Jaja, ich habe gesagt, ich würde auf gar keinen Fall zum Sonderverkauf der Hamburger Wollfabrik gehen, da ich mehr als genug Wolle für die nächsten Projekte im Hause hätte. Nach dem Motto “was kümmert mich mein Geschwätz von gestern” bin ich natürlich heute hingefahren und mit zwei dicken Tüten zurückgekommen. Meine Ausbeute besteht aus 1,5 kg reiner Schurwolle in Grau (für den nächsten Guernsey u.a.), 500 g Wolle mit Microfaser und Kamelhaar, auch grau (für den Weihnachtsschal meiner Mutter), 1 kg dünnes Chenillegarn in Schwarz (auch für den Schal meiner Mutter und für diverse kleinere Sachen) und viel bunter Sockenwolle für meine Handschuhideen. Ich verzichte mal darauf, meine Niederlage auch noch durch ein Foto zu dokumentieren.

Yes, I know, I’ve said I would not got to the special sale at the Hamburger Wollfabrik, since I have enough in my stash for upcoming projects. But who cares about any blabber I articulated weeks (o. k., days) ago? Of course I went there today and returned with two large bags full of yarn.
Today’s prey contains: 1,5 kg of new wool (for the next guernsey et. al.), 500 g of a blend of new wool, microfibre and camel hair (for my mother’s scarf, a christmas present), both in grey, 1 kg of black, thin chenille (for mother’s scarf as well et. al.) and skeins galore of sock wool in different colours (for the mittens I want to knit). I abandoned the idea of taking a picture of it, since I do not feel the need to document the defeat I suffered.

Was Sibylle über ihre momentane Unzufriedenheit schrieb, trifft auch auf mich zu: der Guernsey ist fertig, ich bin sehr zufrieden und fühle eine gigantische, stricktechnische Leere in mir. Ich will noch ein paar UFOs und WIPs fertigmachen, bevor ich das nächste Projekt beginne (da wäre noch der Raspy, den ich im August begann und der mich anstarrt. Ich bin überzeugt, dass er demnächst anfängt zu sprechen…). Als größere Projekte geplant sind ein Clapotis und ein grauer Rippenpullover, danach ein Aran aus Rowan Felted Tweed. Auch der Weihnachtsschal meiner Mutter steht auf der Matte (im übertragenden Sinn natürlich), aber irgendwie befriedigt mich das nicht wirklich und ich bin unentschieden. Was tun?

Sibylle wrote about her current discontent regarding her knitting stuff. That is exactly how I feel in the moment: The famous Cornish guernsey which absorbed me for weeks is done, I am very happy with it, and that’s it. I feel a huge vacuousness regarding the knitting affair. Before starting the next project, I rather wanted to finish some UFOs and WIPs (the raspy sweater I started in August is staring at me, and I am sure it will start talking to me soon…). The next bigger projects I planned are a Clapotis scarf and a ribbed grey sweater. After this I want to do an aran sweater with Rowan Felted Tweed. And there is still my mother’s scarf to come. Thinking of this I feel a bit dissatisfied and uncertain what to do. Any suggestions?

Zu guter Letzt: das Wollschaf 44/2006
Passenderweise fällt Halloween diese Woche auf einen Dienstag, deshalb fand ich diese Frage passend:
Nachdem man ja immer mehr Bilder von Dingen wie gestrickten Darmtrakten, Gehirnen usw. sehen kann: Was war das absurdeste, seltsamste, was Du jemals gestrickt hast? Oder ist mal “unfreiwillig” ein seltsames Ergebnis entstanden?

Ich habe nie Ziergegenstände im weiteren Sinne gestrickt, daher kann ich auch nicht mit Gehirnen, Gedärmen oder Penissen dienen. Seltsam war der erste Pullover, den ich nach meiner 20-jährigen wollelosen Zeit strickte. Das ist so ein … Ding. Er sieht aus wie eine Mischung aus Höhlenmenschenklamotte und fremdem Wesen aus der Tiefe. Er wurde nie richtig fertig, denn ich habe die Fäden bis heute nicht vernäht. Ich bin uneins, was ich damit machen soll und schwanke zwischen auftrennen und nochmal mit zeitlichem Abstand kritisch betrachten…