September 19, 2006 - כ"ו אלול תשס"ו
Schon seit einiger Zeit halte ich Ausschau nach einer Strickgruppe, etwa nach dem Vorbild von Stitch n’ Bitch. Im Vordergrund soll der gemeinsame Spaß am Stricken und die Treffen stehen, nicht etwa eine Leistungsschau, wer nun den kompliziertesten Pullover in der kürzesten Zeit hinbekommt. Solche Gruppen gibt es in Großbritannien in jedem Kaff, auch in mancher deutschen Großstadt, aber hier in Hamburg scheint das nicht zu klappen. Ich verstehe das nicht, Hamburg hat fast 2 Millionen Einwohner, da sollten sich doch ein paar Frauen zum Stricken verabreden können?
Vielleicht liegt es auch daran, dass in Deutschland Stricken immer noch mit alten Damen assoziiert wird, die im stillen Kämmerlein ihre Kunststrickdeckchen und Ajourmusterpullis produzieren. Diese Theorie wird unterstützt, wenn ich mir die deutschen Publikationen zum Thema ansehe: da ist wenig Chic drin, dafür dominieren biedere und hausbackene Modelle. Hefte kaufe ich keine, da mir dort nie etwas gefällt. Ich bin inzwischen auf Bücher aus dem angelsächsischen Sprachraum ausgewichen, da dort die Zielgruppe eindeutig eine andere ist. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf: irgendwo werden sie sich doch verstecken, die StrickerInnen? Ich habe jedenfalls via Internet Kontakt zu zweien geknüpft, vielleicht wird ja etwas daraus?