January 23, 2007 - ד' שבט תשס"ז
Um Grafting wird ja immer ein riesiges Getue gemacht: fortgeschrittene Technik blabla, schwierig blabla, schwer auszuführen blabla, schwer nachzuvollziehen blabla.
Bei der Fertigstellung des Cardigans for Arwen sollte ja auch gegraftet werden. Ich sah dem Vorgang mit gemischten Gefühlen entgegen. Nachdem ich die Anleitung für diese Technik in der Interweave Knits las, holte ich tief Luft und griff zu “Knitting without Tears” von Elizabeth Zimmermann. Ich dachte mir, da in diesem Buch grundlegende Techniken beschrieben werden, könnte ich Glück haben. Hatte ich auch. Kein einziges Bild, dafür eine auszezeichnete Beschreibung (bei Zimmermann sucht man solch Konstrukte wie 1 grzft. u. 2 woeiu. nämlich vergeblich). Was soll ich sagen? Es gibt mit Sicherheit besser gegraftete Strickstücke als meins, was auch kein Wunder ist, da ich erstens nicht so die Nähkünstlerin bin und zweitens dies mein erster Versuch war. Aber ich graftete schnell und leicht vor mich hin und könnte endlos mit dieser eingängigen und vernünftigen Technik weitermachen.
Das hat zur Folge, das sämtliche noch unbekannte Herausforderungen ihre Schrecken für mich verloren, zumindest was das Stricken angeht: Elizabeth und ich werden das schon machen.
Grafting is often dealt as one of the last mysteries in knitting. Difficult bla, hard to learn bla, hard to understand bla, hard to execute bla. Therefore I was a bit shy trying it when I had to – the instructions for the Cardigan for Arwen ask for it. I read them in the magazine, took a deep breath and grabbed my copy of “Knitting without Tears” by Elizabeth Zimmermann. I was lucky and found a description of this technique in it – without pictures but very clear (Zimmermann didn’t clown around with abbreviations). What can I tell? There are for sure garments with better grafted areas than mine. But I never did it before and I am not a good sewer at all. But I did it easily and quickly. And I will be happy to try this beautiful, easy and sensible technique again – I could have gone on forever, I think.
The result of this experience is that all knitting challenges still to come don’t terrify me any more: I am pretty sure Elizabeth and I will manage.
Ach ja, das Wollschaf will ja auch wieder was:
Man sieht es ja in vielen Blogs – immer mehr Strickerinnen färben Ihre Wolle selbst.
Welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht?
Es werden ja die verschiedensten Mittel zum Färben genutzt, von der Ostereierfarbe über Kool Aid und Naturfarben zu Stofffarbe und den Ashford Farben.
Wie klappt es mit dem Färben, wie wird gefärbt, gibt es Geheimtipps? Wie ist es mit der Haltbarkeit der Farben??
Ähem, ich habe keine Ahnung, denn ich färbe nicht und plane das auch nicht für die Zukunft. Es ist nicht so, dass es mich nicht interessiert, aber ich habe einfach genug mit Stricken, Bass spielen, lesen, fotografieren in meiner Freizeit zu tun. Hinzu kommt, dass ich keinen Platz habe, um die Wollberge zu trocknen. Gekaufte Garne haben ihren Reiz für mich noch nicht verloren, es gibt so viele, die ich einfach toll finde und die ich noch verstricken möchte. Da wäre Färben für mich ebenso fehlgeleitete Energie wie Spinnen, was ich im Übrigen auch nicht tue.