The third tome of the unexhaustible pattern collection. Here you find tons of unusual cable patterns, but lacey and coloured stuff as well.
  • Elizabeth Zimmermann/Meg Swansen, A knitting glossary (DVD): This one is a must (at least for me). Lots of difficult knitting techniques are presented on big screen (of course, depending on your TV). Get your knitting, watch the DVD and just follow the instructions! The Index allows easy navigation. Now I know how to do crocheted steeks!

Ich werde zu einigen dieser Bücher mit Sicherheit noch ausführlichere Rezensionen schreiben, aber dafür muss ich erst mit ihnen gearbeitet haben.

I will definately write a review for at least some of these books, but I have to use them first (I like to know what I’m talking about).

Momentan herrscht eine ziemliche Verwirrung bezüglich des Urheberrechts. BloggerInnen sind verunsichert, wissen nicht, was sie noch schreiben sollen, welche Bilder sie bringen können etc.

Hinzu kommt das neue Telemediengesetz: Das halte ich in manchen Teilen für schwachsinnig. So sieht es aus, wenn Leute, die keine Ahnung von einem internationalem Medium haben, das man weder in den Schrank stellen noch auf den Plattenspieler (oder besser: das Grammophon) legen kann, diesbezüglich Gesetze erlassen. Vielleicht müssen wir dies ertragen, bis Leute das Sagen haben, die entweder damit aufgewachsen oder wenigstens gewillt sind, sich mit dem zu beschäftigen, worüber sie befinden. Wie auch immer.

Die Unkenntnis bezüglich des Internetrechts allgemein ist ein Aspekt, aber komischerweise kennen sich viele auch nicht mit dem Urheberrecht bezüglich der “alten” Medien aus: Es wird in Foren munter nach Anleitungen aus Büchern gefragt (selbstverständlich verboten), nach Übersetzungen (dito), und der Umgang mit Bildern ist ein ganz eigenes Thema.

Ich finde das Internet großartig. Es ist demokratisch. Das Erstellen einer Homepage ist nicht mehr nur Spezialisten vorbehalten, jeder kann es tun. Das hat uns neben einer ganzen Menge Müll auch einen riesigen Schatz an Wissen und Erfahrung offenbart. Bezüglich des Strickens kann ich sagen, dass ich längst nicht so weit wäre, wenn es das Internet nicht gäbe. Der Austausch mit Gleichgesinnten kann einen weiter bringen als jedes Buch dies vermag. Aber ist es zuviel verlangt, dass sich Leute, die sich im Internet häuslich niederlassen (Foren, Blogs), sich wenigstens ein wenig informieren, bevor sie dort zu großer Form auflaufen? Wie ist es möglich, dass Leute nach Anleitungen o.ä. fragen, man ihnen mitteilt, dass man diese nicht weitergeben darf und es dann heißt “oh, das habe ich nicht gewußt?”

Ein besonderes Thema ist die Merkbefreiung, mit der fremdes Bildmaterial in die eigene Internetpräsenz integriert wird. Die Inhalte von Büchern und Magazinen unterliegen dem Copyright. Punkt. Da gibt es kein Vertun. Wie ist es dann zu erklären, dass immer wieder Bilder aus Büchern, Heften oder von fremden Webseiten in Blogs erscheinen? Meist mit den Untertiteln “finde ich furchtbar” oder “will ich nachstricken”. Toll, dann macht mal und präsentiert das fertige Ergebnis. Das ist nämlich erlaubt. Alles andere nicht – es sei denn, man hätte die Erlaubnis des Herausgebers und würde dies extra vermerken. Ebenso liegt es auf der Hand, das Logog eines Herstellers von Garnen einfach so auf die eigene Webseite zu packen. Das verletzt das Markenrecht. Die, die das tun, sollten allmählich mal Angst bekommen, und das völlig zu recht.

This is a very German topic about very German questions regarding copyright, branding et. al. Sometimes it’s hard to embrace my Inner German.

Dies ist meine Februarsocke, diesmal nach der Anleitung für Moccasin Socks von Elizabeth Zimmermann gestrickt. Es ist eine völlig andere Methode des Sockenstrickens, bei der die Sohle separat eingestrickt wird. Ich fand es sehr interessant, auch diese Methode auszuprobieren, die übrigens auch sehr bequeme Exemplare hervorbringt.

This is the February sock. This time I used the instruction by Elizabeth Zimmermann for her Moccasin Socks. It is an entirely different method, knitting the sole separately in rounds. It was very interesting to try this and the sock is very comfortable to wear.

Name der Socke: Imbolc
Material: Opal, Variationen nach Hundertwassers Werk, “Positive Seelenbäume – Negative Menschenhäuser”; Regia 4-fädig, Farbe 1992, 2080 (doppelfädig, für die Sohle)
Anleitung: Moccasin Sock, E. Zimmermann (u. a. in Knitting Around)

Name: Imbolc
Yarn: Opal, Variations of Hundertwasser’s works, “Positive Seelenbaeume – Negative Menschenhaeuser”; Regia 4-ply, colour 1992, 2080
Instruction: Moccasin Sock, E. Zimmermann (Knitting Around et. al.)

Hier ist ein Detail der Sohle mit der Grafting-Technik. Wenn Ihr Euch jetzt fragt, wo das denn sein soll, dann ist es genau richtig: Man sieht es kaum, und nach der ersten Wäsche gar nicht mehr. Funktioniert allerdings nur bei gleicher Maschenzahl auf zwei Nadeln und natürlich ohne Abketten.

This is a detail of the sole where I used the grafting technique. If you don’t see it, it’s done properly: one does not see it, at least after the first wash. But it works only with the same number of stitches on two needles and withoud casting off before.

Generell bin ich von dieser selbstmusternden Wolle nicht sehr begeistert: Sie gefällt mir im Knäul viel besser als verstrickt. Das Gelb wird verstrickt viel zu sehr von den anderen Farben dominiert. Der Rapport war auch nicht, was er hätte sein sollen, was wiederum mehr Vernähen loser Fäden bedeutet.

I can tell I am not really happy with this self-striping yarn, as it comes out when knitted. In my opinion it looks much better when wound in balls. The yellow is dominated too much by the other colours. The repeat of the pattern did not work properly, and this meant I had to weave in more loose ends.

Meine Februarsocke hat die Rückkehr des Lichtes zum Thema, die ja im Februar schon deutlich zu merken ist. Wobei die weiße Sohle für den noch liegenden Schnee steht (naja, wollen wir mal großzügig sein), und die hellen, bunten Farben für Sonne und die ersten Anzeichen der Vegetation (Krokusse und so… wollen wir auch hier mal großzügig sein).

My February theme is the return of daylight after the long, dark period of winter. At least one notices this in February. The white sole stands for the snow still remaining (well, theoretically…), and the bright colours for the sun and the first signs of springtime coming soon, like crocusses et. al. (well… theoretically again).

So, der Irregular Rib Raglan with Toggle (“Unregelmäßig gerippter Raglan mit Knebelknopf”) ist fertig. Ich habe lange daran gesessen, da es etwas Aufregenderes gibt, als ewig lang Rippen zu stricken, ob unregelmäßig oder nicht. Aber nun ist es geschafft. Ich habe ihn sofort fotografiert, ohne ihn vorher in Form zu dämpfen (die Verschlüsse werde ich auch noch mal versetzen…)
Ich finde ihn schick… aber. Mal wieder aber: Die Passform ist o.k., aber ich bin in dem Ding nicht zu Hause. Sollte ich nach monatelanger Arbeit aber sein, finde ich zumindest. Als ich den Pullover beendete, war ich doch um einige Erfahrungen reicher, als im Jahr 2006, als ich ihn begann. Heute sehe ich, dass er auch auf der Abbildung im Buch nicht perfekt sitzt. Und auch das sollte er tun – wo, wenn nicht dort?
Anstelle des Knebelknopfes habe ich zwei Metallverschlüsse gewählt, da die hier oder im Web verfügbaren Knebelknöpfe alle nach Landedelmann aussahen.
Hier nun die technischen Details:
Modell: Irregular Rib Raglan with Toggle
Designer: Teva Durham
Quelle: Loop-d-Loop von Deva Durham
Material: Kauni Wollgarn uni Dunkelgrau, doppelfädig

Da ich den Pullover zwar schon 2006 begonnen, aber erst jetzt beendet habe, ist er mein erster Beitrag für das Projekt Spektrum.

Wie auch immer, ich habe daraus gelernt. Ich werde meine nächsten Pullover nach der Zimmermann-, Walker, Fee-Methode stricken, alles schön selbst berechnen und sie mir wirklich auf den Körper schneidern. Wie bei meinem Guernsey. Aber vielleicht werden wir ja doch noch Freunde, die unregelmäßige Rippe und ich.

Well, the Irregular Rib Raglan with Toggle is finally done. I had to knit a long time, with long breaks, because there are many things which are more fascinating than knitting ribs, may they be irregular or not. But now it’s done, and I took a picture immediately, even without steaming it. And I will move the fasteners slightly (later, not now).
I like it, I think it’s chic, but…. There is a “but” again: It doesn’t fit perfectly. It’s o.k., but that’s it. I’m not living in it, I don’t feel at home. But this is how it’s supposed to be, after long months of knitting. This is at least my opinion. When I finished the sweater, I was a more experienced knitter than I was when starting with it (that was in 2006). Today I can see very clearly that it doesn’t fit properly even on the picture in the book. But where – if not there?
Instead of a toggle I chose two small metal fasteners, since all the toggles I found looked too much like “rural nobleman”, and this is definately not my cup of tea.
Technical Details:
Pattern: Irregular Rib Raglan with Toggle
Designer: Teva Durham
Source: Loop-d-Loop by Teva Durham
Yarn: Kauni wool yarn uni, Dark Grey, double thread
However, this gave me the opportunity again to lean a lot. I will knit the next sweater following the Gansey, Zimmermann, Walker, Fee instructions. Doing all the maths, fitting for my very own body. Like I did with my dear Cornish guernsey.
But maybe we will become friends, after all, the irregular rib and I.

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